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  1. Inaktiver User

    Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Liebe Bris,

    Gestern kam ich aus dem Urlaub zurück. Ein Zufallsziel, die griechische Insel Kos.
    Mir fielen gleich die vielen Katzen auf, die überall herumstreunten. Am 2.Tag war es um mich geschehen, ich konnte diese bettelnden, teils kranken und schmutzigen Tiere nicht mehr maunzen hören und suchte täglich verschiedene einschlägige Stellen auf, an denen sich Grüppchen sammelten um sie mit Wasser, Nass- und Trockenfutter zu versorgen.

    Ich unterhielt mich mit Einheimischen und Touristen.
    Gelegentlich kümmern sich (i.d.R. ausländische) Organisationen um die Katzen, kastrieren, füttern, versorgen sie medizinisch.
    Doch die vielen kranken Katzen und das Vorhandensein vieler kleiner Kitties zeigt, dass noch viel getan werden muss.

    Heute morgen googelte ich und fand heraus, dass sich die Bewohner bis auf einige wenige gegen die Aktionen ausländischer Tierschutzorganisationen versperren, deren ehrenamtlichen Tierärzten plötzlich verweigert wird, Katzen kastrieren zu dürfen.
    Stattdessen werden die süßen Katzen in regelmäßigen kommunalen Aktionen vergiftet.
    Ich mag gar nicht daran denken, was mit den Katzen geschieht, die ich in Kos-Stadt gefüttert habe.

    Wenn die Touristen abziehen, beginnt für die Katzen eine harte Zeit.

    Ich hörte von verschiedenen Touristen, vor 2 Jahren hätte es hier noch doppelt so viele Katzen gegeben. Ob das das Ergebnis diverser Kastrationen war oder eher von Vergiftungen mag ich mir gar nicht ausmalen.
    Es hieß, die Leute, die auf Kos arbeiten, besonders die mit Straßenständen, hätten etwas gegen die Katzen. Sie würden die Touristen vertreiben.
    Dabei habe ich niemand gesehen, der erschreckt vor einer Katze davongelaufen wäre!
    Ich bin wirklich bestürzt und sauer, wie man so hinterwäldlerisch sein kann, sorry, aber das muss einfach raus!
    Vergiften statt kastrieren und sich gegen ausländische Hilfe sperren: ganz toll!
    Die Kastrationen und Hilfsaktionen kosten die Griechen keinen Cent, sie müssen nur die Erlaubnis geben, dass dort geholfen werden darf.
    Eine Orga hat den Plan dort eine Tierarztpraxis einzurichten, weil sogar die dortigen Tierärzte die Zusammenarbeit verweigern, es ist einfach unglaublich!

    Lg, Lissey
    Geändert von Inaktiver User (21.06.2011 um 10:44 Uhr)

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    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Ich arbeite ja auch ehrenamtlich im Tierschutz und kümmere mich in der Hauptsache um Katzen. Was Du beschreibst, ist schon unglaublich und macht einen fassungslos.

    ABER: auch in D gibt es viel zu viele streundende Strassenkatzen, weil viele Menschen einfach zu geizig sind, ihre Tiere kastrieren zu lassen, die Babies werden dann weggeworfen, einfach noch lebend im Müll entsorgt, wenn sie Glück haben, werden sie gefunden und versorgt, wenn sie nochmehr Glück haben werden sie gleich im TH abgegeben (ich bin so unglaublich wütend, weil mir vor kurzem 3 Babies eingegangen sind, die, knapp eine Woche alt, aus dem Müll gefischt worden sind).

    Und das in einem so "reichen" Land wie Deutschland und da regen wir uns über Länder auf, wo die Leute nicht so viel Geld haben?? Nein, bei DEM Thema sollten wir ganz ernsthaft erst einmal vor der eigenen Tür kehren.

    LG Woodstock
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

    **Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**

  3. Inaktiver User

    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Du hast recht. Auch der Umgang mit Katzen in D ist manchmal einfach nur noch zum Reihern.

    Was ich aber nicht verstehe, ist, warum die Bewohner der Insel Kos die kostenlose freiwillige Hilfe ablehnen.
    Dass sie es sich selbst nicht leisten können, okay, aber Tierschutzorganisationen das helfen-wollen verweigern, das ist noch viel übler.
    Und der Bürgermeister höchstpersönlich hinter dieser Absage steht! Öffentlich!

    Wenn sich hier in D jemand hinstellte und sagte: Ihre Katze ist wohl trächtig, kann ich die kleinen Baby anschließend haben - ohne dass der Katzenbesitzer dafür irgendwo hin müsste, sondern sie direkt abholen würden? Das würde man hier wohl kaum ablehnen.

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Was Woody geschildert hat, ist für mich auch unbegreiflich. Auch was teilweise heute noch auf Bauernhöfen abgeht, ich denke, dass man da auch nicht alles mitbekommt. Aber bei uns wird so was wenigstens noch gesellschaftlich sanktioniert bzw. auch strafrechtlich verfolgt, was in Griechenland nicht der Fall ist, obwohl ich natürlich auch bei uns in Deutschland für Tierquälerei ein etwas anderes Strafmaß wünschen würde.

    Die einzige Erklärung auf Kos kann doch nur sein, dass Katzen bzw. Tiere allgemein den Stellenwert von Insekten haben, dass dem Leben anderer Mitgeschöpfe null Respekt entgegengebracht wird. Wie kann man sonst jegliche Hilfe ablehnen? Wohl weil vergiften die einfachste Lösung ist.

    Null Mitgefühl, null Empathie! Kein Gedanke, dass Tiere vielleicht auch leiden wie man selbst. Nur ja nicht über seinen beschränkten Tellerrand, der beim Menschen endet, hinaussehen!

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    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Die einzige Erklärung auf Kos kann doch nur sein, dass Katzen bzw. Tiere allgemein den Stellenwert von Insekten haben, dass dem Leben anderer Mitgeschöpfe null Respekt entgegengebracht wird. Wie kann man sonst jegliche Hilfe ablehnen? Wohl weil vergiften die einfachste Lösung ist.

    Das denke ich auch, Katzen fallen dort sicherlich unter den Begriff "Schädlinge" wie hier in manchen Gegenden Waschbären (die werden allerdings nicht vergiftet), anders ist das nicht erklärbar.
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

    **Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**

  6. Inaktiver User

    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Ich habe die Organisation die eine größer angelegte, leider gescheiterte Kastrationsaktion durchführen wollte, heute kontaktiert und bekam diese Antwort zurück.
    Die Genehmigung, diese kurze Nachricht veröffentlichen zu dürfen, erhielt ich von Frau Winterleitner.
    Sie gab außerdem an, demnächst noch eine letzte Protestaktion starten zu wollen.
    Die nächsten Tage informiert sie mich noch genauer über alles was bisher getan wurde.

    Liebe Frau Lissey,
    Leider kann ich Ihnen nichts positives über Kos erzählen. Ich weiß
    nicht ob wir dort überhaupt noch helfen dürfen.Die Tierärzte Vorort
    bekämpfen uns und der Bürgermeister hat uns noch immer keine Einladung
    für ein Kastrationsprojekt geschickt. Ohne die Einladung laufen wir
    Gefahr verhaftet zu werden. Daher glaube ich, dass wir wahrscheinlich
    auf Kos nichts mehr tun dürfen. Wir werden im Herbst in Chalkidiki
    kastrieren. Und haben vor einer Woche in Kroatien 140 Tiere kastriert.
    Es soll eine Tierhilfe Kos Deutschland entstehen, aber das ist erst im
    werden. Alle aktuellen Infos entnehmen Sie unserer Homepage. Bezüglich
    Kos gibt es nicht neues.
    Wenn Sie etwas berichten möchten kann ich Ihnen eine Zusammenfassung
    der Situation auf Kos und unserer Tätigkeit schicken
    L.G.
    Maria Winterleitner


    Wenigstens darf andernorts etwas getan werden.

  7. Inaktiver User

    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Leider sagt der Brief aber nichts aus über die Begründung der Behörden.
    Denn irgend eine Begründung wird es wohl geben.

  8. Inaktiver User

    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Das frage ich mich auch.
    Ob es eine vorgeschobene Begründung ist, weiß man dann immer noch nicht.
    Ich hoffe darüber die nächsten Tage Infos zu erhalten.

  9. Inaktiver User

    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Antwort:

    Griechische Tierärzte haben uns über Tierärzte ausrichten lassen, dass
    wir vor Gericht gebracht werden, wenn wir illegal nach Kos zum
    kastrieren kommen. Laut neuem griechischem Gestz sollten wir eine
    Arbeitsbewillgung bekommen und hoffen diese auch zu bekommen. Trotzdem
    bracuhen wir eine Einladung vom Bürgermeister. Warum er sie nicht
    ausstellt weiß ich nicht. er erfindet dauernd neue Ausreden. Wir werden
    kein Futter mehr nach Kos schicken wenn wir nicht kastrieren dürfen.
    Niemand af Kos kastriert Katzen
    L.G.
    Maria Winterleitner

  10. User Info Menu

    AW: Straßenkatzen auf der Insel Kos

    Zitat Zitat von Woodstock62 Beitrag anzeigen
    Und das in einem so "reichen" Land wie Deutschland und da regen wir uns über Länder auf, wo die Leute nicht so viel Geld haben?? Nein, bei DEM Thema sollten wir ganz ernsthaft erst einmal vor der eigenen Tür kehren.
    Zitat Zitat von Woodstock62 Beitrag anzeigen
    Das denke ich auch, Katzen fallen dort sicherlich unter den Begriff "Schädlinge" wie hier in manchen Gegenden Waschbären (die werden allerdings nicht vergiftet), anders ist das nicht erklärbar.
    Ich mag das Konkurrieren nicht unter Tierschutzvereinen.

    Wir alle stecken sehr viel Liebe, Geld, Zeit und Ideen hinein, um den Tieren zu helfen.

    Auch Vereine, die sich um Auslandstierschutz bemühen, bemühen sich um deutsche Tiere, sonst wären sie ihre Gemeinnützigkeit eventuell bald los.

    Für mich ist es ein bisschen so wie Entwicklungshilfe.

    Tierschutz made in Germany ist ein prima Export und Investition in die Zukunft.

    ich würde mir da fast eine Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit wünschen.

    Ja - auch in D gibt es unmögliche Lebensbedingungen für einzelne (nicht wenige) Tiere.

    Das ist aber kein Vergleich zur Situation in den meisten Ländern der Erde.

    Tierschutz macht werder vor meiner Haustür noch an 'meiner' Staatsgrenze halt.

    Leider ist es so, dass er basiert auf den unzähligen sich ehrenamtlich engagierenden und spendenden Menschen.

    Ich finde privates Engagement wunderbar.

    Mich stört es auch nicht, wenn es nicht in Tierschutz fließt, egal ob 'Inlands'- oder 'Auslandstierschutz'.
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

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