Da muss ich dir entschieden widersprechen!
Ich würde sagen, dass 85 % aller Neuhundehalter DRINGEND eine Hundeschule benötigen, gerade um die Grundlagen zu erlernen. Und selbst Menschen, die schon Hunde hatten, wissen nicht zwangsläufig, wie man sie erzieht.
Die allermeisten Menschen haben nicht die geringste Ahnung von gewaltfreier und nachhaltiger Hundeerziehung!
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Ergebnis 21 bis 30 von 44
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20.10.2010, 12:49Inaktiver User
AW: Eine gute Hundeschule finden....
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20.10.2010, 12:59
AW: Eine gute Hundeschule finden....
zustimm!!! :-)
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20.10.2010, 13:17Inaktiver User
AW: Eine gute Hundeschule finden....
Ich denke wirklich nicht, dass Du meiner persönlichen Erfahrung widersprechen kannst. Natürlich ist eine Hundeschule für viele Menschen, die völlig ahnungslos sind, ein Segen, um wenigstens etwas über die Natur des Hundes zu erfahren. In meinem Fall hat mir die Schule nichts Neues gegeben. Da war mein Ratgeber über amerikanische Schäferhunde schon viel viel wertvoller.
Das Problem ist - es ist auch meine Erfahrung - dass viele Leute, die Hundeschulen besuchen, denken, dass die Sache damit erledigt ist und man nichts weiteres tun muss. Oder in eine andere Richtung übertreiben: die Trainerin sagt, die Trainerin meint, der Hund darf jetzt nicht, der Hund muss jetzt unbedingt....
Ganz lustig, wenn sich Menschen aus zwei unterschiedlichen Hundeschulen treffen, die genau das Gegenteil bezüglich Hundeerziehung predigen...
Daher würde ich eine Hundeschule nicht unbedingt so überbewerten, auch wenn sie durchaus nützlich sein kann.
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20.10.2010, 13:20Inaktiver User
AW: Eine gute Hundeschule finden....
Ich widerspreche nicht deiner Erfahrugn, sondern der Aussage, für die Grundlagen brauche man keine Hundeschule.
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20.10.2010, 13:24Inaktiver User
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20.10.2010, 13:58Inaktiver User
AW: Eine gute Hundeschule finden....
Band-of-Brothers:
ich wunderte mich auch schon häufiger, dass jetzt jeder in die Hundeschule geht - auch mit dem 100sten Hund.
Aber gerade für Ersthundebesitzer finde ich es sehr ratsam.
Außerdem finde ich die Welpengruppen wichtig und toll. Ich habe wirklich viel Hunde in meinem Umfeld und ich habe ja auch bestimmte Leute, mit denen und deren Hunden ich regelmäßig spazieren gehe - aber keine anderen Welpen und Junghunde z.Zt.
Bestimmte Sachen könnte ich nicht ohne Hundeschule: Agility, mantrailing und einen Rettungsschwimmkurs etc.
Außerdem und das ist für mich nicht unwesentlich, aber das liegt daran, dass ich in der Tiefe meines Herzens eine faule Socke bin, gibt es den Gruppenzwang.
Wenn alle fleißig üben und deren Hunde in der nächsten Trainingsstunde alles können und ich habe geschlunzt, dann ist mir das schon peinlich.

Wichtig finde ich auch, dass nicht das gesamte Training auf einem Platz stattfindet, weil sich so die gelernten Sachen nicht im Alltag festigen.
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20.10.2010, 14:59Inaktiver User
AW: Eine gute Hundeschule finden....
Das sehe ich ähnlich. Ich bin mit Hunden aufgewachsen, meine Eltern und Großeltern waren ebenfalls ihr Leben lang nie ohne Hunde und alle unsere Hunde waren ohne Hundeschule gut erzogen (selbstverständlich ohne Schlagen, Schreien, Würger oder ähnlichen Mist).
Dennoch würde ich nach meinen jetzigen Erfahrungen mit einer guten Hundeschule diese Schule besuchen hätte ich wieder einen neuen Hund. Besonders im Welpenalter (ich sehe es wie Finja schreibt, das ist einfach auch sehr schön für den jungen Hund und so viele Welpen ähnlichen Alters trifft man auf Spaziergängen eher selten und nicht alle Halter haben dabei immer Zeit und Lust den Hunden eine ausgiebige Spielrunde zu gönnen).
Ich bin der Meinung, dass ich trotz lebenslanger Hundeefarhrung und diverser Lektüre von einem guten Hundetrainer Hilfestellung erfahren kann, die mir, und vor allem natürlich dem Hund, noch einiges vereinfachen kann. Und obwohl ich das alles wohl auch (wieder) alleine hinbekommen könnte, so ist es doch ein Spaß. Man trifft nette Menschen und Hunde, knüpft Kontakte, kann sich auch außerhalb der Schule treffen usw.
Natürlich entbindet eine Hundeschule nicht vom richtigen Verhalten im Alltag und ausgiebiger Beschäftigung mit dem Hund außerhalb der Kurse. Ich sehe die Hundeschule eher als bereicherndes Vergnügen und Unterstützung.
Ich denke, auch erfahrene Hundehalter können profitieren. Besonders bei den vermeintlich einfachen Grundlagen. Erfahrung an sich sagt ja auch noch nicht viel. Man Dinge auch 30 Jahre lang falsch machen oder nach 30 Jahren noch erfahren, wie man die Erziehung für sich und das Tier (noch) besser, angenehmer und leichter gestalten kann.
@mezurasii
Mit gemischten Welpengruppen verschiedener Rassen und Größen habe ich übrigens auch sehr positive Erfahrungen gemacht.
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20.10.2010, 20:43Inaktiver User
AW: Eine gute Hundeschule finden....
Was mir noch eingefallen ist:
Die Sache mit dem Timing. Ben kenne ich so in- und auswendig, da bin ich zeitlich gut dran gewesen. Weil ich seine Körpersprache auch so gut kenne.
Bei einem neuen Hund finde ich es gut, wenn mal jemand mit draufguckt, ob ich schnell genug am Hund bin! Denn wenn das Timing stimmt ist viel gewonnen - finde ich. Für mich.
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20.10.2010, 23:57
AW: Eine gute Hundeschule finden....
Unterrichtest Du das selbst?
Hört sich interessant an.Cum grano salis
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21.10.2010, 08:59Inaktiver User
AW: Eine gute Hundeschule finden....
Es ist so eine Mode gerade, die Hundeschulen!

Bei den Ersthundebesitzer bin ich grundsätzlich einverstanden. Manche Leute sind wirklich ahnungslos. (Manche bleiben so auch trotz der Schule
)
Und die Welpenstunde habe ich auch geschätzt - würde ich mit dem nächsten Welpen auch wieder machen.
Was aber die Erziehung an sich betrifft: mein Hund hat in der Schule alles sofort kapiert und sofort mitgemacht. Deswegen haben wir entschieden, dass wire es mit der Schule lassen und die Erziehung eher nach draußen auslagern und übten viel im Alltag und in unserem Umfeld und in echten Situationen - Bürgersteig, vor dem Haus, im Park, auf der leinenfreien Wiese. Da konnte er auch mit anderen Hunden spielen und diese Situationen haben uns wirklich weiter gebracht.
Jetzt noch vielleicht was zur Eingangsfrage Deines Stranges, Finja:
Das finde ich bei einer guten Schule auch wichtig: die Welpenstunde soll im Angebot sein.
Und gewaltfreie Methoden der Trainer. Ich habe da mal eine schlechte Erfahrung gemacht. Mein Welpe war schon mit 3 Monaten ziemlich groß, also größer als die meisten Welpen. Die Trainerin hat gemeint, er wäre zu "dominant" und bestrafte ihn. Ich war zu weit, um eingreifen zu können. Ich denke, sie hätte mir wenigstens sagen sollen, ich sollte es machen, weil ich ja die Bezugsperson des Hundes war. Auch wenn die Strafe nicht richtig war. Ich denke, sie hat ihm dabei irgendwie weh getan und er hat eine Wahnsinnsangst vor ihr bekommen, so dass wir weitere Übungen mit Begleitung dieser Trainerin nicht mehr ausführen konnten. Der Hund bleib einige Tage verstört, wollte nicht üben und reagierte ängstlich auf sachen, die wir an diesem Tag in der Schule lernten, weil er sie wahrscheinlich mit der Trainerin verband.
Ich war wirklich verärgert. Weiße Schäferhunde sind sehr sensibel und sehr klug. Natürlich habe ich ihn auch manchmal am Nacken geschüttelt, aber die Tat der Trainerin war ihm wahrscheinlich zu grob.
Ich finde es gut, wenn man Ratschläge gibt, aber den Rest soll man doch dem Hundehalter überlassen. Darin sehe ich für mich ein den Sinn der Hundeschule: Wegweiser geben, wenn benötigt.



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Und andere schon. Darüber muss man auch nicht lange diskutieren.
