Mich macht es auch immer ganz fassungslos und traurig, wenn ich überfahrene Tiere auf Straßen finde, an denen man prima hätte anhalten können und sich kümmern.
Dann halte ich eben an und sehe nach, ob ich Kontaktdaten finde. Die Leute sehen mich dann immer an, als hätte ich die Katzen oder Hunde überfahren.
Zum Glück -toitoitoi- ist mir das bisher erspart geblieben, aber in manchen Situationen ist man da hilflos.
Insgesamt kann ich nur dazu raten, sich für Gegebenheiten zu sensibilisieren, an denen solche Unfälle besonders wahrscheinlich sind. z.B. an lauen Sommerabenden. Wenn man da an einem Feld vorbeifährt, muss man die Augen einfach überall haben. Genauso in Bauerndörfern, wenn man an Hofausfahrten vorbeikommt. Es ist stressig, in jede Einfahrt erst reinzuguggen, aber die Katzen, die ich dadurch nicht überfahren hab, sind zahllos.
Das schlimmste, was ich je erlebt habe, war, als ein Mann in einem Dorf ein kleines Kätzchen überfuhr. Er war viel zu schnell in der 30 Zone unterwegs. Er hielt an, ich dachte schon, um nachzusehen, und trat dann das Kätzchen einfach mit dem Fuß auf den Gehsteig vor die Füße eines in lautes Geschrei ausbrechenden kleinen Mädchens. Na danke.
Das ist vielleicht ein besonders schlimmes Beispiel, so grausam ist sicher nicht jeder, der ein Tier überfährt.
Unter dem Strich finde ich es aber trotzdem auch immer grausam, ein überfahrenes Tier zurückzulassen. Rechtfertigen kann das gar nichts. Aus diesem Unstand kann man sich nicht herauswinden. Wenn wir als Menschen schon die Stärkeren sind, wäre es wünschenswert, wenn wir die Schwächeren Kreaturen, mit denen wir unser Leben teilen, wo wir können, beschützen.
So ein Verhalten kann höchstens entschuldigt sein, nämlich, wenn man sich sonst selber in Gefahr begibt.
Ich verstehe die Menschen nicht, die weiterfahren. Mir tut schon der Gedanke daran, dass das Tier sich vielleicht quält und dass die Leute es vermissen schrecklich weh.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der seine saubere Kleidung höher bewertet, jemals ein Tier geliebt hat.
Morcheeba, es tut mir ganz arg leid für das Katerchen. Ich kann nachfühlen wie es ist, wenn man ein Tier verliert und auch wie es ist, wenn man eines verliert, das einem nicht "gehörte", sondern, dass man einfach so lieb hatte. Ein Tier lieb zu haben hält sich nicht an Grenzen des zivilrechtlichen Eigentums... und kann eine Katze je jemandem "gehören"?![]()
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 51
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08.06.2010, 22:16
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
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08.06.2010, 22:35
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Morcheeba, ich kann deine Gefühle nachempfinden. Aber du hast dich keiner Verantwortung entzogen - ganz im Gegenteil!
Ich weiß nicht, wie du es mit deinen anderen Katzen handhabst, aber ich lasse unsere abends, sagen wir ab 19 Uhr, nicht mehr raus. Es kommt natürlich vor, dass sie nicht da sind und deshalb später kommen. Aber wenn ich es steuern kann, und das kann ich meistens, dürfen sie nicht mehr raus. Damit sind die Tiere mehr im Haus und damit auch "anhänglicher" (und damit den nächtlichen Gefahren auch nicht ausgesetzt).
Ich erinnere mich an diese Überlegungen, du hast uns daran teilhaben lassen. Aber ich glaube nicht, dass eine andere "robustere" es besser gehabt hätte. Deine Nachbarn handeln unverantwortlich. Leider ist es nicht so drastisch, dass man den Leuten ihr Tier wegnehmen könnte. Es ist schwer, den Misstand mitansehen zu müssen und nichts, aber auch gar nichts tun zu können.
Es tut mir wirklich leid für dich, aber mach dir doch bitte keine Vorwürfe. Du hast sicher alles getan, was du tun konntest!
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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10.06.2010, 12:32Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Unsere Katzen sind - zwangsläufig – reine Hauskatzen.
Der jüngere Kater wurde im TH geboren und hat dort die ersten drei Jahre seines Lebens verbracht. Er war völlig verstört, sehr menschenscheu und ängstlich als er zu uns kam.
Der ältere Kater kam mit etwa sieben oder acht Jahren zu uns, ebenfalls völlig verstört, da ziemlich vernachlässigt und verwahrlost.
Keine guten Voraussetzungen für Freigang – aus meiner Sicht, den sie übrigens auch nicht „einfordern“.
Sie gehen zwar raus auf die Terrasse, aber nie auf’s Dach (was ein Leichtes wäre) und liegen dort nur faul in der Sonne.
Ich kenne das noch von meinem ersten Kater – der durfte zwar raus, wollte aber nicht, er lag auch nur auf dem Balkon in der Sonne und das höchste aller Gefühle war ein Ausflug in den Vorgarten.
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10.06.2010, 12:48
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10.06.2010, 20:14
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
(((morcheeba))) gib Dir bitte keine Schuld!!!
Du hast getan, was Du konntest...
Grüssle Woody
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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10.06.2010, 20:26Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Fast jeden Abend, wenn ich nach Hause gekommen bin, ist der kleine Kater auf mich zugaloppiert, in der Hoffnung, dass ich ihn mit nach oben nehme und er ein wenig vom Futter stibitzen und unsere Kater ärgern kann.
Ich sehe ihn vor mir, wie er laut gurrend die Treppe vor mir hochlief - es ging ihm immer viel zu langsam.
Und wenn ich ihn wieder nach unten gebracht habe, hat er sich hinter den Blumentöpfen im Treppenhaus versteckt, und ist wieder nach oben gehuscht.
Unser Kater, jener, der nicht eifersüchtig auf ihn war, läuft fast jeden Morgen zur Balkontüre, um Ausschau nach seinem kleinen Freund zu halten.
Es ist - noch - sehr traurig und wir vermissen ihn alle. Sein Frauchen und Herrchen wohl am allermeisten und das tut mir auch sehr leid - denn auch wenn es nicht immer rund lief und sie Katzenhaltung erst noch üben mussten, hatten den kleinen Racker natürlich in erster Linie sie in ihr Herz geschlossen.
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18.06.2010, 18:15Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Mein Kater Felix ist heute am Tag 2 Jahre verschwunden...und wenn er überfahren worden ist wären mir sehr viele Tränen erspart geblieben wenn man uns informiert hätte...
Ich habe immer noch eine wenn auch leise Hoffnung dass er nur unterwegs ist...
Ich habe schon oft angehalten und tote Tiere von der Strasse geholt..
Und ich fand das auch unangenehm und habe mich schmutzig gemacht!!
ich verstehe es nicht wie man sie einfach liegen lassen kann???
Aber da gibts ja immer wieder Ausreden...und was anderes ist es in meinen Augen nicht...
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18.06.2010, 18:48
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Ganz so hart sehe ich das nicht. Es gibt Menschen, die können das einfach nicht. So wie es auch Menschen gibt, die einem Alten nicht den Hintern abwischen können, einen sabbernden Behinderten nicht anfassen können oder beim Blutabnehmen kollabieren.
Menschen sind nun mal verschieden.
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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18.06.2010, 22:37Inaktiver User
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19.06.2010, 09:21
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Morcheeba, es tut mir sehr leid zu lesen, dass dein kleiner Besuchskater nicht mehr da ist

Ich kann dir aber ziemlich sicher sagen, dass man nicht unbedingt merken muss, wenn man eine Katze überfährt... (Nur ziemlich sicher - denn 100% sicher könnte ich nur sein, wenn ichs gemerkt hätte). Bin mal nachts an einem Waldstück vorbeigefahren, plötzlich ein Knacken unter dem Auto. Ich dachte noch "hups, ein dicker Ast? Hab ich gar nicht gesehen..." Am nächsten morgen lag ein toter Fuchs an der Stelle... Könnte also gut der Fuchs gewesen sein, leider...
Auf puren Verdacht hin bleibe ich allerdings nicht im dunkeln an einer kurvigen, recht schmalen Straße stehen (genauso wie man niemals auf der Autobahn zurücklaufen sollte - selbst bei einer Panne soll man immer hinter die Leitplanke weil alles andere viel zu gefährlich ist) - mein Leben ist mir in dem Fall einfach wichtiger als das Toer, sorry.
In einer kleinen Seitenstraße hätte ich (wenn bemerkt) aber auf jeden Fall angehalten und nachgeschaut...


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