Nö. Das will irgendwann schlafen und wird dann ins Schlafzimmer der Gastgeber gelegt. Mit einem Welpen im Kennel funktioniert das genauso.
Man muss nur darauf achten, dass nicht alle Leute an ihm rumtatschen - wie man das mit einem Menschenbaby ja auch machen würde.
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09.06.2011, 08:59Inaktiver User
AW: Hund bei Einladung mitnehmen?
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09.06.2011, 09:14Inaktiver User
AW: Hund bei Einladung mitnehmen?
Wolkentier,
ich habe gerade einen Welpen hier zuhause - fast 15 Wochen alt, und ich kann Dir definitiv sagen, dass ich nicht auf die Idee käme, ihn zu einer solchen Feier mitzubringen, in erster Linie im übrigen um seinetwillen.
Zwar ist es richtig, dass so ein Welpe ja auch Gelegenheit haben muss zu lernen, wie er sich wo verhalten soll, aber dazu muss ich keine Feier missbrauchen, bei der ich den Gastgebern so noch mehr Stress aufbürde, als sie in ihrer Rolle ohnehin schon haben, und meinem Welpen einem Eindrucks-Tornado aussetzen, mit dem er noch gar nicht fertig werden kann, schon gar nicht über die Dauer einer solchen Veranstaltung.
Auch ein Kennel wäre in meinen Augen nur bedingt eine Lösung - der steht nämlich nicht in der gewohnten Ecke zuhause, sondern in einer fremden Umgebung mit fremden Gerüchen, einer Menge Trubel, und einem Althund, der seinerseits auf den Welpen vermutlich mit Stress reagiert - das könnte ein feines Frustrationsgeheul geben, wenn ich Herrn Hund, der ansonsten freiwillig und sehr gern seinen Kennel nutzt, und ihn als Rückzugsort liebt, dort festsetzen würde. Aber vielleicht ist hündische Musikbegleitung ja gewünscht
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So eine Situation ist einfach viel Stress für einen Hundezwerg - viel zu viele Eindrücke in geballter Form, dafür ist er oder sie meines Erachtens mit 12 Wochen noch zu klein, und ich bin ihm kein guter Mensch, wenn ich zulasse, dass er in diese Situation gerät.
Die Pfützenproblematik sehe ich dagegen eher nicht - die liegt dann wohl eher in der Unfähigkeit der Menschen, den Bedürfnissen des Welpen gerecht zu werden. Natürlich kann es mal aus Aufregung einen Unfall geben, aber wenn ich meinen Welpen im Blick habe, und ihn häufig genug pieseln lasse, gibt es normalerweise keine Unfälle in der Wohnung. So klein so eine Welpenblase ist - sie produziert nicht nonstop Pfützen, es sei denn, es liegt eine Erkrankung vor.
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09.06.2011, 09:15
AW: Hund bei Einladung mitnehmen?
Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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09.06.2011, 09:23Inaktiver User
AW: Hund bei Einladung mitnehmen?
Ja. Man kann das Kleine rumzeigen, ein bisschen spielen, Pipi machen lassen, dann in den Kennel und in ein ruhiges Zimmer stellen und dort immer mal wieder nach ihm sehen - erfahrungsgemäß schläft es dann eh bald ein.
Ich meine: Es geht ja nicht um den Besuch eines Heavy Metal-Konzerts.
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09.06.2011, 10:02
AW: Hund bei Einladung mitnehmen?
Hallo,
ich glaube der Knackpunkt ist die Tatsache, dass die Freundin nicht gefragt hat, sondern die Mitnahme des Hundes vorausgesetzt hat.
Wie hättest Du denn reagiert, wenn sie gefragt hätte?
Ich war vor knapp einem Jahr in der Situation, ich hätte gefragt und wenn es nicht genehm gewesen wäre, hätte ich nach einer Lösung gesucht, Hund bei einer Freundin lassen oder ich oder mein Partner bleiben halt zu Hause (was auch kein Problem gewesen wäre).
Ob es Stress für den Hund wäre, hängt sehr davon ab, die er bisher aufgewachsen und geprägt wurde. Meiner kam von einem Züchter, der 3 Kinder hat. Der hátte alle nett begrüsst und wäre nach 15 Minuten "umgefallen" und hätte geschlafen. Allerdings kommt es hier nicht auf den Hund, sondern auf Dich an.
PacienciaSegún como se mire, todo depende
Campeooooooooones!!!

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09.06.2011, 11:16Inaktiver User
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09.06.2011, 11:17Inaktiver User
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09.06.2011, 12:47
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09.06.2011, 13:00
AW: Hund bei Einladung mitnehmen?
Finde ich auch. Dass meine Schwester ihr Baby zu Hause lässt, könnte ich mir z.B. gar nicht vorstellen. Klar kommt das mit. Wir haben viele Kinder in der Familie und im Freundeskreis und die meisten gehörten von Anfang an dazu und waren fast immer mit dabei.
Und mit Welpen war es bisher auch kein Problem. Kurz ist alles spannend und muss untersucht werden, dann wird geschlafen, zwischendurch mal Pippi gemacht und gut ist. Ich denke, das sollte der Hundebesitzer einschätzen können, gegebenenfalls entsprechend vorbereiten und seinen Hund gut im Blick haben. Wenn das tatsächlich Stress und übermäßige Belastung für den Zwerg ist, dann muss man halt verzichten, bzw. eine gute Lösung finden.
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09.06.2011, 13:21
AW: Hund bei Einladung mitnehmen?
Hallo, ich bin überrascht und dankbar, daß sich so viele die Mühe machten, mir zu antworten und zu raten. Herzlichen Dank dafür!

Die Situation und mein Dilemma hat sich "wie durch eine Fügung" geändert! Viele unser geplanten Gäste können leider nicht zu unserem Termin kommen - sodaß wir ihn auf " irgendwann nach den Ferien" verschoben haben.
Ich werde vorher im ganz kleinen Kreis dieses Thema hoffentlich mit dem nötigen Fingerspitzengefühl mit der Freundin bereden - und in ein paar Wochen ist das Welpenmädel ja auch wohl aus dem Gröbsten raus, lach.
Zum Thema fiel mir ein Abend ein, an dem ausdrücklich "Hunde erwünscht" waren.
Es waren über zwanzig Menschen und drei Hunde anwesend, die lammfromme Schäferhündin der Gastgeber, eine lebhafte Schäferhündin mit Maulkorb (wegen Bissigkeit) und unser mittelgroßer Mischlingsrüde.
Eine Frau bekam sofort heftige Panik beim Anblick der Hunde, wurde schreckensstarr und laut "Ihr habt doch gewusst, daß ich Angst vor Hunden habe..." Sämtliche Gäste guckten betreten, die Hunde auch.
Wir fuhren daraufhin wortlos unseren Hund sofort wieder ins traute Heim und kehrten ohne ihn zurück zur Party. Die Stimmung hatte sich inzwischen entspannt. Die "Ghandi"-Hündin hatte sich in den Flur verzogen und guckte mit meditierendem Blick durch die Eingangs-Glastür, die Maulkorb-Lady lag unter der meterlangen Eßtafel und wurde durch den Maulkorb mit Roastbeefstückchen beruhigt.
Die arme mit Hundephobie geplagte Dame hatte sich inzwischen wieder eingekriegt, hatte rote Wangen wegen der Anteilnahme mitfühlender anderer Gäste und dank mehrerer Gläschen Williams Birne. Um's kurz zu machen, es wurde noch nett gefeiert.
Richtige Wörter haben eine Körpertemperatur von ungefähr 37 Grad.
(Günter Ohnemus)


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