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    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Ich kann auch nur schreiben: nein! Keinesfalls!

    Mein Hund wird jetzt ein Jahr alt und nun kann ich ihn guten Gewissens vier Stunden allein lassen. Er gehört zu den Hunden die entweder schlafen oder warten. Frisst nicht, trinkt nicht, nimmt keinen Kauknochen zur Selbst-Bespassung.
    Stell dir vor, der Hund deiner Nichte gehört auch zu dieser Art - im heißen Sommer nimmt er kein Wasser weil er eben wartet...

    Darüber hinaus, wurde schon viel geschrieben: dass ein Welpe alle zwei Stunden raus muss, dass Welpen die Welt erkunden, vorzugsweise durch knabbern, beißen und Co. Dass dies im Zweifelsfall auch das teure Lieblingssofa treffen kann...

    Vielleicht helfen all unsere Appelle nix aber ein paar Erfahrungsberichte, wie das Leben als Hundehalter sich so gestaltet.
    Daher hier der Hinweis auf zwei schöne Blogs, die das gut verdeutlichen.

    http://www.dagmarswelt.de/
    Hier bitte unter Rubrik "Clicker" Tagebuch 2003 gucken. Dort wird beschrieben wie man mit viel Mühe, Liebe und Ausdauer einen niederländischen Schäferhund groß bekommt.

    Krawallmaus®
    Und wenn sie dann groß sind, dann ist es ja auch nicht immer leicht. Dazu das sehr amüsante blog Krawallmaus. Ich empfehle insbesondere den Artikel aus dem Archiv "Eddie the Beagle".

    Vielleicht auch hilfreich:
    Wie war Euer Hund und wie ging es Euch? - dogs Magazin - Forum
    Von den Nachbarn im dogs Forum, ungeschminkte Erfahrungsberichte

    Außerdem möchte ich anmerken, dass mein Züchter mich auf Herz und Nieren gegrillt hat bevor er mich auch nur für einen Welpen in Betracht gezogen hat. Dazu gehörten auch solche Fragen wie:
    - wo bleibt der Hund wenn Sie in den Urlaub fahren?
    - wer kümmert sich um den Hund wenn sie krank sind? (ja, ich habe auch mit 40° Fieber Hunderunden gedreht)
    - haben Sie mehr als zwei Ersatz-Betreuer für den Hund, die spontan und sofort einspringen können, wenn sie auf Geschäftsreise/ins Krankenhaus/zu einem familiären Notfall müssen?

    Ich drücke die Daumen, dass die Nichte sich besinnt und euer Gespräch konstruktiv verläuft. Das allein-zu-Hause Syndrom kenne ich, es braucht eine starke Persönlichkeit um das auszuhalten. Aber ein Hund tröstet da nicht, so wie man das aus kitschigen Hollywood Filmen kennt er FORDERT. Aufmerksamkeit, Hunderunden, hündische Auslastung.

    Als Alternative bliebe nur, dass deine Nichte sich eine Hundesitterin sucht. Wenn sie in einer Großstadt lebt, gibt es solche Angebote. Obwohl die meisten keine Welpen aufnehmen. Dort kann der Hund tagsüber betreut werden, bekommt Spaziergänge und ist mit Artgenossen zusammen. Doch deine Nichte muss dafür einen recht hohen finanziellen Aufwand treiben.

  2. Moderation

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    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Das ist ja ein Thread, der prima ins Fassungslosen-Forum passen würde.

    Ich kenne jemanden, der das auch gemacht hat. Allerdings hatte der sich mit dem Nachbarn abgesprochen, der den Hund tagsüber betreut.
    Was ich auch schon für äußerst grenzwertig halte.


    So ein Aquarium halte ich ja für sehr entspannend. Mit dem Schmusen wird´s da allerdings schwierig.

  3. Inaktiver User

    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Super.
    Ein Hütehund. Ein Hund, der zum Arbeiten gezüchtet wurde, also arbeiten will. Mit so einem Hund muss man Hundesport betreiben oder ihn zum Rettungshund ausbilden oder sonst was. So ein Hund braucht mehrere Kilometer Bewegung täglich, muss herumrennen, denken, arbeiten können. Sonst wird er neurotisch.

    Aber daran hat deine Nichte natürlich nicht gedacht. Der Hund sieht gut aus und ist Mode, also wird er gekauft.

    Ich krieg die Krise.
    nicht nur du

    ich finde auch den umstand "1-Zimmer-wohnung ohne garten" ziemlich grausam. ist deiner nichte bewusst, dass sie sich nach ihrer arbeit erst einmal um den hund kümmern muss, sollte sie es schaffen, ihn übers welpenalter hinaus halten zu können? der braucht futter, bewegung und das nicht nur ein mal um den block. der muss mindestens drei mal am tag "gassi gehen". rechne dafür locker 2 - 3 stunden. dann pflege, krauleinheiten, dem hund hinter herräumen. der hund bringt schmutz in die wohnung. erhöhtes putzaufkommen. futterplatz in ordnung halten etc. pp.

    tja, und dann die kosten. tierarzt, impfen, was ist, wenn er mal krank ist? da legt mal schnell mal ein paar hundert euro auf die tierarzttheke.

    ich würde mal sagen, der welpe ist ein hoch potentieller kandidat fürs tierheim ...

  4. Inaktiver User

    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Das ist ja ein Thread, der prima ins Fassungslosen-Forum passen würde.
    Der Ansicht bin ich auch!


    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Ich kenne jemanden, der das auch gemacht hat. Allerdings hatte der sich mit dem Nachbarn abgesprochen, der den Hund tagsüber betreut.
    Was ich auch schon für äußerst grenzwertig halte.


    In dem Fall stellt sich mir die Frage, wie eine Bindung zwischen Mensch und Hund entstehen soll.


    Ach, mir stellt sich die ganze Angelegenheit in Frage!

  5. Moderation

    User Info Menu

    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In dem Fall stellt sich mir die Frage, wie eine Bindung zwischen Mensch und Hund entstehen soll.
    Genau!
    Ach, mir stellt sich die ganze Angelegenheit in Frage!
    Ich habe immer mehr den Eindruck, die persönliche Bedürfnisbefriedigung steht über allem.
    :hier fehlt jetzt der Smiley, den ich eigentlich noch nie vermisst habe:

  6. Inaktiver User

    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Ich hätte eine Alternative für die Nichte.


  7. Inaktiver User

    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Das ist ja ein Thread, der prima ins Fassungslosen-Forum passen würde.

    So ein Aquarium halte ich ja für sehr entspannend. Mit dem Schmusen wird´s da allerdings schwierig.
    Es gibt ja auch runde Becken!


    Ich wollte nur mal was zu den Züchtern sagen:

    Einen Welpen vorbestellen finde ich normal. Denn ein guter Züchter, der seine Hunde im Haus hält und keine Massen züchtet, der hat ja nciht so oft Würfe, dass man mal eben da einen Hund bekommt.

    Ich kenne es auch nur so, dass der Züchter seinen Welpen ins Haus bringt. Die Mutterhündin fährt mit.
    Denn nur so kann der Züchter kontrollieren, dass die Zustande bzw. Gegebenheiten so sind, wie sie geschildert wurden.

    Ein mir bekannter Züchter hat letztens einen Welpen wieder in sein Auto gepackt, weil er bei der Familie ankam und feststellte, dass es hingegen der Absprache einen Zwinger gab, in dem der erste Hund schon saß und es wurde schnell klar, dass die Hunde auch die Nächte da verbringen sollten. Dieser Züchter möchte das für seine Hunde nicht und ist mit dem Welpen wieder nach Hause gefahren.

    Erst in der 9. Woche kommt der Zuchtwart, der sich die Welpen ansieht. Deshalb wird auch kein Welpe schon in der 8. Woche abgegeben.

    Und danach dauert es ja auch, weil ja jeder Hund gebracht wird. Und da manche Hunde auch mehrer hundert Kilometer weit weg kommen, ist das echte Fahrerei.

    Und so ein Züchter, würde schnell feststellen, dass die kleine Wohnung ohne Garten und bei voller Berufstätigkeit des Frauchens, nichts für seinen Hund ist!

  8. Inaktiver User

    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    also ICH wollte ursprünglich keinen hund. sohn wollte einen seit er 10 war.
    allerdings hab ich befürchtet, dass er das interesse verliert, und *mutter* dann alles an der backe hat.
    (obwohl ich kinder und tiere für eine tolle kombination halte, aber ich habe da ganztags gearbeitet, zwar im haus aber halt doch keine zeit für ausgedehnte spaziergänge)

    sohn musste dann erstmal sein durchhaltevermögen beweisen.

    erst hat er im tierheim hunde ausgeführt (da war er dann schon 12)
    später kam ein *tageshund* dazu, den betreute er weil sein *frauchen* sich getrennt hatte und nun ganztags arbeiten ging.

    mit 14 wars dann soweit, ich war überzeugt, er meint es völlig ernst und WEISS was es bedeutet einen hund zu haben.

    ihr seht ihn im bild nebenan

    primo ist mittlerweile 14 und hatte vor paar wochen einen schlaganfall.
    geht ihm aber wieder gut

    noch NIE hat sohn irgendwie geschwächelt mit gassigehen, fussballspielen und agility (jetzt darf primo nur noch gassi, auch das ist okay, ist halt ein alter herr)

    vom job her war sohn einmal paar monate im ausland, hätte ICH nicht gesagt: geh ruhig, ich kümmere mich um primo...er wäre gar nicht ins ausland.

    lustig fand ich als er mit 18 vor der musterung meinte: ich kann doch nicht zum bund.
    was soll denn primo machen DU kannst ja nicht mal fussball spielen

    hoffe irgendwer macht der nichte der TE das alles mal klar.

    herr schick ihr hirn

    und noch mal eine für die TE

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    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Herder ist ja nun keine "seltene holländische Rasse" und als mittelgroß gilt der glaube ich auch nicht mehr.
    Wahrscheinlich eher ein Schapendoes (die sind ja auch sooooo knuffig-niedlich, besonders als Welpen...), was die Sache aber nicht besser macht, denn auch das ist ein Hütehund, der beschäftigt werden will...
    Schapendoes hätte ich alternativ auch überlegt. Aber so verbreitet sind Herder ja nun auch nicht. Die meisten kennen die Rasse gar nicht - außer eben, sie sind im Hundesport oder mit Diensthunden vertraut.
    Ich würde bei den Herdern die Weibchen durchaus noch unter "mittelgroß" stufen. Aber das ist sicher Ansichtssache. Für einigen fallen sie sicher unter groß.

    Ich hab auch nur darum gefragt, weil ein Herder eben wirklich ein ABSOLUTES Arbeitstier ist mit einem unheimlichen Trieb und der hat in meinen Augen in Privathänden ohnehin nur dann etwas zu suchen, wenn der Privatmensch quasi seine gesamte Freizeit diesem Tier widmed, damit es eine anständige Ausbildung und Auslastung erhält. Herder werden gern als Diensthunde eingesetzt und müssen auf mehr als einer Ebene gefördert und gefordert werden (nicht nur Bewegung, auch Kopf- und/oder Nasenarbeit).

    Ich bin Hundehalterin seit mehreren Jahren. Habe jetzt noch einen Hund, hatte aber zwei. Habe außerdem schon vorher Urlaubsbetreuungen für Hunde übernommen, im Tierheim ausgeholfen, in einer Hundeschule assistiert.

    Dennoch: Ich bin eine relativ faule Socke. Ich drehe gern mal am WE eine sehr große Runde mit Hund, nehme gern an Hundetreffen teil und war mit beiden Hunden anfänglich in der Hundeschule - aber so für jeden Tag mehr als 2 Stunden raus wär das nix für mich. Aber genau DARUM zieht hier (bis sich diese Einstellung vielleicht mal ändert) WEDER ein Welpe irgendeiner Rasse, NOCH ein erwachsener Hund einer Arbeitsrasse ein. Deshalb sind hier immer ältere Hunde nicht aus Arbeitslinien aus dem Tierschutz eingezogen, denen im Prinzip 3-5 tägliche kleine Runden zum Lösen reichten und ansonsten, dass sie dabei sind, viele Schmuseeinheiten, gutes Futter und im Sommer Schwimmen und Bällchen werfen bekommen.

    Was ich sagen will: Ich suche einen Hund so aus, dass ich seine Ansprüche erfüllen kann. Mein Mann ist großer Schäferhundfan und hätte lieber einen Welpen. Solange ich irgendwie kann werde ich dagegen ein Veto einlegen. Ich habe keine Lust, einen jungen Arbeitshund auszulasten und ich sehe diese Lust bei meinem Mann ehrlich gesagt auch früher als später schwinden. Daher für uns alte (ältere), kranke oder gehandicapte Tierschutzhunde, und oder Rassen ohne großen Arbeitsdrang, denen wir gerecht werden können...
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

  10. Inaktiver User

    AW: Hund für voll berufstätige Nichte?

    Zitat Zitat von murmeltier Beitrag anzeigen
    Schapendoes hätte ich alternativ auch überlegt. Aber so verbreitet sind Herder ja nun auch nicht. Die meisten kennen die Rasse gar nicht - außer eben, sie sind im Hundesport oder mit Diensthunden vertraut.
    Ich würde bei den Herdern die Weibchen durchaus noch unter "mittelgroß" stufen. Aber das ist sicher Ansichtssache. Für einigen fallen sie sicher unter groß.
    Stimmt, da hast Du sicher recht... ich vergess immer leicht, dass ja nicht alle Leute "Hundler" sind...

    Zitat Zitat von murmeltier Beitrag anzeigen
    Ich hab auch nur darum gefragt, weil ein Herder eben wirklich ein ABSOLUTES Arbeitstier ist mit einem unheimlichen Trieb und der hat in meinen Augen in Privathänden ohnehin nur dann etwas zu suchen, wenn der Privatmensch quasi seine gesamte Freizeit diesem Tier widmed, damit es eine anständige Ausbildung und Auslastung erhält. Herder werden gern als Diensthunde eingesetzt und müssen auf mehr als einer Ebene gefördert und gefordert werden (nicht nur Bewegung, auch Kopf- und/oder Nasenarbeit).
    Da stimme ich absolut zu.... die, die ich bisher kennengelernt hab, sind echt totale Granaten. Spitze in geeigneter Hand, wenn sie richtig gearbeitet werden - aber wehe wenn nicht...

    Für Deine ehrliche Selbsteinschätzung im Bezug auf Hundehaltung:

    Wär schön, wenn jeder sich so hinterfragen würde und danach "seinen" Hund wählt... und nicht nach der Optik oder weil er grad so "in" ist.

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