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    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Liebe Murmel,
    keine Worte können Dich jetzt trösten. Es tut mir sehr, sehr leid.

    Eine für Shiwa

    Eine dicke Umarmung für Dich
    LG Gilgit

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    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Ich danke euch für eure Worte.
    Ich kann es noch immer nicht glauben.
    Ich fühle mich so leer, es ist so still hier, ich erwarte sie jeden Moment bellen zu hören.
    Mein Herz ist zerrissen. Ich habe mich noch niemals in meinem Leben so gefühlt.

    Ich habe viele Weggefährten verloren und in den letzten Jahren besonders enge und viele.
    Ich erinnere mich an jeden einzelnen.
    Meine Hamster Banny, Poldi, Bonny, Frechdachsi, Twinkie, Mausi, Kira und Jerry
    Meine Ratten Penny, Splinti, Merlin, Paulchen und Ratze.
    Meine Degus Wim, Wum und Lino.
    Meine Rennmäuse Ginger, Blacky, Spooky und Sonic.
    Meine Kaninchen Siska und Brownie.
    Meine Katzen Nanny, Mongo, Tweety, Ninja und Turtle. Nanny und Mongo lebten von Baby an 17 bzw. 19 Jahre bei mir. Turtle war wohl etwas, was ich "Seelenkatze" nennen würde.
    Außerdem sind in den letzten 2 Jahren meine Oma, mein Opa und mein Lieblingsonkel gestorben.

    Und noch NIE, noch niemals habe ich eine so tiefe Verzweiflung gespürt. Ich liebe Shiwa so sehr, so über alle Maßen. Sie war mein Seelenpartner, meine beste Freundin, meine Lehrerin für vieles, mein Baby, mein Sonnenschein im Herzen und wie der Schatten an meiner Seite, in schwirigen Zeiten war sie der Grund morgens aufzustehen und weiterzumachen, mein Mädchen, mein Engel. Ich würde alles geben, was ich besitze, ich würde alles tun, um sie zurück zu bekommen. Der Schmerz ist richtig körperlich, ich habe das Gefühl, es zerreißt mich. Es wird nie wieder einen Hund wie sie geben. Sie war mein Schicksal, wir waren füreinander bestimmt. Sie war mein Seelenhund.

    Seelenhunde hat sie jemand genannt... ...jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben, die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen. Die wie Schatten sind und wie die Luft zum atmen. (Autor unbekannt)
    Sie hat mich Dinge gelehrt und Gefühle in mir geweckt, die ich vorher nicht kannte. Sie hat mein Leben umgekrempelt, mich tief geprägt. Ein Stück von mir ist mit ihr gestorben, unwiederbringlich. Aber dafür lebt ein Stück von ihr in mir weiter. Ich werde es bewahren.

    Schlimmer als der Verlust an sich, ist aber die Art und Weise wie sie gegangen ist. Sie ist keine Krankheit erlegen, sie hat nicht aufgegeben. Sie wollte und konnte noch! Sie hatte die ganzen letzten Wochen so viel Spaß!
    Es war unsere Schuld! Es war eine schreckliche, schreckliche Fehleinschätzung, die sie ihr Leben gekostet hat. Nachdem sie endlich wieder RICHTIG gesund war, stirbt sie quasi durch unsere Hand. Damit werde ich niemals, niemals meinen Frieden machen können. Ich war nicht einmal bei ihr! Ich stand ihr nicht bei! Ich hatte ihr verdammt nochmal immer versprochen, im Falle des Falls bei ihr zu sein und ihre Pfote zu halten. Aber es war alles zu spät, als ich dazu kam. Ich kann nicht schreiben, was genau passiert ist. Aber der ein oder andere wird es sich denken können, zumindest grob. Ich habe mich nicht einmal morgens von ihr verabschiedet, weil ich extrem in Eile war und erwartete, sie nach 4 Stunden wiederzusehen. Als mein Mann mich dann eine Stunde später als vereinbart von der Arbeit abholte, hatte er Shiwa tot im Auto. Ich habe hyterisch geschrien, mich mehrfach übergeben und war dann wie in Trance. Ich habe noch Stunden mit dem toten Hund im Arm da gesessen. Aber ich konnte sie nicht zurückholen. Und ich kam zu spät.

    Ich habe sie jetzt zuhause. Wir waren gestern im Rosengarten in Badbergen. Wir haben sehr würdevoll abschied genommen. Sie wurde aufgebahrt, zurecht gemacht, geschmückt. Wir haben uns in einer schönen Zeremonie mit Musik, Ansprache von mir (ich habe ihr eine Brief vorgelesen) und unter vielen Tränen verabschiedet.
    Sie wurde dann kremiert, zusammen mit meinem Kopfkissen, auf dem sie immer schlief, mit einer Decke (denn sie wollte immer zugedeckt werden!), mit einigen Leckerchen und Kausachen und mit einem Ball - sie liebte Ballspielen so sehr. Außerdem mit dem Brief von mir und mit 2 Fotos - einem von uns 4 als Familie und eins von Shiwa und mir. Ich habe vergessen, ihr etwas mitzugeben, was nach mir riecht - aber das Kopfkissen könnte gehen. Sie hat ja eine bessere Nase als ich und ich habe ja auch drauf geschlafen, wenn sie mir Platz gelassen hat. Ihr Halsband habe ich behalten, denn dort wo sie hingeht wird sie es nicht brauchen. Sie wird sicher immer frei toben dürfen. Ich möchte so gern an die Regenbogenbrücke glauben und daran, dass ich sie wiedersehe. Und ich bete und hoffe, dass sie mir verzeihen kann. Ich selbst werde es nie können...

    Ihre Urne steht hier, umringt von Kerzen, Rosen und Fotos. Ich habe nach ihrem Tod getan was ich konnte, um ihre Würde zu wahren, aber im entscheidenden Moment war ich nicht da.

    Ich muss weitermachen, für Lilou. Um ein Haar hätten wir auch sie verloren. Sie braucht uns jetzt. Körperlich erholt sie sich sehr gut, aber psychisch ist sie verändert. Ich kann neben all der tiefen Trauer keine Freude empfinden, dass wir sie noch haben - aber eine gewisse Dankbarkeit und Erleichterung. Denn wenn sie uns auch genommen worden wäre (und es sah erst danach aus), weiß ich nicht, was ich getan hätte. Mein Herz will Shiwa jetzt schon folgen. Nur die Vernunft hält mich hier und dass Lilou mich braucht.

    Memento

    Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
    nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
    Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
    Allein im Nebel tast ich todentlang
    und lass mich willig in das Dunkel treiben…
    Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
    Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
    - und die es trugen, mögen mir vergeben.
    Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
    doch mit dem Tod der andren muss man leben!

    Mascha Kaléko
    Geändert von murmeltier (15.07.2010 um 09:41 Uhr)
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

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    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Murmeltier,
    das tut mir alles so leid für dich! Und ich hoffe du kannst dir verzeihen..... irgendwann!
    Sie hat dich geliebt wie du sie und sie verzeiht dir.
    Wenn das Leben dir Zitronen anbietet, frag nach Tequila und Salz und ruf mich an


    Ein Wort, das von Herzen kommt, macht dich drei Winter warm.
    (chinesisches Sprichwort)

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    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Ich kann nicht mehr seh'n
    Trau nicht mehr meinen Augen
    Kann kaum noch glauben
    Gefühle haben sich gedreht
    Ich bin viel zu träge
    Um aufzugeben
    Es wär' auch zu früh
    Weil immer was geht

    Wir waren verschwor'n
    Wär'n füreinander gestorben
    Haben den Regen gebogen,
    Uns vertrauen gelieh'n
    Wir haben versucht
    Auf der Schußfahrt zu wenden
    Nichts war zu spät
    Aber vieles zu früh

    Wir haben uns geschoben
    Durch alle Gezeiten
    Haben uns verzettelt,
    Uns verzweifelt geliebt
    Wir haben die Wahrheit
    So gut es ging verlogen
    Es war ein Stück vom Himmel,
    Dass es dich gibt

    Du hast jeden Raum
    Mit Sonne geflutet
    Hast jeden Verdruß
    Ins Gegenteil verkehrt
    Nordisch nobel
    Deine sanftmütige Güte
    Dein unbändiger Stolz
    Das Leben ist nicht fair

    Dein sicherer Gang
    Dein freundliches Wedeln
    Deine heitere Würde
    Dein unerschütterliches Geschick

    Du hast der Fügung
    Deine Stirn geboten
    Hast ihn nie verraten
    Deinen Plan vom Glück
    Deinen Plan vom Glück

    Ich gehe nicht weg
    Hab' meine Frist verlängert
    Neue Zeitreise
    Offene Welt
    Habe dich sicher
    In meiner Seele
    Ich trage dich bei mir
    Bis der Vorhang fällt
    Ich trag dich bei mir
    Bis der Vorhang fällt

    (Der Weg)
    Geändert von murmeltier (15.07.2010 um 09:59 Uhr)
    Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!

  5. User Info Menu

    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Liebe murmel,

    auch wir trauern nach 5 Jahren noch.... auch wenn sie trotz aller Krankheiten eine der Ältesten ihrer Rasse war.....

    und obwohl wir wieder eine hinreißende Nachfolgerin haben, die uns adoptiert hat... wir selbst waren noch nicht so weit.... und es war so ein großes Glück für uns.

    Ich bin ganz sicher, Ihr werdet Euch wiedersehen, wenn die Zeit gekommen ist... abkürzen geht nicht...

    und egal, was gewesen ist, sie wird es Dir verzeihen.

    Wichtig ist, dass Du Dir verzeihst....

    Und Dir immer wieder klar machst: sie hatte so ein schönes Leben bei Dir.

    Alles Liebe

    angie

  6. Inaktiver User

    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Jetzt sitze ich hier und...

    Die Zeit kann man nicht zurückdrehen! Und würde es aber so gerne...

    Als mein Terrier alt und krank war, bin ich mit ihm auch zu TA. Er war dann nachts unruhig und wollte nach unten Pipi machen. Schlaftrunken bin ich ohne viel Worte mit ihm nach draußen. Danach blieb er im kühlen Treppenhaus.
    Am nächsten Morgen suchten wir ihn im ganzen Haus... Er war weg... Nicht da...
    Auf Rufen kam niemand angeflitzt...

    Ich fand ihn dann im Keller, hinter der geschlossenen Tür.
    Er hatte erbrochen und sich entleert... Er war tot...

    Später erzählte mir mein Schwager, dass er etwas gehört hätte...
    Aber was genauses wußte er nicht.

    Du glaubst nicht was ich für ein schlechtes Gewissen habe.
    Hätte ich ihm helfen können? Hätte ich bei ihm sein können? Hätte er noch ein paar Wochen weiter leben können?
    Wollte er zu mir? Wollte er bei uns sterben?
    Oder wollte er sich zurückziehen, um alleine zu sterben?

    Fragen über Fragen...

    Aber egal wie die Antworten lauten. Es tut immer weh!

  7. Inaktiver User

    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Oh Murmeltier, das tut mir sehr leid für euch!

    Unser Hund ist letzten Sommer 15-jährig mit einem Hirntumor eingeschläfert worden.
    Auch ich war nicht da.

    Und er fehlt mir so intensiv wie der eine oder andere Mensch.
    Und dafür habe ich mich schon geschämt.

    Ich wünsche dir viel Kraft die nächste Zeit!

  8. User Info Menu

    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Mir fehlen die Worte

  9. Inaktiver User

    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Liebes Murmeltier,

    ich drücke dich ganz doll und Ole schickt einen lieben Pfotendruck.
    Es tut mir sehr leid.

    Liebe Grüße

    Ahitte

  10. User Info Menu

    AW: Das Leben ist nicht fair...

    Sich selbst zu verzeihen, ist schwer. Sehr schwer, ich weiß es aus eigener Erfahrung.
    Aber es ist wichtig... Stell Dir vor, DU wärst diejenige, die gestorben ist durch einen unbeabsichtigten Fehler, den einer Deiner Lieben gemacht hat. Und nun bist Du "auf der anderen Seite", bekommst aber alles mit, was auf der irdischen Ebene geschieht (ich bin durch einige Erlebnisse überzeugt, dass es tatsächlich so ist). Würdest Du wollen, dass die, die Du liebst, sich Vorwürfe machen, sich schuldig fühlen, völlig unglücklich deswegen sind?
    Wahrscheinlich nicht. Du würdest Dich freuen, wenn sie sich selbst verzeihen könnten.
    Was auch immer geschehen ist, versuch Dir zu verzeihen, Murmel. Shiwa wird sich darüber freuen. Dessen bin ich ganz sicher.

    aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
    (Asisah_Amar)

    "Who's the freak now?"
    ("Ghosts")




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