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  1. Inaktiver User

    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Ich wünsch dir viel Glück beim Aussuchen der richtigen Katze - und viel Spaß.

    Abgewandelt aber auch wahr: Ein Leben ohne Katzen ist möglich - aber nicht schön.

  2. Moderation

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    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Hmm, in wie fern ein Freigänger wirklich nicht mit anderen Katzen kann ist manchmal schwer festzustellen. Eventuell kann er nur nicht mit den Katzen, die ihm zu nah auf den Pelz rücken (sprich in direkter Nachbarschaft wohnen) - wie er mit Katzen weiter weg auskommt, kann der Katzenhalter oft gar nicht mitkriegen, da nicht anwesend.

    Davon ab hat der Freigänger natürlich trotzdem jede Menge Kommunikation mit anderen Katzen am laufen, wenn auch nicht direkt und für Menschen sichtbar.

    Er schnüffelt oft mehrmals täglich die markanten Stellen in seinem Revier ab, spürt auf, welche Katze wann sein Territorium gestreift oder betreten hat, erkundet in welcher Stimmung diese Katze war, hinterläßt im Gegenzug seine Markierung um anderen Katzen seine Ansprüche, seine Anwesenheit und seine Stimmung mitzuteilen.

    Auch wenn er keine anderen Katzen in seiner Nähe duldet, ist ein wichtiger Teil seines Tages mit der Interaktion mit anderen Katzen gefüllt. Und ich denke, wenn man einer Katze diesen Sinn des Katzen-Daseins vorenthält (etwas überspitzt geschrieben), sollte es dafür erstens gute Gründe geben, die an der Katze liegen, nicht am Besitzer, und zweitens einen angemessenen Ausgleich (sprich anderweitige Beschäftigung, und zwar möglichst mehr als nur 15 min am Tag Bällchen werfen).
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

  3. Inaktiver User

    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Die intraspezifische Kommunikation unseres Katers beschränkte sich aufs Markensetzen, Drohen und lautstarkes Kämpfen ums Revier. Mit Menschen konnte er hingegen prima.

    Wie gesagt, mal sehen, was sich machen lässt. Ich möchte gern ein Leben mit Katze aber nicht für Katze.

    So sehr ich sie mag, so sehr sind mir Wohnungen ein Graus, in denen an jeder Ecke Kratzbäume (einer is ja ok) und andere Utensilien stehen und es eben unignorierbar nach Katzenklo riecht. In einem richtigen Haus ist das nochmal was anderes, aber wenn der Wohnraum so überschaubar ist, kann das für mein Empfinden ab einer gewissen Grenze das Ambiente kaputtmachen und das Gefühl vermitteln, dass es hier eher ums Tier als um andere Menschen geht. (Nachvollziehbar, wie ich das meine? )
    Und einer Zukunft als schrulliger Katzenmutti (die man mir damals charmanterweise in der Abizeitung prophezeite) möchte ich nun nicht wirklich entgegenblicken.
    Geändert von Inaktiver User (18.05.2010 um 11:44 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Achso, die anvisierte Wohnung hätte übrigens einen Balkon, der zu einem ruhigen Innenhof rausgeht. Müsste mich dann noch informieren, wie man den katzensicher macht. Aber immerhin schonmal besser, als wenn Mieze den ganzen Tag nur Autos angucken kann.

    Aber das ist ja alles noch gar nicht fix. Morgen sehe ich mir noch eine Wohnung an, die schön und günstiger ist, in der Tiere aber gar nicht erlaubt sind.

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    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, mal sehen, was sich machen lässt. Ich möchte gern ein Leben mit Katze aber nicht für Katze.

    Hm, ich denke, das kann aber schwierig werden. Gerade bei einer einzeln gehaltenen Wohnungskatze.
    Es ist einfach so, dass man schon mal ein schlechtes Gewissen hat, wenn man abends weggeht, obwohl man schon den ganzen Tag außer Haus war. Dann hat die Katze praktisch überhaupt keine Ansprache gehabt.
    Unsere Katze ist Freigängerin, im Winter will sie aber nicht raus oder nur mal ganz kurz für einen schnellen Spaziergang durch den Garten. Da beeile ich mich dann abends schon, dass ich heim komme. Mein Abo im Fitness-Studio habe ich gekündigt. Ein paar Abstriche sollte man schon bereit sein zu machen, sonst sollte man sich besser keine Katze zulegen. Bei unserer Katze merke ich sofort, wenn sie findet, dass sie am Tag zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. Dann läßt sie mich nachts nämlich nicht schlafen, sondern kommt ins Bett und schnurrt mich wach.
    Das Katzenklo, die Kratztonne und der Futter- und Wassernapf stehen schon gut sichtbar in der Wohnung rum. Aber riechen muss es wirklich nicht. Gutes Futter und Streu verhindern den Geruch sehr gut. Ich merke sofort, wenn ich irgendwo reinkomme, wo die Katzen billig gehalten werden (Supermarktfutter und -Streu).
    Für eine Einfangaktion einer Streunerkatze habe ich mich mal beim Tierschutzverein eine Katzenfalle ausgeliehen. Die Frau dort hat gut 20 Katzen in der Wohnung und es stinkt bestialisch. Ich wäre im Flur beinahe umgekippt. Daher kann ich Deine Bedenken durchaus verstehen, es wäre für mich auch komplett unvorstellbar, so zu leben. Aber das muss (und darf meiner Meinung nach) echt nicht sein. Selbst Freunde von uns, die überhaupt gar keine Tiere mögen, müssen bei uns ehrlicherweise zugeben, dass man die Katze überhaupt nicht riecht. Ganz im Gegensatz zu dem Zwerghamster, der wirklich riecht wie ein kleiner Puma .
    Katzenhaare hat man natürlich auch ÜBERALL, da sollte man schon tolerant sein. Aber die Biester haben einen ja auch wirklich gut im Griff. Mein Mann wollte absolut keine Katze, heute ist sie sein größter Schatz, die grundsätzlich abends zu ihm ins Bett kommen muss. Wenn ich ihm das vorher gesagt hätte, uiuiui
    „Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
    Nicolas Chamfort

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    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, mal sehen, was sich machen lässt. Ich möchte gern ein Leben mit Katze aber nicht für Katze.

    So sehr ich sie mag, so sehr sind mir Wohnungen ein Graus, in denen an jeder Ecke Kratzbäume (einer is ja ok) und andere Utensilien stehen und es eben unignorierbar nach Katzenklo riecht. In einem richtigen Haus ist das nochmal was anderes, aber wenn der Wohnraum so überschaubar ist, kann das für mein Empfinden ab einer gewissen Grenze das Ambiente kaputtmachen und das Gefühl vermitteln, dass es hier eher ums Tier als um andere Menschen geht. (Nachvollziehbar, wie ich das meine? )
    Hallo liebe RocketTail,

    ich lese hier seit einiger Zeit nur mit, aber nun musste ich mich doch extra anmelden, um Dir zu antworten..

    Ich mein das gar nicht böse, aber wenn Du so denkst, würde ich Dir keine Wohnungskatzen, und schon gar nicht eine alleine, empfehlen. Sondern eher einen unabhängigen Freigänger, der sich draußen beschäftigt und drinnen vor allem zum Schlafen und Kuscheln ist.

    Ich kannte Katzen aus meiner Kindheit/Jugend auch nur als Freigänger, vor ein paar Jahren habe ich mir mit meinem Partner Wohnungskatzen zugelegt (zwei in ca. 65 qm), und glaube mir, das ist ein großer Unterschied. Bei Wohnungskatzen dreht sich das Leben einfach viel mehr um sie, sie sind viel stärker auf ihren Menschen als Bezugspunkt angewiesen, brauchen viel Beschäftigung, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Das bedeutet, regelmäßige, tägliche (!) Spielzeiten und Ideen für Beschäftigung in Deiner Abwesenheit (gerade bei jüngeren Katzen!). Ganz schnell kriegt man ein ganz schlechtes Gewissen, wenn man schon den ganzen Tag nicht da ist und auch abends noch weggehen möchte.. Oder mal am Wochenende wegfahren, das reduziert sich drastisch.

    Bei einer Einzelkatze - in der Wohnung! - kommt dann dazu: Die hat wirklich nur Dich, Du bist ihr einziger Bezugspunkt, sie wird Deine Aufmerksamkeit einfordern. Auch, wenn Du müde, gestresst und genervt bist. Und Katzen können - ich spreche da aus Erfahrung - diese Aufmerksamkeit sehr entschieden einfordern (auch nächtliches Miauen, Kratzen an Schränken, Türen..).

    Und ja, auch was 'Schäden' in der Wohnung betrifft, das Risiko ist bei reiner Wohnungshaltung eben auch höher, weil sich die Tiere nicht draußen austoben können: Die Wohnung ist ihr Lebensraum. Eine gelangweilte Katze kann da schön aufräumen, Pflanzentöpfe ausbuddeln, Deko runterschmeißen, Kratzen an Stellen, wo sie das nicht soll. Und eine katzengerechte Einrichtung mit Kratzmöbeln, vielen Klettermöglichkeiten ist auch ein Muss: Die Wohnung sollte das kompensieren, was ihnen durch den mangelnden Freigang fehlt. Da die Katze nicht jagen kann, muss man ihr das durch Spiele, die die Jagd 'simulieren', ersetzen. Draußen klettern Katzen auf Bäume, streifen rum und beobachten. Also brauchen sie Klettermöglichkeiten - und meiner Meinung nach - mindestens einen abgesicherten mit Pflanzen und Beobachtungsplätzen ausgerüsteten Balkon.

    Und ja, da wird die Wohnung dann mal ganz schnell hauptsächlich auf die Katzen abgestimmt. Bei uns war das so, ich hab vorher auch gedacht, ich will nicht viel Katzenkram rumstehen haben, denkste.. Der Traum von der Designer-Einrichtung ist auch schnell geplatzt... Allles, was potenziell zerstört werden kann, wurde bei uns auch vernichtet: Ledersofa zerkratzt, ebenso Bistrogarnitur aus Rattan. Wir haben nach und nach drei Kratzbäume angeschafft, einen 'Catwalk' (Bretter an der Wand) gebaut und die ganze Wohnung lag voller Katzenspielzeug. Ich finde das nicht weiter schlimm, da einem die 'Fellknäuels' so ans Herz wachsen, das man ihnen gar nicht böse sein kann.. Aber wer da 'pingelig' ist, sollte es sich gut überlegen.. Und auch einberechnen: Katzen haaren, verteilen Katzenstreu in der Wohnung und manche (mein einer Kater ), schleppen auch ihr Futter gern woanders hin. Sprich, man wird häufiger putzen, staubsaugen müssen, etc.

    Bei uns war es letztlich auch noch so, dass unser einer Kater immer deutlicher gezeigt hat, dass ihm die Wohnungshaltung nicht reicht, weswegen wir in eine Gartenwohnung umgezogen sind, wo beide nun rausgehen können. Seitdem halte ich von Wohnungshaltung nicht mehr so viel, aber gut, das ist eine andere Frage. Bei älteren, ruhigen Tieren ohne Freiheitsdrang, die einfach nur ein schönes Plätzchen mit viel Zuwendung suchen, finde ich Wohnungshaltung durchaus in Ordnung.

    Ich hoffe, Du bist mir nicht böse, ich wollte Dir nur ein paar Denkanstöße geben. Ich selbst bin total unbedacht und spontan in mein Dasein als Sklave zweier Katzen geraten , und habe dann aber schnell gemerkt, dass sie einem das Leben total umkrempeln können.. Und das muss man halt mögen..

    Liebe Grüße,
    Henriette-Adelaide

  7. Inaktiver User

    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Kein Problem.
    Erfahrungen habe ich eben auch nur mit der Haltung im Haus mit Garten. Der Kater war sauber, hat nix ins Haus geschleppt und nix zerlegt, und da ging auch sonst kaum was kaputt. Er hat nur provokant am Sofa gekratzt, wenn er genau jetzt sein Fressen wollte. Nicht zum Krallenschärfen. Er wusste einfach, dass einen das auf die Palme bringt.
    Und mit Würmern hatte er trotz regelmäßger Kuren gelegentlich ein Problem.
    Beschäftigt habe ich mich mit ihm damals mehr als ihm teilweise lieb gewesen sein dürfte. Das sieht bei meinem jetzigen Pensum gezwungenermaßen ganz anders aus.

    Tja, dann lasse ich mir das doch noch ein Weilchen durch den Kopf gehen. Wegen meines Ledersofas hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht und dachte ans Verhüllen. Sofern das was bringt.
    Freigang werde ich mutmaßlich gar nicht bieten können.
    Mal sehen.

  8. Moderation

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    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Das würde ich unbedingt unterschreiben wollen.

    Ein Kratzbaum ist bei Wohnungskatzen eindeutig zu wenig. Katzen müssen kratzen, das gehört zu ihrem ganz normalen Verhalten und ist keine "falsche" Eigenschaft, die man ihnen abgewöhnen kann. Die Kratzmöglichkeiten müssen strategisch günstig aufgestellt werden, damit die Katze diese gegenüber den Möbeln bevorzugt.

    Katzen kratzen nur teilweise zum Abwetzen der Krallen, zu einem großen Teil erfüllt das Territorialverhalten. Das Revier wird durch die Duftstoffe, die durch das Kratzen am Kratzobjekt angebracht werden, markiert - d.h. es wird an strategisch wichtigen Punkten im Revier gekratzt, z.B. an Durchgangspunkten wie Türen aber auch an Lieblingsplätzen, z.B. nahe an den Schlafplätzen. Das Kratzen an sich ist auch Imponiergehabe, d.h. wird gerne dort gemacht, wo andere Katzen es potentiell sehen können, z.B. direkt bei einer Terrassentür oder einem großen Fenster.

    Also müssen zumindest an einigen solchen Stellen Kratzmöglichkeiten gegeben sein, damit die Katze nicht auf Möbel oder Tür- / Fensterrahmen ausweicht.

    Außerdem ist ein Kratzbaum für Katzen nur bedingt ein Sportgerät, es ist also hauptsächlich am Besitzer, den Bewegungs- und Jagddrang der Katze auszulasten. Manche Katzen spielen gerne (auch) alleine mit Spielzeug, andere brauchen zum Spielen immer einen Partner (also in dem Fall den Besitzer). Und wie gesagt, das sollte meiner Meinung nach schon täglich mindestens 30 bis 60 min sein. Unausgelastete Katzen können sonst einiges anstellen, was dem Besitzer nicht so passt.

    Auch das sollte man bedenken, bevor man sich für eine Katze entscheidet.
    “You can tell how smart people are by what they laugh at.”

    ― Tina Fey

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    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Ja, verhüllen kann man, haben wir - als es schon zu spät war - auch gemacht, aber so eben schick schaut das nicht unbedingt aus.

    In unserer neuen Wohnung haben wir nun eine schwarze Couch aus grobem Stoff gekauft, die ziemlich katzenkompatibel ist. Man sieht keine Flecken, die die Fädchen, die ab und zu rausgezogen werden, kann man wieder reinstopfen.. Bei uns wurde die Ledercouch übrigens auch nicht zum Krallenschärfen verwendet, sondern beim ausgiebigen Rübertoben, den gegenseitigen Verfolgungsjagden, zerstört. Da bleibt Katz schon mal mit den Krallen hängen..

    Wünsch Dir alles Gute beim Wohnungssuchen und Entscheidung-Treffen!

  10. Inaktiver User

    AW: Paar Fragen zur Wohnungskatze

    Zitat Zitat von Joker Beitrag anzeigen
    Katzen müssen kratzen, das gehört zu ihrem ganz normalen Verhalten und ist keine "falsche" Eigenschaft, die man ihnen abgewöhnen kann.
    Sach bloß.

    Außerdem ist ein Kratzbaum für Katzen nur bedingt ein Sportgerät, es ist also hauptsächlich am Besitzer, den Bewegungs- und Jagddrang der Katze auszulasten. Manche Katzen spielen gerne (auch) alleine mit Spielzeug, andere brauchen zum Spielen immer einen Partner (also in dem Fall den Besitzer). Und wie gesagt, das sollte meiner Meinung nach schon täglich mindestens 30 bis 60 min sein. Unausgelastete Katzen können sonst einiges anstellen, was dem Besitzer nicht so passt.

    Auch das sollte man bedenken, bevor man sich für eine Katze entscheidet.
    Ich hab's verstanden.

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