Hallo,
ich habe mal eine Frage an diejenigen unter euch die schon Tiere vermitteln konnten.
Es geht um einen jungen Kater, knapp 5 Monate, den ich im Herbst als 4wöchiges kitten von einem
Bauernhof mitnahm, der Kleine war fast tot, Schnupfen, voller Ungeziefer usw.Inzwischen ist er fit,
wahnsinnig gewachsen,2x geimpft usw. Seit ein paar Wochen würde ich ihn gern vermitteln, habe bereits inseriert, es rufen zwar ständig Leute an, ABER : einem ist er "zu alt", jemand anders wollte am Telefon so gar keine Infos geben über das zukünftige Zuhause, andere wollen keine 40 Euro Schutzgebühr akzeptieren,
oder es wird ein "Besichtigungstermin" vereinbart und die Leute kommen nicht.Wenn man sagt, man will einen Vertrag, auch den Perso sehen usw, herrscht Unverständnis.Gestern war ein Pärchen hier, beide 19,die
wollten ihn gleich mitnehmen,es stellte sich heraus das die gar nichts angeschafft hatten, weder Katzenklo, noch Futter gekauft, kein Transportkennel dabei, das Auto hatten sie geliehen von Freunden.Sie müssten
erst die nächste Zahlung vom Amt abwartenIch gab den Kleinen so nicht mit, hatte einfach
ein schlechtes Gefühl, ich bin mit ihnen so verblieben, dass sie noch mal genau ausrechnen sollen, ob sie sich
Futter und andere Kosten leisten können, ich glaube die melden auch auch nicht wieder, bin nicht traurig deswegen.Fazit bisher : viel Resonanz, null Erfolg.
Ich bin nun am überlegen, ob ich auch im Internet, in Foren usw, "Adoptiveltern" für den Süssen suchen
soll.Hier scheint es hoffnungslos zu sein. Oder sind 40 Euro wirklich "zuviel" ??
Es geht mir nicht um das Geld, aber wer das nicht zahlen will, hat nichts kapiert, finde ich.Noch ist er in einem Alter, wo er sich anderswo einleben könnte....
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21.02.2011, 21:36Inaktiver User
Tiervermittlung so schwierig ?!
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21.02.2011, 23:20
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Hallo sinn-sucht,
nein, 40,- Euro finde ich absolut nicht zu viel als Schutzgebühr.
Und ja, du könntest es z.B. noch in diversen Katzenforen versuchen (z.B. bei wewewe.katzen-forum.net unter "Notfellchen").
Vielleicht können sich die Menschen hier auch ein bisschen umhören, falls du das möchtest. Wenn du magst, könntest du noch ein paar Angaben zu dem Kleinen machen oder ein Bild zeigen.
Ich wünsche dir alles Gute für eine glückliche Vermittlung! Leider dauert es manchmal ein bisschen, bis man die richtigen Leute gefunden hat.
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22.02.2011, 00:40
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Hallo Sinn-Sucht,
Katzen gibt es wie Sand am Meer, das ist leider so. Hat Dein örtliches Tierheim vielleicht auch noch auf der Homepage eine Seite, wo sie für Tiere von privat vorstellen? Das TH Lippstadt macht das z.B.
Schutzgebühr ist nicht zu viel... und Du machst das schon richtig. Viel Glück!
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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22.02.2011, 07:05Inaktiver User
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Ja, es gibt zu viele Katzen und gute Chancen haben meist nur sehr junge (3 Monate) und farblich aussergewöhnliche (silber oder rot). Tiger oder Kuhkater sind "Allerweltsware" für viele. Die wollen sich leider mit dem Tier auch optisch schmücken und von anderen abheben. 40 Euro Schutzgebühr angesichts der Impfungen und Medikamente ist angemessen.
Dass Du dem Paar den nicht mitgegeben hast ist in Ordnung. Ich mache für Vermittlungen hin und wieder Hausbesuche vorher, um zu schauen, wie die künftigen Besitzer auf eine Katze vorbereitet sind. In dem Fall hätte ich auch gleich gesagt, so nicht.
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22.02.2011, 07:09Inaktiver User
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Das Schlimme ist ja, dass die trotzdem garantiert irgendwo eine Katze mitbekommen werden...
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22.02.2011, 09:32Inaktiver User
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Ja, die bekommen mit Sicherheit leider eine Katze.
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22.02.2011, 09:51
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Sehr schwierig. Erstens, die Schutzgebühr von 40,-- € ist absolut ok. Wenn du ihn nicht abgeben kannst weil einfach nicht die passenden Leute kommen, wirst du ihn noch kastrieren lassen müssen, das heisst es ja dann auch noch zu verlangen....
Zweitens, solchen Leuten wie dem von dir beschriebenen Pärchen würde ich die Katze auch auf keinen Fall mitgeben.
Nur wo willst du die Grenze ziehen? ICH würde mir das Zuhause der Interessenten anschauen, so wie es auch die Tierheime machen.
Ich meine, Wohnsituation sagt ja viel aus......das Wichtigste an Austattung für eine Katze muss da sein, Katzenklo, Streu, alles andere lässt sich improvisieren, Futterschüsseln, Spielzeug, Bettchen - das alles muss nicht teuer aus dem Zooladen sein. Mir wäre wichtiger, dass es den Leuten nichts ausmacht, wenn die Katze auch auf deren Stuhl oder Sofa liegt
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Ein Haustier ist ein Familienmitglied, keine Deko.
Trotzdem nicht versuchen, ein neues Katzen-Zuhause zu finden, das deinen Vorstellungen in allen Punken eins zu eins entspricht. Sonst findest du nie jemand für den Stubentiger.
Ich denke mit Schrecken daran als uns vor einem dreiviertel Jahr eine Tierheim-Mitarbeiterin besuchte und meinte, wir wären zu nah an der Straße! Für sie gab es nur dieses eine Kriterium!
Wir leben in einem absolut ruhigen Siedlungsgebiet, mit Teilweise 30er Zonen, da eine Schule in der Nähe ist. Auch eher zurückgesetzt, unser Haus ist erstmal mit dem Auto gar nicht zu erreichen, auf zwei Seiten sind Nachbargrundstücke mit Häusern drauf, auf einer Seite gar ein verwildertes, unbebautes Grundstück und unser Garten ist natürlich eingezäunt. Nichts zu machen! Wir hatten alles im Tierheim schon abgeklärt, die Katze ausgesucht und es war auch eher eine schwerer vermittelbare....keine Chance. Im Nachhinein erfuhren wir allerdings auch, dass dieses Tierheim sich durchgängig sowieso schwer damit tut, Tiere abzugeben. Das verstehe einer!
Jetzt haben wir eine wunderbare Katze, die letzte eines Wurfes aus dem Frühling 2010 von einer ganz lieben Katzenhalterin, der es auch wichtig war, wo ihre Katzen hinkommen und die die Lage des Hauses gar nicht gestört hat (sie wohnt selbst ähnlich, Haus mit Garten in Siedlung...)
Ich hoffe, du findest noch Interessenten, denen du den Kater ruhigen Gewissens mitgeben kanst.
Geändert von veganophil (22.02.2011 um 10:02 Uhr) Grund: Fehlereliminierungskommando war am Werk ;-)
Be veg
Go green
Save the planet
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22.02.2011, 09:55Inaktiver User
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Ach das ist ja schade. Ich drück dir die Daumen, dass der kleine Mann noch ein neues Zuhause findet.
Ich hab unseren Sam aus dem Tierheim und damals 70 Euro bezahlt - geimpft und kastriert war er dafür. Das fand ich auch nicht zu teuer. Ich bin seitdem auch dort im Tierschutzverein.
Leider gibts auch hier im Tierheim viel zu viele Katzen die auf neue "Eltern" warten. Und Hunde.
Und dennoch kaufen die Leute lieber Tiere beim Züchter...
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22.02.2011, 10:20Inaktiver User
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Ja, ich würde es über Internet versuchen (ich habe ja selbst gerade eine Katze über Internet gefunden). Z.B. bei Ebay-Kleinanzeigen.
Stelle nette Fotos von dem Tierchen ein und beschreibe es ein wenig, hebe seine Vorzüge hervor. So kriegt man einen Bezug zu der Katze (guck mal bei ALBA, die haben das sehr nett gemacht).
Wichtig wäre auch, zu sagen, warum Du ihn abgeben willst, seine Hintergründe.
Bei Anzeigen, wo so garnichts drin stand, hat man leicht den Eindruck, die Leute hätten die Katze neurotisch gemacht und wollen sie jetzt los werden.
Wende Dich auch an Tiervermittlungsstellen .... Wenn da Interessenten kommen, die nichts geeignetes finden, könnten sie die zu Dir weiterschicken.
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22.02.2011, 12:03
AW: Tiervermittlung so schwierig ?!
Bei Tierärzten, im Tierheim und in verschiedenen Tierfuttergeschäften gibt es oft auch ein schwarzen Brett, an dem man Aushänge machen kann. Ich würde eine Anzeige mit Bild und Beschreibung (Alter, Impfung, ob er sozial mit Artgenossen ist, verspielt, verschmust, menschenbezogen, gerne Freigang hätte usw.) gestalten, sowie Hinweis, dass die Abgabe gegen Schutzgebühr/-vertrag erfolgt.
Aber vielleicht hast du es ja schon so probiert. Wie hast du es denn bisher versucht?
Den Leuten, die keine 40,- Euro Schutzgebühr bezahlen möchten, die ihren Ausweis nicht zeigen wollen oder sagen, dass sie sich die Erstausstattung für das Tier vorerst nicht leisten können, würde ich ihn übrigens auch nicht mitgeben.


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