Weimaraner sind nicht die einzigen mannscharfen Jagdhunde - da gibt es durchaus weitere Vertreter, die über diese Grundeigenschaft verfügen. Weimaraner können auf der anderen Seite ausgezeichnete Familienhunde sein, und wunderbar mit Kindern zurecht kommen. Ebenso Rhodesian Ridgebacks, Bernhardiner, Doggen, Wolfhounds. Die Ausbildung dieser Rassen erfordert Fachkenntnis, Ruhe, Geduld und Erfahrung, respektive Unterstützung seitens erfahrener und guter Trainer.
Mir scheint daher eher, dass mit "Familienhund" gemeint ist: Läuft so mit. Das gilt für KEINE Rasse. Es gibt keinen Hund, den man mit Kindern jederzeit bedenkenlos allein lassen kann.
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Thema: Familienhund - Tipps gesucht
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10.10.2011, 19:17Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
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10.10.2011, 19:33
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... and nothing else matters
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10.10.2011, 19:49Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Es gilt sicher nicht pauschal für alle Vertreter einer Rasse, egal wie sie aufgewachsen sind.
Aber Hunde, die "einfach so" mitlaufen und die man mit Kindern allein lassen kann gibt es für mich durchaus. Da reicht aber natürlich nicht, sich eine bestimmte Rasse oder Mischung auszugucken, sondern es hängt zusätzlich immer vom individuellen Charakter des Hundes ab - und natürlich auch immer davon, was er bisher erlebt hat.
Grundsätzlich würde ich einen jüngeren Tierschutzhund empfehlen, der in einer Pflegestelle lebt.
Unter tiervermittlung.de kann man nach Alter des Hundes und PLZ filtern und mal schauen was es so für Hunde in der Umgebung gibt. Anhand der Beschreibungen merkt man auch schnell, wie seriös eine Tierschutzorganisation ist - von einer, die lauter rührselige Geschichten und nur liebe und unproblematische Hunde beschreibt würd ich die Finger lassen, wenn die Tiere aber detailliert und auch mit den negativen Eigenschaften beschrieben sind ist das schon mal ein gutes Zeichen. Man merkt dann schon, ob die einfach nur Hunde unter die Leute bringen wollen - oder wirklich Interesse haben, den richtigen Platz für einen Hund zu finden.
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10.10.2011, 20:27
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Und ich den Petit oder Grand Basset Griffon Vendéen.
Ich habe eine Hündin, die mir von der Züchterin als "Familienhund" vorgestellt wurde. Und: Das ist sie auch!
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10.10.2011, 21:32Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Das halte ich für eine sehr gefährliche Haltung. Hunde und Kinder lässt man nicht allein, schon gar nicht, wenn es sich um kleine Kinder handelt, und auch dann nicht, wenn Hund und Kinder miteinander aufgewachsen sind.
Das Kind ist nicht in der Lage, sich dem Hund gegenüber konstant und in jeder Situation angemessen zu verhalten, je jünger es ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich "vergisst" und selbst Regeln, die man ihm einschärfte, missachtet, weil es einfach nicht anders kann.
Der Hund wiederum ist nicht blöd - er erkennt ein Kind als Kind, und in seinem Wertesystem bedeutet dies, dass er es bei Verhalten, das er aus seiner Sicht als fehlerhaft interpretiert, zurecht weisen darf. In der Praxis kann das dann, wenn es dumm läuft, zu kritischen Situationen führen, und der Dumme ist der Hund.
Es ist von Erwachsenen fahrlässig, hier die Dinge einfach laufen zu lassen, und darauf zu vertrauen, dass der Hund sich in jeder Situation "richtig" verhalten wird, weil er das ja bisher immer getan hat, und so ein toller "Familienhund" ist.
Und kein Hund läuft einfach so und ohne angemessene Erziehung mit. Er muss, wie jedes andere Lebewesen auch, lernen, sich in einem Sozialverband angemessen zu verhalten. Das ist ihm bei Umgang mit für ihn Artfremden nicht angeboren - und schon gar nicht gegeben bei einem Hund aus dem Tierschutz, dessen Vergangenheit unklar ist. Hier ist auch Erfahrung von Pflegefamilien kein Massstab, denn Verhalten verändert sich mit dem Umfeld und der jeweiligen Dynamik des Umfeldes. Was in Haushalt A wunderbar klappt, kann in Familie B binnen kurzer Zeit völlig aus dem Ruder laufen.
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10.10.2011, 21:45Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Ach weißt du, Lottilie, es gibt Leute, die immer und überall Lebensgefahr wittern. Gehör ich nicht dazu. Ich weiß schon, welchen Gefahren ich meine Kinder aussetze und was ich vertreten kann. Und wenn ich meine Kinder nicht lang allein gelassen hab dann zuletzt wegen des Hundes, sondern schlicht deshalb weil man kleine Kinder so und so nicht allein lassen kann.
Aber genausowenig wie ich bei meinen Kindern dazu neige, aus dem Zusammenleben eine Wissenschaft machen zu wollen mach ich das bei meinen Tieren. Klappt seit fast 50 Jahren wunderbar.
Du scheinst das nicht zu kennen, aber es gibt durchaus Verlaßhunde, die niemals auf die Idee kommen würden, ein Kind zurechtweisen zu wollen und die nicht mal bei größten körperlichem Schmerz auch nur versuchen, nach dem Tierarzt zu schnappen.
Und unter "mitlaufen" verstehe ich, dass ein Hund natürlich erzogen wird, wie ein Kind auch, und gewisse Grundregeln kennt. Beim einen reicht das eben aber ein Leben lang, hier und sitz und vielleicht noch geh Platz zu können - einem anderen muss man ein Leben lang immer wieder zeigen, wo seine Grenzen sind und wer das Sagen hat.Geändert von Inaktiver User (10.10.2011 um 21:48 Uhr) Grund: noch was ergänzt
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11.10.2011, 08:11Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Ich wittere nirgends Lebensgefahr, ich lebe einfach schon sehr lange selbst mit Hunden, und beobachte sie in unterschiedlichen Kontexten. Deine Risiken definierst und trägst Du selbst, inklusive aller Konsequenzen, die sich aus Deinem Tun ergeben, und das ist für Dich ja auch völlig okay. Ich finde es allerdings fahrlässig, eher unerfahrenen Hunde-Neulingen ebenfalls eine laissez-faire Haltung Marke "läuft schon mit" zu vermitteln. Spatz´ Sohn hat sich, wie irgendwo im thread nachzulesen ist, für Rhodesian Ridgebacks interessiert - die laufen beispielsweise garantiert nicht "mit", und das muss man vorab wissen.
Wie gesagt: Du entscheidest über die Art und Weise, wie Du Dein Leben führst. Solange Du das nicht zur Maxime für alle erhebst, ist doch alles in Ordnung.Aber genausowenig wie ich bei meinen Kindern dazu neige, aus dem Zusammenleben eine Wissenschaft machen zu wollen mach ich das bei meinen Tieren. Klappt seit fast 50 Jahren wunderbar.
Nein, ich bin in der Tat nicht so naiv davon auszugehen, dass ein Tier ausnahmslos unter jedem Stressor zu 100 % vorhersagbar reagiert. Meine Hunde haben bisher selbst unter Schmerzen nie auch nur gewarnt, geschweige denn gebissen. Das heisst jedoch nicht, dass ich daraus eine Regel ohne Ausnahmeoption ableite - es handelt sich immer noch um Lebewesen, nicht um Objekte. Das setzt voraus, dass ich sorgsam beobachte, vorausschauend agiere, und Verhalten einschätzen kann - nicht gerade das, was ich als "Mitlaufen" bezeichnen würde.Du scheinst das nicht zu kennen, aber es gibt durchaus Verlaßhunde, die niemals auf die Idee kommen würden, ein Kind zurechtweisen zu wollen und die nicht mal bei größten körperlichem Schmerz auch nur versuchen, nach dem Tierarzt zu schnappen.
Spatz fragte, wie sie, ohne jahrzehntelange Erfahrung zu haben, zu einem verlässlichen, freundlichen Familienhund kommt - ergo ist es einigermassen blödsinnig, bei Tipps von eigenen Standards auszugehen, die "50 Jahre Erfahrung" einschliessen.
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11.10.2011, 08:24
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Anscheinend wurde ich missverstanden. Selbstverständlich kann auch eine Dogge, ein Weimaraner oder ein Ridgeback ein guter Familienhund sein (bei entsprechender Erziehung, die, wie du an anderer Stelle erwähnt hast, jeder Hund braucht). Aber es ist ein Unterschied, ob ich einen äußerst kräftigen Hund mit einem Teenie spazieren gehen lasse oder einen Hund von sagen wir 20 Kilo Lebendgewicht. Ebenso ist es ein Unterschied, ob mein Kleinkind von einem (im Welpenalter noch nicht völlig erzogenen, aber dennoch schon schweren) Hund "überrannt" wird oder ob ich einen mittelgroßen Hund halte, bei dem das Kind bei einer stürmischeren Begrüßung nicht gleich zu Boden geht. Und es ist ein Unterschied, ob ich einen Hund anschaffe, der sich einigermaßen leicht erziehen lässt oder ob ich eine Rasse wähle, die viel Erfahrung erfordert, und ja: da gibt es Unterschiede!
Selbst auf die Gefahr hin, dass ich geschlachtet werde: meine Springer- Hündin konnte ich jederzeit mit einem Kind allein lassen, das schlimmste, was sie mal gemacht hat, war, dass sie (als Welpe!) einem Kind ein Brötchen gemopst hat, das sich direkt vor ihrer Nase befand.
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11.10.2011, 08:38Inaktiver User
AW: Familienhund - Tipps gesucht
Da habe ich Dich dann tatsächlich missverstanden, und gebe Dir Recht - das ist ein erheblicher Unterschied.
Natürlich gibt´s Unterschiede. Jagd-, Hüte-, und Herdenschutzhunde stellen unterschiedliche Anforderungen an die Erziehung, und haben jeweils andere Schwerpunkte, die es zu berücksichtigen gilt. Entscheidend ist aber immer das Temperament des Individuums, und da gibt es eine grosse Bandbreite. Es gibt Vertreter grosser Rassen, die extrem vorsichtig agieren, und eher wenig Temperament haben, und kleine Krafpakete.Ebenso ist es ein Unterschied, ob mein Kleinkind von einem (im Welpenalter noch nicht völlig erzogenen, aber dennoch schon schweren) Hund "überrannt" wird oder ob ich einen mittelgroßen Hund halte, bei dem das Kind bei einer stürmischeren Begrüßung nicht gleich zu Boden geht. Und es ist ein Unterschied, ob ich einen Hund anschaffe, der sich einigermaßen leicht erziehen lässt oder ob ich eine Rasse wähle, die viel Erfahrung erfordert, und ja: da gibt es Unterschiede!
Wieso solltest Du geschlachtet werden? Du hast die Entscheidung getroffen, dieses Risiko einzugehen, und trugst dafür auch die Verantwortung. Mir ging es nur darum deutlich zu machen, dass es sinnvoll ist, so etwas als Ausnahmeerscheinung zu betrachten, und aus Gründen der Risikominimierung Kinder und Hunde lieber nicht unbeaufsichtigt zu lassen - zumindest so lange nicht, bis man einen Hund wirklich gut einschätzen kann, die Kinder ein vertretbares Alter haben, und der Hund entwicklungstechnisch die Pubertät hinter sich gelassen hat.Selbst auf die Gefahr hin, dass ich geschlachtet werde: meine Springer- Hündin konnte ich jederzeit mit einem Kind allein lassen, das schlimmste, was sie mal gemacht hat, war, dass sie (als Welpe!) einem Kind ein Brötchen gemopst hat, das sich direkt vor ihrer Nase befand.
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11.10.2011, 08:58



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. Wenns nur an dem Begriff liegt ....