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  1. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe z.B. gestaunt, dass es einen Tod-Verbeller gibt! habe ich noch nie gehört.
    Und einen Bringselverweiser.

  2. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ben ist ein Schnauzer-Terrier Mischling. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass er wenig Jagdtrieb hätte. Wir leben seit 15 Jahren zusammen und solche Sachen haben wir uns erarbeitet.
    Er unterscheidet sehr zwischen unsere Tiere = gehört zu uns und wird nicht gefressen und nicht-unsere-Tiere = sollten auf jeden Fall gejagt werden (so sieht Ben es!)
    Ich finde Dich mit Deinem sonnigen Gemüt schon auch schnuffig, finja. Nur: Ein Schnauzer / Terrier ist etwas anderes als ein Pointer. Ich will mich jetzt hier nicht in die Nesseln setzen - suche nur einen Vergleich: Ein Schnauzer / Terrier findet seine Nische, seinen Raum in einer Familie. Der beschäftigt sich selbst. Und wenn es das Sofa tot beißen bedeutet. Ein Terrier bleibt ein Terrier - wenn auch ein durchgeknallter, der hat mehr Bandbreite. Ein Pointer ist "spezialisierter" - so wie eine Operndiva eben eine Operndiva ist. Das Vorstehen gehört implizit zum Hund, apportieren musst Du ihm beibringen und wenn beides nicht ist, läuft der hohl. Der beißt einem dann zwar auch das Sofa tot - aber dann ist eigentlich auch der Hund schon innerlich tot. Und ob ein Hund auf "Platz" oder "down" reagiert, ist KEIN WESENtlicher Unterschied. Nur ein sprachlicher. Da gibt es andere, WESENtlichere Unterschiede.

    Ganz ehrlich:
    Einem solchen Hund - und dann noch in dem Alter beibringen zu wollen, was "eigene" und was "fremde" Kaninchen sind, finde ich anmaßend.

    Und dann würde ich noch raten:
    Wenn Du ihn nicht ganz nehmen kannst, dann lasse es lieber bleiben. Teilzeithundeschaft finde ich in dem Fall nicht angemessen. Dieser Hund hat es verdient, dass er endlich einen zuverlässigen Platz mit klarem Rhythmus und direktem Hof- / Gartenzugang bekommt. Ein (zu kleiner ) Korb zwischen Schrank und Stereoanlage und Althund, der nicht weiß wie ihm geschieht, finde ich nicht so prickelnd.
    Bin da jetzt mal ganz offen.

  3. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann werde ich mal in mich gehen.

    Ich bleibe dabei, wir beide haben ein Kommunikationsproblem. Aber das ist ja nicht schlimm - eher schade. Trotzdem Danke für deine Bemühungen!
    Für Hunde tue ich beinahe alles.

    Allerdings darfst Du Dein Problem gern für Dich behalten. Ich habe keins.

    Leda hat ansonsten alles geschrieben, was es zu schreiben gibt. Ich fände es schön, wenn zur Abwechslung mal jemand an die Hundedame (und den alten Hundeherrn) dächte.
    Geändert von Inaktiver User (20.05.2010 um 23:08 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Ich finde ihr übertreibt das auch ein bisschen. Der Hund ist 7 Jahre alt, hatte schon einige Vorbesitzer. Finja gibt sich sehr große Mühe, sucht Rat. Das machen weiß Gott nicht alle, die leben einfach mit ihren Hunden, machen sich keinen Kopp.

    Meine haben zu viert in einem kleinen Korb gelegen, übereinander. Sie liebten es. Der fünfte Große hat leider nicht mehr reingepasst. Meine haben sich immer in die Kleinsten reingequetscht, die Großen wurden nur angenommen, wenn sie Welpen hatten.

    Ich hatte mir auch schon überlegt einen Hund aus den Tierschutz zu nehmen. Aber wenn ich ehrlich bin möchte ich mir solche Diskussionen - Korb zu klein, falscher Ort usw - einfach ersparen. Das ist mir dann doch zu übertriebene Tierliebe.

    Finja kennt sich noch nicht so gut mit Jagdhunden aus. Na und, dass kann man lernen. Das musste jeder von uns.

  5. User Info Menu

    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Wenn Du daran denkst, einen Nothund aufzunehmen, wäre es sinnvoll, Dich vorher mit Rudelbildung zu befassen - dann erklären sich Verhaltensweisen wie die von Ben beispielsweise von selbst, und Du kannst adäquat reagieren.
    Auslastung eines Jagdhundes bedeutet darüber hinaus nicht ewige Runden, sondern vor allem geistige Forderung. Bewegung muss adäquat sein, geistige Herausforderungen sind aber genauso entscheidend.

    "Zusammenstauchen" geht im übrigen gar nicht - damit zeigst Du Dich selbst nur als schlechter Rudelführer, und löst maximal Angstreaktionen aus, die wiederum auf Euer Zusammenleben verkomplizierend wirken. Richtig wäre, der Hündin zu zeigen, wie es richtig zu laufen hat, sie dafür ausdauernd zu loben und zu belohnen, und ihr Möglichkeiten zu nehmen, sich "daneben" zu benehmen. .
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich kann dabei nicht von meinem menschlichen Verständnis der Dinge ausgehen, sondern muss mich in den Hund hinein versetzen. Der Hund macht es mir dabei sehr leicht - er ist als extrem soziales Wesen sehr daran interessiert, sich mit mir gut zu stellen. Eigentlich also beste Voraussetzungen - immer vorausgesetzt, ich lege nicht meine menschlichen Massstäbe an.

    Ich bezog mich auf LEITTIERE. Dass Hunde sich untereinander auch anders verhalten können, ist klar, aber ein Rudel ist nur dann funktional, wenn es geordnete Strukturen hat.

    Ein Leittier sorgt im Rudel dafür, dass eine freundliche, friedliche, kooperative Grundstimmung erhalten bleibt. Es setzt die dafür notwendigen Impulse, ergo ist es sinnvoll, dass es ruhig und souverän agiert. Es ist Initiator, Aufpasser, Beschützer, Ressourcenmanager - aber auf Basis von KOOPERATION.

    Kooperation erreicht man nicht über Druck und Aggression.

    .
    Nachdem es jetzt das zweite Mal als Erklärung dient und ich beruflich auf diesem Sektor unterwegs bin muß ich jetzt einfach mal was dazu sagen.
    Das ist weit verbreitete aber trotzdem falsche Theorie.
    Eine vom Menschen zusammengewürfelte Gruppe ist KEIN RUDEL denn ein Rudel ist immer ein Familienverband, er besteht normalerweise aus zwei Eltern und ihren noch beim Rudel befindlichen Nachkommen. Ein Rudel hat daher ein Interesse daran möglichst viele Rudelmitglieder am Leben zu erhalten, es dient der Erhaltung der eigenen Gene.
    Das hat mit einer Gruppe Hunde die zusammenleben weil halt zusammengefügt nicht wirklich etwas zu tun, deshalb sind die Anwendungen der an Rudeln gewonnenen Erkenntnisse nur eingeschränkt möglich.

    EIN Leittier gibt es bei Canidenrudeln i.R. nicht es sind normalerweise zwei und sie sind nicht immer nur nett sondern setzen durchaus auch Sanktionen wenn sie es für sinnvoll halten auch wenn ihre Hauptverantwortung im sozialen Zusammenhalt liegt und die souveränsten Tiere die besten Rudelführer sind.

    Und die Erkenntnisse aus Wolfsrudeln lassen sich ebenfalls auf Hunde nur eingeschränkt übertragen, denn 1. wurden die meisten an Gehegetieren gewonnen die nicht in normalen Strukturen leben und 2. zeigen unsere Haushunde ein so unterschiedliches Verhalten zum Wolf dass es Wissenschaftler gibt die sie als eigene Art ansehen.

  6. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Was folgt für Dich daraus ganz praktisch? Welche Empfehlungen hast Du für die TE, die Probleme, die beim Zusammenführen von Hunden auftauchen, beispielsweise hinsichtlich ihrer Rangordnung, anzugehen?

    Wie würdest Du eine von Menschen zusammen gesetzte Hundegruppe bezeichnen wollen, und geht es hier um biologische Begrifflichkeiten? Wie würdest Du die Dynamik, ganz praktisch und alltäglich, beschreiben, die in so einer von Menschen zusammen gesetzten, zusammen lebenden Hundegruppe, die ich jetzt bewusst nicht als Rudel bezeichne, entsteht, und wie mit ihr umgehen?

    Denkst Du, dass die Bedürfnisse der Haushunde, und ihre Bestrebungen, diese Bedürfnisse zu erfüllen, sich also Ressourcen anzueignen, tatsächlich verschwunden sind, oder lässt sich aus ihnen möglicherweise Verhalten erklären?

    Wie würdest Du hinsichtlich der Probleme, die die TE beschreibt, vorgehen, welche Interventionen scheinen Dir angemessen?

    Wo war hier die Rede von Wolfsrudeln?

    Ich bin gespannt auf Deine Vorschläge, und mich würden auch Quellen interessieren. Ich lerne gern dazu.
    Geändert von Inaktiver User (21.05.2010 um 10:01 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und dann würde ich noch raten:
    Wenn Du ihn nicht ganz nehmen kannst, dann lasse es lieber bleiben. Teilzeithundeschaft finde ich in dem Fall nicht angemessen. Dieser Hund hat es verdient, dass er endlich einen zuverlässigen Platz mit klarem Rhythmus und direktem Hof- / Gartenzugang bekommt. Ein (zu kleiner ) Korb zwischen Schrank und Stereoanlage und Althund, der nicht weiß wie ihm geschieht, finde ich nicht so prickelnd.
    Bin da jetzt mal ganz offen.
    DAS hier finde ich ganz ganz wichtig. Und wenn das klar ist, dann kannst du finja immer noch darüber nachdenken ob Maya apportieren lernt oder weiter pointen darf oder in einen Schwimmkurs geht.

    Ich persönlich glaube dass Ben sich an die Situation gewöhnen wird und die Beiden sich vertragen werden.

    Er darf eben nicht vernachläßt werden, aber ich bin sicher dass hattest du sowieso nicht vor.

    Maya hat ein entgültiges Zuhause verdient. Und Ben wird nicht mehr allzulange leben (leider)

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    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    ich wuerd mich mal von dem *jagdgetue* ganz frei machen,

    du hast doch hundeerfahrung,und wenn du sie in deine familie aufnimmst dann guckst du erstmal
    wie sie was so macht,was sie kann oder was du ihr noch beibringen moechtest,
    evt.mag sie auch erstmal ne weile nur im korb liegen, nach der*weltreise* die sie hinter sich hat,
    und wenn sie spaetzer keinen ball holt geht doch die welt auch nicht unter*g*

    ich hab nen golden, die brauchte keine anleitung fuer ihre rassespezifischen muster,und nen pudel der holt den ball genauso, obwohl das keiner von ihm erwartet hat*g*,
    buddelt in erdloechern(was auch nicht sein job ist eigentlich),
    und wuerd huehner jagen ,wenn ich ihn liesse.....(dafuer sollt die goldene mal zum friseur*g*)

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    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was folgt für Dich daraus ganz praktisch? Welche Empfehlungen hast Du für die TE, die Probleme, die beim Zusammenführen von Hunden auftauchen, beispielsweise hinsichtlich ihrer Rangordnung, anzugehen?
    Ich würde hier im Forum ohne beide Hunde in ihrer gewohnten Umgebung zu sehen überhaupt keine Empfehlungen geben, denn meiner Erfahung nach entspricht sehr häufig die Beschreibung der Situation und der Stimmungslage der Hunde nicht dem tatsächllichen Bild. Ferndiagnosen finde ich unseriös. Wenn ich generelle Empfehlungen geben sollte würde ich vorher genau im direkten Gespräch die Vorgänge versuchen abzuklären, in einem Forum in dem jeder permanent seinen Beitrag leistet geht das eher nicht.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie würdest Du eine von Menschen zusammen gesetzte Hundegruppe bezeichnen wollen, und geht es hier um biologische Begrifflichkeiten? Wie würdest Du die Dynamik, ganz praktisch und alltäglich, beschreiben, die in so einer von Menschen zusammen gesetzten, zusammen lebenden Hundegruppe, die ich jetzt bewusst nicht als Rudel bezeichne, beschreiben, und wie mit ihr umgehen?
    Als Hundegruppe, etwas anderes als ein Rudel, der Umgang damit ist situations- und selbstverständlich hundeabhängig, s.o., es gibt nur drei Faktoren der immer vonnöten ist ein souverän agierender Mensch, Konsequenz und klare Regeln sonst herrscht in Gruppen früher oder später Chaos. Ein souveräner Hund als Hundechef ist mehr als hilfreich aber nicht die Regel und es ist auch meistens eine Chefin aber das hilft hier nicht weiter. Um biologische Begrifflichkeiten geht es in dem Moment in dem die Rudelstruktur als Argumentation für Hundegruppen herhalten muß, denn Hundegruppen sind nunmal keine Rudel und haben eine andere Struktur und deshalb sind ihre Regeln nicht immer identisch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Denkst Du, dass sich die Bedürfnisse der Haushunde, und ihre Bestrebungen, diese Bedürfnisse zu erfüllen, sich also Ressourcen anzueignen, tatsächlich verschwunden sind, oder lässt sich aus ihnen möglicherweise Verhalten erklären?
    Unsere Haushunde zeigen ganz unterschiedlich ausgebrägte Bedürfnisse und Interessen an ganz unterschiedlichen Ressourcen. Kein Wunder, sind sie doch über Jahrhunderte weg für ganz unterschiedliche Zwecke selektiert worden. Und ein Sichern von Ressourcen ist ein Verhalten das jeder Canide in jeder Umgebung zeigt, hat aber nicht automatisch etwas mit Rangstellung zu tun und schon gar nicht mit Dominanz. Die Vehemenz mit der gesichert wird ist auch sehr unterschiedlich von Hund zu Hund. Das Sichern von Ressourcen hat auch nicht viel mit dem Problem das zur Eröffnung dieses Strangs führte zu tun. Auch habe ich nicht geschrieben das Hunde sich keine Ressourcen sichern wollen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo war hier die Rede von Wolfsrudeln?
    Du hast die Rudel und Leittiere aufgebracht, nicht ich. Unsere Haushunde sind genetisch programmiert in sozialen Hierachien zu leben, das stimmt schon, nur kann man halt die Regeln eines Rudels nicht 1 : 1 auf Hundegruppen übertragen. Und was die Übertragung auf das Verhältnis zum Menschen angeht widerspricht sich die Argumentation alles positiv umzulenken und ein Leittier darzustellen ab einem gewissen Punkt, nämlich ab dem an dem das positive Umlenken nicht mehr funktioniert aber die Sache trotzdem klappen muß. Wie hoch soll der positive Reiz denn beim Anblick eines Rehs bei einem jagdlich hochmotivierten und bereits jagdlich geführten Hund denn werden um positiver zu sein als das flüchtige Reh? Mit einer Reizangel brauche ich so einem Hund i.R. nicht zu kommen.

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    AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?

    Zitat Zitat von Franny Beitrag anzeigen
    ich wuerd mich mal von dem *jagdgetue* ganz frei machen,

    du hast doch hundeerfahrung,und wenn du sie in deine familie aufnimmst dann guckst du erstmal
    wie sie was so macht,was sie kann oder was du ihr noch beibringen moechtest,
    evt.mag sie auch erstmal ne weile nur im korb liegen, nach der*weltreise* die sie hinter sich hat,
    und wenn sie spaetzer keinen ball holt geht doch die welt auch nicht unter*g*

    ich hab nen golden, die brauchte keine anleitung fuer ihre rassespezifischen muster,und nen pudel der holt den ball genauso, obwohl das keiner von ihm erwartet hat*g*,
    buddelt in erdloechern(was auch nicht sein job ist eigentlich),
    und wuerd huehner jagen ,wenn ich ihn liesse.....(dafuer sollt die goldene mal zum friseur*g*)
    Volle Zustimmung, der Hund ist kaum angekommen, er muß sich noch in die Familie einfinden und wenn ein Kommando jetzt einen anderen Namen bekommt wird er das auch lernen. Welche Beschäftigung im liegt kann man in Ruhe rausfinden, kein Hund braucht 365 Tage im Jahr ein volles Bespaßungsprogramm. Wenn man sich das Berufsbild eines Pointers anschaut kann man ja schon in etwas schließen was ihm wahrscheinlich liegt und das nach und nach einfach mal probieren.

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