Auf so eine Situation, die man bestärken könnte, habe ich gelauert und entweder war da keine oder ich habe kleine Anzeichen nicht erkannt.
Tja, was blöderes ist mir nicht eingefallen. Ich war echt überfordert. Deshalb habe ich den hund auch schnell zurückgebracht, bevor sie dann völlig verspult ist *seufz*
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Ergebnis 11 bis 20 von 30
Thema: Frage an Hundekenner
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23.02.2011, 09:07
AW: Frage an Hundekenner
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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23.02.2011, 09:08
AW: Frage an Hundekenner
@ Dharma
Hab´s dir die TH-Seite per PN geschicktGrüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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23.02.2011, 09:37Inaktiver User
AW: Frage an Hundekenner
Vielleicht geht deine Freundin zuerst zu dem Hund, bevor du ihn hast und hält das Leckerchen vor die Nase.
Ist natürlich blöd, wenn sie sofort bellt. Aber der Hund hört auf, wenn er das Lecker riecht und verbindet dann die Anwesenheit deiner Freundin mit "Jetzt kommt die Wurst!"
Mit dir verbindet er ja das Spazierengehen...
Na ja... So aus der Ferne kann man die Situation schlecht einschätzen.
Ich hoffe, du bekommst es in den Griff.
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23.02.2011, 11:12Inaktiver User
AW: Frage an Hundekenner
Und damit hast du aus dem ersten Impuls heraus genau richtig gehandelt.Tja, was blöderes ist mir nicht eingefallen. Ich war echt überfordert. Deshalb habe ich den hund auch schnell zurückgebracht, bevor sie dann völlig verspult ist *seufz*
Der Hund hat sich schlecht benommen und du hast den Spaziergang sofort abgebrochen. Ist natürlich schade, wenn der Hund den Rest des Tages nicht mehr heraus kommt, doch ich denke, es war richtig.
Generell ist es schwierig so ein Tier einzuordnen, wenn man wenig von der Vorgeschichte kennt, das wurde ja auch bereits geschrieben.
Zu deiner Freundin fallen mir 2 Dinge ein. Erstens haben Katzen und Hunde eine andere Körpersprache und reagieren auch unterschiedlich auf Ingoranz und Zurückhaltung. Für eine Katze kann das Ignorieren und Abwarten einer Einladung gleich kommen. Ein Hund wird gerne durch Blickkontakt und Zuspruch aufgefordert zu einem zu kommen. Aber das meine ich nur generell. Die zweite Sache, wenn der Hund schon bei der ersten Begegnung ungewöhnlich aggressiv auf sie reagierte, wäre ich mit weiteren Annäherungsversuchen (egal ob Leckerli oder nicht) sehr vorsichtig.
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23.02.2011, 15:17
AW: Frage an Hundekenner
it Leckerchen wär ich auch sehr vorsichtig! nicht alle Hunde sind bestechlich.
Es war richtig, dass du den Spaziergang abgebrochen hast. Ich bin kein Fan von Leinenrucken, ich würde da eher mit körperlicher Einschränkung arbeiten (vor sie stellen, abdrängen, ggfls was vor die Füße werfen). Wenn sie allerdings ein sehr ängstlicher Hund ist, kann das schnell zu viel werden. Wie rohe Eier muss man keinen Tierheimhund behandeln. rücksicht, okay, aber die wenigsten Hunde sind wirklich traumatisiert. Sie leben viel mehr im Hier und Jetzt als Menschen, die Anpassungsfähigkeit ist doch das, was man an ihnen schätzt. Aber nun gut, wir kennen den Hund nicht, letztendlich bleiben alle Tipps vage und besser wär's, wenn sich jemand den Hund mal anschaut.
Viele TH haben doch Trainer, mit denen sie kooperieren. Die Vermittlungchancen werden nicht gerade steigen, wenn der Hund sich nur auf eine Person einer Familie einlässt und die andere(n) wegbeißt.
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23.02.2011, 18:26
AW: Frage an Hundekenner
Dieser Hund ist dummerweise nicht wirklich scharf auf Leckerlis.
Beim ersten Spaziergang hatte ich den Eindruck sie nimmt es nur aus Höflichkeit. Auch jetzt nimmt sie Leckerlis nur sehr hoheitsvoll entgehen.
Wäre es mein Hund würde sie Futter erstmal nur aus der Hand bekommen und müsste es sich verdienen.
Ich denke da kann man dann mehr erreichen als wen das Leckerli nur ein Zusatzgutsle ist *vermut*Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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23.02.2011, 18:33
AW: Frage an Hundekenner
Grüßle
TM
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23.02.2011, 18:38
AW: Frage an Hundekenner
Grüßle
TM
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)
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23.02.2011, 18:51
AW: Frage an Hundekenner
hallo,
da ich schon viel mit verstörten( und dass ist sie wohl )hunden zu tun hatte, bin ich mir, deiner beschreibung nach, schon ziemlich sicher, dass es einfach unsicherheit ist. und ich vertrete auch die meinung, dass man manche hunde ( oder sonstige lebewesen) schon wie rohe eier behandeln sollte. wer weiß was für furchtbare unvorstellbare dinge manche hunde erleiden mußten. wenn eine frau zb. von 5 männern vergewaltigt ( sorry, für das beispiel, aber es gibt unheimich viele hundeweibchen, denen so etwas mehrmals im leben passiert) wurde, würde ich auch jedem raten, ganz ganz vorsichtig mit ihr umzugehen.
dass dir diese hündin so schnell ihr vertrauen geschenkt hat, kann viele hintergründe ( geruch, körperhaltung etc.) haben und muß sich nicht zwangsweise auf andere übertragen. viell. fühlt sie sich bei zwei leuten auch bedrängt? hat schlechte erfahrung mit mehr als einem menschen gemacht etc. es wurde hier auch schon vieles aufgezählt. wenn es irgendwie geht, hab bitte geduld. gib sie nicht auf! viell. solltest du erst noch alleine mit ihr gehen. bis sie dich besser kennt und noch mehr vertrauen hat. viell. sollte deine freundin, wenn sie mal wieder mitgeht, einfach neutral bleiben. einfach neben dir gehen. links von dir der hund, rechts von dir die freundin. sie nicht locken, gar nix. quasi ignorieren. und wenn der hund dann merkt, hmm die tut nix. und irgendwann- hoffentlich- mal neugierig, aber ruhig ohne aggression an deiner freundin schnüffelt, dann kann man ihr zur belohnung ja was geben. so locker aus der herunderhängenden hand. manchmal sieht ein hund es auch als bedrohung, wenn ihm ein fremder die hand entgegenstreckt und vorallem direkten blickkontakt hat!
meine hündin z.b. ist neugierig und frech. ich kann sie im möbelgeschäft ( als beispiel) wunderbar nebenher laufen lassen. da können die leute fast auf sie treten, das ist kein problem für sie. aber sobald sie ein fremder anspricht, auf sie zugeht, dann kriegt sie angst und fängt an zu bellen. ich denke, das kriege ich noch besser hin, aber nur mit gaanz viel geduld.
viel glück und wie gesagt, ich fände es toll, wenn du nicht so schnell aufgibst. jeder hund ist es wert!
lg
welpenpopo
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23.02.2011, 18:59
AW: Frage an Hundekenner
Nu mach Dich mal nicht fertig, es gibt Leinenrucken und Leinenrucken. Du musstest was tun, das war schon okay.
Ich habe auch einen sehr sensiblen Hund aus dem Tierheim, anfangs war sie eine völlige Katastrophe, total angriffslustig gegenüber jedem, der keinen Hund dabei hatte (aber auch das kam nicht immer hin), Jagdtrieb bis zum Geht-nicht-mehr, keinerlei Bindung an Menschen, und Angst, Angst, Angst.
Mittlerweile habe ich sie 2,5 Jahre und ich habe länger als ein Jahr gebraucht, um diesen Hund menschentauglich zu machen. Sie ist immer noch misstrauisch, lässt sich aber mit sanften Worten sehr gut regulieren und gehorcht jetzt wirklich schon sehr sehr gut. Ich kann sie ohne Leine mitnehmen, sie geht Autos, Joggern, Spaziergängern, Pferden, Reitern von selbst, ohne das ich das Kommando anbringen muss, aus dem Weg bzw. bleibt an meiner Seite. Früher hat sie all das bejagt, verbellt und auch versucht, zumindest sah es so aus, zu beißen.
Während meine früheren Hunde völlig unproblematisch waren und ich dementsprechend völlig sorglos mit ihnen sein konnte, musste ich bei ihr von der Pike auf alles lernen. Und das ist ein Weg, der dauert. Die Körpersprache ist bei diesen Hunden, meine stammt aus einer ungarischen Tötungsstation, unendlich wichtig und ich lerne immer noch, gehe seit über 2 Jahren zur Hundeschule.
Das Tierheim hatte mir gesagt, dass dieser sichtbar scheue Hund innerhalb von 14 Tagen mit Sicherheit ein normaler unproblematischer Hund wäre.
Gib Dir Zeit und, falls Dir nicht klar ist, wie die menschliche Körpersprache vom Hund umgesetzt wird, besorge Dir entsprechende Fachliteratur. Ich finde das toll, dass Du Dich so einsetzt. Hab Mut, Du schaffst das schon!Ich möchte nichts mit Naturkost zu tun haben. In meinem Alter braucht man alle Konservierungsstoffe, die man kriegen kann.
George Burns (1896-1996), amerik. Humorist u. Stückeschreiber



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