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Thema: Gasthund

  1. User Info Menu

    Gasthund

    Hallo ihr Tiererfahrenden,
    ich döddel habe meiner guten Freundin versprochen in den kommenden zwei Wochen ihren Hund als Urlaubspflegetier zu nehmen.
    Nun bin ich aber schon nach einem halben Tag total genervt.
    Das Tier ist überhaupt nicht erzogen (noch jung) und ich weiß nicht, wie ich die Sache händeln soll.
    Ich habe selber eine Retriever-rentnerin, die sich natürlich an die Spielregeln hält und habe eine großen sehr gepflegten Garten mit vielen Raritäten. Nun gallopiert der Junghund natürlich über Stock und Stein...
    Ist es ihm zuzumuten, das er 14 Tage im Garten an der langen Leine liegt und dafür 4 Gassigänge in die Natur bekommt ( Aber leider auch nur an der Leine, da er sofort stiften geht.. ) ?
    Eigentlich bekomme ich das nicht anders hin. Er hat bislang nur Garten kennengelernt, indem er alles machen darf, und ist auch nicht leinenführig... zieht wie Otto.
    .Aber es ist ja auch nicht meine Aufgabe, das dem Tier beizubringen..
    Als letzte Möglichkeit sähe ich nur, ihn in eine Hundepension "abzuschieben" , um mir meine Ferien zu erhalten und die Freundin.. ;-)
    Wie seht ihr das--- Durchstehen, selberschuld,? Abschieben?..
    Gruß weiblichrund

  2. Inaktiver User

    AW: Gasthund

    behalten und draußen immer angeleint lassen

    im Garten find ich aber schon, dass er toben darf.

  3. Inaktiver User

    AW: Gasthund

    Du sagst, es ist eine "gute Freundin".
    Kanntest Du da den Hund denn nicht vorher?

    Hast Du ihn nie gesehen, seid ihr nie gemeinsam spazieren gegangen, hast Du dir das Tier denn nicht EINMAL richtig angesehen und hast Du ihn nicht mal probeweise für einen Tag zu Dir genommen, bevor Du ihr die Zusage für zwei Wochen Urlaubspflege gegeben hast?

    Sorry, aber das macht mich echt fassungslos!
    Und ehrlich gesagt, verstehe ich auch Deine Freundin da nicht - als Hundebesitzer hätte ich doch auch selber Interesse daran gehabt, dass sich Hund und "Sitter" mal vorher beschnuppern.

    Das ist doch kein Möbelstück, dass man mal eben einfach so zwei Wochen irgendwo unterstellt....

    Und wenn ich mir nach gründlichem Überlegen und Anschauen des Tieres die Übernahme für zwei Wochen nicht zutraue oder nicht zumuten will, dann sag ich das.
    Vorher.

    Da jetzt das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist:
    Ja, es ist dem Hund zuzumuten, angeleint zu bleiben.
    Kein Hund fällt tot um, wenn er mal für 14 Tage Leinenzwang hat.
    Vorausgesetzt natürlich, er wird anderweitig ausgelastet - ein bisschen Kopfarbeit, Nasenarbeit oder sonstiges Beschäftigen mit dem Hund sollte allerdins schon drin sein ... siehe Punkt oben, Stichwort Möbelstück...

  4. User Info Menu

    AW: Gasthund

    Das gehts mir wie Wolke, hast du den Hund vorher nie erlebt wie der so drauf ist?

    Oki das ein Junger Hund, das schon was anderes als eine Rentnerin, der will auch noch Action und viel spielen.

    Wenn er dir im Garten wirklich was kaputt machen kann, das du auch nicht eben für 14 Tage wegräumen kannst, hast du dann evtl eine Schleppleine? Ich denke auch das er das für die 2 Wochen schon aushält. Und öfters mal Gassi gehen ist doch in Ordnung.

    Den nun in eine Hundepension zu geben fände ich eine Frechheit. Wenn ich unseren Hund wo abgebe, dann lass ich ihn dort im festen Glauben das es ihm gut geht und er gut aufgehoben ist, bei jemandem wo sich zuverlässig und liebevoll um ihn kümmert. Deine Freundin wirst du dir durch so eine Aktion sicherlich nicht erhalten. Aber sag ihr doch das du nicht mehr als Hundesitter zur Verfügung stehen wirst für die Zukunft.

    Ansonsten spiel mit ihm im Garten, lenk ihn ab, lange Spaziergänge machen ihn evtl auch müde?

    Die 14 Tage haben ja schon angefangen, so lang dauert es ja nicht mehr bis Frauchen zurückkommt und ihn wieder abholt.

  5. Inaktiver User

    AW: Gasthund

    ich stimme meinen Vorschreiberinnen da zu: klingt alles sehr unüberlegt und überhaupt nicht ideal :-(

    Ist jetzt aber nun mal so.

    Ja, lass den Hund die Zeit an der Leine.

    Kannst Du ihn vielleicht regelmäßig irgendwo auf einer gesicherten Fläche ein bisschen rennen lassen? Freund mit sicher einzäuntem Hunde-Grundstück? Oder mal in den umliegenden Hundschulen fragen, ob Du da mit ihm (gegen kleines Entgeld) etwas rennen darfst?

    Sonst: Vielleicht kannst Du Dir für draußen eine Schleppleine bzw lange Leine (schleppen kommt erst viel später) besorgen (gibt's schon für ein paar Euro, Pferde-Longe geht z.B. auch - bitte keine ganz dünne, die lassen sich schlecht halten, IMMER mit Handschuhen die Leine halten) und Dir von jemand erfahrenem (Trainer, Freundin oder so...) einmal den Umgang damit zeigen lassen. Dann kann der Hund auch mal ein bisschen rennen und wenn Du irgendwann mal wieder einen Junghund hast, ist mit der Schleppleine/langen Leine umgehen zu können auch sehr sinnvoll.

    Nie vergessen: eine Schleppleine gehört immer(!!!) an ein gut sitzendes Geschirr und nie an ein Halsband! Der Hund kann sich sonst schwer verletzten. Ideal wäre spätestens ab 10 Meter Leine (du kannst auch 15 oder 20 nehmen) auch ein Ruckdämpfer - so wohl für Deine Gelenke, als auch für die des Hundes!

    Falls der Hund bisher am Halsband läuft, kannst Du ja mit Deiner Freundin sprechen, ob Du ein Geschirr, Ruckdämpfer und Leine anschaffen darst - alles drei kostet nicht die Welt und wenn der Hund noch nicht besonders gut erzogen ist, kann Deine Freundin das bestimmt noch gebrauchen.

  6. Inaktiver User

    AW: Gasthund

    Die Lösung mit der Schleppleine scheint mir eine gute, auch für den Garten. Du kannst auf diese Weise das Verhalten des Hundes steuern.

    Du könntest aber noch weit mehr zur Schonung Deiner Nerven tun - ich bin mir ziemlich sicher, dass der arme Kerl begierig darauf ist, Neues zu lernen. Warum arbeitest Du nicht ein bisschen mit ihm, und bringst ihm ein paar Regeln nahe, die Dir die zwei Wochen erleichtern? Muss ja gar nicht viel sein - hätte aber mit hoher Wahrscheinlichkeit den zusätzlichen Charme, dass Dein Hausgast sich insgesamt erheblich stressfreier verhält - er wird dann nämlich zum ersten Mal in seinem Leben körperlich UND geistig gefordert.

    Und mit dieser Freundin würde ich mal gepflegt Tacheles reden

  7. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Gasthund

    Zitat Zitat von weiblichrund Beitrag anzeigen
    ...Ist es ihm zuzumuten, das er 14 Tage im Garten an der langen Leine liegt und dafür 4 Gassigänge in die Natur bekommt ( Aber leider auch nur an der Leine, da er sofort stiften geht.. ) ?
    4 mal Gassigehen ist ein tolles Angebot, wenn es nicht bloss 5 Minuten sind ...

    Ich kenne keine Hundehalter, die das so oft hinbekommen.

    Auf jeden Fall sollte er dabei an der Leine gehalten werden. Ansonsten wird er mit Sicherheit hinter Rehen und sonstigem Wildtieren herrennen. Darüber gab es erst kürzlich bei uns einen Zeitungsartikel.
    Von 25 Rehen sind jetzt im Frühjahr 5 von Hunden gejagt und gerissen worden, darunter war auch ein trächtiges Reh.
    Leider ist das den Hunderhaltern laut Artikel meist egal, sie meinen, ihr Hund müsste auch mal Spass haben.

    An deiner Stelle würde ich mir zur Aufgabe machen, dem jungen Wilden ein paar Manieren beizubringen. Auch wenn das in den zwei Wochen nicht gleich klappt. Ein bisschen wird sicher zu spüren sein. Dann kannst du ihn stolz deiner Freundin zurückgeben und ihr mit Fug und Recht sagen, dass er ein toller Kerl ist.


  8. Inaktiver User

    AW: Gasthund

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und mit dieser Freundin würde ich mal gepflegt Tacheles reden
    Warum?
    Es ist IHR Hund und offensichtlich hat SIE kein Problem mit ihm oder seinem Verhalten.
    Anscheinend kommt sie ja auch im Alltag zurecht und sieht keinen Handlungsbedarf.
    Was also will man ihr vorwerfen?
    Das ihr Hund unerzogen ist?
    Das würde erst zum Problem, wenn er andere damit belästigt.

    Wenn jemand sich unüberlegt bereit erklärt, den Hunde-Urlaubs-Sitter zu machen und dann plötzlich feststellt, dass er mit seinem Gast nicht zurecht kommt, ist das doch nicht der Fehler der Hundehalterin...

    Ich finde es zwar nach wie vor reichlich unverständlich, dass man seinen Hund einfach so ohne Kennenlernen oder Ausprobieren irgendwem in Pflege gibt - aber nun gut, jedem das Seine....

  9. User Info Menu

    AW: Gasthund

    Ich schliesse mich allen hunderfahrenen Frauen hier an:

    Sofort ein gutes Geschirr kaufen (wo ist der nächste Hundeladen?) und eine lange Leine, 5m bis 10 m sollten ausreichen; Ihr seid beide darin ja noch ungeübt.

    Wenn das Gelände, wo Ihr spazieren geht, übersichtlich ist und wenig Menschen unterwegs, dann hat der junge Hund auch so seinen Spass, weil er den kompletten Radius auskosten kann. Achtung: sobald Menschen in der Nähe sind, die Leine so kurz halten, dass kein Mensch darin verwickelt werden kann.

    In Deinem Garten würde ich ihm strikt verbieten, was er nicht darf, wenn er darauf nicht reagiert, muss er an die Leine. Du musst Dir nicht für 14 Tage Gasthund Deinen Garten versauen lassen.

    Wenn Du Lust hast, kannst Du mit ihm Leckerchen Strecken legen. Immer da lang, wo er laufen darf, dicht hintereinander und dann muss er suchen gehen. Die Portion vom Fressen abziehen. Das kann auch eine gute Übung für ihn sein, dass er merkt, dass er nicht ins Beet geht, sondern auf dem Weg bleibt. Kluge Hunde kapieren so was nach 3x Üben.

    Viel Freude trotzdem.

    Achso, wegen des an der Leine ziehen: einfach stehen bleiben, mit hoher Stimme was Nettes sagen *hier lang* *umdrehen* und eine andere Richtung einschlagen.

    Verstehen sich Deine und der Neue?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  10. User Info Menu

    AW: Gasthund

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und mit dieser Freundin würde ich mal gepflegt Tacheles reden
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum?
    Ich fasse das so auf, dass es für keinen jungen Hund gut ist, unerzogen zu sein. Erstens bekommt man - der Besitzer und die Umwelt - damit Schwierigkeiten, zweitens wird die Freiheit des Hundes drastisch eingeschränkt (immer Leine, keine Sozialkontakte) und drittens macht es einen Hund todunglücklich, wenn er *scheinbar* alles darf und nichts lernen kann oder nicht arbeiten kann.
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