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Sitz, Platz, Aus: So hört Ihr Hund auf Sie - Ratgeber - Bild.de
Ja, ich weiß was von der "Bild" zu halten ist, ich weiß aber auch wie viele Leute das lesen und für bare Münze nehmen
Die meisten Kommentare zu diesem Artikel sind wenigstens ein Grund zur Hoffnung.
Grüßle
TM
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 20
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12.05.2011, 09:11
Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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12.05.2011, 09:52
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll, außer

Bleibt nur zu hoffen, das diejenigen, die sowas tatsächlich für der Weisheit letzten Schluß halten, nicht die notwendigen Kapazitäten haben, um sich die ganzen Ratschläge auch zu merken...
Aber ehrlich gesagt gehe ich nicht davon aus, dass sich daran tatsächlich jemand hält. Entweder man beschäftigt sich gerne mit seinem Hund, dann hat man sich auch mit dem Thema Erziehung schon beschäftigt und kann das Geschreibsel hoffentlich einordnen. Oder man hat den Hund eh nur so neben her laufen, dann wird man sich wohl kaum die Mühe machen, wegen so einem Artikel jetzt plötzlich mit "Erziehnung" anzufangen. Hoffe ich.“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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12.05.2011, 11:29
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Ich sehe schon, du glaubst an das Gute bzw. die Intelligenz im Menschen
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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12.05.2011, 12:11
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Einfach nur blöd


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Und Millionen von - äh - "BILD"-gläubigen potentiellen Hundeerziehern lesen das. Suuuper!
Die einzige akzeptable Aussage ist die, dass der Hund vom Hundeschulbesuch nichts mitnimmt.
Im Idealfall lernt der Mensch mit dem Hund zu kommunizieren.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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12.05.2011, 12:47Inaktiver User
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Ich werde gleich gesteinigt ...
Hätte mir vor 9 Jahren nicht mal eine Hundebesitzerin gesagt, dass ich bei meinem Tierheim-Rüpel mit Prügelerfahrung nicht mit noch soviel Liebe Erfolg haben werde, würde der Ex-Rüpel hier nun nicht seinen ruhigen Lebensabend verbringen. Er hätte wieder gebissen und irgendwann wäre es dann für ihn aus gewesen.
Ich konnte ihn tatsächlich - ich bin dieser Frau ewig dankbar - nur mit Strenge erziehen und ihn damit zumindest annähernd sozialverträglich bekommen. Mein Hund hat sogar mich angegriffen, weil ich für ihn zu lange die Liebe, Verständnisvolle war. Weil ich dachte, gerade als Tierheimhund braucht er das.
Er brauchte aber Sicherheit. Und die bekam er erst, als er kapierte, dass ich nun das Sagen habe.
Danach konnte ich mich endlich auch wieder bei Tageslicht mit ihm auf die Straße trauen und meine Nachbarn fingen auch wieder an mit mir zu reden.
Diese Frau hat damals etwas gesagt, was mir auch sehr oft begegnet ist. Menschen mit "normalen" Hunden haben keine Ahnung, wie das Leben mit einem Problemhund ist. Und dass vieles, was bei einem "normalen" Hund funktioniert, dort keinen Bestand hat.Geändert von Inaktiver User (12.05.2011 um 14:12 Uhr) Grund: Tippfehler
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12.05.2011, 13:01
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Strenge = Konsequenz oder = Schlagen?
Ist ein Unterschied!
Es gibt noch etwas zwischen Heiteitei und Schlagen
Ich kapier einfach nicht was Hund mit den Tipps im Artikel lernen soll, Hund wahrscheinlich auch nicht.
Für den Hund nachvollziehbare Konsequenz ist irgendwie was anderes als dort propagiert.
Grüßle
TMGrüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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12.05.2011, 13:07Inaktiver User
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
In dem Artikel stand aber sehr deutlich "nicht schlagen". Es war die Rede von einem Klaps. Und einen etwas deutlicheren Klaps musste ich meinem Hund tatsächlich geben, als er an meinem Arm hing.
In erster Linie ging es mir in dem verlinkten Bericht aber um klare Ansagen und Strenge/Autorität. Dem stimme ich absolut zu, dass dies erforderlich ist.Geändert von Inaktiver User (12.05.2011 um 13:11 Uhr)
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12.05.2011, 13:32
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Naja, die Diskussionen wann es schlagen und wann es ein Klaps ist füllen Seiten.
Einen Klaps oder Schlag wenn Hund am Arm hängt finde ich sehr verständlich, egal ob grad pädagogisch wertvoll oder nicht
Klare Ansagen und Konsequenz finde ich für Hunde- oder sonstige Erziehung sehr wichtig.
Aber meinst du wirklich die Methoden im Artikel sind für einen Hund klare Ansagen?
Einen Hund der kapiert das er kein Leckerchen bekommt weil er in die Wohnung gepinkelt hat, den würde ich glatt auf die Uni schicken
Um das zu verknüpfen brauchen auch Menschen ein paar Jahre.
Ok, aber wie lernt er welches Verhalten erwünscht ist?Der Hund springt Sie oder Besucher an
Nie ignorieren! Rempeln Sie den Hund sofort kräftig an oder geben Sie ihm einen Klaps. So lernt er, dass sein Verhalten unerwünscht ist.
Wofür beim Losgehen einen Klaps?Der Hund zieht an der Leine
Nicht zurückzerren! Geben Sie dem Hund beim Losgehen einen Klaps, auf keinen Fall einen Schlag, und zeigen Sie durch aufrechte Körperhaltung und feste Stimme: Ich bin der Chef, und du bleibst hier!
Gehe ich mit meinem Mann spazieren und der würde mir beim Loslaufen einen Klaps geben würde ich ihn für unzurechnungsfähig halten.
Und die Sache mit dem Kind
Dafür wär mit mein Kind wirklich zu schade um sowas auszuprobieren.
Ich bekomme schon die Krise wenn ich die Oreo Werbung sehe.Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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12.05.2011, 13:40
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Das stimmt. Aber die "Erziehungsratschläge" aus "BILD" beziehen sich auf normale Hunde, wie mir scheint.
Ich habe vor 10,5 Jahren eine junge erwachsene Hündin von Privatleuten übernommen, die von ihr überfordert waren. Es stellte sich raus, dass sie null Erziehung und null Bindung hatte und extrem distanzgemindert war. Dafür kannte sie offenbar "Klapse", weil sie zusammenzuckte, wenn wir uns schnell bewegten, und sie hat heute noch Angst vor Zeitungen und allem, was raschelt und scheppert. Trotzdem hat sie sich als relativ erziehungsrefraktär gezeigt, vermutlich, weil sie gelernt hat, dass "Klapse" etc. dazugehören.
Das erste, als sie mit uns und unserem Ersthund nach Hause kam: Aufs Sofa, erst keine Reaktion, als ich sie runterscheuchte, dann versuchte sie, mich zu beißen. Ich hab sie nicht säuselnd gebeten, doch bitte runterzugehen *säusel*, sondern ihr - ohne Schläge, aber unsanft - klargemacht, dass es so nicht geht. Am nächsten Tag nochmal dasselbe, dann war in der Hinsicht Ruhe. Sie kam nie mehr auf die Idee, auch nur mal die Lefzen hochzuziehen. Vieles in ihrem Verhalten wurde aber erst mit der Zeit besser, weniger durchs Traning, sondern als sich eine minimale Bindung gefestigt hatte.
Ihre Jagd- und Sammelleidenschaft und ihren perversen Appetit konnte ich ihr bis heute nicht ausreden. Aber da hätten auch die "BILD"-Variante nichts gebracht.
Mein jetzt alter Ersthund hat viel über Ignorieren kapiert und ich glaube, bei meiner erst ein paar Monate alten Dritten funktioniert das auch, weil da die Prägung stimmte.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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12.05.2011, 14:22Inaktiver User
AW: Hunderziehung wie vor 50 Jahren
Den Klaps hier halte ich auch nicht für notwendig, ich bin immer stehengeblieben. Wurde es mir zu bunt, ging ich nach Hause.
Mit dem zweiten Satz demonstrierst aber den Fehler, den viele Hundebesitzer machen. Der Hund ist ein Hund, kein Mensch. Er denkt nicht über Deine potentielle Unzurechnungsfähigkeit nach.


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