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  1. Inaktiver User

    Hund aus zweiter Hand

    Wer von euch hat einen Hund aus zweiter Hand und mag mal erzählen? Mich interessiert zum Beispiel, ob ihr mit der Beratung der entsprechenden Organisation oder des Tierheims zufrieden gewesen seid. Kam der Vierbeiner aus Deutschland oder dem Ausland? Hatte er Parasiten wie Würmer, Fellmilben oder ähnliches. War der Hund ansonsten kerngesund oder krank? Wenn er krank war – hatte man euch vorher darauf aufmerksam gemacht? Und wie intensiv war die Pflegezeit? Wie lange hat es gedauert, bis sich der Hund bei euch eingewöhnt hatte? Was war das Schlüsselerlebnis, das euch gezeigt hatte, nun ist der Hund endlich richtig zuhause „angekommen“. Ich frag jetzt mal nicht, wie lange es gedauert hat, bis ihr ihn in euer Herz geschlossen hattet, denn das geht ja meistens ganz schnell
    War er von Anfang an stubenrein? Habt ihr euch einen Hundetherapeuten zu Hilfe geholt? Gab es Momente, wo ihr an eure Grenzen gekommen seid, wo ihr auch schon mal den Gedanken hattet: „warum habe ich mir das angetan?“ Hattes ihr es euch leichter/schwerer vorgestellt? Würdet ihr es jeder Zeit wieder machen? Usw usw….mich interessiert einfach alles, was mit diesem Thema zu tun hat. Jetzt bin ich gespannt auf eure, sicher sehr unterschiedlichen Erlebnisse!

    Liebe Grüße
    Lotterle
    Geändert von Inaktiver User (24.11.2010 um 11:40 Uhr) Grund: falsche Schreibweise

  2. Inaktiver User

    AW: Hund aus zweiter Hand

    *überleg*

    Mein erster Hund war aus dem Tierheim - Cora, eine Schäferhund-Collie-Mixhündin. 2 Jahre alt.

    Es klappte sofort, es klappte alles. Sie war gehorsam und lieb.

    Ich hatte danach noch je 2 Mal eine Bobtailhündin aus zweiter Hand aber nicht aus dem Tierheim - und auch das klappte von Anfang an.

    Ich würde es wieder machen - wir haben jetzt einen Malteser der vom Züchter ist und von Welpe an bei uns.

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    AW: Hund aus zweiter Hand

    meine beiden "monster"sind aus "dritter" hand, zumindest meine briardhündin, sie ist mit 4 jahren zu uns gekommen und hatte da schon 2 platzierungen hinter sich, wurde geschlagen vom ersten besitzer, gebissen vom anderen hund beim zweiten besitzer....und ist seit 6 jahren bei uns. wir geben sie nicht mehr her!!!! sie bellt gegenüber fremden erstmal, hatte angts vor männern das erste jahr (kein wunder....), mit unseren kindern ist sie ein absoluter traumhund und auch sonst ein grosses herz mit viel fell drumrum. gewisse macken hat sie, wie das bellen, damit muss man umgehen, aber sie ist einfach meine grosse hunde-liebe
    wir haben sie von privat, ging über eine tiervermittlung im internet
    unseren rüden haben wir ebenfalls im internet gefunden, er ist ein strassenhund aus südspanien, entsorgt indem man ihn aus dem fahrenden auto auf der schnellstrasse zum fenster rausgeworfen hatte....wird da öfters gemacht. autofahren ging nach 4 (!) jahren ohne gebell, diese macke ist geschafftaber er ist auch ein richtiger streuner....gehorsam ist vorhanden, wenn der herr lust hat und nicht anderweitig beschäftigt ist. meine grosses erfolgserlebnis hatte ich vor 3 (!) tagen, da hat er sich zu mir auf die couch gelegt und seinen kopf auf meine schulter und ist eingeschlafen..nun haben wir das vertrauen und das ist unheimlich toll.
    bei beiden hunden wusste ich: das sind meine"....eingewöhnen ging relativ schnell, auch die grund-bindung war relativ schnell da, aber das totale vertrauen hat schon gedauert....um so schöner ist es jetzt!
    den rüden habe ich von einer frau in spanien die privat die tiere zu sich aufnimmt. ich habe ihr geld gespendet, damit sie ihre wertvolle arbeit weitermachen kann. als unser räuber dann hier war, wurde er erstmal entwurmt, gebadet, und dann auch relativ bald kastriert, geimpft und gechipt war er schon in spanien.
    ich hätte zwar auch gerne mal einen welpen, aber wenn ich mir die armen wesen so anschaue....könnt ich mir durchaus vorstellen wieder einen zu "retten"....ich habe das gefühl sie sind auch so dankbar dafür, wenn man sich um sie kümmert, zumal sie es ja auch anders erlebt haben.
    stubenrein waren beide von anfang, das aneinandergewöhnen war nicht so einfach, ich habe mit beiden den obligatorischen hundekurs gemacht (ist bei uns eh vorschrift)...hat mir aber nicht so viel gebracht, mit der hündin hab ich noch einige jahre agilty gemacht, mit dem rüden geh ich immer wieder mal zur hundtrainerein, wenn grad mal was auftritt, wie z.b. gefundene knochen verteidigen....das ist halt auch in dem hirn eines spanischen strassenhundes drin, dass man sein futter verteidigen muss...wir kriegens aber immer wieder ganz gut hin.
    ich wollte beide noch nie zurückgeben, hab es wirklich nie bereut, es braucht zeit, kraft und nerven...aber ich bekomme ungleich mehr von meinen beiden zurück!
    .....oh mann, ist das jetzt ein roman geworden...aber wenn ich mal von meinen hunden ins schwelgen komme......

  4. Inaktiver User

    AW: Hund aus zweiter Hand

    Danke Dharma und Monsterweib!

    Dharma, so problemlos wie das bei dir abgelaufen ist, das ist ja irgendwie langweilig *hahaha*.

    Monsterweib, ich freue mich, dass du so ausführlich geschrieben hast! In deinem Bericht sind einige der Punkte aufgeführt, die auftreten können und mit denen man sich eventuell auseinander setzen muss und . Ihr habt das toll gemeistert! GEDULD ist wohl eines der Zauberworte…nicht zu viel von einem Tierchen erwarten, bei dem man nicht weiss, was es in seinem Vorleben alles durchgemacht hat. Sich auf der anderen Seite über jeden Fortschritt freuen, auch wenn er erst nach laaanger Zeit eintritt. Euer Erlebnis von vor 3 Tagen ist richtig rührend!

    LG Lotterle

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    AW: Hund aus zweiter Hand

    Mein erster Hund (Schäfermix)war von einer privaten Tierschutzorganisation und ich durfte ihn über Wochen kennen lernen, bevor ich ihn zu mir genommen habe. Da er nicht ganz einfach war (Raufer), ging ich mit ihm in den Hundeverein und nach zwei Jahren schaffte er die Prüfung zum verkehrssicheren Begleithund und wir gingen auf Turniere, wo wir viel Spaß hatten.
    Unseren zweiten Hund haben wir übers Internet gefunden. Ein Rassehund, der wieder beim Züchter gelandet war, wo er (als Rüde unter drei unkastrierten Hündinnen) nicht bleiben konnte. Mit ihn gab es von Anfang an überhaupt keine Probleme.
    Wir würden jederzeit wieder einen "Second Hand Hund" nehmen.
    Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten und hoffe, dass er fliegen kann.
    Ralf Hoburg

  6. Inaktiver User

    AW: Hund aus zweiter Hand

    Langweilig war es aber nie *g*

    Die Bobtailhündinnen waren ausgesprochen anhänglich und gelehrig. Ich hab lange getrauert als es für sie soweit war zu gehen.

    Die erste Hündin hat mein damaliger Freund nach Trennung mit genommen. Sie hatte einmal Welpen bei uns - versehentlich. Auch sie war anhänglich und gelehrig.

    Unser Malteser jetzt in ein Rüde - und was Anhänglichkeit angeht übertrifft der alle Hündinnen die ich hatte. Aber er ist auch schon 14 und sieht immer weniger...

  7. Inaktiver User

    AW: Hund aus zweiter Hand

    Meine Tiere sind grundsätzlich Gebrauchtmodelle - die Informationen der jeweiligen "Lieferanten" waren bislang von sehr, sehr schlecht bis sehr, sehr gut (dabei schneiden die Hilfsorganisationen vor Ort nicht unbedingt besser ab als Vereine aus dem Internet). Es kommt hier einfach immer auf die Personen an, die dort das Sagen haben.

    Und mit den Tieren selbst hat immer alles gut geklappt - was ich meiner Geduld zuschreibe und früher auch der Hilfe einer Hundeschule.

    Ich würde NIE ein Tier vom Züchter holen (denn da läuft es auch nicht runder und gibt es genau so wenig Garantien).

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    AW: Hund aus zweiter Hand

    wir haben den ersten hund aus einer Pflegefamlie, er kommt ursprünglich aus Griechenland, wurde dort ausgesetzt. Mehr wissen wir auch nicht, d.h. sein beobachtetes Verhalten wurde natürlich genau beschrieben. Probleme gabs, mit Ausnahme des Jagdtriebes, keine, erw ar stubenrein, ist sofort mit uns mitgekommen und fühlte sich gleich wohl.

    Der zweite Rüde kommt ursprünglich aus Spanien, wurde vermittelt und wieder zur Orga zurückgegeben (nach über 5 Jahren), als Frauchen starb. Wir haben ihn als dicken kleinen Hund ohne muskeln, aber mit einem fröhlichen Gemüt mitgenommen. einziges Problem ist die mittelschwere HD plus Arthrosen durch die nicht artgerechte Haltung (er frisst sehr sehr gerne kuchen, mussten wir feststellen...nichtmal der extrem verfressene ersthund nimmt süßkram!). An der leine hat er ein bisschen gezickt, das haben wir mittlerweile ganz gut unter Kontrolle. Verstanden haben die beiden sich sofort ganz gut. Es darf hier allerdings kein Kauknochen mehr rumliegen, dann kann es schon mal zu Ärger kommen. Futter wird genau rationiert.

    da ich ohnehin weder lust noch zeit für die aufzucht eines welpen habe, werden hier auch in zukunft nur tierschutzhunde einziehen.
    aber, ich bin ganz ehrlich: ich kann mir jetzt nicht auf die schulter klopfen und sagen: "hach, ich gutmensch, habe so einer armen seele geholfen!". vielmehr wurden die hunde sehr nach "passung" ausgewählt und nicht nach deren bedürftigkeit. in zukunft würde ich allerdings generell auch alte hunde oder ggfls behinderte aufnehmen, sofern sich hier an der wohnsituation was ändert (hoffentlich in spätestens zwei jahren).

  9. Inaktiver User

    AW: Hund aus zweiter Hand

    Zitat Zitat von apfelschnecke Beitrag anzeigen
    vielmehr wurden die hunde sehr nach "passung" ausgewählt und nicht nach deren bedürftigkeit.
    Das schließt sich ja nicht gegenseitig aus.

    Man sollte Hunde IMMER nach Passung aussuchen. Ein Bordercollie hat in einem Haushalt, in dem man mit dem Hund nicht arbeiten will, absolut nichts verloren, egal, wie bedürftig er möglicherweise ist.

    Zu uns kommen immer bedürftige Tiere, die zu uns passsen.

  10. User Info Menu

    AW: Hund aus zweiter Hand

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das schließt sich ja nicht gegenseitig aus.

    Man sollte Hunde IMMER nach Passung aussuchen. Ein Bordercollie hat in einem Haushalt, in dem man mit dem Hund nicht arbeiten will, absolut nichts verloren, egal, wie bedürftig er möglicherweise ist.

    Zu uns kommen immer bedürftige Tiere, die zu uns passsen.

    ja, gut. aber ich sag mal, es gibt weitaus bedürftigere hunde, die bestimmt nicht so leicht vermittelbar gewesen wären wie unsere beiden knutschkugeln hier. und ein bordercollie wär ihnehin das letzte, was hier einzöge. der passt nicht in die phlegma-wg

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