Hallo Ihr Lieben,
vielleicht habt ihr einen Ratschlag für mich.
Ich habe zwei Katzen. Einen Kater, eine Kätzin. Sie mögen sich beide nicht besonders, aber akzeptieren sich. Freigänger.
Seid etwa 2 Wochen besucht uns durch die Katzeklappe ein sehr scheues Katzentier. Es frisst die Schüsseln unsere Katzen leer und ist, wenn man ihm begegnet auch schnell wieder weg.
Mir hat das Tier leid getan, deshalb steht jetzt unten im Keller direkt vor der Katzenklappe eine Schüssel mit Fressen.
Jetzt kommt aber das eigentliche Problem. Unser Kater, der eigentlich ein sehr schmusiges und anhängliches Tier ist, kommt kaum mehr nach Haus.
Wenn das Katzentier (keine Ahnung ob männlich oder weiblich) immer mal wieder durch die Wohnung schleicht, vekriecht er sich unterm Bett, oder gibt ein tiefes Grummeln von sich, er hat auch schon mal vor lauter Aufregung ein paar Pinkeltropfen verloren.
Meine Katzendame ist auch nicht gerade glücklich, aber sie kommt wenigstens des nächtens wieder heim.
Seid neuestem hat das fremde Katzentier unsere Couch als Nachtlager entdeckt. Ich hätte im Prinzip nichts gegen eine Drittkatze, aber der Erstkater geht schon vor, weil ich wirklich sehr an dem Tier hänge.
Hat jemand schon Erfahrung mit so einer Situation? Wie sind die "Stammkatzen" damit umgegangen? Kann man sie aneinander gewöhnen? Oder wandert meine allerliebste Kater vielleicht sogar ab, wenn ich die Fremdkatze noch mehr Freiraum gebe?
Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Hospitum
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Thema: Katzen"eindringling"
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16.06.2010, 11:28
Katzen"eindringling"
Rassismus ist eine "Geisteskrankheit", gegen die alle Kinder von Geburt an immun sind - bis die Erziehung beginnt ....
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16.06.2010, 12:23
AW: Katzen"eindringling"
Oh oh, da hast Du Dir ein ganz schönes Problem eingehandelt.
Idealerweise könntest Du Dir vom Tierheim eine Lebendfalle ausleihen, den fremden Kater einfangen und checken lassen ob er gechipped oder tätowiert ist und ob er kastriert ist.
Wenn er jemandem gehört und kastriert ist, dann kann er zum Besitzer zurückgebracht werden und Du kannst Dich mit dem Besitzer besprechen.
Falls er herrenlos und unkastriert ist, kann das Tierheim ihn kastrieren lassen und ihn entweder vermitteln oder an geeigneter Stelle wieder freilassen (gibt ja so Futterstationen für (halb-)wilde Katzen). Falls Du den Kater zu Deinen dazu nehmen möchtest, könntest Du einen neuen Anlauf starten mit idealeren Bedingungen (allerdings solltest Du eine Weile warten, bis der Kater nach der Kastra nicht mehr nach intaktem Kater riecht). Aber da Du ja schon 2 Tiere hast, die sich eher aus dem Weg gehen, wird es vermutlich immer ein Problem sein, das Revier neu auf 3 zu verteilen.
So wie Dein Kater reagiert, weiß er wahrscheinlich, dass der andere ihm deutlich überlegen ist und reagiert entsprechend verunsichert und gestresst. Ich würde mal vermuten, dass eine gütliche Einigung der beiden (von alleine) wohl eher weniger wahrscheinlich ist.“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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16.06.2010, 12:38
AW: Katzen"eindringling"
ah Mist, ich hatte auf etwas positiveres gehofft

Ob es ein Kater oder eine Kätzin ist kann ich nicht wirklich sagen, dass Tier lässt sich nicht anfassen.
Ich denke nicht, dass es zu großen Kontakt zu Menschen hat. Wir leben hier sehr ländlich, scheint mir eher eine Bauernhofkatze. Ganz gesund ist sie wohl auch nicht, weil sie beim Fressen - man kann sie mit gutem Abstand beobachten - röchelt, als hätte sie was an den Bronchien. Augen und Nase sind aber ok.
Eine Integration mit Abstand kann ich mir wohl abschminken
Ist denn das Tierheim für so eine scheue und freilaufende Katze überhaupt der richtige Ort? Ich hatte mir schon überlegt sie einzufangen und zum Tierarzt zu bringen und dann wieder auszusetzen - aber das scheint wohl nicht wirklich "nett"?
Kann und darf ich sie verscheuchen? Echt mir schlagen da zwei Herzen in der Brust, die der Katzenliebe für alle und die der Katenliebe ganz speziell für mein Katerle.
Jedenfalls stresst die Situation das ganze Haus
, einschließlich die Fremdkatze
HospitumRassismus ist eine "Geisteskrankheit", gegen die alle Kinder von Geburt an immun sind - bis die Erziehung beginnt ....
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16.06.2010, 12:51
AW: Katzen"eindringling"
Du kannst den Kater ja an anderer Stelle weiter füttern, möglichst weit weg von der Katzenklappe.
(Dass Du das Futter ausgerechnet an die Katzenklappe gestellt hast war wohl ein etwas unglücklicher Zufall, so ist Deinem Kater ja der Ein- und Ausgang fast komplett versperrt, er sieht ja von drinnen vermutlich nicht, ob es für ihn gerade "sicher" ist oder nicht, durch die Klappe zu hüpfen)
Wenn Du die Aufmerksamkeit des Fremden woanders hin lenkst wäre das schon mal ein guter Anfang. (Da er ja nicht auf Menschenkontakt aus ist, könnte ein einsamer gelegener Futter-Ort sehr attraktiv sein für ihn und er bleibt evtl. freiwillig vom Haus weg)
Zudem würde ich die Katzenklappe für eine Weile verbarrikadieren, so dass der Fremde nicht rein kann und es für Deine Beiden auch rein optisch deutlich sichtbar ist, dass der Eingang gesichert ist (also nicht nur einfach auf "zu" stellen). Damit Deine Beiden sich wieder beruhigen und sicher fühlen können.
Aber ich fände es schon ganz wichtig sicherzustellen, dass der Fremde kastriert ist. Gerade intakte Kater können die Katzenbevölkerung in einem recht großen Umfeld ordentlich aufmischen. Und falls es ein Mädchen ist, wäre es noch viel wichtiger, dass sie keine Jungen bekommen kann (womit sich das Problem ja vervielfältigen würde).“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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16.06.2010, 13:15
AW: Katzen"eindringling"
Danke Joker für deine Hilfe,
stimmt das füttern an der Katzenklappe war eher Zufall. Ich dachte halt um sie draußen zu halten, soll sie das Futter gleich vor der Katzenklappe sehen, um dann nicht reinkommen zu müssen. Dann wurde es heiß und es kam Fliegenalarm. Ich Doffi hatte das Futter dann in den Keller gestellt, um ihr kein "verseuchtes" Futter anzubieten.
Am Anfang ging die Sitation ja noch ganz gut. Aber seid etwa einer Woche ist alles nicht mehr so schön wie gewollt
Mein Katzen sind ja an das problemlose raus und reingehen gewohnt. Wenn ich die Katzenklappe jetzt verbarrikatiere, wie schnell gewöhnen sie sich an das rein und rausgehen bei der Terassentüre?
Das weiterweg füttern find ich jetzt als Idee zwar nicht so schlecht, aber hier laufen ganz viele Katzen rum. Ich kann also gar nicht sicherstellen, dass genau die das Futter kriegt und für eine Mannschaftsfütterung fehlt mir dann doch der Geldbeutel.
Ich werd das mal mit dem Tierheim besprechen. Ich hab grad angerufen, aber da ging keiner ans Telefon.
Mir ist es auch wichtig, dass er gesundheitlich gut über die Runden kommt und das er kastriert wird.
Danke nochmal
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16.06.2010, 13:20Inaktiver User
AW: Katzen"eindringling"
Es gibt ja neuerdings auch Katzenklappen, die nur die eigenen Katzen reinlassen...
Mir würden auch die eigenen Katzen vorgehen - aber ich find es wichtig, dass du die neue nicht ihrem Schicksal überlässt. Tut einem ja auch leid, so ein armes Ding was ganz auf sich allein gestellt ist.
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16.06.2010, 14:00
AW: Katzen"eindringling"
Man soll ja nie anfangen, fremden Katzen Futter zu geben, dann kommen sie nämlich immer wieder...
Aber kann auch verstehen dass einem so ein Tierchen leid tut.
Ich glaube ich würde sie wahrscheinlich zum Tierarzt bringen, damit ihr geholfen werden kann, falls sie ernsthaft krank ist, und Tierärzte können einem da ja auch gut weiterhelfen (schauen ob die Katze gechipt ist, Adressen von Katzennothilfen geben usw.). Aber schön dass du dich der Katze angenommen hast.
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16.06.2010, 16:44
AW: Katzen"eindringling"

ich krieg mich net. Jetzt hab ich im Tierheim angerufen und was sagt die Dame am Telefon. Katzenklappe mit Magnethalsband für die eigenen Katzen. Fremdkatze draußen lassen. Ist halt so. Wir sind ja auf einem Bauerndorf, da läufts halt so
. Ein Tierarzt würde so ein Tier eh nicht anfassen.
Klasse, jetzt bin ich genauso gescheit wie vorher
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16.06.2010, 17:15
AW: Katzen"eindringling"
so, jetzt habe ich noch eine private Tierhilfe ausgemacht. Da ging nur der Anrufbeantworter ran. Ich hoffe, die können mir weiterhelfen.
Anstonsten bleibt nur die Sache mit der Katzenklappe und dem Mikrochip. Das Katerle hat schon einen Chip, ich müsste nur die Kätzin noch chippen lassen und dann können nur noch die beiden ins Haus und ich würde den beiden das Magnethalsband ersparen.
Aber dann hab ich noch immer nicht das Problem mit der kranken und mit größter Wahrscheinlichkeit unkastrierten Fremdkatze gelöst
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21.06.2010, 12:19
AW: Katzen"eindringling"
@wolke, ich hab die Katze ja nicht angefüttert, sie ist einfach durch unsere Katzenklappe gekommen und hat sich das geholt was da noch da war. Dem Hungerkaken weiter beim Hungern zusehen, dass brachte ich nicht übers Herz.
Aber es gibt Neuigkeiten:
Die private Tierhilfe war nun wirklich eine Hilfe. Wir haben eine Lebendfalle zu Verfügung gestellt bekommen. Gestern habe wir ihn gefangen, er ging - was waren wir froh - ohne große Umstände rein. Aber weh hat es trotzdem getan, so ein scheues Tier fangen zu müssen.
Wir haben ihn dann zu eine Privatfamilie gebracht, dort hat er im Keller übernachtet und heute wird er kastriert und auch wegen seinem Schnupfen geschaut und ein ordentlicher Tierarztcheck gemacht.
Wenn es tatsächlich ein Katerle ist, dann können wir ihn morgen schon wieder holen und in die Freiheit entlassen. Die Chipklappe hab ich hier schon liegen, ich weiß nur nicht, ob ich sie einbauen werden. Unser Stammkater hat sich ein wenig beruhigt, er knurrt zwar immer noch, aber wenigstes kommt er wieder jeden Tag nach Haus und schläft auch hier.
Ich werde wahrscheinlich einfach schauen, ob die beiden es nicht doch zusammen schaffen. Ein kastrierter Kater ist sicher einfacher für alle zu händeln. Das wird zwar Kämpfe geben, aber wir haben Platz genug. Im Haus und auch draußen, so dass sich alle aus dem Weg gehen können.
Vielleicht bleibt E.T (unsere Kleine hat ihm den Namen gegeben) ein kleiner Streuner, der nur sein Fressen und gelegentlich ein warmes Plätzchen will.
So oder so, er ist willkommen
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