Ich habe nochmals drüber nachgedacht. Ich würde nicht anhalten. Und zwar schlicht und einfach, weil ich mich selbst schützen würde. Allein bei der Vorstellung graust es mich schon - das hat mit schmutzig machen nichts zu tun.
Ich habe kein Tier, obwohl ich sehr tierlieb bin, weil ich damit auch Probleme hätte, wenn es krank wäre oder leiden würde.
Und - das schreibe ich aus voller Überzeugung, auch wenn es provoziert: Katzen und Hunde ziehen im Strassenverkehr immer den kürzeren. Als Autofahrer hat man da überhaupt keine Chance. Ich erwarte von deren Besitzern, dass sie auch entsprechend die Tiere halten. Und wenn ich weiß, dass sie blindlings über die Strassen tappern, würde ich sie nicht rauslassen, oder nur in einem mit Netz hochumzäunten Garten. Es ist einfach auf die bösen Autofahrer zu schimpfen. Ich weise mal zurück auf die gedankenlosen Katzenhalter, die wissen, wie ihre Lieblinge sind, sie aber trotzdem laufen lassen.
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08.06.2010, 08:44Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
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08.06.2010, 09:13Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Wovor schützen?

Man könnte aber doch auch z.B. das nächstgelegene Tierheim anrufen (im Zeitalter in dem viele Menschen ein Handy mit Internetzugang haben sollte das kein großes Problem darstellen) die kommen dann und holen das Tier ab. Ist bei mir in der Arbeit z.B mit einem halbtoten wilden Kaninchen so gewesen, dass in der Parkanlage hockte.
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08.06.2010, 12:41Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Über die Autofahrer, die ohne Absicht eine Katze überfahren, wird niemand schimpfen. Das kann leider jedem passieren und für die meisten Fahrer ist sicher auch ein großer Schreck und ein schlimmes Erlebnis.
Und ja, die Tierhalter sehe ich schon auch in der Verantwortung. Nachdem eine meiner früheren Katzen überfahren wurde, halte ich meine Katzen unter anderem auch deshalb nur noch in gesichertem Freigang. Mit den wilden Katzen, die ich teilweise versorge, ist das natürlich anders und ich glaube, jeder Freigängerhalter, bzw. -verantwortliche ist sich des potentiellen Risikos bewusst.
Das eine hat für mich aber nichts mit dem anderen zu tun. Nur weil ein Katzenhalter in gewisser Weise damit rechnen können muss, dass seine Katze im schlimmsten Fall eventuell eines Tages einen Unfall haben könnte, heißt das doch noch lange nicht, dass ich als Fahrer mich dann überhaupt nicht kümmere.
Das Erlebnisse, die hier z.B. morcheeba1966 und Woodstock62 schildern, finde ich z.B. unmöglich. Wenn da schon Häuser sind (oder sogar nur ein Haus), kann man doch klingeln und bescheid geben, damit der Halter eine Chance hat informiert zu sein. Wenn es in einer Ortschaft passiert, kann man auch anhalten, zur Not ein paar Meter weiter, und wenn das Tier schon extra eine Halsband mit Anhänger trägt, kann man sich auch darum bemühen, dass die zuständige Person verständigt wird.
Und im anderen Fall, wenn man sich den Anblick des verletzte Tieres nicht zumuten will oder sich nicht traut auf der Straße anzuhalten und dort in der Nähe auch keine Häuser sind, dann kann man doch zumindest die Polizei oder den Tierschutz informieren (oder, bei einer definitiv toten Katzen, später im Internet kurz ein Formular ausfüllen). Bei einem Wildunfall schafft es doch auch jeder normale Mensch den zuständigen Förster, bzw. die Polizei anzurufen. (und sollte es durch eine Katze eventuell tatsächlich mal zu einem Schaden am Fahrzeug kommen und sollte man dafür eventuell die Versicherung bemühen wollen, müsste man sich ja auch kümmern)
@Christine1985H
So habe ich das auch schon gemacht. Und früher als ich die Tierschutznummern noch nicht immer parat hatte und in einer Situation, in der ich auch keine Möglichkeit hatte, die Katze selbst zum Tierarzt zu schaffen, habe ich die Polizei angerufen, als ich einmal eine angefahrene Katze gefunden hatte. Die haben den Tierrettungsdienst vom Tierschutz/Tierheim geschickt und die Katze wurde versorgt und es wurde später nach ihrem Besitzer gesucht. Die Katze, die ich gefunden hatte, wurde vom Unfallbeteiligten auch einfach liegen gelassen, obwohl sie noch lebte
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08.06.2010, 13:00
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Ich stimme dir in allem zu. Und es wäre schön, wenn es alle so machten. Aber mit dem Wildunfall, muss ich dir widersprechen. Es wird nur dann die Polizei gerufen, wenn ein Schaden am Auto entstanden ist. Ohne Anzeige keine Zahlung der Teilkasko.

Ich fahre jeden Tag über eine vielbefahrene Staatsstraße mit dem Motorrad in die Arbeit (ich wohne sehr ländlich). ICH rufe regelmäßig von der Arbeit aus an, dass zwischen den Orten A und B ein Fuchs, Hase oder Katze liegt. Und die sind meist von meinen Anrufen nicht begeistert. Ich erhalte immer wieder die Antwort da ist der Jagdpächter zuständig.
Nur weil gerade Motorrad- bzw. Mofafahrer aber duch so ein quer auf der Fahrbahn liegendes Tier gefährdet sind (Ausweichen auf die Gegenfahrbahn ist lebensgefährlich, Drüberfahren ebenso), nehmen sie meine Anrufe auf und kümmern sich darum. Da mein Mann ca. eine bis eineinhalb Stunden später zur Arbeit fährt, frage ich immer nach, ob die Tiere noch auf der Straße bzw. am Straßenrand lagen.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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08.06.2010, 13:10Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Finde ich super, dass du das machst, skirbifax
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Ja, das stimmt wahrscheinlich. Bei einem Reh oder Wildschwein rufen vermutlich die meisten an, bei Hase oder Fuchs wohl schon weniger. Aber eben allein schon wegen der Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer finde ich das ebenfalls daneben.
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08.06.2010, 15:33
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Ich habe vor Jahren mal eine Katze überfahren. Sie ist mir in der 70 er Zone (Landstraße) aus einem Busch direkt vors Auto gesprungen. Ich hatte keine Chance zu bremsen oder auszuweichen. Es gab einen Schlag, dass ich dachte, meine Auto zerfällt in 1000 Teile.
Danach habe ich genau das gemacht, was Skirbifax geschrieben hat. Angehalten, Katze untersucht (war sofort tot), Halsband mit Telefonnummer gefunden und dort angerufen. Es war wirklich schrecklich, ich habe geheult wie ein Schlosshund aber es war trotzdem die beste Möglichkeit. Die Besitzer waren natürlich sehr traurig, aber dennoch froh, dass sie wussten, was passiert war und wo sie ihre Katze finden konnten.
Sollte unsere Katze jemals überfahren werden (ich bete zu Gott, dass das niemals vorkommen wird!), dann hoffe ich sehr, dass der Fahrer sich auch um sie kümmert und uns verständigt.
Morcheeba, es tut mir wirklich sehr leid um das Katerchen
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Ich denke nicht, dass man eine Katze überfahren kann, ohne es zu merken. Aber leider sind wohl nicht wenige Menschen zu feige oder zu faul sich der Situation zu stellen.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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08.06.2010, 15:43
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
PS: So sehr ich Tiere und insbesondere Katzen auch liebe, auf der Autobahn würde ich niemals anhalten und zurücklaufen. Das ist einfach Wahnsinn und absolut lebensgefährlich - im Zweifel nicht nur für mich sondern auch für Andere. Nicht umsonst zahlt man Strafe, wenn einem auf der Autobahn das Benzin ausgeht. Man ist dadurch eine Gefahr für sich und andere.
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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08.06.2010, 19:17
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
@Felina: von Autobahnen spricht hier kein Mensch... das verbietet einem schon der gesunde Menschenverstand, außerdem verboten.
Aber man merkt es und die meisten Leute haben keinen Arsch in der Hose... leider. Aber immer große Klappe im Normalfall...
(die große Klappe bezieht sich jetzt nicht auf Dich!!!)
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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08.06.2010, 19:53Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Felina hat das an mich gerichtet, weil ich auch auf der Autobahn anhalten würde.
Kann man völlig behindert finden - ich könnte nicht anders.
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08.06.2010, 21:32Inaktiver User
AW: Katze überfahren - merkt man das denn nicht?
Es ist richtig, es war nicht "unsere" Katze.
Doch bei Freigeistern, wie Katzen es nun einmal sind, und auch vor dem Hintergrund, dass der Kater bei uns ein- und ausging, manchmal fast täglich, und wir ja auch einen Pflegeauftrag hatten, wenn die Nachbarn verreist waren, finde ich das eher nebensächlich.
Tatsächlich ist mir der kleine Racker ans Herz gewachsen und letztlich treibt mich wohl noch etwas ganz anderes um, denn auf gewisse Weise habe ich mich der Verantwortung auch entzogen. Das Katerchen war nicht für den Freigang geschaffen. Und gemessen daran, wurde er von seinen eigentlichen Besitzern ziemlich unsanft (das kann man ja in meinem anderen Thread nachlesen) mit dem Freigang konfrontiert.
Da ich mich nicht aufspielen wollte, obwohl ich einige Katzenerfahrung habe, und ihnen auch nicht in ihre Angelegenheiten reinquatschen wollte, habe ich es mitangeschaut, dass er da draußen völlig überfordert war.
Wann immer es mir möglich war, so auch im letzten Winter, als er beinahe erfroren wäre, habe ich ihn "gerettet". Vor dem Überfahren hätte ich ihn wohl, wenn ich mir ein Herz gefasst hätte und mich eben doch als Besserwisser aufgespielt hätte, vielleicht auch retten können.
Es geht also gar nicht um den Autofahrer, das Liegenlassen, sondern vielmehr um mein mangelndes Rückgrat, einzugreifen.
Ich suche gerade die Fehler bei anderen, obwohl er vermutlich auch bei mir liegt.
Wir haben das hier oft diskutiert (mein LG und ich), inwieweit wir uns einmischen sollen und uns für die Zurückhaltung entschieden.
Das war im Nachhinein betrachtet ein Fehler.
Zwar wurden wir immer wieder um Rat gefragt, wenn die Nachbarn sich an uns wandten, da der Kater sich ja immer wieder verlaufen hatte und nicht nach Hause zurückfand. Doch ich war vermutlich nicht vehement genug in meiner Ansage, dass er, wenn überhaupt als Freigänger unterwegs, einen geregelten Rhythmus braucht und behutsam an den Freigang gewöhnt werden muss.
Wir haben uns sogar überlegt, die Nachbarn zu fragen, ob sie den Kater nicht bei uns lassen und sich ein anderes, robusteres Kätzchen zulegen wollen - doch ich finde, das wäre einfach ein wenig vermessen gewesen.
Ja, ich mache mir Vorwürfe. Manchmal sollte man vielleicht auch etwas tun, obwohl es auf den ersten Blick richtig erscheint und auf den zweiten falsch ist. Und hätte ich gewusst, wie es endet, hätte ich sicherlich anders gehandelt.


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