Liebe Katzenfreunde,
ich war diese Woche mit meinem Kater beim Tierarzt zum Impfen. Ich bin dort in der Praxis jetzt schon mehrere Jahre. Jedes Mal wurde mir beim Impftermin gesagt, dass man beim nächsten Termin die Zähne reinigen müsste. Wurde aber dann doch nie gemacht, weil laut Tierarzt die Zähne noch okay seien. Dieses Mal war ich beim anderen Arzt der Praxis und mir wurde mitgeteilt, dass imnächsten Frühjahr einer der vorderen großen Zähne gezogen werden soll.
Mein Kater ist acht Jahre alt, fit und hat auch keine Probleme beim Fressen usw.
Mir stellt sich jetzt die Frage wie sinnvoll diese OP wäre? Die beiden Tierärzte sind zwar auf Zahnmedizin spezialisiert, aber warum wurden dann die Zähne nie gereinigt? Möchte meiner Katze nicht unnötig was antun.
Habt ihr damit Erfahrungen?
Mir ist schon klar, dass ohne sich die Zähne anzusehen, ein Urteil schwierig ist.
Danke fürdie Hilfe.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 24
Thema: Kater soll Zahn-OP bekommen
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02.09.2011, 20:52Inaktiver User
Kater soll Zahn-OP bekommen
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02.09.2011, 20:56
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Hallo Comino,
wir haben bei unserer Katze auch einmal jährlich den Zahnstein entfernen lassen. Das war nötig, damit sich das Zahnfleisch nicht entzündet. Aber andere tierzahnärtzliche Eingriffe gab es nicht.
naranjas
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02.09.2011, 22:57Inaktiver User
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Hallo, also ich würde mich nochmals bei einem anderen Tierarzt erkundigen. Bei meinem Kater, der leider schon verstorben ist, wurden auch die vorderen zwei Zähne gezogen, die damalige Tierärztin sagte mir, daß das dringend notwendig wäre, weil das Zahnfleisch entzündet ist. Die Zähne die gezogen wurden waren ganz gesund. Ich mache mir heute noch große Vorwürfe, weil mein Kater anschließend Schmerzen hatte und lange nichts fressen konnte. Die vorderen Zähne haben ganz lange Wurzeln, das ist alles nicht so einfach. Ich wünsche Dir und Deinem Kater alles Gute.
LG
ascea
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03.09.2011, 10:01
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Ich würde auch eine 2. Meinung einholen.
Mich irritiert auch, dass die angekündigte Reinigung plötzlich außer Acht gelassen wird.
Sag mal, habe ich das richtig verstanden - impfen Deine TÄ jährlich?
Dann sind sie vermutlich weder auf dem neuesten (und logischen) Stand, noch lassen sie vermutlich ihren Geldbeutel unberücksichtigt bei der Entscheidung.Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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03.09.2011, 18:41
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Kurze zwischenfrage. Ich lasse meine beiden auch jährlich gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche impfen. Gibts eventuell verschiedene Impfstoffe?
@camino
Weshalb soll einer der vorderen (Eckzähne?) gezogen werden. Zahnstein ist doch mehr an den Reißzähnen. Da würde ich schon auch noch mal nachfragen.
Für meine beiden habe ich einen Microfaserfingerling und eine Paste für Mundhygiene vom TA um dem Zahnstein etwas vorzubeugen.
Die Paste schmeckt zum Glück offenbar sehr gut.
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03.09.2011, 19:23
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Tollwut und Panleukopenie (Katzenseuche) alle 3 Jahre
Schnupfen jährlich
FIP und Leukose jährlich
Soweit ich weiß, entspricht das noch den Leitlinien und den Empfehlungen der StIko.
D gilt als tollwutfrei, es gibt jedoch ab und zu eingeschleppte Fälle, außerdem - derzeit eher in Norddeutschland relevant - Fledermaus-Tollwut. Deshalb sollte man auf jeden Fall weiter gegen Tollwut impfen, der Tollwut-Impfstoff schützt auch gegen Fledermaus-Tollwut.
Grüße
KatelbachThank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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03.09.2011, 19:34
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Es gibt unterschiedliche Impfstoffe - daran liegt es aber nicht.
In Amerika sind glaube ich teilweise Aktuellere im Einsatz, d. h. neuere Virenstämme sind dazu gekommen.
Neuere Studien haben (nicht überraschend) ergeben, dass die Impfung länger wirkt als 1 Jahr.
Sich selbst oder gar sein Kind würde man auch nicht jährlich impfen lassen.
Meines Wissens nach haben die USA bereits seit 1997/98 neue Richtlinien, die von ihren Tierarztfachverbänden erarbeitet wurden.
Es werden nur noch dreijährige Auffrischimpfungen gegen Schnupfen und Seuche empfohlen.
Aber auch diese Impfungen schützen vermutlich den Studien zufolge länger als 3 Jahre.
Tollwutimpfung hält ebenfalls länger an.
Impfungen sind eine Belastung für den Körper und beinhalten diverse Risiko, z. B. ein Impfsarkom an der Stichstelle auszubilden, was für das betreffende Tier tödlich enden kann.
Zu beachten ist auch, dass Impfungen nur bedingt schützen können.
Es gibt immer auch einige wenige Impfversager.
Beim Katzenschnupfen kann es zu einer Ansteckung kommen, allerdings wird die Erkrankung dann vermutlich abgemildert verlaufen.
Beim dauerhaften Zusammenleben mit einem FeLV+ Tier ist die Virenlast zu hoch, auch das geimpfte Tier kann sich anstecken, daher sollten auch geimpfte Tiere nicht mit Positiven zusammenleben.
Die Impfung schützt bei kurzen Kontakten.Now, bring me that horizon.
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03.09.2011, 20:50
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Dass die Immunität in der Regel länger anhält, als bei den Impfstoffen angegeben, hat auch juristische Gründe. Die Immun-Antwort und ihre Dauer ist individuell unterschiedlich, man sucht da einen Mittelweg, und empfiehlt nicht das in Studien beobachtete längste Intervall, damit man nicht zuviele Durchbrucherkrankungen hat.
Wer sichergehen woill, dass er nicht zu oft, aber auch nicht zu selten impft, findet vielleicht ein Labor, das Titer bestimmt.
Insgesamt sind Imoferkrankungen sehr, sehr selten. Das Risiko, ein ungeimpftes Tier an einer Infektionskrankheit, die durch Impfung vermieden werden kann, zu verlieren, ist um ein Vielfaches höher, als dass es duch die Impfung lebensbedrohlich erkrankt.
Beim Impfen geht es auch nicht nur um den einzelnen Impfling, der geschützt wird oder in einem seltenen Fall eine Impferkrankung erleidet, sondern es ist eine seuchenhygienische Maßnahme für die ganze Population. DAs übersehen viele.
Manche Krankheiten konnte man durch flächendeckendes Impfen vermutlich ausrotten.
Die Belastung durch Impfungen ist, wenn überhaupt, vorübergehend und nicht damit zu vergleichen, was der Organismus bei der Erkrankung durch Ansteckung durchmachen müsste.
Ich gebe zu, ich bin eine glühende Verfechterin von Impfungen *kopfeinzieh*, wahrscheinlich werde ich gleich gesteinigt. Und nein, ich verdiene nichts dran, ich arbeite nicht praktisch.
Während meines Studiums und dann an der Klinik habe ich soviele Tiere sterben sehen, weil sie nicht geimpft waren.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
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sonst normale Userin
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03.09.2011, 22:39
AW: Kater soll Zahn-OP bekommen
Da kann ich Dir nur zustimmen!
Eine Titer-Bestimmung kann eine sehr sinnvolle Investition sein.
Ich bin ja in einem Tierschutzverein unterwegs.Insgesamt sind Imoferkrankungen sehr, sehr selten. Das Risiko, ein ungeimpftes Tier an einer Infektionskrankheit, die durch Impfung vermieden werden kann, zu verlieren, ist um ein Vielfaches höher, als dass es duch die Impfung lebensbedrohlich erkrankt.
Bei uns steigen die Meldungen an, bzw. das, was uns zugetragen wird - das ist natürlich nicht repräsentativ, aber es lässt uns aufhorchen.
Wobei die Anzahl der Fehldiagnosen nicht bekannt ist.
Auch da stimme ich Dir uneingeschränkt zu!Beim Impfen geht es auch nicht nur um den einzelnen Impfling, der geschützt wird oder in einem seltenen Fall eine Impferkrankung erleidet, sondern es ist eine seuchenhygienische Maßnahme für die ganze Population. DAs übersehen viele.
Manche Krankheiten konnte man durch flächendeckendes Impfen vermutlich ausrotten.
Und mit diesen Erkrankungen ist auch nicht zu spaßen - sie bedeuten unendliches Leid für diese Katzen.
Ich würde mir auch sehr wünschen, dass die Forschung hier schneller voran ginge und die Umsetzung - auch was die Aktualität der Impfstoffe betrifft.
Ich stimme Dir wieder zu - aber (in der Praxis) unter Vorbehalt.Die Belastung durch Impfungen ist, wenn überhaupt, vorübergehend und nicht damit zu vergleichen, was der Organismus bei der Erkrankung durch Ansteckung durchmachen müsste.
Deswegen unter Vorbehalt, weil ich mitbekommen habe, dass TÄ nicht immer alle wesentlichen Faktoren berücksichtigen.
Ein Beispiel:
Ein auf FIV und FeLV zunächst positiv und im Nachtest auf FeLV- getesteter Kater (jeweils Schnelltests) wird nach der Ankunft aus Spanien dem TA vorgestellt, weil hohes Fieber und Neutest.
TA wollte ihn impfen...aber sofort.
Da krieg ich dann die Krise.
Du - ich auch - und Du wirst hier mit Sicherheit nicht gesteinigt!Ich gebe zu, ich bin eine glühende Verfechterin von Impfungen *kopfeinzieh*, wahrscheinlich werde ich gleich gesteinigt. Und nein, ich verdiene nichts dran, ich arbeite nicht praktisch.
Während meines Studiums und dann an der Klinik habe ich soviele Tiere sterben sehen, weil sie nicht geimpft waren.
Und ja - wir haben auch unglaublich hohe und sehr schmerzliche Verluste durch kranke Tiere, die diese Krankheiten nicht haben müssten.
Es ist ein Trauerspiel!
Allein das Leid der unzähligen Kitten, die prompt einen Katzenschnupfen bekommen, versterben, lebenslang unter den Folgen zu leiden haben, weil sie chronischen Schnupfen oder ein Auge eingebüßt haben, sind vermeidbare Leiden.
Ich hoffe, das Thema Impfen ist nicht zu sehr OT, sondern liefert auch brauchbare Infos.Now, bring me that horizon.
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03.09.2011, 23:01


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