Halsband sehe ich bei einem Hund, der nicht leinenführig ist, als grenzewertig an.
Der Reiz beim Zug durch das Halsband motiviert die meisten Hunde erst recht zum Zug. Abgesehen davon kann das Halsband beim Zug auf den sensiblen Bereich der Schilddrüse einwirken, was einerseits schon beim "normalen" Hund problematisch sein kann, erst recht jedoch beim wie auch immer traumatisierten Hund. Erstaunlich viele "gestörte" Hunde (auch wenn das nicht pc ist ... mit meiner Hündin mit Deprivationsschaden hab da Absolution und darf das sagen :-)) haben ein Schilddrüsenproblem. Angstaggression, Unsicherheit, Angst könnten mit einer subklinischen Hypothyreose einhergehen oder verstärkt werden oder vielleicht ausgelöst werden. In der seriösen Literatur ist nicht viel dazu zu finden, die paramedizinische Szene scheint ziemlich überzeugt.
Und nicht zuletzt gibt es schwere Verletzungen und auch mal Todesfälle, die mit dem Halsband zu tun haben. Wenn der Hund in die Leine donnert, ist auch die Arbeitsleine zu lang, es passiert nicht nur mit der Schlepp etwas.
Ich denke an HWS- und Nervenverletzungen, Traumata der großen Halsgefäße und an die Rezeptoren, die in der Carotis sitzen.
Antworten
Ergebnis 1.151 bis 1.160 von 1320
-
25.11.2015, 16:44
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
Geändert von katelbach (25.11.2015 um 21:57 Uhr) Grund: verschönert : ))
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
-
25.11.2015, 17:00Inaktiver User
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
Danke für die Ausführungen, katelbach - ich bin immer froh, wenn ich so gute Erklärungen in Foren finde, denn das Halsband - Thema ist immer wieder eines, an dem sich die Gemüter erhitzen können.
Rezeptfrei,
das Problem an der Sache ist, wenn ich Deiner Schilderung folge, die Unsicherheit des "Herrchens", denn bei Dir klappt es ja einwandfrei. Mit irgendwelchen Gadgets ist dem kaum beizukommen, denn die Basis dieses Verhaltensproblems ist, dass der Hund gestresst ist, weil er sich nicht anvertrauen kann - in seiner Wahrnehmung trägt vermutlich ER die Verantwortung, weil "Herrchen" eingeschränkt ist. Und so regelt er dann die Dinge eben auf seine hündische Art. Verschärfend wirkt dann, dass es sich offenbar um einen Angsthund mit diversen sozialen Baustellen handelt.
Es bräuchte ein sorgsam aufgesetztes Training, diese Situation einzufangen.
Möglicherweise wäre es einen Versuch wert, ob man einen guten Trainer aus caritativen Beweggründen dazu motivieren könnte, für dieses Hunde/Mensch-Team etwas zu tun, oder zumindest einmal hinzuschauen, ob sich Ansätze zur Verbesserung erarbeiten lassen. Vielleicht wäre es in diesem Zusammenhang eine gute Idee, tatsächlich mit Eurem Tierheim Kontakt aufzunehmen. Oft arbeiten die mit Hundetrainern zusammen.
Solche Entwicklungen sind sehr traurig, insbesondere dann, wenn letztlich nur die Abgabe mittelfristig eine Lösung darstellt.
-
25.11.2015, 19:09Inaktiver User
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
ich hätte noch den Vorschlag eines Leuchthalsbandes. Persönlich lehne ich die Dinger ab, weil sie das Sichtfeld des Hundes irritieren und den Hund nervös machen. Des weiteren würde ich eine gelbe Schleife an die Leine binden. Kennt ihr die Symbolik der Schleife?
Seewespes Idee mit Kontakt zu TH, anderen HH usw. finde ich großartig. Hier haben wir auch Netzwerke, die oft sehr nützlich sind.
-
25.11.2015, 19:37Inaktiver User
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
Ein Leuchthalsband hat der Hund, Vio, und die gelbe Schleife hilft nicht, weil das Problem auch auf Distanz besteht. Es liegt, wie chironex richtig vermutet hat, am Halter.
Ich war gerade mit beiden Hunden draußen und ein uns entgegenkommender Hund hat richtig gepöbelt und geprollt. Ich bin mit meinen beiden einen Schritt zur Seite gegangen und hab gewartet, Reaktion beider Hunde: Null (bei locker durchhängender Leine).
-
25.11.2015, 19:53Inaktiver User
-
25.11.2015, 20:00Inaktiver User
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
Ich habe kürzlich einen Blinden getroffen, den ich vom sehen kenne. Mir fiel immer auf, dass sein Labbi noch kein perfekter Blindenführhund ist. Ich habe ihn dezent darauf angesprochen. Er sagte, er übe noch mit seinem Hund. Ich bot ihm an, mit Maxx und mir Konfrontationen zu üben. So kann der Blinde lernen und ich kann korrigieren.
Könntet ihr so etwas auch inszenieren?
-
25.11.2015, 21:33
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
Die gelbe Schleife (gulahund.de) kennt kaum jemand - und wenn, dann wird das nicht ernst genommen.
An sich sollte schon die Leine allein ausreichen, damit keine unerwünschten Kontakte stattfinden, aber die wenigsten respektieren, dass sie ihren Hund nicht einfach zu einem angeleinten Hund hinlaufen lassen sollen.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
-
25.11.2015, 21:43Inaktiver User
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
Die gelbe Schleife würde, selbst wenn sie erkannt wird, leider nicht viel bringen.
Der Hund geht leider auch in die Leine, wenn er fremde Hunde auf größere Distanz sieht.
-
26.11.2015, 08:22Inaktiver User
AW: Der-ich-hab-mal-ne-Frage-egal-wozu-Fred
.
-
26.11.2015, 08:25Inaktiver User


Zitieren
