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  1. User Info Menu

    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Ich habe hier schon länger mitgelesen und habe gedacht, es ist nun soweit dass ich hier mitschreiben möchte.

    Unsere Hündin ist jetzt 14 Jahre alt, ein DSH-Husky-Mix, und die Spuren des Alters sind leider nicht mehr zu übersehen.

    Seit einigen Wochen bekommt sie Karsivan, wegen Durchblutungsstörungen. Auch bekommt sie täglich Metacam. Ob ihr das aber wirklich hilft vermag ich nicht zu beurteilen.

    Sie will kaum noch raus und manchmal gehen wir erst gegen 17h ( heute war sie auch noch nicht) das erste Mal Gassi und dann nochmals spät abends. Und es ist nicht schön, sie geht immer nur kurz raus, maximal 5-10 minuten, und es ist leidig zu sehen, wie wenig Spass sie jetzt am Gassi gehen hat im Vergleich zu früher. Und ihr Geschäft will sie gar nicht mehr machen. Sie ist aber noch stubenrein. Sie war mal so ein agiler Hund, voller Kraft und Selbstbewusstsein. Seit einigen Wochen baut sie extrem ab und ich gebe zu, diese Situation überfordert mich oft. Diese Geschwindigkeit, mit der sie abbaut.

    Wir haben dieses Jahr eine "Abschiedstour" mit ihr und für sie gemacht: Noch einmal an die Nordsee, noch einmal gemeinsam in die Schweizer Berge wo wir früher viele Touren zusammen unternahmen und zuletzt im Oktober nach Oberstdorf auf das Nebelhorn in den ersten Schnee dieses Winters. Alles Orte wo sie gerne während ihres Lebens war. Natürlich waren keine großen Wanderungen mehr drin, aber doch kleine...Hauptsache sie war dabei.

    Leidet sie? Hat sie Schmerzen? Das sind Fragen, die ich mir den ganzen Tag stelle. Gerade jetzt - woch diese Zeilen schreibe - schläft sie eingekuschelt in einer Ecke und atmet gleichmaessig.

    Sie ist den ganzen Tag sehr träge und schläft eigentlich nur noch. Sie hört nicht mal mehr die Klingel, wo sie früher immer energisch gebellt hat.

    Aber, nun kommt es: sobald sie abends nach dem Gassi gehen in der Wohnung ist, entwickelt sie sich zum "Haustyrann" d.h. Sie ist auf einmal agil und verlangt ständig nach ihrem Lieblingsfutter, Pansen, springt in der Wohnung hin und her und führt mich Richtung Pansenlager.

    Es fällt mir sehr schwer ihr was abzuschlagen, weil sie halt schon so alt ist.. Einem jüngeren Hund würde ich das nicht durchgehen lassen..

    Aber, genau deses Extrem verstehe ich nicht: beim Gassi gehen "alte, gebrechliche" Omi, danach agiler Haustyrann.

    Hat jemand hier so ein derart verschiedenes, fuer mich extremes Verhalten schon mal erlebt?

    Sie rutschte auch ständig auf Parkett oder Fliesen aus und ich habe die Wohnung nun mit Teppichen bzw. Laken ausgelegt. Manchmal bricht sie beim Gassi gehen auch auf allen Vieren zusammen, schaut dann beschämt um sich (hat mich jemand gesehen) und steht dann wieder flink von alleine auf..sie hat immer noch einen sehr starken Willen. Auch springt sie noch mit einem Satz auf die Rückbank des Autos.

    Ich habe das Gefühl, dass ihr Körper nicht mehr so warm ist wie früher. Wir waren vor 2 Wochen zuletzt beim TA, der meinte sie hat noch Zeit und verschrieb mir Karsivan. Sie hat den ganzen Körper voller Lipome, und dies schon seit ca. 2 Jahren, und es werden immer noch mehr. Sie ist kastriert.
    Wenn ich sie an den Lipomen (Fettgeschwülste) berühre hat sie aber keine Schmerzen.

    Ich ertappe mich jeden Tag dabei, dass ich weine wenn ich sie anschaue, aber auch leider zu ungeduldig mit ihr bin. Verlange ich zuviel von ihr?

    Glücklicherweise kann ich derzeit den ganzen Tag bei ihr sein, und es ist eine sehr intensive Zeit mit ihr, wenn auch nicht einfach.

    Ich selbst habe lange ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet und alte Hunde, manchmal auch bis zum Ende, betreut, aber der eigene ist doch was anderes. Auch frage ich mich, was danach? Meine beiden vorherigen sind beide jünger und plötzlich an einer Krankheit gestorben, da gab es diesen Alters- und Abschiedsprozess so nicht.

    TH Hunde ließen wir auf unserem Tierfriedhof bestatten. Meinen eigenen Hund möchte ich aber immer in meiner Nähe haben. Wir überlegen sie in einem Krematorium verbrennen zu lassen, aber der Gedanke daran ist für mich grauenvoll. Im eigenen Garten bestatten wollen wir nicht, da wir bald umziehen.

    Was habt ihr denn "danach" mit euren Tieren gemacht?

    Wir hoffen, dass sie von alleine einschläft...vielleicht nach dem Essen oder einfach morgens nicht mehr aufwacht....und sollte es nicht so sein und sie leidet sehr (aber wie wissen wir das) dann würde der TA abends zu uns nach Hause kommen...Aber diesen Gedanken schiebe ich vor mir her.

    Sorry, dies ist sehr lang geworden. Aber es hilft mir auch dies hier nieder zu schreiben...

    Danke fuer's Lesen..
    LG Gilgit

  2. VIP

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    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Liebe Gilgit,

    Schmerzen hat Deine Hündin wahrscheinlich keine, wenn sie einmal täglich und möglichst ungefähr zur selben Uhrzeit ihr Metacam bekommt. Verträgt sie es gut? Sonst bräuchtest Du evetuell noch Magenschutz dazu. Der Magenschutz setzt sich in der Tiermedizin relativ langsam durch, ist aber bei Langteit-Gabe von diesen Entzündunghemmern/Schmerzmitteln oft nötig.

    Schmerzen zeigen sich durch Unruhe, Hecheln, Schonhaltungen, Lahmheit, aufgekrümmtem Rücken etc.

    Wahrscheinlich hat sie Spondylosen (Verknöcherngen der seitlichen Wirbelgelenke) und damit eine steife Worbelsäule und eingeengte Nervenaustrittslöcher. Schlecht innervierte Muskulatur atrophiert. Diese Muskelschwäche führt dazu, dass die Kraft zum Aufstehen fehlt, das macht sich zu Beginn vor allem auf glattem Boden bemerkbar. Durch die Nervenschädigung kommt es auch zu Gangunsicherheit, Stolpern und manchmal fallen bestimmte Reflexe aus oder sind abgeschwächt.

    Insgesamt haben die alten Hunde einen wackligen unsicheren Greisengang. Vieles ist auch anstrengend für sie.

    Der Terror zuhause könnte ein bisschen in Richtung Demenz gehen, die es beim alten Tier auch gibt. Karsivan ist einen Versuch wert, allerdings sollte man es deutlich früher geben, nicht erst bei heftigen Symptomen. Aber vielleicht hilft es ein wenig.

    Die neurologischen/muskulären Probleme kannst Du nicht rückgängig machen, aber Du kannst Deine alte Dame vielleicht mit hochdosiertem Vitamin B12 oder B-Komplex unterstützen und ihr alle paar Wochen ein Anabolikum spritzen lassen, falls ihre Leber einigermaßen ok ist.

    Viel Glück Euch - und verzieh sie ruhig. Meine beiden Alten bekommen jetzt auch öfter ein Leckerchen, wenn sie mich bettelnd anschauen. Früher ein no go.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  3. Inaktiver User

    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    @Gilgit Hallo

    Gerade hab ich alles von dir durchgelesen und es hat mich sehr berührt, da ich vieles kenne.


    Auf all deine Fragen kann ich nicht eingehen. Aber wir haben hier "Alte-Hunde-Frauchen-Herrchen", die bestimmt darauf fachlich antworten werden.

    Diese Zeit ist auch ein Geschenk finde ich. Sie ist so intensiv, weil der Hund, den man eben so agil und unproblematisch kannte, sich verändert und man sehr involviert dadurch ist.

    Man ist "Eins" mit ihm. So schwer es ist, aber es ist, war, für mich, - die liebevollste, stärkste Zeit, die man mit seinem Hund hat. Ich kann dir nur sagen, so hart es ist, genieße ihn, deinen Hund, jetzt mehr denn je. Jede Minute ist so kostbar und bleibt dir für dich in dir, für immer.

    Ich war einst auch für Verbrennung meiner Hündin. Wir haben es nicht getan. Wir haben sie an einem Ort beerdigt, von dem wir sicher wussten, das ist ein Ort, der uns immer nah ist... "unsere Hündin" uns nah ist.
    Wir haben sie dort eingegraben, in eine Decke eingewickelt und ich habe 3 Bäumchen gekauft, die ich dort anpflanzen konnte. Mittlerweile hat eines unserer Meerschweinchendamen auch dort ihr "Zuhause" gefunden. Zu diesem Meerschweinchen sagte ich noch, bevor es eingeschläfert wurde: "Grüß sie mir bitte" (und mir laufen jetzt die Tränen, wenn ich daran denke...)
    Es wird immer hart bleiben, wenn ich an "sie" denke. Jedoch bin ich auch glücklich so viel immer für sie so nah empfinden zu können.

    Liebe Grüße kolia

  4. Inaktiver User

    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Hallo, Gilgit!

    Wir haben mit unserem Altertümchen vieles ganz ähnlich gemacht wie ihr- und sind mit ihr an die Plätze gefahren, an denen sie immer gerne war oder aufgewachsen ist. So haben wir sie im Sommer ebenfalls mit nach Oberstdorf und Oberammergau genommen, damit sie dort noch mal rumstiefeln konnte. Auch am Wasser (sie ist an der Flensburger Förde aufgewachsen) waren wir mit ihr noch ein paar Mal und wir haben sie hemmungslos verzogen. Wegen einer bösartigen Erkrankung im Halsbereich bekam sie seit zwei Jahren Cortison und war deswegen vollkommen verfressen- so hätte sie z.B. für lauwarmen Milchschaum alles getan. Den hat sie selbstverständlich auch bekommen- jeden Morgen hat sie im Bett gelegen und den Rest aus meiner Tasse geschleckt, mein mann und ich haben dieses Ritual an ihrem Lebensende sehr genossen und waren ihr sehr nahe.
    Sie hat (ebenfalls wegen einer Arthrose in beiden Schultern) zwei Jahre lang Metacam bekommen, die letzten Monate noch Novalgin zusätzlich- und ich hatte immer den Eindruck, daß sie damit schmerzfrei war. Sie hatte seit einem Jahr keinerlei Lust mehr auf Spaziergänge, bzw. hat diese selbst beendet, indem sie einfach umgekehrt und nach Hause geschlendert ist (stures Viecherl)- konnte aber abends ganz prima ihren Spielzeugkorb ausräumen und durch das Haus toben mit uns. Dann konnte sie auf einmal ganz wunderbar rumhopsen und Quatsch machen. Und wehe!, wir haben uns ihr dann nicht gebührend gewidmet...

    Vor drei Wochen hat sie dann einen Schlaganfall (oder etwas Vergleichbares) gehabt und ich habe sie für sehr Kurzentschlossene einschläfern lassen müssen- ich wollte ihr einfach kein Leid zumuten, zumal deutlich zu sehen war, daß sie einfach nicht mehr konnte. Sie war ganz ruhig und still, konnte kaum den Kopf heben und so habe ich schweren Herzens die Tierärztin gerufen. Sie ist zuhause auf ihrem Lieblingsplatz gestorben, ihr Kopf lag in meiner Hand, als ich sie gehen ließ.

    Wir haben sie kremieren lassen und ihre sterblichen Überreste in einer Seeurne abgeholt im Tierkrematorium (die das alles sehr schön und liebevoll gehandhabt haben). Dann haben wir sie an dem Strand, an dem sie sieben Jahre lang gespielt hat, in die Ostsee gegeben und so ist sie nun dort, wo sie immer am liebsten war.
    Da wir alle paar Jahre umziehen, war dieses für uns eine gute Lösung und mich tröstet der Gedanke, daß sie nun von oben zuschaut, mit einer riesigen Schale Milchschaum neben sich.

    Wir vermissen sie sehr- aber es ist andererseits auch gut. Sie wäre am 11.12. sechzehn Jahre alt geworden.

  5. User Info Menu

    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Hallo Gilgit, herzlich willkommen hier.

    Wenn Deine Hündin so schnell in kurzer Zeit abgebaut hat, wäre auch daran zu denken, sie auf Tumore zu testen. Habt Ihr einen Ultraschall vom Bauchraum machen lassen? Röntgen vom Rücken, der Lunge und der Hüfte?

    Das würde ich empfehlen.

    Der Appetit auf Pansen könnte darauf hindeuten, dass ihr Magen in Unordnung ist. Durch frischen grünen (ungewaschenne) Pansen und durch den Verzehr von Aas bzw. in anaerobem Verderb befindlichem Fleisch, nimmt der Hund wichtige Kleinlebewesen und Bakterien auf, die für seine Darmverdauung von essentieller Bedeutung sind. Diese helfen, die aufgenommene Nahrung resorptionsfähig zu machen, puffern verschieden Futterstoffe, produzieren wichtige Vitamine und stimulieren die körpereigene Abwehr.

    Das könnte man durch ein Blutbild abklären. Auf jeden Fall sollte sie viel trinken. Evtl. Wasser mit einem Tropfen Fleischbrühe oder Öl schmackhaft machen.

    Macht sie genug Pipi? Wenn sie schlecht ihren Kot absetzte, liegt das bestimmt daran, dass sei dabei Schmerzen hat. Wie Katelbach ausführte, hat sie wohl Spondylosen. Da tut die zur Kotabsetzung notwendige Krümmung des Rückens weh. Meine alte Hündin, auch mit Spondylosen, hat sich so beholfen, dass sie beim Kotabssatz herumgelaufen ist und nach und nach alles runter fiel, da musste sie nicht lange in der Kauerposition verharren. Vielleicht könnt ihr Eurer Hündin helfen, indem ihr sie sachte weiter führt, wenn sie mal muss?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Stynalott, auch herzlich willkommen hier.

    Das klingt sehr berührend, was Du über Eure Hündin schreibst.
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    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Hallo ihr Lieben,

    wow, Herzlichen Dank für eure lieben Antworten und schön,, dass ich hier über ihre Alters-Weh-wehchen (mit)schreiben kann…Juchhu, wir waren um 19 Uhr das erste Mal Gassi für heute, sie muss eine sehr gute Blase haben, 21 Stunden anhalten, das müsste ich mal können…

    @Katelbach,
    Vielen Dank für die Info mit dem B-12 bzw. B Komplex. Das werde ich mal mit dem TA besprechen. Metacam bekommt sie wegen einer Arthrose in der Hüte ( und wahrscheinlich auch sonst wo). Sie verträgt es ganz gut und bekommt es immer zur gleichen Zeit.
    Durchfall oder Erbrechen hat sie nicht. sie ist im Allgemeinen sehr robust und frisst und verträgt eigentlich alles, derzeit teilen wir uns auch die Weihnachtskekse...ohne Schokolade natürlich.
    Sie ist vor allem abends, so eine Stunde vor dem zu Bett gehen sehr unruhig, wandert ständig von Zimmer zu Zimmer, legt sich in ihr Bett, steht wieder auf: das wiederholt sich alle 3-5 Minuten (sie hat in fast jedem Zimmer ein Bett) bis ich dann ins Bett gehe. Erst dann wird sie ruhig und schläft meist durch.
    An Demenz habe ich auch schon gedacht. Auch weil sie in den letzten Wochen ihr Geschäft immer nur auf dem Gehweg, und nicht mehr auf der Wiese verrichtet. Aber das mit dem Karsivan wusste ich vorher nicht. ich habe aber nicht so das Gefühl, dass es ihr hilft. Aber kann es ihr schaden?

    @Kolia:
    Ja, da hast Du Recht, die Zeit ist sehr intensiv mit ihr und ich bin so froh, dass ich diese Zeit mit ihr teilen kann. Man wird wirklich sehr involviert. Ich mache auch so viele Fotos und drehe kleine Filmchen von ihr. Dank Steve Jobs ist das jederzeit möglich und so einfach und man kann sie sofort verschicken… Wahnsinn.

    Das ist eine sehr schöne Idee, sie an solch einem Ort zu begraben… und würde mir auch gut gefallen. Aber durch den baldigen Umzug wären wir dann nicht mehr in ihrer Nähe..


    @Stynalott:

    Oh je, das tut mir so leid, welch ein furchtbares Erlebnis für euch, und so kurz vor ihrem Geburtstag.
    Dies ist auch was, wovor ich Angst habe. Das sie so einen Schlaganfall oder sonst was schlimmes zuhause bekäme…das wäre mein absoluter Albtraum.
    Wie schön zu wissen, dass ihr ihre sterblichen Überreste an ihrem Lieblingsort in der Ostsee verteilt habt. Da ist ein schöner Gedanke von Freiheit drin. Mir kommen grad die Tränen…

    Bei uns gibt es Tierbesttungsunternehmen wie Anubis bzw. Rosengarten und wir haben uns noch nicht entschieden, ob und wen wir dann nehmen würden.
    Ich hab immer Angst, dass man das was dann zurückkommt, nicht die Asche des eigenen Hundes ist…

    Das find ich sehr schön, dass ihr auch dieses Jahr eine Abschiedstournee gemacht habt. Oberstdorf ist wirklich sehr beliebt bei Hunden…

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie hatte seit einem Jahr keinerlei Lust mehr auf Spaziergänge, bzw. hat diese selbst beendet, indem sie einfach umgekehrt und nach Hause geschlendert ist (stures Viecherl)- konnte aber abends ganz prima ihren Spielzeugkorb ausräumen und durch das Haus toben mit uns. Dann konnte sie auf einmal ganz wunderbar rumhopsen und Quatsch machen. Und wehe!, wir haben uns ihr dann nicht gebührend gewidmet...:freches
    .
    Das hört sich so ähnlich an wir bei uns..

    Jetzt war sie grad Gassi und sie fängt an mich zu „belagern“ und zu „tyrannisieren“ – hab ihr grad ein Stückchen von meinem Cheddar Käse abgegeben. (ich esse selbst kein Fleisch, das ist ihr aber im Alter egal geworden…)

    @Lukulla: :Blume:

    Zitat Zitat von Lukulla Beitrag anzeigen
    Macht sie genug Pipi? Wenn sie schlecht ihren Kot absetzte, liegt das bestimmt daran, dass sei dabei Schmerzen hat. Wie Katelbach ausführte, hat sie wohl Spondylosen. Da tut die zur Kotabsetzung notwendige Krümmung des Rückens weh. Meine alte Hündin, auch mit Spondylosen, hat sich so beholfen, dass sie beim Kotabssatz herumgelaufen ist und nach und nach alles runter fiel, da musste sie nicht lange in der Kauerposition verharren. Vielleicht könnt ihr Eurer Hündin helfen, indem ihr sie sachte weiter führt, wenn sie mal muss?
    Ja, sie macht genug Pipi. Sie trinkt nicht mehr so oft wie früher, wenn dann aber viel und essen tut sie auch noch normal. Und sie macht bei jedem Gassigang ca. 3 mal und auch lange Pipi. Das mit der Kotabsetzung, Du hast es perfekt beschrieben. Genauso ist es in der letzten Zeit. Vielen Dank für den Tipp und die Erklärung. Wenn ich mich erinnere, war das früher bei den älteren Tierheimhunden auch immer so, was wir aber immer auf das schlechte Essen im TH geschoben haben. Nun, wahrscheinlich war dies genau der Grund. Man lernt halt immer noch was dazu!

    Ich stehe mit dem Tütchen (in den Wald bzw. auf die Wiese geht sie nicht mehr) auf dem Gehweg und laufe hinterher, halte das Tütchen bei der geringsten Rückenkrümmung unter sie und versuche alles was runterfällt aufzufangen bzw. dann aufzuheben… Im Dunkeln - bei diesem Regen eine echte Herausforderung ! Ich mag es aber selbst nicht, wenn auf dem Gehweg ene Hundehaufen liegt. Letzte Woche bin ich in die Hinterlassenschaften eines anderen Hundes hineingetreten, und das war nicht angenehm, vor allem weil ich es erst zu spät gemerkt habe.

    Sie fraß schon immer gerne Pansen, und sie bekommt auch jetzt grünen Pansen, was ich sehr unangenehm finde, aber was tut man nicht alles für den Liebsten (Hund, wohlgemerkt)

    Eines habe ich aus Deinem Kommentar nicht richtig verstanden: Ist es gut oder nicht gut, dass sie solchen Appetit auf Pansen hat?

    Sie ist ja voller Tumore und Lipome seit ca 2 Jahren, und hat einen tennisballgrossen Tumor direkt unter ihrem Bauch, der auch auf das Herz drückt. Der TA meinte, da kann man eigentlich nix mehr machen. Sie ist zu alt, und wenn mal den Bauchraum öffnet, dann gäbe es kein Ende... Aber sie reagiert absolut nicht wenn man sie an ihren Lipomen / Tumoren berührt.

    Blut abnehmen werden wir nicht mehr. Sie hatte das ein paar Mal gemacht bekommen, und es war eine Katastrophe jedes Mal. Sie wehrte sich, riss die Kanülen ab und, es war ganz furchtbar, grauselig diese Erinnerung. Wir wollen sie damit nicht mehr quälen.
    LG Gilgit

  8. Inaktiver User

    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    All Eure Beiträge sind so wichtig und wertvoll für mich. Ich lerne viel und kann meinen alten Hunden viel mehr helfen, weil ich das eine oder andere Symptom/Verhalten wiedererkenne.
    Und überhaupt erst dann kapiere, warum z.B. meine zwölfjährige Hündin während sie sich löst, immer weiter wandert.
    Ich habe schon zwei verschiedene Mittel gegen ihre Arthrose-Schmerzen bekommen, aber sie erbricht von beiden.
    Das mit dem Magenschutz werde ich nächste Woche beim Tierarzt ansprechen.
    Nochmals DANKE für die vielen bereichernden Beiträge!

    @ Gilgit

    herzlich willkommen im "Club für alte Hunde" - für Dich und Deine Hündin alles Liebe!

    Gruß
    Gurki

  9. User Info Menu

    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Zitat Zitat von Gilgit Beitrag anzeigen
    Eines habe ich aus Deinem Kommentar nicht richtig verstanden: Ist es gut oder nicht gut, dass sie solchen Appetit auf Pansen hat?
    Weder noch. Ich denke nur, dass sie versucht mit diesen Darmbakterien ganz instinktiv ihrem wehen Magen/Darm zu helfen. Wahrscheinlich gehen ihr die Schmerzmittel doch auf den Magen.

    Du solltest mit dem TA besprechen, ob ihr das Medikament wechselt und oder ihr magenschonendes zu geben in Form von Tabletten. Was grundsätzlich hilft und gut ist, ist Luvos Heilerde. Ein Löffel ins Futter. Gibt es in der Drogerie.

    Was fütterst Du?

    Wie sieht es denn sonst aus, erbricht sie morgens nüchtern gelblichen Schleim? Frisst sie Gras und Graswurzeln?

    Sind denn ihre Tumore mal durch Ultraschall oder Röntgen lokalisiert worden? Oder hat der TA das nur durch Tasten festgestellt? Die Aussage, man kann das nicht operieren, finde ich ohne genaue Diagnose kritisch.

    Lipome sind nicht kritisch wenn sie klein bleiben und nicht bluten.

    Auch wenn Deine Hündin noch hinten ins Auto springt, Du solltest sie auf der Rückbank einsteigen lassen, auf zweimal, erst hinter den Vordersitz auf den Boden, dann auf die Bank. Natürlich nur, wenn Du ein gutes Hundegitter da hast. Ansonsten gibt es Einstieghilfen mittels Leiter. Das ist etwas kniffelig, da sie schmal sind. Obwohl meine alte Hündin sehr geschickt war, war ihre diese Leiter nicht geheuer. Ich habe sie dann hochgehievt und hinten rein gelegt. Die andere habe ich, nachdem ich ihren schlingernden Gang bemerkte und ihre gewisse Abneigung hinten rein zu hüpfen, auf die Rückbank klettern lassen.
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    Kari Bremnes

  10. User Info Menu

    AW: Mein Hund ist jetzt alt

    Hallo Gilgit,
    dass was du da beschreibst hoert sich fuer mich wie ein Spiegelbild von meinem Ollen (14) an. Er schlaeft fast nur noch. Wenn er anfaengt, unruhig von einem Zimmer ins andere zu wandern, nehme ich ihn raus. Da pinkelt er dann an jeden 2. Grashalm. Das groessere Geschaeft dauert nun auch schon fast 20 minuten, bis er die richtige Haltung hinkriegt. Das Buecken faellt ihm offensichtlich schwer.
    Hin und wieder faellt er um, rappelt sich wieder hoch, schleicht weiter.

    Wenn es dunkel ist, scheint er total verloren, selbst im Minigarten findert er nicht mehr die Hundeklappe. Bei Menschen heisst das 'sundowner', das zunehmende Verwirrtsein bei einbrechender Nacht, und mein Hund hat sehr ausgepraegte Demenzsymptome.

    Er frisst noch ganz gut, ich vermeide Leckerli, die nur zum Brechreiz fuehren. Er ist inkontinent, pinkelt tagsueber leise vor sich hin, und hat auch hin und wieder einen Haufen in seinem Hundebett.

    Lipome hat in einem Ausmass, dass sein rechtes Bein nicht gerade stehen kann, weil so ein Ding in seiner Achselhoehle sitzt.

    Hat er Schmerzen? Ich glaube nicht. Er hat jeden Tag seine 5 Minuten, wo wir 'rumtoben', auf der Stelle, weil laufen geht schlecht.

    Ich werde ihn einaeschern lassen. Und in einer Urne erst mal bei mir behalten.
    Er hat mir in vielen schweren Zeiten beiseite gestanden.

    Ins Auto muss ich ihn auch reinhieven. Wir gehen aber nirgends mehr hin, schafft er nicht mehr, nur noch zum Park. Und zum hunde-selbst-wasch , weil er dermassen streng riecht, durch die Inkontinenz, das muss sein.


    Liebe Gruesse

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