Delenn, der Loro Parque ist aber tatsächlich eine vorbildliche Anlage und leider wohl die Ausnahme. Hier denke ich aber auch, dass sich der Park nicht mit anderen Zoos vergleichen lässt, da sie sich ja auf Papageien spezialisiert haben.
Obwohl mir gerade einfällt... gibt es im Loro Parque nicht Delphin-Haltung? Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege.
Ich kann nur sagen, dass die Zoos hier in Deutschland zum Teil wirklich erbärmliche Zustände haben und da hilft es auch nicht mehr den Tierschutz- und Artenschutz-Gedanken vorzuschieben.
Über Masttierhaltung red ich lieber nicht![]()
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23.09.2010, 12:51Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
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23.09.2010, 13:10Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Ich habe auch ein großes Problem damit, Tiere einzusperren. Meine 4 Katzen sind Freigänger, wir haben eine Katzentür, damit können sie kommen und gehen, wie sie wollen.
Ich lebe in der Stadt, allerdings einem Randbezirk mit vielen Grünflächen rundherum.
Natürlich kann trotzdem was passieren - unser Siedlungsgelände ist eigentlich auch Spielzone, normalerweise fährt dort keiner schnell, weil auch Kinder auf ihren Dreirädern unterwegs sind. Trotzdem wurde vor einigen Monaten eine Katze dort totgefahren.
(es blieb allerdings in den 14 Jahren, die ich hier wohne, der einzige Unfall)
Aber auch über uneingeschränkten Freigang gehen die Meinungen auseinander - ich habe mich aus einem Katzenforum abgemeldet, weil ich für meinen uneingeschränkten Freigang massiv angegriffen wurde. Alle Mitglieder dort haben offenbar ihren Garten eingezäunt bzw. halten reine Wohnungskatzen.
Meine Schildkröten haben ein Freigehege, derzeit ca. 12qm groß (wird bei Bedarf vergrößert). Ich bin nicht ganz glücklich damit, dass ich sie einsperren muss, aber ich denke, das große Gehege ist ein guter Kompromiss. Terrarienhaltung lehne ich ab - Schildkröten laufen sehr viel (glaubt man nicht, ist aber so) und ein ausreichend großes Terrarium zu bauen ist fast unmöglich.
LG,
Lakritze
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23.09.2010, 16:15Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
@Waldseepiratin, das stimmt, der Loro-Park hält auch Delphine und viele andere Tierarten ausser Papageien. Tiger, Pinguine, Affen, Jaguare, Reptilien fallen mir da aus dem Stegreif ein.
Allerdings muss ich sagen, sind die Gehege wirklich vorbildlich angelegt. Die Pinguine z.B. leben in einer richtigen Schneelandschaft. Ich denke schon, dass sich die Tiere dort wirklich wohlfühlen.
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23.09.2010, 18:40Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Zitat: Ich kann verstehen, dass viele Umgebungen für Freilauf nicht ideal sind.
Wenn sie einen Garten hat, könnte sie natürlich auch ein Gehege bauen.
Dass sie gar nicht rauskommt ist schade, zumal es vermutlich keinen Balkon gibt.
Katzen, die selbst, deren Elterntiere und evtl. die Großelterntiere nur Wohnungshaltung gewöhnt sind, haben oft überhaupt kein Bedürfnis, rauszugehen. Außerdem kann ich persönlich nicht verstehen, dass man Katzen in einem Gebiet mit viel Verkehr ins Freie lässt. Ich finde das unverantwortlich, dann ist es besser, auf eine Katzenhaltung zu verzichten.
Ich habe diese "Klippe" umgangen, indem im hinteren Bereich unserer Terrasse eine Art Gehege, bestehend aus 4 Holzpfosten + Kaninchendraht, steht, wo die Katzen raus können und die Mäuse und die Vögel und anderes Getier beobachten können. Meistens sind sie nach kurzer Zeit wieder in der Wohnung. Wenn es kalt ist oder es regnet, ist ihr Begehren nach frischer Luft gleich Null. Sie halten es wie die Katzen von Delenn.
Über die Käfighaltung von Hühnern, Pferdetransporte, Masttierhaltung u.dgl. sollten wir uns mehr Gedanken machen.
P.
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23.09.2010, 19:12Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Ich bin absolut vehemenst gegen Delfin und Kleinwal-Haltung, das ist für mich eines der schlimmsten Verbrechen am Tier die es gibt (zusammen mit Mastbetrieben und Pelztierzucht).Ich denke schon, dass sich die Tiere dort wirklich wohlfühlen.
Aber wie hier schon einige Male erwähnt wurde... wir sollten uns alle erstmal angucken, was vor unserer eigenen Haustür passiert, in Schlachtbetrieben, Massenviehhaltung, etc...
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23.09.2010, 20:27
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Leider schauen aber viele nicht wirklich hin. Wir haben unseren Nachbarn allen die Möglichkeit gegeben uns mal zu besuchen und wir erklären ihnen alles und zeigen auch alles.
Leider wissen viele Menschen gar nicht wie es im Betrieben wirklich aussieht. Und plappern nur das was sie im Fernsehn sehen. Das aber das Extreme sind die dort gezeigt werden merken viele nicht.
Leider....
Meine große Maus und mein kleiner Mann. Die wertvollsten Geschenke!
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23.09.2010, 20:58Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Vieles liegt auch daran, dass die Menschen den Bezug zu den Tieren verloren haben. Sie leben nicht mehr mit den Tieren.
Sie wissen bei manchen Tieren gar nicht, wie die artgerecht gehalten werden müssten. Welche Tiere Einzelgänger sind und wer eine Gruppe oder ein Rudel braucht. Zum Beispiel.
Ich selber bin ja teilweise auf dem Land groß geworden. Und das Vieh war was wertvolles. Was mit Sorgfalt gefüttert wurde, weil man wusste, dass man das hinterher essen möchte.
Wer würde wirklich ein Schwein essen wollen, welches eklige Pampe essen müsste und voller Medikamente ist???
Die schrecklichste Sachen entstehen durch die Massentierhaltung.
Auf der anderen Seite bin ich dann aber auch immer sehr erstaunt, wie vermenschlicht manche Tiere werden. Das ist dann das andere Extrem der "Tierliebe".
Mich schüttelt es manchmal, was manche Hunde so dürfen!
Wobei ich natürlich auch bekennende Hundeverrückte bin!
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23.09.2010, 21:26Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Finde ich auch.Ganz schlimm sind so gravierende Haltungsfehler, da werden für die Kinder Kaninchen angeschafft, und zwar jeweils nur eines damit es sich nicht vermehren kann. Das vegetiert dann so vor sich hin, stumm und allein. Schlimm ist es auch wenn dann zur Gesellschaft noch ein Meerschweinchen angeschafft wird. Die beiden Arten verstehen sich nicht, das Kaninchen hat zwar einen Gesellen aber es spricht seine Sprache nicht und das Meersscheinchen hört dann auch nie wieder einen Pfiff in seiner Sprache.
Auch Hunde, die den ganzen Tag alleine sind, so sie doch eigentlich viel Bewegung wollen, tun mir leid. Oder Vögel, ebenfalls in der Natur in Herden lebend, am besten dann noch in eine dunkle Ecke den Käfig plaziert, dass es nicht mal rausschauen kann, wie kann man nur so herzlos sein?
Beim Titelstrang denke ichaber automatisch an die ewige Diskussion der Katzenhalter, das Lager der "Freigänger" und der "Wohnungshalter". Bin da sehr zweigeteilt, meine Mutter hält die Katzen auch drinne, allerdings haben wir einen Hof wie sie rauskönnen. Für mich, möchte ich das Modell nicht. Ich liebe Katzen werde mir aber nur eine holen wenn sie rauskann - und zwar eben wenn ich NICHT an einer stark befahrenen Straße lebe. Natürlich kann ihr dann trotzdem immer was passieren - sie werden mitgenommen oder vergiftet (kommt bei uns in der Nachbarschaft ganz oft vor, irgend son heimlicher Katzenhasser macht sich da Luft), ganz schlimm ist es wenn sie gequält werden, auf die Katze eines Freundes hatten Kinder mal Feuerwerkskörper geschmissen. Ist bei Katzen schwierig, da sich sich der fürsorglichen Kontrolle beim Freigang entziehen.
Bei Tieren im Zoo bin ich auch etwas gespalten, denn ich denke einige Arten bleiben so wenigstens der Nachwelt durch Zucht erhalten. Habe auch die Hoffnung, dass sich die Zooanlagen ändern werden, auch durch die vielen Zoosendungen im Fernsehen werden die Besucher sensibilisiert.
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24.09.2010, 13:48Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Das ist ja ein weites, umfangreiches Thema hier…
Ich bin ebenfalls gegen die Zurschaustellung von Tieren im Zirkus und besuche auch nicht gerne Zoos.
Möchten Kinder Tiere besuchen, könnte ein Streichelzoo eventuell tatsächlich eine Alternative sein. Allerdings sind da meiner Meinung nach die Aufsichtspersonen gefordert, gut auf ihre Kinder zu achten und ihnen einen angemessen Umgang mit den Tieren zu vermitteln. Sehe ich manchmal z.B. frisch geborene kleine Ziegen, an denen teilweise noch Reste der Nabelschnur kleben, und die dann von kleinen Kindern durch die Gegend geschleppt und gezerrt werden, wird mir ganz anders. Da sind aber die Erwachsenen und Betreiber gefragt.
Eine gute Alternative können auch die sogenannten Tierschutzhöfe sein. Oder so etwas wie Gut Aiderbichl z.B.
Die Nutztierhaltung halte ich größtenteils für katastrophal und ich wünsche mir sehr, dass sich hier in den nächsten Jahren viel bewegen wird.
Früher habe ich es tatsächlich teilweise anders, „besser“, erlebt. Allerdings geschah dies meiner Meinung nach in vielen Fällen aus einem Mangel an Möglichkeiten. Frisches von draußen und Selbstgeheutes zu füttern, bzw. die Tiere auf die eigenen Weideflächen zu lassen, war einfach auch wirtschaftlich sinnvoll. Für die Tiere sicherlich ein Vorteil, der allerdings in den wenigsten Fällen Resultat von Gedanken um möglichst artgerechte Tierhaltung gewesen sein dürfte. Auf der anderen Seite hockten Kaninchen und Schweine in engen Buchten, Kälber in winzigen Boxen, Pferde in stickigen Verschlägen, Kühe angebunden und verdreckt auf ihrem eigenen Mist usw. Geflügel hatte es bei Privatversorgern oder Kleinbauern in der Regel sicherlich viel besser, als heute auf den diversen gigantischen Farmen.
Zur Haustierhaltung habe ich keine eindeutige Meinung. Hunde und Katzen können für mein Empfinden sehr gut und glücklich mit dem Menschen zusammen leben. Bei allem anderen habe ich Bedenken und würde mir heute freiwillig keine Kleintiere, Vögel, Reptilien usw. mehr anschaffen wollen. Ich halte sie trotzdem. Allesamt Tiere aus dem Tierschutz, die ausgesetzt, beschlagnahmt, verletzt aufgefunden oder ähnliches wurden und irgendwie ihren Weg zu mir fanden. Und dann bemühe ich mich natürlich soweit alles richtig und bestmöglich zu machen.
Trotz meiner Bedenken würde ich die Haustierhaltung nicht generell verbieten wollen, so ich es denn könnte. Nicht jeder kann und will Hund und Katze halten, mag aber vielleicht andere Tiere sehr gerne und möchte nicht auf ein Zusammenleben verzichten. Das kann ich verstehen. Verbieten würde ich das Angebot verschiedener lebender Tiere in Geschäften und auf Märkten. Wer ein Haustier halten möchte, sollte sich meiner Meinung nach bei einem seriösen Züchter (oder natürlich dem Tierschutz) informieren und es dort erwerben. An einer Stelle, wo der zukünftige Halter wirklich gut beraten wird und sich bestenfalls auch die optimale Haltung vor Ort ansehen kann, anstatt allerlei verzichtbaren Schnickschnack wie zu kleine Käfige und Terrarien, mangelhafte Technik und schädliche Futtermittel dazu aufgeschwatzt zu bekommen.
Viele Haltungsfehler (zu wenig Platz, falsches Futter, keine oder unpassende Artgenossen, schlechte Einrichtung usw.) entstehen nicht nur aus Gleichgültigkeit, sondern auch aus Mangel- oder Fehlinformation.
Zur Katzenhaltung habe ich eine andere Meinung, als sie hier teilweise vertreten wird. Ich denke, man kann Katzen sehr gut im Haus halten. Früher hatten wir ausschließlich Freigänger und ich fand das gut und schön so. Hätte ich mir gar nicht anders vorstellen können. Inzwischen halte ich nur noch Wohnungskatzen und sehe sie nicht weniger gesund und zufrieden. Allerdings haben meine Katzen viel Platz, verträgliche Artgenossen zum Spielen und Kuscheln und Zweibeiner, die sich gerne und ausgiebig kümmern (können). Und sie können durchaus hinaus in den (gesicherten) Garten, Hof und Terrasse, nutzen dies allerdings kaum, bzw. meistens nur in meiner Begleitung.
Soll eine einzelne, womöglich noch junge Katze ausschließlich in der Wohnung, mitunter noch bei nur wenig Platz und vollberuftätigen Menschen gehalten werden, betrachte ich das ebenfalls sehr kritisch. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Ältere, behinderte, unverträgliche Katzen, die auf engem Raum und ohne große Vermittlungschancen in den Tierheimen sitzen und für die dies immer noch eine deutliche Verbesserung der aktuellen Lage sein könnte. Ich denke, es gibt für nahezu jeden Interessierten und fast jede Wohnsituation die passende (passenden) Katze(n).
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24.09.2010, 14:04Inaktiver User
AW: Tiere einsperren damit sie lange leben ?
Romysophie, das unterschreibe ich alles genauso wie Du es sagst

Ich versuche gerade meine Schwiegereltern umzuerziehen, da sie ihrem Kater seit 6 Jahren NUR Drecksfutter geben, Felix,Whiskas, etc... seine Zähne sind wegen dem ganzen Zucker komplett kaputt und ich hab langsam den Verdacht er könnte Diabetes haben.
Unser Dicker war, als wir ihn aus dem Tierheim geholt haben viel zu fett, ihm musste ein Zahn plus Zahnstein entfernt werden und ihm ist büschelweise Fell ausgefallen, der Rest war total verfilzt... jetzt nach einem Jahr bekommen wir nur Lob vom Tierarzt, wie super er aussieht, Zähne perfekt, etc. Alles weil ich radikal nur gutes Futter füttere.
Was mir eben eingefallen ist... mir ist vor kurzem aufgefallen, dass ich seit Ewigkeiten (Jahre) schon keine Kühe mehr auf Wiesen sehe. Ist das noch jemand aufgefallen?
Ich komm vom Land und bin mit dem ganzen Geviechs aufgewachsen, waren ständig beim Bauern gegenüber im Stroh, mit beim Vieh auf der Wiese, etc... ich wohne auch jetzt wieder ländlich, aber ich hab schon seit Ewigkeiten keine Kühe mehr gesehen


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