Aha, und woher wusstest du das? Ich vermute mal, weil du dich über die Rasse informiert hast. Und das gleiche hab ich getan und mich dann für Rassen bzw Mischungen und Hundepersönlichkeiten entschieden, die das genau nicht brauchen.
Und das kann man eben auch der TE empfehlen: überlegen, was sie will und danach einen Hund aussuchen, nach Rassemerkmalen und dem individuellen Charakter.
Und im Gegensatz zu dir bin ich eben der Meinung, dass man dann durchaus einen freundlichen und netten Hund finden kann, der auch ohne die von dir so freudig geleistete Arbeit einfach mit in der Familie lebt und sein Leben lang keine Probleme macht.
Antworten
Ergebnis 141 bis 150 von 234
Thema: Familienhund - Tipps gesucht
-
11.10.2011, 23:50Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
-
11.10.2011, 23:54Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
*shrug*
Ich denke nicht, dass wir einen Konsens finden. Ich nenne auch Erziehung Arbeit, und um diese Arbeit kommt man bei keinem Hund herum, es sei denn, man wünscht sich ein Exemplar der Sorte, die Katelbach und ihre Kollegen offenbar häufiger auf dem Behandlungstisch haben.
-
12.10.2011, 07:49Inaktiver User
-
12.10.2011, 08:04
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Wie es sich auswirkt, wenn ein Hundehalter nicht auf die Bedürfnisse seines Hundes eingeht, sollte sich einmal "Der Hundeprofi" anschauen. Letztens wurde ein Schäferhund-Mix gezeigt, der einfach unterfordert war und dementsprechend reagierte.
Vor Monaten sah ich einen Bericht über eine Australian-Sheppard Züchterin, die ihre Hunde nur an Menschen abgibt, die sich verpflichten mit dem Hund zu arbeiten. Da reichte es nicht 3x am Tag raus zu gehen.
Ich wollte den nicht haben, obwohl sie sehr hübsch aussehen.
Ich mag auch Dalmatiner. Doch diese Hunde brauchen sehr viel Auslauf, weil sie so dafür gezüchtet wurden.
Jeder Hund, von groß bis winzig hat Bedürfnisse, die ein verantwortungsvoller Besitzer stillen muß. Es gibt aber auch Hunde, die haben resigniert, weil selten jemand auf seine Bedürfnisse eingegangen ist.

Liebe Grüße von Majolika 

-
12.10.2011, 08:31Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Wo meine ich das denn? Verwechsle nicht Deine Interpretation mit meiner Haltung. Beziehung zu einem Lebewesen klingt natürlich sehr edel - ist aber leider auch, missverstanden, Quelle grossen Übels. Ein Hund ist beispielsweise weder Kind noch Partner, und sollte auch nicht so behandelt werden.
Er ist ein tierischer Hausgenosse, und hat Anspruch auf artgerechte Haltung. Dazu gehört es, seinen Bedürfnissen nach Bewegung und geistiger Herausforderung sowie Sozialkontakten zu Artgenossen gerecht zu werden. Zudem gilt es, ihn dabei zu unterstützen, sich möglichst unfallfrei in der Menschenwelt zu bewegen und in eine Familie zu integrieren. Ob man das Arbeit oder gemeinsames Leben oder Huschelpuschel nennt, ist völlig unerheblich, solange klar ist, dass es ohne die Bereitschaft, dies als Mensch täglich in die Beziehung einzubringen, nicht gut gehen kann.
-
12.10.2011, 08:33Inaktiver User
-
12.10.2011, 09:25
AW: Familienhund - Tipps gesucht
"Mitlaufen" kann und sollte ein Hund nicht, darin sind wir einig.
Ansonsten hat halt jede Rasse ihre eigenen Bedürfnisse, denen man Rechnung tragen sollte, und darüber sollte man sich vorab informieren, damit man nicht später feststellt, dass man ihnen nicht gewachsen ist.
Im Prinzip kann ich mir jeden Hund anschaffen und ihn zum Familienhund machen, die Frage ist nur, wie ich die Hundeerziehung und die Auslastung und Beschäftigung des Hundes in den Familienalltag einbinden kann. Wenn ich mich auf eine schwierige Rasse verlegt habe, könnte es problematisch werden, wenn ich gleichzeitig Hund, Haus und vier Kinder zu versorgen habe und halbtags arbeiten gehe. Kommen wir insofern überein, Lottilie?
-
12.10.2011, 09:34
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Sagen wirs mal so: was hältst du für einfacher...Hier in Deutschland und mit deutschsprachigem Elternhaus mit Englisch als erster Fremdsprache anfangen oder mit Mandarin?
Wenn ich mir, nachdem ich mit Hunden noch überhaupt keine Erfahrung habe, gleich als erstes Objekt der Begierde z.B. einen dieser türkischen Hütehunde zulege (Name der Rasse ist mir eben entfallen), bekomme ich selbst bei bestem Wissen und Gewissen und aller Einsatzbereitschaft mit Sicherheit Probleme, es sei denn, ich ließe mich über mindestens zwei Jahre ständig von einem Hundetrainer betreuen.
Dass Beißvorfälle in der Hauptsache von Hunden ausgehen, die nicht erzogen und ausgelastet sind, glaube ich gern (auch daran, dass nicht selten gerade die kleinen Rassen bissig sind, eben weil die Besitzer meinen, bei untergroßen Hunden brauche es keine besondere Erziehung), will ich überhaupt nicht bestreiten.
-
12.10.2011, 09:34
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Das stimmt.
Du kannst aus einer, im Regelfall total netten Rasse, einen Kläffer oder Beißer machen und aus einem potentiellen Beißer auch eine Knutschkugel.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Boxern, Bordeauxdoggen und Hunden aus dieser Richtung. Boxer sind als kinderlieb bekannt, aber auch ich kenne eine Züchterin, deren Hunde alle einen an der Klatsche haben. Ich weiß nicht, was diese Frau mit ihren Tieren gemacht hat, die sind alle schwierig.
Es ist auch wichtig, dass man sich überlegt, wie viel Zeit man hat, die man auch mit dem Hund verbringen kann, wie gerne man selbst draußen ist und spazieren geht.
Will man einen aktiven Hund oder eher einen Couch-Sitzer?
ich wünsche dir aber viel Spaß bei der Suche.da ich meinen Blog nicht mehr erwähnen darf, das sei Werbung, ich weiß zwar nicht, wieso das Werbung sein sollte, aber gut. Also, ich habe einen Strickblogcarpe diem
Alles wird gut
Lieber groß gemustert, als keinkarriert
BVB 
Cuba oder Kuba
-
12.10.2011, 09:54Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Mocca, es kommt halt drauf an was du unter "mitlaufen" verstehst.
Vielleicht ist es auch eine Altersfrage, aber ich finde schon, dass in früheren Zeiten, wo weder Kinder noch Hunde ein Projekt waren vieles besser funktioniert hat - und damit mein ich nicht Erziehung mit Druck und Gewalt, sondern mit Liebe und Konsequenz, und gesundem Menschenverstand.
Wenn das gegeben ist, und ein Hund seinen Platz in der Familie und genug Auslauf hat finde ich auch nicht, dass ich für einen Begleithund für zusätzliche intellektuelle Anregung sorgen muss, genau das ist diese Haltung, Hund als Projekt, die ich ziemlich verstiegen finde.
Ich mach ja auch einen Unterschied, ob ich meinen Kindern beibringe, sich vor dem Essen die Hände zu waschen und mit geschlossenem Mund zu kauen - oder ob ich sie mit 5 Jahren in einen Benimmkurs schicke. Letztes ist zwar heute en vogue, ich finde es dennoch überflüssig.
Und weil Rütter angesprochen wurde: viele Probleme die ich dort sehe führe ich auf die falsche Auswahl des Hundes zurück (wo oft mehr auf Optik Wert gelegt wird als auf rassetypischen Eigenschaften), mangelnde Bindung und mangelnde Kenntnis dessen, was ein Hund für Bedürfnisse hat und wie er "tickt" (dass man ihn z.B. bestärkt in seinem Fehlverhalten, wenn man auf ihn einredet) - und nicht immer auf mangelnde Erziehung.
Ich will einfach nicht die TE verunsichern in dem ich gedanklich enorme Hürden für eine verantwortungsvolle Hundehaltung aufbaue - wenn ich in meinem Umfeld gleichzeitig seit Jahrzehnten beobachte, dass die meisten Familienhunde tatsächlich mitlaufen - eben zwischen Haus und Kind und Teilzeitjob und was noch alles so dranhängt, ohne je irgendein Problem zu verursachen außer dass sie verbotenerweise gern im Bett liegen.
Da brauch ich auch keine Horrorszenarien wie von Dackeln abgebissene Gliedmaßen zu bemühen.


Zitieren
