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    Tierleid geht mir "Zu" nah! Ich könnte nur heulen..

    Hallo liebes Forum!
    Ich hab gerade nur so das Bedürfnis, hier meinen Kummer los zu werden.
    Heute hörte ich im Radio, daß am letzten Samstag hier in meiner Stadt 2 Hunde elendig bei großer Hitze in einem Auto verreckt sind. Sie wurden von jemanden entdeckt als sie verzweifelt versuchten, irgendwie da raus zu kommen. Die Polizei kam und dann sogar der Besitzer, aber beide Tiere verstarben auf dem Weg zum Tierarzt. Mir geht sowas derart nah... Muß seit der Meldung ständig weinen. Kann mich jemand verstehen? Ich habe bei solchen Geschichten derartiges Kopfkino; ich seh die Angst und Verzweiflung der Tiere förmlich vor mir.

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    AW: Tierleid geht mir "Zu" nah! Ich könnte nur heulen..

    Oje, das ist wirklich zum Heulen.

    Ich kann Dich verstehen, es geht mir auch oft so. Gerade in Phasen, wo man sich stark mit so etwas beschäftigt und die Dinge an sich heran lässt, kann es einem so gehen. Bei mir war es vor Jahren schlimm, als ich mich viel mit dem Thema Schlachthöfe / Viehtransporte beschäftigt habe. Für mich macht es keinen Unterschied, ob nun Hund / Huhn / Schwein / Kuh leidet. Ich musste auch oft weinen.

    Nur bringt es ja keinem Wesen was, wenn man die ganze Zeit unglücklich ist. Schon aus Selbstschutz lasse ich deshalb vieles nicht mehr so stark an mich heran. Lieber frage ich mich, was ich denn konkret tun kann. Oft eben kleine Dinge. Etwas für Tiere zu tun, kann auf der anderen Seite glücklich machen. In meinem Fall zum Beispiel Spenden, Hunde aus dem Tierheim ausführen, Ernährung umstellen, Kleintiere aus schlechter Haltung retten, etc.

    Ab und an zu weinen halte ich für völlig normal. Nur in der Verzweiflung stecken zu bleiben, ist sicher nicht gesund, und bringt auch keinem Tier was. Das muss man sich dann immer wieder sagen ...

    Gruß, Cati
    „Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge, sondern Leben inmitten von Leben, das auch leben will.“ (Albert Schweizer)

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    AW: Tierleid geht mir "Zu" nah! Ich könnte nur heulen..

    Zitat Zitat von Cati3 Beitrag anzeigen
    Oje, das ist wirklich zum Heulen.

    Nur bringt es ja keinem Wesen was, wenn man die ganze Zeit unglücklich ist. Schon aus Selbstschutz lasse ich deshalb vieles nicht mehr so stark an mich heran. Lieber frage ich mich, was ich denn konkret tun kann. Oft eben kleine Dinge. Etwas für Tiere zu tun, kann auf der anderen Seite glücklich machen. In meinem Fall zum Beispiel Spenden, Hunde aus dem Tierheim ausführen, Ernährung umstellen, Kleintiere aus schlechter Haltung retten, etc.

    Ab und an zu weinen halte ich für völlig normal. Nur in der Verzweiflung stecken zu bleiben, ist sicher nicht gesund, und bringt auch keinem Tier was. Das muss man sich dann immer wieder sagen ...

    Gruß, Cati
    Lieber Schnuffelwuff,

    ich kann mich Cati hier nur anschließen: nicht verzweifeln, gegen viele Dinge ist man machtlos. Aber da wo man etwas tun kann ohne sich selbst zu überfordern, da sollte man auch handeln.

    Auch eine kleine Handlung kann große Wirkung zeigen.

    Davon abgesehn: ich kann Dich sehr sehr gut verstehen.

    Eine Kerze für die beiden armen Hunde, die dieses Schicksal erleiden mussten

    Liebe Grüße
    Mimilette

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    AW: Tierleid geht mir "Zu" nah! Ich könnte nur heulen..

    Schnuffel, ich kann dir das sehr gut nachfühlen! Ich habe leider auch schon schlimmes Tierleid gesehen und ich kriege Albträume davon und mir wird richtig schlecht.

    Das beste was ich für mich machen kann ist anderen Tieren zu helfen, kranken Tieren zB, oder ihnen einfach eine Freude bereiten zB. Vielleicht kannst du bei eurem Tierheim aushelfen, sowas tut einfach gut und baut eine Art innere emotionale Stütze. Sonst wird man leicht von der dunklen Seite überwältigt.

    Von mir auch eine Kerze und einen dicken Knuddel an die beiden armen Hunde
    .
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    If in hole
    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

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    AW: Tierleid geht mir "Zu" nah! Ich könnte nur heulen..

    Hallo Ihr Lieben!
    Ganz herzlichen Dank für Eure Antworten!
    Eigentlich geht es ja gar nicht um meinen Kummer, sondern um den der Tiere. Will mich da nicht in den Vordergrund drängen.
    Ihr habt ja Recht: Den Tieren helfen, gibt einem selbst auch ein besseres Gefühl! Im Kleinen habe ich das natürlich schon öfter gemacht. Mir laufen häufig kranke Entchen, unterernährte Igelchen, verloren gegangene Hunde, usw über den Weg. Die werden dann zum Tierarzt, Tierheim oder zu mir nach hause gebracht und entsprechend versorgt.

    @Noodie: Was Du da in Indien machst finde ich ganz großartig!!!
    Menschen wie Du sind Engel! Ich habe zB die Geschichte des armen Hundes gelesen,der sich Bein und Schwanz abgerissen hat.. Was soll ich sagen: Hab nur geheult und mich gefragt, wie Du das erträgst.


    Mal abgesehen davon, daß ich "alleinerziehend" 2 alte, geliebte Hunde habe, berufstätig bin und nicht besonders mobil bin, was das Helfen im Tierheim schon schwierig machen würde, ich hätte auch nicht die notwendige Distanz. Mit Sicherheit würde ich alle Hunde adoptieren wollen.

    Meine Hunde waren abwechselnd krank. Wir hatten 2 ziemlich dramatische Jahre. Diese beinhalteten X OPs, viele Schmerzen, viel Angst, hohe Tierarztkosten, dadurch bedingt echte Existenzängste. Ich hab das ganze nicht ohne Narben überstanden, muß ich zugeben. Diese Zeit hat mich vielleicht noch sensibler gemacht.



    Liebe Grüße
    Eure Schnuffel

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    AW: Tierleid geht mir "Zu" nah! Ich könnte nur heulen..

    Lieber Schnuffel,

    zwei kranke Hunde, das ist auch eine ganz schöne Herausforderung und kann auch sehr belasten. Ich hoffe den beiden geht es zur Zeit gut. Ich finde bei jedem Engagement ist es immer wichtig sich auch nicht zu überfordern - vielleicht kommen ja bei Dir auch Zeiten wo Du wieder mehr Zeit hast.

    Die nötige Distanz (Mitgefühl und kein Mitleiden) braucht man immer - da gilt ja auch für alle sozialen Berufe. Bei fremden Tieren kann ich das manchmal ganz gut, manchmal muss man sich dazu zwingen.

    Oft ist es auch so, dass das Leid anderer einen in Berührung bringt, mit dem eigenen Leid bzw. das eigene Leid einen auch sensibler macht für andere.

    Liebe Grüße
    Mimilette

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