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    Fellpflege empfindlicher Hunde

    Hallo an Alle,

    seit einiger Zeit habe ich ein Problem mit dem Ausbürsten unserer betagten Goldiedame. Sie mochte es so richtig noch nie, stillhalten beim Ausbürsten war immer schon schwierig.
    Nun ist es so, dass ich das Gefühl habe, sie empfindet das Ausbürsten als sehr unangenehm. Nach dem 3. Bürstenstrich ist mein Hund "weg".

    Da das Winterfell momentan ständig nachgeschoben wird, muss gebürstet werden, nur wie?
    Ich habe eine normale Drahtbürste, dann so eine Bürste mit einer Reihe sich drehender Stäbe (sie ziehen gut da lose Fell raus, weiß nicht wie die Bürste heisst) und einen Furminator.
    Alles nicht das Wahre. Einen Handschuh zur Fellpflege halte ich eher für unpraktisch, da geht ja nichts richtig mit raus.
    Bei der Fellmenge zupft es naturgemäß auch mal beim Bürsten und ich glaube die Haut ist auch empfindlicher geworden.

    Bitte gebt mir Tipps, womit und wie ich die Fellpflege trotzdem angenehm (für Beide ) hinbekommen kann.

    Gruß Mandine
    Wer loslässt hat die Hände frei

  2. Inaktiver User

    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Ist sie kastriert?
    Im Alter wird das Fell oft sehr strohig und zottelig, gerade bei Kastraten.
    Ich würde Dir raten, mal zu einer professionellen Hundepflege zu gehen (nein, das hat nix mit Pudelfriseur zu tun... ).
    Da kann dann einmal richtig "Grund reingebracht" werden, die haben ja das erforderliche Zubehör und auch das Know-how dazu.
    Und gleichzeitig kannst Du Dir Tipps mitnehmen für die Pflege zuhause.
    Damit (besonders das Unterfell) nicht so zusammenballt und dann beim Auskämmen ziept, hilft zur Vorbeugung Mähnenspray für Pferde ganz gut.
    Das wirkt aber natürlich nur, wenn es noch nicht "dicht" ist.
    Also, wie gesagt, einmal richtig machen lassen und dann - dran bleiben... auch wenn Hund das nicht so toll findet (meine stehen auch immer mit einer "Hier-werden-Hunde-gequält!!"-Leidensmiene da... )

    Wenn gar nix mehr geht, dann könntest Du Dir evtl. überlegen, zum Frühjahr hin Deine Hündin einmal kurzscheren zu lassen, vielen älteren Hunde schafft das Erleichterung, wenn das dicke Zottelfell weg ist.
    (Obwohl ich generell eher ein Gegner des Hundescherens bin, in dem Fall ist es manchmal angebracht).
    Wär dann auch leichter, die anschließende regelmäßige Pflege durchzuführen, es kämmt sich ja leichter und schneller, wenn es kurz ist und sie empfindet das Bürsten erstmal wieder als nicht schlimm.
    Geändert von Inaktiver User (16.02.2011 um 07:13 Uhr)

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    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Ja, sie ist kastriert. Erst seit 4 Jahren, danach wurde das Fell sehr dicht. Im Frühjahr und im Sommer lasse ich sie seitdem immer kurz scheren, wer möchte schon im Sommer noch im Wintermantel rumlaufen....Das tut ihr auch sehr gut.

    Ich hab sie letztes Jahr auch um diese extreme Fellwechsel-Zeit jetzt auskämmen lassen, da hat über eine Stunde gedauert. Hat ein Fell wie ein Schäfchen. Da sie aber nicht mehr so gut lange stehen kann, wollte ich das nicht so gerne machen lassen.
    Bei mir bleibt sie schon gar nicht stehen, dreht und windet sich, wenn ich sie am Halsband festhalte. Ich hab sie auch schon unterwegs einfach mal mit der Leine am Zaun "befestigt", damit sie mir nicht die Finger bricht. Ehrlich, ist ganz schlimm. Das war aber auch nix, sie hüpfte und zappelte, das ich nirgends richtig hinkam.
    Wer loslässt hat die Hände frei

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    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Mandine, ich habe das gleiche Problem. Mein Hund hasst es sich bürsten zu lassen. Wenn er die Bürste in meiner Hand sieht versteckt er sich unter dem Tisch oder versucht in die letzte Gartenecke zu flüchten.

    Ich habe auch ähnliche Wege wie du beschritten. Leine festbinden, damit ich die Hände frei habe, aber er zappelt und windet sich ohne Ende.
    Dann "Desensibilisierung" also Bürste hingehalten, Leckerli, Bürste beschnüffeln lassen, Leckerli, Bürste in seine Nähe, hat er das zugelassen, Leckerli usw.
    Aber mehr als zwei Bürstenstriche, Fehlanzeige.

    Wahrscheinlich ziept es ihn, klar je länger wir das Bürsten rausziehen um so schwieriger wird es ja.

    Er ist noch ein junger Hund und letztendlich ist es mein Fehler: ich hätte ihn als Welpen mehr damit vertraut machen müssen. Da es aber eine Rasse ist, die realitv wenig Fellpflege braucht, habe ich dies vernachlässigt.

    Daher bin ich auch für Tipps und Erfahrungsberichte dankbar.

  5. Inaktiver User

    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Ich würde es in kleinen Schritten machen.
    Man neigt immer dazu, alles komplett fertig machen zu wollen - so, jetzt ran und nun muss das fertig.
    Wäre ja auch schön, wer hat schon Lust, da immer und immer wieder ran zu müssen.
    Trotzdem ist das natürlich für den Hund reiner Horror - wenn er das sowieso schon schlimm findet und dann auch noch gelernt hat, das dauert jetzt und ist echt fürchterlich ... dann gibt es kaum noch einen Weg, das ohne Wehren und Zappeln hinzukriegen.

    Es hilft also nur Geduld.

    Die ganze Sache muss von Grund auf wieder positiv besetzt werden.
    Erst einmal also einen ganz neuen, neutralen Ort für das Bürsten wählen.
    Neue Bürste, Kamm oder was auch immer, auf jeden Fall ein Fellpflegegerät, dass der Hund noch nicht kennt.
    Dann ein oder zwei Bürstenstriche, Leckerschmecker, Lob, Ende.
    Und so weiter, langsam aufbauen, jedes Mal ein paar Striche mehr, grundsätzlich IMMER aufhören, bevor der Hund nicht mehr mag.

    Im Grunde genommen kann so alles gelernt werden.
    Wichtig ist, dass es positiv verknüpft wird.
    Denn momentan hat hund gelernt:
    Bürsten = ich werde angebunden und es ist unangenehm.
    Das muss gelöscht werden und neu besetzt werden mit:
    Bürsten = kurze Sache, gibt Leckerchen.

    Es klappt garantiert, wenn (wichtig!!!) wirklich in ganz kleinen Schritten vorgegangen wird und alles unangenehme vermieden wird.

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    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Mmmmh, leuchtet mir ein. Würdest du das auch während einer Gassirunde machen? Zuhause gibts ja kaum einen neuen Ort.
    da sie seeehr viel Hunger hat, könnte das schon sehr verlockend sein.
    Wer loslässt hat die Hände frei

  7. Inaktiver User

    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Ja, klar - warum nicht?
    Unterwegs ist sogar sehr gut, man kann das prima zwischendurch kurz einbauen und es verliert als "Ereignis" an Bedeutung - weil es eben immer nur was kurzes zwischendurch auf einem Spaziergang ist, da gibt es eh viel Abwechslung, also dann eben auch mal ein paar Bürstenstriche.

    Ich kämme meine Mädels grundsätzlich unterwegs, gerade die Hovawart-Hündin schmeißt im Fellwechsel soviel Plüsch von sich, dass man damit Kissen stopfen könnte...
    Mach ich immer unterwegs und auch immer stückweise, dauert dann zwar länger, aber dafür ist es entspannter.

    Meine Hunde haben zwar nicht wirklich ein Problem mit dem Gekämmtwerden, halten auch still, aber ihr Blick spricht für sich: Toll finden sie es nicht - trotz Leckerchen am Ende.
    Ich schätze, es läuft bei ihnen unter "laaaaaaaaaaaaaangweilig... boah, ey"

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    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Hast du noch eine Empfehlung für DIE Bürste, o.ä.?
    Wer loslässt hat die Hände frei

  9. Inaktiver User

    AW: Fellpflege empfindlicher Hunde

    Ne, nicht wirklich.
    Es gibt ja inzwischen eine Unmenge verschiedener Sachen, letztendlich muss man ausprobieren, womit man am besten zurecht kommt.
    Es kommt natürlich auch darauf an, was für ein Fell, was für eine Struktur, lang, kurz, viel oder wenig Unterwolle usw.
    Ich selber benutze gar keine Bürsten, sondern nur Kämme bzw. sowas hier.
    Damit geht loses Haar prima raus.
    Mit grobem Kamm (ist glaub ich ein Mähnenkamm, eigentlich für Pferde) kann man ganz gut die Rute und das dichte Fell an Hals und Brust und die "Fahnen" an den Läufen durchkämmen, dann noch ein feinerer Kamm, womit ich die "Filz-Risiko-Stellen" hinter den Ohren regelmäßig durchkämme.
    Und als weiteres Zubehör nur noch eine Schere - was sich nicht durch oder rauskämmen lässt, wird abgeschnitten, fertig (ab und zu gibt es ja mal so hartnäckige Filzbollen im Fell, da quäl ich mich und hund nicht mit, ab und gut).

    Und wie gesagt, bisschen Mähnenspray für Pferde immer mal beim Kämmen aufs Fell, das hilft prima gegen neue Verfilzungen und pflegt.

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