Jaaaa. Ich wusste es ja eh irgendwie. Aber nun hab ich auch die Aussage des Fachmannes: zu den zig Erkrankungen meines Hundes kommt auch noch Spondylose hinzu.
Wie sind Eure Erfahrungen mit dieser Erkrankung? Was tut ihr im Alltag, um Hund Schmerzen zu erleichtern?
Die Eckdaten: großer Rüde (73 cm Schulterhöhe), acht Jahre alt, seeeehr hibbelig und kaum zu bremsen.
Wird roh gefüttert, bekommt Braunhirse in sein Futter und - im Moment regelmäßig, sonst nach Bedarf - Zeel.
Bewegung: etwa 2 - 3 Stunden am Tag Freilauf und an der Leine, zu Hause bisher Bewegungsspiele (fangen, rennen - Suchen mag er nicht so wirklich). Fahrradfahren ist schwierig, weil er manchmal ausbricht ("feindliche Rüden"), Schwimmen mag er nicht.
Er liebt Ballspiele. Und die will ich ihm (trotz der schädlichen kurzen Bewegungs-Stopps) auch nicht ganz nehmen.
Was kann ich tun? Was sollte ich tun?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
Thema: Spondylose
-
26.11.2010, 23:07
Spondylose
-
26.11.2010, 23:25
-
26.11.2010, 23:32
AW: Spondylose
Ja.
Nur ist mein Hund etwas kompliziert - er hat ein extremen Wach- und Schutztrieb. Heißt, dass er Fremde nicht nah an sich rankommen lässt.
Nun weiß ich überhaupt nicht, was Physio bei Hunden bedeutet. Macht der Therapeutin die Bewegungsabläufe selbst mit dem Hund oder mach ich das nach Anleitung? Dass sich mein Knutschmonster das von Fremden gefallen lässt, ist ... naja .... unwahrscheinlich. Und vor allem hätte er dann riesigen Stress, was zu Verspannungen führt, zu Schmerzen, ...
Ich bin da absolut nicht firm. Keine Ahnung, wie das abläuft.
-
27.11.2010, 04:40Inaktiver User
AW: Spondylose
Mein Dalmatinerrüde hatte das auch, allerdings erst mit knapp 12. Rat von der tierärtzlichen Hochschule: altershalber einschläfern...

Das wollte ich nicht, und ich hab ihn 2 mal operieren lassen (Wirbelversteifung) und er ist dann fit und munter knapp 15 geworden.
Die OPs haben sich allemal gelohnt, waren zwar sauteuer, haben uns aber noch 3 schöne Jahre geschenkt.
Wie das bei einem jüngeren Hund ist weiß ich allerdings nicht, da man natürlich nicht beliebig oft die Wirbel per OP versteifen kann.
-
27.11.2010, 08:55Inaktiver User
AW: Spondylose
Eine physiotherapeutische Behandlung dient der Schmerzlinderung, fördert den Muskelaufbau, unterstützt den Wiederaufbau der Gelenkmobilität. Innerhalb der Physiotherapie gibt es verschiedene Behandlungsmethoden: Massagen, Reflexzonentherapie, isometrische Spannungsübungen, manuelle Therapie, Magnetfeldtherapie, Thermotherapie, Gerätetherapie usw.
Veterinäre wissen ihre Patienten sehr genau zu behandeln. Ich wundere mich immer wieder, wie verändert die Tiere auf dem Behandlungstisch reagieren. Der TA zeigt die bestimmte Bewegungsabläufe, die du dann zuhause an deinem Hund anwenden kannst. Zudem spürt der Hund, dass es ihm gut tut und arbeitet bereitwillig mit.
-
27.11.2010, 16:32
-
27.11.2010, 16:41
AW: Spondylose
Danke. Muss ich mich mal kundig machen, was in der Umgebung so angeboten wird.
Ich bin da sehr wählerisch, sag ich mal. Ich hab schon einige TÄ erlebt, die mir zu vorsichtig sind. Wenn ein TA den Hund für ein einfaches Abtasten sedieren will, weil Hund beim Hodenanfassen schon mal knurrt (Maulkorb hat er eh um), dann ist das nicht die richtige Praxis für mich.
Aber die Erfahrung hab ich auch gemacht: Für die Bioresonanztherapie ist mein Hund sogar selbständig geradeaus ins Behandlungszimmer durchgelaufen und auf den Tisch gesprungen, während wir noch gesprochen haben. Er hat einfach gemerkt, dass es ihm gut tut. Diese TÄ hat mir damals auch von "Wassergymnastik" (weiß nicht, wie das bei Tieren genau heißt) abgeraten, weil er dazu viel zu verkrampft wäre.
Ich schau mich mal um. Sobald es Stress für Hund und mich wird, bringt die Physio ja dann auch nix mehr.
-
27.11.2010, 20:14
AW: Spondylose
meiner (rottweiler-dobermann-cocker, 65cm, 30 kilo, jahrgang 1999) bekam diese diagnose im letzten sommer. man sah ihm an, dass er schmerzen hatte, schon beim normalen spazieren gehen. er kam z.b. nur noch mit schleifenden hinterbeinen auf den rücksitz meines autos.
wir ließen ihn röntgen und hatten die diagnose: spondyose im lendenwirbelbereich, mittelmäßig ausgeprägt.
zuerst hat er eine schmerztherapie bekommen u.a. mit rimadyl, damit die entzündung verschwindet. das klappte sehr gut und nach ein paar wochen ging es ihm sichtlich besser. allerdings war das natürlich nur eine momentane linderung.
also haben wir uns für eine operation mit goldimplantaten entschlossen. wir haben hier in hannover eine spezialistin, denn durchführen darf diese op wohl jeder tierarzt nach einem wochenendlehrgang...
diese op war im letzten august. leo wurde geröngt, da häufig auch die hüften betroffen sind. da hatte leo aber glück, denn er hat "die hüften eines einjährigen hundes". (zitat der tierärztin nach besichtigung des röntgenbildes).
den ganzen august durch haben wir leo dann geschont, sprich: es gab nur ganz kurze spaziergänge zum verrichten des geschäfts.
es geht ihm jetzt wieder prima. zweimal im jahr gehen wir zu untersuchung. diagnose: er ist schmerzfrei, was ich auch bestätigen kann. er braucht keine tabletten mehr. verboten bleibt: zäune springen und spielen mit großen hunden.
ich wünsche deinem hundi alles gute!
gruß vom otter
-
27.11.2010, 21:28
AW: Spondylose
Danke, Otter!
Bringen die Goldimplantate denn dauerhaft Schmerzfreiheit oder werden die Beschwerden irgendwann zurückkommen?
Das ist doch quasi eine dauerhafte Akupunktur mit dem Setzen der Implantate, oder?
Ich werd das natürlich auch alles mit dem TA besprechen, aber ich möchte auch selbst so viele Informationen und Erfahrungsberichte haben.
-
27.11.2010, 23:59Inaktiver User


Zitieren
