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    Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Ich brauche mal Euren Rat. Und vielleicht auch ein wenig Zuspruch.

    Vor kurzem starb unser Ben (Flatcoated Retriever), den ich von meinem Großvater geerbt hatte. Ben war wirklich ein Familienmitglied, sehr geliebt, er fehlt uns. Mein Mann und ich hatten beschlossen, das Jahr mal vorbeigehen zu lassen, bis wir uns Gedanken machen um einen neuen Hund. Es erschien uns falsch, jetzt gleich auf die Suche zu gehen.

    Vor einigen Tagen rief uns unsere Tierärztin an, wollte zum einen fragen, wie es uns geht und gegen Ende des Gesprächs druckste sie ein wenig rum und meinte, sie hätte uns auch angerufen, weil sie etwas für uns hätte. In ihrer Praxis wird derzeit ein Hund stationär behandelt, der einer Gruppe Obdachloser weggenommen wurde, weil er stark verwahrlost und unterernährt war. Er wird derzeit aufgepäppelt, man würde ihm sehr gerne das Tierheim ersparen. Sie arbeitet eng mit einem Tierheim zusammen und hat den Hinweis auf unsere Familie gegeben und sich angeboten, uns zu kontaktieren.
    Es handelt sich um einen etwa 6jährigen Labrador.

    Wir haben ihn gestern besucht. Er ist toll. Wir brauchten keine Bedenkzeit, keine Nacht darüber zu schlafen.

    Er heißt – und das ist Problem Nummer eins – Thunderstruck. Was für ein blöder Name für einen Hund. Hat schon einmal jemand von Euch einen Hund umbenannt? Habt Ihr dazu einen ähnlich klingenden Namen gewählt? Mir wäre spontan Thunder in den Sinn gekommen, um ihn nicht ganz zu verwirren? Ich bin sehr, sehr dankbar für Ratschläge und Erfahrungsberichte.

    Das zweite Problem beschäftigt mich viel mehr und es hat vier Beine und heißt Charly. Thunderstruck hat nämlich einen besten Kumpel, der mit ihm zusammen in der Obdachlosengruppe gelebt hat und sich ebenfalls bei der Tierärztin befindet. Charly ist ein Dackel. Die beiden lieben sich heiß und innig. Nun sind Dackel so gar nicht mein Ding, aber Charly fand mich irgendwie cool, er hat dauernd nur an mich angeschaut (seither weiß ich, was ein Dackelblick ist!!!) und ich gebe zu, daß ich noch keinen so weichen Hundekopf gekrault habe, wie den von Charly.

    Mein Mann sagt: wir nehmen beide. Entscheidend war noch mein Chef, weil ich die Hunde an 3 Tagen im Geschäft dabei habe (funktioniert super, ist ein richtiges Hundeparadies). Er hat es gestern Abend abgenickt.

    Heute Nachmittag kommen zwei Mitarbeiter vom Tierschutz erst bei mir im Geschäft vorbei, anschließend besichtigen sie unser Zuhause. Danach würde es ernst werden. Thunderstruck muß noch ca. eine Woche in ärztlicher Obhut bleiben, er bekommt Infusionen und er wurde operiert.

    Ich bin hin und hergerissen wegen Charly. Dieser kleine Dackel – wieviel Auslauf braucht der? Doch sicher bedeutend weniger als ein Labrador? Ich liebe lange Spaziergänge mit Hunden, nahm Ben auch oft zum Joggen mit. Aber wie ist das zu praktizieren mit einem Dackel? Der macht mir doch ruckzuck schlapp.
    Getrenntes Gassigehen?

    Wieder meine Frage: hat jemand Erfahrungen? Ratschläge? Anregungen? Wie lebt es sich mit zwei so unterschiedlichen Hunden?
    Ich habe meine Bedenken übrigens auch der Tierärztin und der Tierheimmitarbeiterin mitgeteilt. Beide tun das sehr ab, wobei ich aber befürchte, sie würden den „Fall“ einfach gern schnell abschließen.

    Zusammengefasst: wir würden Thunderstruck und Charly gerne zu uns nehmen. Das Namensproblem ist nicht so wichtig. Aber ich hab ein wenig Angst, der kleine Charly geht bei uns unter.

    BNC

  2. Inaktiver User

    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Hallo BNC

    das ist ja eine süße Geschichte - und mein Beileid für den Verlust von Ben.


    Der Name ist wirklich egal - ich bin sicher der Hund hört auch auf jeden anderen Namen. Unsere Viecher hören auf alles

    Aber nun zu den Rassen - klar läuft ein Labrador mehr als ein Dackel und hier werdet ihr sicher mit dem Labbi mehr machen müssen als mit dem Dackel - der kann schlecht am Fahrrad laufen, sollte keine treppen steigen müssen.

    Aber Gassi gehen kann er. Dackel haben Jagdtrieb, buddeln gern und hören kaum noch wenn sie mal Fährte aufgenommen haben. Aber wie du schon geschrieben hast - sie sind sehr liebenswert. Eigenwillig aber liebenswert.

    Die beiden Hunde mögen sich, sie zu trennen wäre sich nicht gut.

    Ihr hattet schon einen Hund - weißt du ich glaube ihr bekommt das hin.

    Wie alt ist der Dackel denn?

    Ich bin direkt ein wenig neidisch - wenn Benjie mal nicht mehr da ist will mein Mann keinen Hund wieder....

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    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Hallo Dharma,

    danke fürs Zulesen und Mutmachen.

    Das Dackelchen ist etwa 4 Jahre, wenn ich das richtig verstanden habe. Mein Mann meint aber, die hätten gesagt, Thunderstruck und Charly wären seit 4 Jahren zusammen. Ich muß nochmal genau nachfragen. Das war alles so viel an Informationen.

    Mich plagt auch ein bisschen das schlechte Gewissen wegen Ben. Weil wir so schnell neue Hunde zu uns holen. Andererseits weiß ich, daß Ben das gut finden würde, das wir die beiden armen Socken zu uns nehmen. Aber trotzdem kommts einem nicht richtig vor. Irgendwie ein mistiges Gefühl.

    Seufz.

    BNC

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    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Beide Hunde können glücklich sein, dass sie zusammen als dicke Freunde bei euch ein neues zu Hause gefunden haben und euer Ben würde es euch danken

    Für Fahrräder gibt es Körbe, die sind so groß, das paßt der Dackel dicke rein, wenn er nicht mehr kann, Decke rein, Dackel rein und ab geht die Post.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Dem Hund einen anderen Namen einprägen dauert, wenn man es konsequent macht, nur wenige Tage, selbst wenn man einen ganz anderen Namen wählt. Einfach für einige Zeit zuerst den alten, sofort anschließend den neuen Namen rufen, dabei mehr Betonung auf den neuen Namen legen. Der neue Name kann ruhig völlig anders sein. Nach drei, vier Tagen immer mal den alten Namen weglassen und den Hund nur mit dem neuen Namen rufen. Wenn er kommt selbstverständlich loben, evtl. belohnen.

    Ich kenne Dackel, die sehr wohl in der Lage sind, etliche Kilometer hinter sich zu bringen, allerdings nicht am Fahrrad. Es kommt auf den jeweiligen Hund an.

    Schön, wenn ihr euch dafür entscheidet, den beiden Hunden zusammen ein neues Zuhause zu geben. Es scheint ja auch fast perfekt zu sein, wenn sogar der Chef zustimmt und ich bin sicher, kein Hund dieser Welt, der seine Besitzer für immer verlassen hat, hätte etwas dagegen, wenn zwei seiner Artgenossen bei seinen Leuten ein neuer Platz geboten würde.

  6. Inaktiver User

    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Ja ich glaube auch, dass Ben sich freuen würde - und wer weiß, vielleicht hat er "von oben" ein wenig mitgelenkt? Schöner Gedanke.

    Und schön auch, dass diese Beiden nun ein richtiges Zuhause bekommen.

    Die Idee mit dem Korb finde ich auch klasse - dann könntest du den Labbi (wie soll er denn heißen?) ans Fahrrad nehmen, Charly in den Korb setzen und dann erst ne Weile fahren und irgendwo anhalten wo beide noch toben können.

    Schöner wäre es wenn beide Hunde gleich groß wären - aber herrje, das Leben ist kein Ponyhof und wo die zwei schon dicke Kumpel sind...

    Mach bei Gelegenheit doch mal Fotos von den Beiden

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    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    *notier: Fahrradbox für Charly besorgen.

    Wie Thunderstruck heißen soll, haben wir noch nicht weiter überlegt. Mal sehen, was sich so ergibt.

  8. User Info Menu

    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Ich finde es auch klasse, dass Ihr die Hunde aufnehmt und auch, dass Ihr die beiden nicht trennen wollt. Das mit dem schlechten Gewissen kann ich verstehen, aber Ihr habt doch gar nicht gesucht, sondern Ihr wurdet gefunden.

    Alles andere spielt sich irgendwie ein. Den Fahrradkorb kann ich tatsächlich ebefalls empfehlen. Ich habe auch einen relativ kleinen Hund und im Freundeskreis ist die Größe der Hunde durchwachsen. Beim Spazierengehen machen die Hunde ganz einfach das, was ihnen gut tut. Wenn die Großen über die Felder toben, machen die kleinen erst mit und wenn sie keine Lust mehr haben, trotten sie gemütlich neben Herrchen/Frauchen und sparen ihre Kräfte. Und Fahrradfahren im Körbchen findet meine oberklasse....
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

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    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Zitat Zitat von blacknetcat Beitrag anzeigen
    *notier: Fahrradbox für Charly besorgen.

    Wie Thunderstruck heißen soll, haben wir noch nicht weiter überlegt. Mal sehen, was sich so ergibt.
    Diese sind ganz praktisch und schnell eingehängt - Kissen rein - fertig.

    Wie wäre es mit "Sunny"? - da ist das "u" mit drin....
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

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    AW: Neue(r) Hund(e) - brauche Rat

    Hallo blacknetcat,

    ich kann auch nur sagen, daß ich es toll finde, daß ihr beide Hunde nehmen wollt
    Zu deinen Bedenken, es wäre zu früh nach dem Verlust eures Hundes, kann ich dir nur sagen, das kenne ich.
    Unsere Golden Retriever Hündin mußte leider mit sieben Jahren von uns gehen. Das war für die ganze Familie ein Drama.
    Meine Kinder waren damals sechs und sieben Jahre alt.
    Sie ließen sich gar nciht trösten und wollten "ihren " Hund wieder haben. Aber ich hatte die gleichen bedenken wie du.

    Dann kam mein Mann eines Tages mit der Nachricht heim, ein Freund von ihm hatte einen Wurf mit 11 Bernhardiner-Mix-Welpen.
    Ich mußte mit den Kindern natürlich sofort hin und die damals gerade 11 Tage alten Hunde anschauen.
    Den Rest kannst du dir denken Wir verliebten uns alle in die selbe Hündin, besuchten sie bis zum Abgabetermin 2mal wöchentlich. Es war gut so, wie es kam.
    Sie ersetzte zwar nicht den ersten Hund, dafür waren sie zu unterschiedlich.
    Es lagen drei Monate dazwischen, in der wir ohne Hund waren.
    Jetzt wird sie, was ich hoffe, im September ihren 13 Geburtstag erleben.
    Ich sage auch, dann erst mal keinen Hund mehr. Ich gehe mittlerweile ganztags arbeiten, die Kinder gehen bald aus dem Haus.
    Aber es wird wohl wieder kommen, wie es soll.

    Viel Spaß mit deinen zwei künftigen Mitbewohnern

    Shanna
    Leben und leben lassen!

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