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  1. Inaktiver User

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meinst du vielleicht Spezies?
    Die einzelnen Rassen der Spezies Mensch vermehren sich untereinander jedenfalls problemlos.
    Nein, meine ich nicht. Liest Du eigentlich was ich schreibe (und was Du vorher geschrieben hast)?

    Du hast geschrieben

    Ja, und? Reinrassige Hunde sind ja von der Natur eh nicht vorgesehen, wo wäre das Problem?
    Der "normale" Hundehalter braucht keine reinrassigen Tiere.
    Und das ist so nicht ganz korrekt. Hunde sind von der Natur nicht vorgesehen! Die sind jahrhundertelang vom Menschen auf die passenden Eigenschaften selektiert worden und so erst vom Wolf zum Hund geworden.

    Rasse ist ein schwammiger menschenerfundener Begriff. Schau Dir Wölfe an - in Asien findest Du einen völlig anderen Wolftyp als in Nordamerika - paaren können sich beide. In der Natur würden sie sich nur nicht begegnen (das gleiche gilt für viele Antilopenarten, Equiden usw.).

    Unsere Haushunde können z.B. lebensfähige Nachkommen sowohl mit Wölfen, als auch mit Coyoten hervorbringen.

    Und ich frage Dich nochmal: Wie willst Du ohne Selektion (ohne die es Hunde nie gegeben hätte!) einen "Familienhund" (nenn es von mir aus auch Begleithund/Haushund/Nicht-Wildhund) erhalten? Und wer, wenn nicht Züchter soll diese Selektion vornehmen? Ohne gezielte Zucht keine Selektion! Geht einfach nicht. Punkt aus fertig.

    Ich kenne kaum schlechte Ergebnisse vom Züchter. Vom Vermehrer (gerne mit selbstgebastelten Papieren) dafür um so mehr. Und klar gibt's auch schlechte Züchter und klar gibt's auch in den großen Verbänden Zuchten die mehr als fragwürdig sind - aber wieviele solche Ergebnisse gibt's außerhalb der Zuchten?

    Nur weil ich vom Züchter kaufe, entbindet mich ja niemand davon mir einen GUTEN Züchter zu suchen. (Man findet übrigens auch in Deutschland Züchter die noch gesunde Möpse usw. züchten). Nur dafür sind doch schon viele Leute zu faul. Da wird lieber der Welpe vom Vermehrer genommen - dafür muss man sich keine Arbeit machen und einen guten Züchter wählen. Außerdem redet einem der Vermehrer nach dem Mund - viele seriöse Züchter vermitteln Hunde der Rasse X z.B. nicht in unerfahrene Hände usw. dem Vermehrer ist meist egal, wo der Hund landet.

    SO viele Menschen haben durchaus keine Verwendung dafür. Und Lieschen Müller ist es eben, die diese Hunde kaufen und dann irgendwann abschieben.
    Doch. Es sind immer noch viele. Wieviel Jäger gibt es alleine in Deutschland? Wie viele Diensthunde? Wie viele Behindertenhilfs- und Therapiehunde? Wie viele Rettungshunde? Wie viel Hütehunde (ja, es gibt in Deutschland noch reihenweise Wanderschäfer - das ist nach wie vor ein ganz normaler Ausbildungsberuf) Und auch solche Zuchten können nur bestehen, wenn der "Ausschuss" (also die Hunde, die nicht die passenden Eigenschaften für den Einsatz haben) in gute Hände vermittelt werden können.

    Dazu kommen dann noch die ganzen wirklich erfahrenen Hundehalter, die einfach einen sportlichen Hund zum Hundesport/Wandern/Biken etc. haben wollen - auch die werden ihren Hunden gerecht.

    Lieschen Müller, die sich einen völlig unpassenden Hund anschafft, kauft selten beim guten Züchter. Dazu kommt, dass gerade Lieschen Müller eigentlich einen excellent durchselektierten (= gezüchtet) Hund braucht - eben weil sie einen leichtführigen, charkterguten Hund braucht - und auch genau das ist Zuchtziel bei vielen Rassen!

    Ich habe absolut nichts dageben sich Hunde aus geeigneten, seriösen Rescues zu holen, aber genauso wenig habe ich etwas dagegeben einen Hund von einem guten Züchter zu holen. Und zweites ist nunmal die größt-mögliche Risikominimierung und somit in vielen Fällen die beste Wahl!

  2. Inaktiver User

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die einzelnen Rassen der Spezies Mensch vermehren sich untereinander jedenfalls problemlos.
    eigentlich wollte ich nix dazu schreiben, weil es nicht in ein Tierforum gehört, aber so kann ich's doch nicht stehen lassen. MENSCHEN HABEN KEINE RASSEN!

    Und das nicht nur aus politsch-korrekten Grunden (da frag ich mich schon sehr wie man auf die Idee kommt so was zu schreiben :-(), sondern auch, weil es eben nicht Bedeutungsgleich zu den Begriffen aus der Haustierzucht ist (wo anders wird in der Biologie der Begriff Rasse nicht mehr wirklich verwendet).

    Wie wäre denn der "Menschenrassen" und "Hunderassen" Vergleich? Wären wir auf einer Ebene mit Dogge, Setter und Pudel? (= Rassen) oder auf einer Ebene mit Golden Retriever, Flat Coated Retriever und Labrador Retriever (= Rassen? Untergruppen einer Rasse?) oder wie wäre es mit brauner Labrador, heller Labrador und schwarzer Labrador. Oder Toy Pudel, Standard Pudel und Großpudel? Wo ist die Grenze zwischen Rasse und Unterart?

    Der Wiki Artikel zum Thema Rasse gibt einen ganz guten Überblick darüber, wie und wie nicht der Begriff in der Biologie verwendet wird.

    Wie schon gesagt: Lebensfähige Nachkommen können sowohl Dackel und Schäferhund, als auch Border Collie und Coyote oder Setter und Wolf erzeugen.

  3. Inaktiver User

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Man lernt wirklich nie aus

    Ansonsten: ...

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    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kenne halt zuviele Ergebnisse schlechter Züchter.
    Und gerade deshalb sollte man die guten Züchter nicht in einen Topf mit denen werfen, sondern unterstützen.
    Grüßle
    TM



    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)

  5. Inaktiver User

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    @ Spatz: ich schmeiß mal noch eine Rasse in den Raum: Kromfohrländer! Ich kenne allerdings nur 3 Vertreter (und davon 2 Wurfgeschwister) - die sind aber ganz tolle Familienhunde. Vielleicht mal in der Richtung umgucken

  6. Inaktiver User

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Irgendwie stößt mir ja der Begriff "Familienhund" auf....
    Was genau soll das denn bedeuten?
    Die Ansprüche oder Eigenschaften, die so ein "Familienhund" hat oder haben soll, sind doch so unterschiedlich wie die Familien selber.
    Eine sportliche, outdoor-begeisterte Familie ist sicher mit einer robusten, lauffreudigen Rasse gut bedient.
    Eine eher häusliche Familie, deren Freizeitaktivitäten vllt. eher im musischen Bereich liegen oder bei einer guten Partie Schach - die wird sicherlich mit einem ruhigen Begleithund einer kleineren Rasse besser versorgt sein.
    usw.
    usw.
    Manche Hunderassen brauchen die Beschäftigung und Auslastung durch Sport und/oder Kopfarbeit, andere sind mit täglicher Zuwendung und Spaziergängen durchaus zufrieden.

    Meine Hunde sind übrigens auch Familienhunde - wie sonst sollte ich sie nennen: Sie leben mit mir, mit uns, im Familienverband, im Haus und nehmen Teil an unserem täglichen Leben.
    Also: Familienhunde.
    Trotzdem sind es z.B. keine ruhigen Anfängerhunde, sie sind aktiv im Hundesport und ausgebildet als Rettungshunde. Sie brauchen die Beschäftigung und fordern das auch ggf. ein, bzw. sind ohne Auslastung wesentlich "nerviger".

    Für manch andere Familie wären sie also mit Sicherheit nicht wirklich geeignet...

    Statt nach "DEM" Familienhund zu fragen, ist es also generell sinnvoller, sich Gedanken zu machen:
    Wie lebe ich/wir?
    Was möchten wir mit unserer Freizeit anfangen, bei welchen Aktivitäten und Unternehmungen soll der Hund mit und was möchte ich ggf. mit meinem Hund an Beschäftigung machen?

    "Der" Familienhund als solcher existiert genausowenig wie "DIE" Familie...
    nicht umsonst haben sich ja 400 verschiedene Rassen entwickelt und etabliert.

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    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Ich persönlich unterscheide zwischen einem Familienhund oder einem ausgebildeten Schutzhund, der im Polizeidienst steht und seine Beißhemmung verloren hat.
    Liebe Grüße von Majolika

  8. Inaktiver User

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Die meisten ausgebildeten Polizei-/Diensthunde (z.B. auch Zoll usw.) leben aber durchaus zuhause bei ihrem Hundeführer, innerhalb "ihrer" Familie....

  9. User Info Menu

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Einmal abgesehen von der Tatsache, dass es sportliche und ehr unsportliche Familien gibt, also auch unterschiedliche Hunderassen in Frage kommen können, ist für mich ein Familienhund einer, der sich von seinem Wesen und seiner Veranlagung her gut mit Kindern versteht. Damit scheiden z.B. Weimaraner (die einzigen mannscharfen Jagdhunde) schon mal aus, ebenso Hunderiesen, für die es eine gewisse Kraft braucht (z.B. Doggen, Irischer Wolfshund, Bernhardiner) und alle Rassen, die einen erfahrenen Halter voraussetzen (z.B. der Rhodesian- Ridgeback). Auch der Chow- Chow ist kein Familienhund, da er sich meist auf einen einzigen Menschen ausrichtet und dementsprechend totunglücklich ist, wenn dieser mal ausfällt.

  10. Inaktiver User

    AW: Familienhund - Tipps gesucht

    Zitat Zitat von -Majolika Beitrag anzeigen
    Ich persönlich unterscheide zwischen einem Familienhund oder einem ausgebildeten Schutzhund, der im Polizeidienst steht und seine Beißhemmung verloren hat.
    Das halte ich für keine gute Differenzierung.

    Auch ein Hund, der eine Schutzhunde-Ausbildung durchlaufen hat, kann ein "Familienhund" sein - er lebt mit "seinen" Menschen in einem Sozialverband gemäss der Regeln, die diese Familie aufgestellt hat und lebt, zusammen.

    Auf der anderen Seite gibt es jede Menge Hunde, die beispielsweise durch nicht artgerechte Haltung keinesfalls dazu taugen, in Familien mit Kindern oder anderen Kleintieren zu leben. Das hat mit einer Schutzhunde-Ausbildung gar nichts zu tun. Diese Hunde haben oft überhaupt keine Ausbildung durchlaufen, ihre Menschen haben sich schlicht nicht darum bemüht, diese Hunde zu Familienhunden zu erziehen.

    Letztendlich ist jeder Hund ein Familienhund, oder keiner: ausschlaggebend ist hier, wie Menschen mit einem Welpen, später Junghund, und dann dem erwachsenen Hund umgehen, wie sie ihn ausbilden, welche Regeln sie ihm vermitteln, und wie konsequent, liebevoll, klar und artgerecht sie mit ihrem Hund umgehen, wie sie ihn in ihre Familie integrieren und mit ihm Leben, welche Reize sie ihm bekannt machen.

    Ob es sich bei diesem Hund um einen Schäferhund, einen Malinois, einen Dobermann, Dackel, Weimaraner, eine Dogge, einen Spitz, einen Pudel, Labrador, Aussie, Jack Russel, einen Dalmatiner, Terrier, Whippet, Rottweiler oder Ridgeback handelt, ist eigentlich wurscht. Es gibt zwar rassetypische Eigenheiten, aber ein Familienhund kann jeder werden.

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