Das ist ja kein guter Zustand, dass du die Hasen nicht mehr ins Freigehege lassen kannst. Ich denke, du wirst das Gehege oben auch schließen müssen, damit Maja nicht mehr einfach hineinspringen kann, aber Stress werden sie dann immer noch haben, wenn sie am Zaun anfängt Theater zu machen.Tja, normalerweise ist das ihr Freigehe. Ich gehe morgens hin und lasse die Kaninchen raus und hole sie erst abends rein. Sie können selbst in ihren Stall rein oder raus.
Momentan lasse ich sie nur drin.
Heute habe ich mich überwunden und habe Maja total angeschissen, als sie über den Zaun gesprungen ist. Ich habe sie sofort an die Leine gelegt und festgebunden. Danach habe ich sie keines Blickes mehr gewürdigt. Sie war sehr beschämt.
Wie machen das denn Jäger?? Da können doch die Hunde nicht so einen trouble machen?Doch alles andere wäre mir persönlich zu riskant. (ich gehe mal davon aus, dass es keine Hasen sind, die irgendwann in den Topf wandern sollen, sondern Haustiere)
Jäger arbeiten mit ihren Hunden und sie bieten ihren Hunden ein Jagderlebnis bzw. -erfolg, soll heißen, sie gehen ja wirklich mit ihnen auf die Jagd, was ein "normaler" Hundehalter nicht tut. Der Hund hat dort eine ganz andere Bestätigung seines Triebes.
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14.05.2010, 14:14Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
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14.05.2010, 15:14Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
Das ist richtig. Aber nicht jeder Hund, der einer Jagdhunderasse zugehörig ist, muss auch zwangsläufig jagdlich geführt werden.
Meine Hündin ist auch ein Jagdhund - das "Verreckerle" im Wurf - wurde aber aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte (u.a. eine sehr früh diagnostizierte Epilepsie) nie jagdlich ausgebildet und geführt. Trotzdem hat sie natürlich einen wesentlich ausgeprägteren Jagdinstinkt als viele andere Rassen - und den kriegt man auch nie ganz raus. Er muss auf andere Weise befriedigt werden. Sprich: Den Hund auslasten und konsequent beschäftigen und fordern. Eine extrem konsequente Erziehung, Stichwort Gehorsam, ist ebenfalls ein A und O. Bei uns hat es gut funktioniert, aber wir haben sie auch als Welpen bekommen und konnten von Anfang an gezielt mit ihr arbeiten.
Was mich wirklich fassungslos macht, ist das Verhalten des Jägers, der einer ihrer Vorbesitzer war. Ich stamme ja selbst aus einer Familie, in der seit Generationen gejagt wird und in der die Hunde immer vorbildlich gehalten wurden und als ganz wichtige Partner einen wichtigen Platz eingenommen haben . Und wenn ich sowas lese, dann kann ich mich nur für den Mann schämen...
Dass dein Ben so auf Maja reagiert, ist nicht weiter verwunderlich. Ein so alter Hund tut sich mit Neuerungen generell sehr schwer.
Es gibt eine tolle Organisation namens Krambambuli, die sich auf die Vermittlung von Jagdhunden mit ähnlicher Vorgeschichte wie Maja spezialisiert hat. Dort wirst du sicher einige gute Tipps erhalten und, falls es denn notwendig ist und ihr Maja nicht behalten könnt, auch Hilfe bei der Vermittlung an geeignete neue Besitzer bekommst.
Gruß, SpellboundGeändert von Inaktiver User (14.05.2010 um 15:26 Uhr)
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14.05.2010, 16:46Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
Das wollte ich damit auch nicht sagen. Es gibt viele Jagdhunde in "privater Hand" die es dort gut haben (ich hoffe, meine gehören auch dazu).Das ist richtig. Aber nicht jeder Hund, der einer Jagdhunderasse zugehörig ist, muss auch zwangsläufig jagdlich geführt werden.
Ich meinte jedoch, ein Hund, der bereits zur Jagd eingesetzt wurde, also auf Wild ausgebildet und bearbeitet wurde, ist für einen normalen Hundehalter eine große Herausforderung.
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14.05.2010, 17:18Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
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Geändert von Inaktiver User (25.05.2010 um 21:15 Uhr)
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17.05.2010, 13:42Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
@finja
dass ben so reagiert ist nicht unüblich, für ihn war es eine zumutung ihm so ein jungspund vors gesicht zu setzen ;-) sie ist ja um die hälfte jünger als er.
wie ist es wenn du ben im auto warten lässt nach seiner üblichen runde? du gehst dann nochmals mit der hündin alleine. ginge das für ihn?
du kannst ihn auch ganz langsam ans alleine sein gewöhnen wenn du nur kurz mit der hündin gehst und dies langsam hinauszögerst.
zum verständnis, auch jagdhunde brauchen nicht stundenlangen auslauf, gehorsamsübungen, bindungsübungen, apportierspiele, suchspiele, fährten sind sehr gute alternativen zum stundenlangen rumlatschen.
diese dinge könntest du ja auf deinem grundstück machen damit ben sich nicht so alleine fühlt, er kann ja zugucken :-)
lg
lara
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17.05.2010, 13:46Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
die jäger haben ihre hunde meistens an der leine....

meinen jagdhund würde ich auch nicht mit hasen zusammenlassen, ich weiss wer gewinnen würde
. aber ich kann sie aus jeder situation abrufen und das ist pflicht wenn du einen hund ohne leine führen willst.
denk auch daran, dass hasen oft an einem herzinfarkt sterben wenn sie gejagt werden, auch ihn ihren käfigen.
lara
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19.05.2010, 11:34Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
Mir scheint, Du hast bei Deinen Überlegungen völlig vergessen, dass man Hunde nicht "einfach so" zusammen führen kann. Nur weil sie derselben Art angehören, heisst das nicht, dass sie gut miteinander auskommen. Gerade bei sehr sozialen Tieren muss diesbezüglich eine Menge beachtet werden - und es würde den Rahmen eines Beitrags erheblich sprengen, auf alle Punkte einzugehen.
Wenn Du daran denkst, einen Nothund aufzunehmen, wäre es sinnvoll, Dich vorher mit Rudelbildung zu befassen - dann erklären sich Verhaltensweisen wie die von Ben beispielsweise von selbst, und Du kannst adäquat reagieren. Natürlich muss man auch Alter und Gesundheitszustand des Ersthundes beachten, wenn man daran denkt, einen zweiten Hund ins Haus zu holen, und nicht immer ist das eine sinnvolle Entscheidung. Für einen alten Hund, der gesundheitlich nicht auf der Höhe ist, kann es ein enormer Stressor sein, sich plötzlich mit einem jüngeren Hund auseinander setzen zu müssen. Da stellt sich die Frage, ob man ihm das auf seine alten Tage noch zumuten muss.
Auslastung eines Jagdhundes bedeutet darüber hinaus nicht ewige Runden, sondern vor allem geistige Forderung. Bewegung muss adäquat sein, geistige Herausforderungen sind aber genauso entscheidend.
"Zusammenstauchen" geht im übrigen gar nicht - damit zeigst Du Dich selbst nur als schlechter Rudelführer, und löst maximal Angstreaktionen aus, die wiederum auf Euer Zusammenleben verkomplizierend wirken. Richtig wäre, der Hündin zu zeigen, wie es richtig zu laufen hat, sie dafür ausdauernd zu loben und zu belohnen, und ihr Möglichkeiten zu nehmen, sich "daneben" zu benehmen. Dazu muss man anfangs eben konstant präsent sein - wenn Du das nicht leisten kannst, ist ein Jagd-Nothund für Euren Haushalt keine gute Wahl.
Einen Nothund zu integrieren kostet Zeit, Ruhe, Geduld, und die hast Du doch ganz offensichtlich in Deinem normalen Alltag gar nicht - ich denke angesichts Deiner Schilderungen, es wäre tatsächlich sinnvoller, hier eine Patenschaft zu übernehmen.
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19.05.2010, 22:25Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
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Geändert von Inaktiver User (25.05.2010 um 21:16 Uhr)
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19.05.2010, 22:40Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
Sie steht bei den Enten vor. Das sieht geil aus, gell? Kannst ja mal Foto machen.

Nutze das aus, lobe sie und dann nimmst du sie mit, am Halsband oder Leine. Vorstehen ist eine Anlage, dass kann man nicht verbieten. Würde ich auch nicht machen, denn wenn der Hund so gut steht, dann hast du sie auch unter Kontrolle.
Down wird meist in Jägerkreisen benutzt. Normalerweise soll der Hund auch den Kopf auf den Boden haben. Ich sehe das aber auch nicht so verbissen, wichtig ist das sie sich hinlegt.
Das Foto ist ja niedlich. Der kleine Kampfhase.
Das würde ich mit Maja aber nicht versuchen, da kann Hasi nur verlieren.
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19.05.2010, 22:47Inaktiver User
AW: Wer kennt sich mit Jagdhunden aus?
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Geändert von Inaktiver User (25.05.2010 um 21:16 Uhr)


Doch alles andere wäre mir persönlich zu riskant. (ich gehe mal davon aus, dass es keine Hasen sind, die irgendwann in den Topf wandern sollen, sondern Haustiere)
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