Hallo, ich brauche mal Tipps.
Habe den Begriff schon gegoogelt und bisher sehr unterschiedliche Thesen gefunden. Die einen bevorzugen die "Holzhammermethode", will heißen, beide Katzen sofort miteinander konfrontieren, andere raten eher dazu, die Katzen erst mal voneinander zu trennen, so dass sie sich langsam an die andere gewöhnen können. Ich habe da schon seitenweise Sachen ausgedruckt.
Aber dann habe ich mir gedacht, wozu gibbet die BriCom. Hier wird man schließlich geholfen.
Zur Situation:
Aus finanziellen Gründen (Studium, kein BaföG, Studenten-Job weg) wird meine Tochter demnächst (zumindest für eine gewisse Zeit) wieder bei uns einziehen. Das ist auch kein Problem, ihr Zimmer ist noch frei und da wir ein recht geräumiges Haus haben, ist Platz genug da. Wir verstehen uns auch gut, von daher ist alles im grünen Bereich.
Aber - sie hat eine einjährige Katze, die sie mitbringt. Und wir haben einen zehn Jahre alten Kater. Sie möchte sich auf gar keinen Fall von ihrer Kleinen trennen. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Das kann ich auch absolut verstehen.
Da ihr Aufenthalt bei uns mit großer Wahrscheinlichkeit zeitlich begrenzt sein wird (wir wissen halt nur noch nicht für wie lange), ist es jetzt auch nicht unser vorrangigstes Ziel, dass die beiden Katzen sich zu dicken Freunden entwickeln. Nur sie sollten schon miteinander leben können, ohne dass es bei einer oder beiden zu großen Problemen kommt.
Jetzt ein paar Infos zu den Katzen:
Alter hatte ich ja schon geschrieben. Unser Kater ist seit er bei uns ist Freigänger, er kommt und geht, wann er will nach draußen. Das heißt konkret: Wir öffnen ihm die Haustür, wenn er weg will und irgendwann kommt er dann durch die Katzenklappe im Hintereingang wieder zurück. Früher hat er den auch zum Weggehen benutzt, dass macht er aber nicht mehr, seit die Nachbarn einen Hund haben. Warum er trotzdem dort zurückkommt, weiß keiner von uns. Das weiß wohl nur er.
Die Katze meiner Tochter ist eine reine Wohnungskatze und soll möglichst auch eine bleiben. Da sehen wir auch nicht so sehr das Problem, die Katzenklappe haben wir schon so arretiert, dass sie nur von außen zu öffnen ist.
Aber wie schafft man es, bei zwei so unterschiedlichen Tieren, mit so unterschiedlichen Lebensgewohnheiten eine gute Zusammenführung, ohne den Tieren zuviel Stress zuzumuten. Dass es nicht ohne Probleme geht, ist mir/uns schon klar. Aber wir lieben unsere Tiere und möchten es ihnen irgendwie leicht oder erträglich machen.
Hat jemand hier Erfahrungen?
Schon mal Danke im Voraus.
Fee
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Ergebnis 1 bis 10 von 17
Thema: Katzenzusammenführung
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30.09.2011, 09:38
Katzenzusammenführung
LG fee
Macht(s) euch hübsch
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Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen,
sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen,
was wir verdienen.
Dieter Hildebrandt
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30.09.2011, 10:16
AW: Katzenzusammenführung
Hallo Fee,
zuerst einmal finde ich es toll, daß Du Deiner Tochter Asyl gewährst. Ich war meinen Eltern auch dankbar, daß ich mich in einer ähnlichen Situation in Ruhe auf meinen Beruf vorbereiten konnte, anstatt mich dauernd mit der Frage abplagen zu müssen, wo ich denn bitteschön Miete und Lebensunterhalt hernehmen sollte
Wegen der Katzen habe ich die Erfahrung gemacht, daß sich die Samtpfoten in aller Regel wenig darum scheren, was sich ihre liebevollen Dosenöffner so mühsam ausgedacht haben. Meine beiden Kleinen haben sich damals schnell arrangiert, bei einer Pflegekatze hatte ich das Gleiche im Sinn, aber die Ärmste musste ich dann für kurze Zeit in ein Einzelzimmer wegsperren, bis ich ein anderes Zuhause für sie gefunden habe. Diese Katze wurde allerdings früher misshandelt und war selbst beim besten Willen nur als Einzelkatze zu halten.
Meine Freundin konnte zu ihrem Freigänger-Kater problemlos eine andere Katze dazugesellen, die sich lieber drinnen aufgehalten hat.
Ich würde in so einer Situation zuerst einmal Deiner Tochter samt Katze einen eigenen Raum geben und dann sorgfältig beobachten, wie die beiden Katzen auf den Geruch des anderen reagieren - und dann ganz entspannt darauf reagieren, was die beiden Katzen so im Sinn haben.
Für Panik, Feliway, Trennung etc. ist dann immer noch Zeit genug.
Liebe Grüsse
PS:
Das könnte eigentlich eher eine Katze geschrieben haben:
Ja, mach nur einen Plan
sei nur ein großes Licht
und mach dann noch 'nen zweiten Plan
gehn tun sie beide nicht.
- Bertolt Brecht, DreigroschenoperGeändert von marion387 (30.09.2011 um 11:24 Uhr)
Leben sollte mehr sein als nur überleben
Vitam et sanguinem pro Rege nostro, sed avenam non!
Blut und Leben für unseren König, aber keinen Hafer!
Merke: grosszügige Leute bieten dem Bedürftigen alles an, nur nicht das, was er wirklich braucht (aus einem Buch von George Mikes)
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30.09.2011, 15:09Inaktiver User
AW: Katzenzusammenführung
Wie ist euer Kater denn so drauf ? Ein verträglicher Typ oder ein Rabauke ?
Ala Freigänger dürfte er ja andere Katze gewohnt sein, mit einem jüngeren Weibchen sollte es daher gehen. Ich würde sie aber trotzdem zum Eingewöhnen ein paar Tage im Tochterzimmer lassen.
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30.09.2011, 15:14Inaktiver User
AW: Katzenzusammenführung
Ich hab vor Jahren die Holzhammermethode gewählt - es ging nicht anders.
Fee (meine liebe gute Maus, RIP) war Freigängerin und war eines Tages weg.... 3 Wochen suchte ich sie überall, auch im hiesigen Tierheim und da saß "Sam" mein lieber Kater - heute 11 damals 2. Fee zu dieser Zeit 6.
Und ich nahm Sam mit zu mir - eine Woche später war Fee wieder da.....
Es rumpste 3 Wochen lang immer mal wieder, dann war klar wer der Boß war (Sam) und Fee war nur noch draußen. Inzwischen ist uns nur noch Sam geblieben. Einen Hund gabs noch der sich den beiden Katzen brav untergeordnet hat.
Fee und Benjie verstehen sich hoffentlich noch immer gut - wo auch immer sie gerade sind.
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30.09.2011, 16:19
AW: Katzenzusammenführung
Er kommt gut mit anderen Katzen zurecht. Von meinem Arbeitszimmer (DG) aus, habe ich einen guten "Rundumblick" über eine anliegende Grünanlage. Manchmal beobachte ich ihn abends, solange man noch was sehen kann, wenn er dort herumstromert. Mit einem anderen Kater scheint er richtig befreundet zu sein. Die haben sich aber am Anfang, unser Kater kam als Zweiter hierher, nichts gegönnt. Da gab es ständig Klopperei. Aber seit etlichen Jahren sind sie Kumpel. Eine neue, junge Katze die seit einiger Zeit hier in der Gegend unterwegs ist, scheint auch keine Probleme zu bereiten. Nur mit einer alten Katze kommt er überhaupt nicht klar, sein Katerkumpel übrigens auch nicht.
Unser Plan sieht z. Z. so aus, dass Tochter mit Katze hierher kommt und ihre Kleine erst mal 1 - 2 oder 3 Tage in ihrem Zimmer bleibt. Mit allem was sie so braucht. Und dann mal langsam die Tür aufmachen oder so ähnlich. Die junge Katze kennt bisher gar keine anderen Katzen. Meine Tochter hat sie mit 8 Wochen bekommen und ob sie sich noch an Mutter und Geschwister erinnert, wissen wir nicht. Andererseits sagen wir uns, sie ist ja noch jung und hoffentlich lern- und anpassungsfähig.
Wir überlegen auch den Einsatz von Feliway, wenn es gar nicht geht. Aber soweit ich das gelesen habe, soll man damit schon vorher anfangen.Geändert von feeingelee (30.09.2011 um 16:24 Uhr)
LG fee
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Dieter Hildebrandt
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30.09.2011, 16:34
AW: Katzenzusammenführung
Ich habe bisher jede Katze mit der "Holzhammermethode" vergesellschaftet und hatte bisher immer großes Glück, es gab nie Probleme. Zuletzt haben wir ein Wohnungskatzenpärchen mit unserem Freigängerpärchen vergesellschaftet.
Die beiden neuen haben sich zunächst einen Rückzugsort gesucht und von dort aus unser Haus erobert. Unsere Altkatzen haben sie mindestens ebenso vorsichtig beäugt wie die Neuzugänge die alten. Wir haben nur unsere Altkatzen nach draußen gelassen, die Neuzugänge haben wir (da sie auch noch kastriert werden mussten) ca. 3 Monate drin gelassen, bis wir sie dann auch an den Freigang gewöhnt haben.
Die Idee, die Tochterkatze zunächst in ihrem Zimmer zu halten, bis sie sich ein wenig an den Umzug gewöhnt hat, finde ich gut. Dann würde ich es aber versuchen, sie einfach zusammenzulassen. Tochterkatze kann sich immer im Tochterzimmer zurückziehen, wenn ihr der Kontakt zum Altkater zuviel wird.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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01.10.2011, 23:33
AW: Katzenzusammenführung
Sollte es Probleme geben, kann es hilfreich sein einen vernetzten Rahmen in die Tür zu basteln.
So können sich die Miezen sicher annähern.Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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20.10.2011, 21:12
AW: Katzenzusammenführung
Hallo,
falls hier noch mal eine(r) mitliest: Bei uns läuft jetzt der Countdown. Noch drei Tage, dann kommen Tochter und Katze zu uns.
Wir sind ganz gut gerüstet (hoffen wir zumindest). Für alle Fälle haben wir jetzt auch noch Feliway parat. Sowohl den Zerstäuber als auch das Spray. Wenn es Probleme gibt, werden wir eben alle Tricks anwenden.
Ich werde mal in der nächsten Woche berichten, wie es bei uns so zugeht.
Schönen Abend und ein schönes Wochenende euch allen.
LG fee
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Dieter Hildebrandt
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20.10.2011, 22:00Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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21.10.2011, 09:04Inaktiver User
AW: Katzenzusammenführung
Ich auch !
Bloß keine Nervosität aufkommen lassen !! ;-)



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