Ich rechne da auch sechs Stunden....und, wie fennel bereits schreib: man hat auch weitere außerhäusige termine. kann man natürlich alles so koordinieren, dass dann einer zu hause ist (dein mann geht einkaufen nach der arbeit oder so), aber denke daran, das ist aufwand. ich habe das anfänglich unterschätzt und ich bin nicht täglich unterwegs. aber an tagen, an denen die hunde alleine sind (bleiben sie auch mal 5 bis 6 stunden), gehe ich abends nicht weg, nicht zum sport, nicht einkaufen etc.
wenn ihr über ein gutes netzwerk verfügt, welches als hundesitter einspringen kann und euch darüber im klaren seid, dass nicht jeder hund immer und bei jedem wetter skaten/laufen etc will und kann, ihr also eure freizeitbeschäftigung an ihm orientieren müsst, könnt ihr dem hund bestimmt ein besseres leben als im tierheim (das bedeutet ja zwingerhaltung udn nicht fröhliches rudelkuscheln) bieten. denkt ihr aber schon drüber nach, wie sch*** es eventuell ist, wenn man über seine freizeit nicht mehr spontan verfügen, nicht überall hin in den urlaub fahren und es schwierig wird mit durchgemachten nächten, lasst es lieber.
mein leben hat sich komplett geändert durch den hund...aber er ist so toll, dass mir clubs, städtetouren etc schnuppe sind und wir jetzt sogar nen zweiten haben![]()
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Thema: Hund und Berufstätigkeit?
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02.12.2010, 13:42
AW: Hund und Berufstätigkeit?
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02.12.2010, 15:44
AW: Hund und Berufstätigkeit?
Danke für eure Antworten!
Ich bin in meinem Elterhaus mit einer Dackel-Hündin großgeworden. Aber da ist nun schon über 20 Jahre her und als Kind/Jugendliche sieht man glaube ich viele Dinge gar nicht, die es bei der Hundehaltung zu bedenken gilt. Es hilft einem daher wirklich weiter, wenn man einmal Erfahrungen und Einschätzungen von jetzigen Hundehaltern hört!
Das stimmt so nicht, vergleiche Erstposting. Meine Fahrtzeit hatte ich eingerechnet und es wären vier Tage pro Woche, die der Hund allein wäre, weil einen Tag ja mein Mann von zuhause arbeitet. Außerdem habe ich vglw. viele Wochen im Jahr unterrichtsfreie Zeit, wo ich zwar meist noch zuhause was arbeiten muss, aber eben ganztägig zuhause bin. (Nun bitte keine Lehrerschelte!)hm ... du bist ca. 6 Stunden in der Schule, dann kommt noch der Weg hinzu ...
Ich würde abraten, denn ich bin mir nicht sicher, ob es für einen Hund wirklich so viel besser ist, statt im Tierheim, wo er immerhin unter seinesgleichen ist, jeden Tag (!) mindestens (!) 6 Stunden ganz allein zu sein.
Ich las übrigens, dass Hunde eher nicht dazu neigen, sich an andere Hunde zu binden, sondern lieber einen Menschen als Bezugspunkt schätzen. Deshalb weiß ich nicht, ob das mit dem besser im Tierheim aufgehoben sein so stimmt...
Wir werden es uns auf jeden Fall noch einmal gut überlegen! Schließlich planen wir ohne erst den Hund kommenden Sommer anzuschaffen, weil ich dann wochenlang Zeit haben werde ihn bei uns einzugewöhnen. Wir wollen die kommenden Wochen einmal ins örtliche Tierheim um uns zu erkundigen und ggf. beraten zu lassen. Ist Garten wirklich so wichtig?! Wir haben nur einen sehr kleinen, eigentlich mehr eine Terrasse mit ein bisschen Rasen drumrum.
Urlaub machen wir fast immer mit dem Auto und es gibt ja schon noch so einige Ferienwohnungen, Hotels und Pensionen, wo man seinen Hund mitbringen darf. Ausgehen am Abend tun wir nicht mehr häufig, haben früher genug gefeiert und sind inzwischen ziemlich häuslich geworden, unter der Woche sowieso. Für diese Fälle jedoch und Hundesitting bei Ganztagen würden aber meine Familie oder die meines Mannes in jedem Fall einspringen, das habe ich die letzten Tage bereits erfragt. Die haben z.T. auch selbst Hunde, die wir ab und an hüten, deshalb sind sie da entgegenkommend. Einkaufen mache/n ich/ wir meist in unmittelbarer Nähe mit dem Rad, da könnte man den Hund ja sogar mitnehmen, die großen Sachen holt mein Mann einmal pro Woche per Auto.
Aber wir werden, falls wir es machen, drauf achten, dass es ein bereits ewas sozialisierter Hund ist, der auch noch keine altersbedingten Leiden hat, so dass er am Wochenende z.B. mal eine Stunde neben den Rädern/Skates herlaufen oder zwei Stunden mit uns wandern kann. Vielleicht ist das falsch rübergekommen: So richtige Megatouren machen wir nun auch nicht, also nicht im Sinne von extrem anstrengend, dafür bin ich selbst zu faul und auch nicht sportlich genug! :-)
Was meint ihr, wie alt ein Hund mindestens sein müsste, um allein bleiben zu können? 1 Jahr oder besser 2 und mehr?
Die Kinderfrage stellt sich uns nicht. Weil wir aber ein paar kleinere Kinder im Umfeld haben, die uns auch ab und zu besuchen, würde ich schon darauf achten wollen, dass der Hund sich im Umgang mit (Klein-) Kindern wie auch ggü. fremden Hunden vernünftig verhält. Soweit ich weiß, können die Pfleger im Tierheim über so etwas meist Auskunft geben, oder?
Liebe Grüße,
Cessy
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02.12.2010, 15:55
AW: Hund und Berufstätigkeit?
Cessy,
erwarte nicht zu viel Beratung vom Tierheim. Ich habe das vor über einem Jahr auch mal blauäugig versucht und hatte damit nicht sehr viel Erfolg.
Ein Garten ist schon was Gutes. Meiner ist z.B. gerade draußen im Garten und kaut genüßlich an seinem Knochen rum. Im Wohnzimmer wäre mir das nicht so lieb.
Oder ich habe heute Morgen dort im Schnee Leckerli suchen mit ihm gespielt, apportieren und wir sind durch den frischen Schnee getobt.
All das kannst du ja in der Wohnung nicht so gut.
Und es ist auch nicht zu verachten, wenn man nachts den Hund zum Pieseln einfach in den Garten schicken kann und nicht erst in die Klamotten steigt und schnell den nächsten Park ansteuert.
Wenn ihr schon öfter mal Hunde aus der Verwandtschaft bei euch hattet, dann bietet sich doch ein Experiment an: bietet an, dass ihr einen der Vierbeiner mal am WoEn einhütet oder eine Woche in den Ferien. Dann könnt ihr sehen, wie sich der Tagesablauf durch den Hund ändert und wie gut ihr damit klar kommt. (damit habe ich nicht gemeint, dass ihr einen Besuchshund gleich 5 Stunden allein lassen sollt).
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02.12.2010, 15:55Inaktiver User
AW: Hund und Berufstätigkeit?
Cessy, ich seh das absolut positiv.
Für viele Hunde ist ja die Alternative weder die Familie wo sie nie allein sind, und leider auch nicht das deutsche Tierheim - sondern schlicht und ergreifend die Tötung.
Daher regt es mich manchmal schon auf, wenn im Tierschutz in vielen Fällen nur vermittelt wird, wenn alles ideal ist.
Zwei von meinen drei Hunden wären jetzt jedenfalls nicht mehr am Leben, wenn ich sie nicht genommen hätte, und dafür sind sie glaub ich gern mal allein.
Das Alter ist auch glaub ich weniger entscheidend für das Alleinseinkönnen als der Charakter und ob ein Hund das kennt - jedenfalls wenn er aus dem Welpenalter raus ist.
Mein Schnauzermix ist schon mit vier Monaten brav allein geblieben, auch so ca 5 Stunden - der ist eigentlich schon als Opa auf die Welt gekommen, der nix lieber macht als rumschnarchen.
Ganz allein war er aber gar nicht, fällt mir ein, er hatte ja die Katze. Vielleicht wäre es auch eine Alternative, gleich zwei Hunde zu nehmen, es gibt ja öfters mal so eingespielte Pärchen. Ich hatte jahrelang immer nur einen - und jetzt zeitweise sogar vier, Ziel ist aber wieder zwei - die haben super viel Spaß miteinander und viel mehr Aufwand ist das auch nicht.Geändert von Inaktiver User (02.12.2010 um 15:59 Uhr)
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02.12.2010, 16:00
AW: Hund und Berufstätigkeit?
Noch ein Nachsatz:
kein Hunde, egal woher, kommt mit allen guten Eigenschaften ausgestattet "fertig montiert" zu euch.
Kinderfreundlich, kann schon am Fahrrad laufen oder an den Skates, kann allein bleiben, freundlich zu den Hundesittern, nicht bellend, nicht Teppich kauend, nicht haarend, Katzen liebend, andere Hunde akzeptierend etc.
Plant Zeit dafür ein, dass euer zukünftiger Hund auch noch ne Menge lernen muss und ihr dafür auch eine Hundeschule oder einen Hundetrainer besucht.
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02.12.2010, 16:03Inaktiver User
AW: Hund und Berufstätigkeit?
nö. Hunde binden sich durchaus gerne an Hunde. Manche Hunde könnten wunderbar völlig ohne Mensch leben wieder andere würden "ihren" Menschen jedem Hund vorziehen.
Wie ich weiter oben schon schrieb: ihr habt relativ hohe Ansprüche an einen Hund. Es wird unter Umständen gar nicht so einfach sein eine passenden Vierbeiner für euch zu finden. Verlasst euch nicht darauf, dass ihr genau zum Anfang der Sommerferien einen findet!Wir werden es uns auf jeden Fall noch einmal gut überlegen! Schließlich planen wir ohne erst den Hund kommenden Sommer anzuschaffen, weil ich dann wochenlang Zeit haben werde ihn bei uns einzugewöhnen.
bitte, bitte: Niemals einen Hund vor Einkaufsladen sitzen lassen!!! Hunde werden aus solchen Situationen geklaut und landen weiß Gott wo!Einkaufen mache/n ich/ wir meist in unmittelbarer Nähe mit dem Rad, da könnte man den Hund ja sogar mitnehmen,
Und was ist, wenn z.B. ein fieses Kind deinen Hund ärgert/ihm weh tut und dein Hund schnappt, um sich zu wehren? Es kann dann verordnet werden, dass dein Hund eingeschläfert wird!
Ihr habt hohe Ansprüche an euren Hund! Klar, gibt es auch im Tierheim wunderbare Hunde und viel Glück auch genau das, was ihr sucht.Aber wir werden, falls wir es machen, drauf achten, dass es ein bereits ewas sozialisierter Hund ist, der auch noch keine altersbedingten Leiden hat, so dass er am Wochenende z.B. mal eine Stunde neben den Rädern/Skates herlaufen oder zwei Stunden mit uns wandern kann.
Wahrscheinlicher ist aber, dass der Hund mehr oder weniger große Baustellen haben wird! Eine Lassie geben die wenigsten Leute ab ;-)
Viele Hunde werden ins Tierheim abgeben, weil sie NICHT alleien bleiben können. Das ist wohl einer der häufigsten Abgabegründe :-(Was meint ihr, wie alt ein Hund mindestens sein müsste, um allein bleiben zu können? 1 Jahr oder besser 2 und mehr?
Generell gibt es junge Hunde, die von Anfang an gut alleine bleiben und Hunde, die es nie problemlos lernen.
Ein einjähriger Hund ist noch nicht ausgewachsen und sollte seinem Alter entsprechend ausgelastet werden. Ans Fahrrad gehört ein Hund nicht vor dem zweiten Lebensjahr!
Generell ist 2-4 wohl ein passendes Alter für das, was ihr sucht, WENN ihr euch dazu entscheidet einen Hund zu nehmen, und alle Eventualitäten geklärt habt.
Was ist wenn der Hund alt/krank wird. Habt ihr auch genug Zeit für ihn, wenn er nicht mit zum Sport/Wandern etc. kann?
manchmal ja, manchmal nein. Es gibt gut Tierheime, schlechte Tierheime, gute Pfleger, schlechte Pfleger.Soweit ich weiß, können die Pfleger im Tierheim über so etwas meist Auskunft geben, oder?
Generell wäre es vielleicht gut einen Hund aus einer Pflegestelle zu übernehnen, die kenne das Tier meist sehr gut. Eventuell auch über einen "Rasse" in Not Verein.
Überlegt euch eure Anschaffung gut!
Mit Hund muss man zwar auf einiges Verzichten, aber man bekommt auch viele dazu!
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02.12.2010, 16:11Inaktiver User
AW: Hund und Berufstätigkeit?
Doch, meiner war genauso - mit fünf Monaten. Nur Fahrrad war nix, weil zu jung - und an der Sache mit den Haaren arbeiten wir noch
- aber sonst passte von Anfang an alles.
Und ich hab früher Menschen mit solchen Hunden irrsinnig bewundert, weil ich mir dachte, wie fleissig die wohl in der Hundeschule gewesen sein müssen. Wir sind am zweiten Tag mit ihm im Biergarten gewesen und hätten ihn fast vergessen, weil er sich unter die Bank gelegt und geschlafen hat, als hätt er im Leben noch nie was anderes gemacht.
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02.12.2010, 16:35
AW: Hund und Berufstätigkeit?
einewiekeine, du hast doch vor einem jahr auch in dem strang mit dem Tierheimhund-Suche mitgeschrieben, oder?
Ja, manchmal klappt es einfach von Anfang an, manchmal braucht es Zeit und Übung. Und manchmal gibt es richtig tolle Tage an denen alles mit hund super läuft und manchmal klappt das einfachste Kommando irgendwie nicht.
Für mich ist die Hundeschule ein wichtiger Invest. Meiner pubertiert gerade und überdenkt dann die Kommandos sehr gern etwas länger....
Ich freu mich für dich, dass es so gut klappt!
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02.12.2010, 16:41Inaktiver User
AW: Hund und Berufstätigkeit?
Ja, immer wenn es um Hunde geht bin ich dabei!

Ich hab ihn mir aber auch genau deshalb ausgesucht, wegen seines Charakters, und nicht etwa wegen der Optik etc - nachdem ich ja leider den vorherigen Hund abgeben musste (was mir enorm schwergefallen ist, aber vor allem für den Hund selbst das Allerbeste war), weil er sich trotz gegenteiliger Beteuerungen des Tierheims nicht mit Kindern vertragen hat.
Ganz wichtig ist wirklich die Beratung, den Tip mit der Pflegestelle find ich auch gut.
Ich empfehle ja gerne tiervermittlung.de, da findet sich viel. Wenn eine Orga jeden Hund als süss und sooo dankbar anpreist - dann weiß man auch Bescheid... Manche geben sich aber sehr viel Mühe mit einer realistischen und individuellen Beschreibung, wo auch Negatives nicht verschwiegen wird.
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02.12.2010, 16:50
AW: Hund und Berufstätigkeit?
Meiner erster Hund kam auch aus dem Tierschutz, aus Griechenland, vier Monate alt. Durch eine griechische Kollegin habe ich dann festgestellt, dass er schon ein paar Komandos konnte, halt auf griechisch.
So hatten wir dann einen zweisprachigen Hund!
Da paßte auch alles. Nur das immer-nach-was-essbaren-suchen konnten wir ihm leider nie abgewöhnen, so sehr wir uns auch bemüht haben.
An einem Weihnachten kam er stolz wie Oskar mit einer tranchierten Gans aus dem Gebüsch - nur die Schenkel fehlten.
Wer schmeißt in der Stadt seinen Weihnachtsbraten in die Büsche?
Und ich denke, darum geht es: kein Hund ist perfekt aber man muss mit seinen Schwächen leben.


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