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    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deine Eltern misshandeln den Hund - mehr gibt es dazu eigentlich nicht anzumerken. Er lebt in einer Welt, in der er sich nicht zurecht findet, keine klaren Signale bekommt, und nichts hat, woran er sich orientieren kann. Er braucht Strukturen, insbesondere sozialer Natur, damit er sich entspannen und Hund sein kann - hier kann er das nicht. Dass ihn das aggressiv macht, ist kein Wunder.

    Erinnert mich an Dackel Pitti. Der kam zu einem alten Ehepaar, das Pitti nach Strich und Faden verwöhnte. Pitti durfte alles, und wurde Null erzogen - er war doch so ein niedlicher Kerl! Das machte ihm gehörig Angst, dem Pitti, und aus dieser Angst heraus stürzte er sich bellend und knurrend auf alles, was ihm begegnete. Er wurde unberechenbar, und biss bald den kleinen Enkel der alten Leute. Das brachte Unruhe - Pitti drohte das erste Mal der Tod durch einen Tritt des erzürnten Papas des Knirpses, denn der musste aufgrund des Bisses, den die Oma verheimlichen wollte, nämlich ins KH, weil er eine Sepsis bekam.

    Pitti konnte eigentlich gar nichts für all das, es kostete ihn am Ende aber trotzdem das Leben - in dem Moment nämlich, in dem er der Dame des Hauses ins Gesicht biss, als diese mit "dem lieben Jungen" schmusen wollte.

    Natürlich war daran keinesfalls das alte Ehepaar schuld. Der Pitti war´s, der war nämlich verhaltensgestört und bestimmt überzüchtet.

    So wird es bald auch Eurem kleinen Corgi ergehen, wenn nicht jemand eingreift, und Deiner Mutter vermittelt, dass das Übel in ihrer Ignoranz liegt. Gewarnt hat er ja nun bereits ausdauernd, aber niemand ist da, der deeskaliert, und dem Hund seine Verwirrung nimmt.

    Armes Tier.
    Ja, ich bin da ganz Eurer Ansicht!

    Leider sehen meine Eltern das trotz eindringlicher Warnung anders und das Ganze hat sogar zu einem fiesen Streit geführt. Trotz anonymen Verweises auf die vielen Meinungen in diesem Strang hier. Das haben meine Eltern dann als "Einzelmeinungen" und "unzuverlässige Recherche im Internet" abgetan.

    Ich befürchte, das wird sich noch etwas zuspitzen müssen, bis da Handlungen ergriffen werden. Die sehen sich momentan eher in der "keiner versteht unseren armen, armen Hund"-Haltung. Dass ein Hund ein Rudeltier ist, und keine nette Behandlung braucht, wenn er Schmerzen hat, wie man einen Menschen nett behandeln würde, sehen sie nicht ein. Es werden ständig Vergleiche zum Menschen gezogen.

    Bis was passiert, halte ich mich raus und zurück, halte Abstand zu dem Hund (keine Lust, gebissen zu werden). Wenn nichts passiert - Glück gehabt.

    Aber ich danke Euch für die Orientierung!

    Eine generelle Frage hätte ich noch, das kam eher so auf, als ich mit meinem Vater telefoniert habe: er meinte, es sei normal, dass Hunde bellen. Dafür seien sie ja Hunde. Die Hunde, die ich kenne, bellen ganz selten. Meistens nur dann, wenn Fremde in den Garten eindringen oder wenn man sagt: "Gib Laut!". Ist das normal? Ist das der Idealfall? Ich würde nämlich in mittlerer Zukunft gerne auch einen Hund haben, und wenn der dann täglich bellt...
    Avatar made by Betsi!

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    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Meine Hündin bellt NIE. Als ich noch mehr als einen Hund hatte, hat sie manchmal(!) mitgebellt (Rudelverhalten halt). Sie ist jetzt schon über ein halbes Jahr Einzelhund und hat in dieser Zeit ungelogen kein einziges mal gebellt oder gewufft.
    Das ist aber sicher Rassen- und auch Individuenabhängig.
    ...................... Die Raupe ist zur Motte herangewachsen...

    ............... Und hat zu Ostern verstärkung in Form eines Häschens bekommen ........

    Unvergessen bleibt mein Juli-Sternchen für immer in meinem Herzen

  3. Inaktiver User

    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Zitat Zitat von Koalabaerin Beitrag anzeigen
    Das ist aber sicher Rassen- und auch Individuenabhängig.
    Mit Sicherheit!

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    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Wenn das rassenabhängig ist - welche sind denn schön ruhig in der Hinsicht und trotzdem noch agil?

    Eine Kollegin von mir meinte mal, als ich vom Corgy/Corgi (weiß nicht, welche Schreibweise richtig ist) erzählt habe: "Oooh, und noch so ein Dickkopf!".

    Wenns zu sehr ot hier wird, sagt Bescheid!
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  5. Inaktiver User

    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen
    Ja, ich bin da ganz Eurer Ansicht!

    Leider sehen meine Eltern das trotz eindringlicher Warnung anders und das Ganze hat sogar zu einem fiesen Streit geführt. Trotz anonymen Verweises auf die vielen Meinungen in diesem Strang hier. Das haben meine Eltern dann als "Einzelmeinungen" und "unzuverlässige Recherche im Internet" abgetan.

    Ich befürchte, das wird sich noch etwas zuspitzen müssen, bis da Handlungen ergriffen werden. Die sehen sich momentan eher in der "keiner versteht unseren armen, armen Hund"-Haltung. Dass ein Hund ein Rudeltier ist, und keine nette Behandlung braucht, wenn er Schmerzen hat, wie man einen Menschen nett behandeln würde, sehen sie nicht ein. Es werden ständig Vergleiche zum Menschen gezogen.

    Bis was passiert, halte ich mich raus und zurück, halte Abstand zu dem Hund (keine Lust, gebissen zu werden). Wenn nichts passiert - Glück gehabt.

    Aber ich danke Euch für die Orientierung! .
    Drucke unsere Tipps aus und schicke sie deinen Eltern. Mit dem Vermerk, wir seien allesamt erfahrene Hundehalter oder Hundetrainer.

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen
    Eine generelle Frage hätte ich noch, das kam eher so auf, als ich mit meinem Vater telefoniert habe: er meinte, es sei normal, dass Hunde bellen. Dafür seien sie ja Hunde. Die Hunde, die ich kenne, bellen ganz selten. Meistens nur dann, wenn Fremde in den Garten eindringen oder wenn man sagt: "Gib Laut!". Ist das normal? Ist das der Idealfall? Ich würde nämlich in mittlerer Zukunft gerne auch einen Hund haben, und wenn der dann täglich bellt...
    Der Hund kommuniziert, indem er bellt, er möcht sich mitteilen! Sein Hundeverhalten ist immer Ausdruck von Gefühlen, der Hund bellt nicht einfach so, sondern hat immer einen bestimmten Grund: Freude, Aufmerksamkeit, Erregung, Spiel, Warnung, Stress oder gar Einsamkeit. Man kann das Bellen abtrainieren = umlenken, ohne dass der Hund in seinem Ausdrucksverhalten missverstanden/nicht verstanden wird.

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    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Nimm keinen Jack Russell Terrier

    Es gibt Hunde, die können nicht bellen: Basenjis. Aber die können schon andere Geräusche machen.

    Meine Erfahrung ist, dass sich das Bellverhalten antiproportional zur Größe verhält: Je kleiner der Hund, desto heftiger bellt er Gibt aber Ausnahmen dieser Regel, kenne auch ein paar große Rassen, die mehr bellen. Genrell sind mollosoide Hunde eher ruhiger als Terrier, Dackel, Pinscher und Schutzhunderassen.

    Aber letztlich haben verschiedene Rassen verschiedene Ausdrucksformen. Einige heulen eher (Huskys, tschech. Wolfshunde), manche "brabbeln", wieder andere - wie meine Hündin - bellen nie aber schnarchen, dass die Wände wackeln Das ist bei den meisten Bulldogs/Mollossern so Bellen oder Schnarchen, einen Tod muss man sterben
    ...................... Die Raupe ist zur Motte herangewachsen...

    ............... Und hat zu Ostern verstärkung in Form eines Häschens bekommen ........

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    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Ok, Jack Russel war irgendwie eh abgehakt für mich...

    das mit der Größe habe ich mir fast schon gedacht, prima, ich wollte sowieso eher was Größeres


    @ Violine:
    Das mit dem Strang-ausdrucken habe ich auch schon gedacht. Auf meinen Hinweis (zugebenermaßen, ins Blaue hinein), dass die Beurteilungen von Hundetrainern kämen, kam aber ohnehin die Antwort: Aber die haben unseren Hund ja gar nicht gesehen!

    Nene, ich halte mich da schön raus. Sofern niemand verletzt wird, freue ich mich dann zugebenermaßen ein bisschen, wenn meine Eltern dann so richtig schön mit den Nerven fertig sind. Ist fies, ich weiß. Das bisschen Fiesheit leiste ich mir aber mal.

    Das beruhigt mich ja, dass man einen Hund dazu bringen kann, nicht zu bellen (oder wenig), ohne dass das eine Quälere ist. Ein bisschen war mir das klar, eine Freundin von mir ist auch Hundetrainerin und deren Hündin ist ein Traum... Die war einer der ersten Hunde, bei denen ich nicht irgendwie Berührungsängste hatte!
    Avatar made by Betsi!

  8. Inaktiver User

    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Zitat Zitat von HasiII Beitrag anzeigen
    eine Freundin von mir ist auch Hundetrainerin und deren Hündin ist ein Traum... Die war einer der ersten Hunde, bei denen ich nicht irgendwie Berührungsängste hatte!
    Na, da bist du doch an der richtigen Adresse zwecks Hundewahl.

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    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Hunde, die niemals bellen, sind mir noch nicht begegnet.
    Ich finde, es macht aber einen Unterschied, warum/wie ein Hund bellt und auch wielange.
    Macht er einen kurzen Freudenausruf, weil es endlich rausgeht oder bellt er ausdauernd-hysterisch-drohend, weil jemand in 10 Metern Entfernung am Haus vorbeiläuft?
    Konnte außerdem auch schon feststellen, daß es unterschiedlich bellfreudige Rassen gibt.

    In unserem letzten Urlaub hatten wir z.B. mit einem Griffon fauve (evtl. Mischling) zu tun, der auffällig wenig bellte, eigentlich machte er nur einen Laut: so kleine Seufzer, wenn man ihn kraulte - so süß.
    Später habe ich in einer Rassebeschreibung nachgelesen, daß geringe Neigung zum Bellen rassetypisch wäre (?)...

    lg lenita
    Geändert von lenita (09.02.2011 um 00:48 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Normales Hundeverhalten oder ist er schlecht erzogen?

    Hunde bellen. Sie tun es aber nicht grundlos, rassetypische Unterschiede hin oder her: Bellen ist immer ein Signal. Dass kleine Hunde gemäss Wahrnehmung vieler Menschen häufiger bellen, könnte damit zusammen hängen, dass kleine Hunde

    --> leider häufig von Menschen begleitet werden, die "klein" gleichsetzen mit "muss nicht erzogen werden", "braucht nicht viel Auslauf", "ist unproblematisch und läuft so mit", "braucht keine Kontakte zu Artgenossen". Das ist mitnichten der Fall. Viele kleine Hunderassen sind ziemlich anspruchsvoll, brauchen Auslauf, und müssen geistig gefordert werden.

    Der kleine Hund, der unterfordert ist, nie eine Hundeschule besuchte, zu wenig Auslauf bekommt, und zudem nicht artgerecht gehalten wird, steht emotional unter grossem Stress. Er hat meist nicht gelernt, sich mit Artgenossen auseinander zu setzen, und versteht auch die Hundwelt und ihre Signalvielfalt kaum.

    Das macht die Welt für ihn zu einem unverständlichen bis bedrohlichen Ort.

    Und da ist es dann ganz natürlich, dass dieser Hund alles mögliche anbellt.

    Hunde bellen nicht, weil das so lustig ist. Ein entspannter, ausgelasteter Hund bellt nicht "einfach so" - er tut es, wenn sich in seinem Umfeld etwas tut, das ihn erregt. Das kann Schönes wie Beunruhigendes sein.

    Der Hund kommuniziert, indem er bellt, er möcht sich mitteilen!
    Das würde ich gern etwas differenzieren wollen. Hunde kommunizieren auf extrem subtile, vielfältige Weise. Bellen ist nur EIN Signal unter einer immensen Menge weiterer, stummer Signale, die der begleitende Mensch kennen und interpretieren können sollte, und bei einem entspannten Hund eines, das eher eine untergeordnete bis keine Rolle spielt.

    Mein Hund ist nun fast 11 Jahre alt - er bellt nur, wenn er etwas wahrnimmt, das ihn aufhorchen lässt: Geräusche, die er mit seinem Territorium verbindet, und die ihn alarmieren, Türglocke, Fremde auf seinem Territorium, ausserdem bellt er, wenn ich ihn dazu auffordere, und während des Spielens. Ansonsten bellt er nicht.

    Der Jack Russel unserer Nachbarn ist im Vergleich ein Vielbeller, aber auch der bellt nur bei Erregung.

    Ein Hund, der ständig bellt, zeigt damit, dass seine Welt nicht in Ordnung ist.

    Ich würde an Deiner Stelle, Hasi, die Organisation kontaktieren, von der der Hund stammt, und auf seine missliche Lage aufmerksam machen.

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