Vorab: ich bin nicht hundeängstlich, eigentlich ganz im Gegenteil.
Im allgemeinen komme ich auch gut ihnen zurecht, der ein oder andere Hundehalter in der Fußgängerzone/im Stadtpark war vielleicht auch schon mal genervt, wenn ich mich zu intensiv für seinen Hund interessiere.
Jetzt planen wir aber eine Griechenlandreise und wollen dort auch wandern, also in "freier Natur" herumlaufen.
Bei unserer letzten Fahrt hatten wir eine unangenehme Begegnung mit einem Hirtenhund (Kaukase oder Sarplaninac), der ziemlich ausgerastet ist, als wir auf einem kleinen Sträßchen an "seinem" Ziegenstall vorbeigingen.
Zu unserem Glück war der allerdings angebunden, er gebärdete sich nämlich so, als ob er uns gerne in Stücke zerlegt hätte.
In abgelegeneren Gegenden soll es auch ähnliche Hunde geben, die freilaufend ihre Herden bewachen.
Außerdem gibt es dem Vernehmen nach auch verwilderte Hirtenhunde ohne "Job" und Halter.
Kann man sich in solchen Fällen irgendwie "richtig" verhalten, um nicht angegriffen zu werden?
Hirtenhunde gelten ja auch als eher unbestechlich, also die Tüte mitgeführte Leckerli zieht vielleicht nicht unbedingt...
In einem Griechenland-Forum hat ein User kürzlich allen Ernstes über Messer und Schußwaffen schwadroniert, was ja für den normalen Wanderer ziemlich absurd ist, weder will ich ein Tier verletzen noch als Rambo durchs Unterholz streifen.
Allerdings würde ich gerne unversehrt mein Wanderziel erreichen...
lg lenita
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Ergebnis 1 bis 10 von 16
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24.04.2010, 15:28
Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Geändert von lenita (26.04.2010 um 23:55 Uhr)
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24.04.2010, 17:07
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Böse, aber mein Onkel hatte - weil Angst vor Hunden - immer Pfefferspray dabei
- hat angeblich sehr gut gewirkt ...
... and nothing else matters
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24.04.2010, 17:42Inaktiver User
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Auf jeden Fall niemals einem Hund direkt in die Augen schauen und stehenbleiben - das ist die Aufforderung zum Kräftemessen - und das machen aus Unsicherheit viele, die Angst vor Hunden haben, genau falsch und wundern sich dann, dass die Hunde darauf reagieren und sich geradezu provoziert fühlen.

Wenn sich zwei Hunde treffen, wird der unterlegene nie den anderen anschauen, sondern immer an ihm vorbei.
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24.04.2010, 19:51
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Das stimmt. Du musst dich in den anderen Hund hinein versetzen - für ihn gehst du ja durch sein Revier. Um zu signalisieren dass du nur durchgehen willst und keine Gefahr darstellst machst du am besten einen so grossen Bogen wie möglich (andere Strassenseite, oder eben halt so weit wie möglich Abstand halten). Das versteht jeder Hund, weil sie es untereinader auch so machen, und wenn er vielleicht auch nicht aufhört zu bellen begreift er dass du nur durch gehst. Wenn dir einer zu nahe kommt, Hände hoch, um dich grösser zu machen, geh zügig aber ruhig weiter und starr ihn nicht an.
Hier in Indien haben manche Leute einen Stock bei sich, alle Strassenhunde haben grossen Respekt vor Stöcken, sie wissen dass du damit immer die Oberhand haben wirst, und halten von sich aus Abstand. Da du wandern willst wäre ein schöner Wanderstock vielleicht sehr nützlich. Allemal besser als Messer etc, vor allem auch weil du bei einem Messer wahrscheinlich trotzdem gebissen werden würdest. Und wer will schon mit einer Schusswaffe rumlaufen?
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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25.04.2010, 16:52
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
wir waren auch mehrfach wandern auf la palma und sind oft freilaufendend hunden (vor "ihren" grundstücken) begegnet, es ist nie etwas passiert, alle waren freundlich, und wir hatten sogar selber einen hund dabei. die angleinten bellen in der tat, ob sie dich aber wirklich angreifen würden, wären sie frei, wage ich zu bezweifeln, auch hier gibt es ja genug hunde, die an der leine den wilden macker spielen, abgeleint aber friedlich sind. vielleicht sind die angeketteten aber auch "zu recht" an der kette, wobei man über den tierschutzaspekt natürlich nicht diskutieren muss. die anwohner an wanderwegen schätzen ihre hund hoffentlich angemessen ein.
jedenfalls, die bereits geschriebenen tipps (nicht anstarren, bogen gehen) würde ich dir auch empfehlen. ansonsten ruhig bleiben und zügig weitergehen, aber nicht rennend flüchten. versuche dem hund zu signalisieren, dass du kein interesse an ihm und seinem territorium hast.
viel spaß im urlaub!
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26.04.2010, 00:28
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Danke schonmal für die Hinweise, ich hoffe wirklich sehr, wir kommen nicht die Situation, sie anwenden zu müssen...
Hat denn schon mal jemand eigene Erfahrungen mit Pfefferspray o.ä. gemacht?
Ich hätte irgendwie Bedenken, daß man sich damit selbst außer Gefecht setzt (Windrichtung und so
) und/oder nicht genügend Zeit gewinnt, das Weite zu suchen, zumal es dem Tier vielleicht noch einen Extra-Adrenalinschub verpaßt...
Um es auch nochmal deutlich zu machen:
Sorgen machen mir weniger "normale" Haus-/Hofhunde, die ihr Grundstück bewachen.
Ich denke vor allem an wirkliche Hirtenhunde/Herdenschutzhunde.
Dem Vernehmen nach ist es auf dem Balkan/in Griechenland teilweise noch gebräuchlich, diese alleine mit der Herde im Gelände zu lassen.
Dort sollen sie ihre Schützlinge u.a. vor Wölfen und anderen Beutegreifern in Sicherheit bringen...
Entsprechend sind das dann auch "große Kaliber", die auch noch häufig im Team auftreten (3 oder mehr).
Siehe auch hier:
?arplaninac ? Wikipedia
Nun habe ich zwar noch nicht gelesen, daß es hier zu gravierenden Beißvorfällen gegen Touristen gekommen wäre, aber wir müssen ja auch nicht die ersten sein...
lg lenitaGeändert von lenita (26.04.2010 um 00:34 Uhr)
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26.04.2010, 13:14
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Andere Frage, bist Du Dir sicher ob Pfefferspray in GR überhaupt erlaubt ist, evtl. mal kurz mit der Botschaft kurzschließen.
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26.04.2010, 14:25
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Ich bin mir sicher, dass man es nicht mit auf den Flug nehmen darf....Pfefferspray finde ich auch eine sehr heftige nur im äußersten Notfall anwendbare Waffe.
Erkundigt euch doch lieber vor Ort über die Wanderwege und ihre Eigenarten bzw. ob dort freilaufende Hirtenhunde zu erwarten sind.
Und ich wette im Fall der Fälle kommst du gar nicht so schnell an dein Pfefferspray wie du von einem Hund überwältigt werden könntest.
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26.04.2010, 16:18Inaktiver User
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Es gibt so ein elektronisches Teil ( Elektroschocker ?Teaser ? ) das ein Freund vom mir immer beim Biken dabei hat um sich vor Hunden zu schützen .
edit sagt : Bei youtube findest du Infos bzw Videos dazu das Teil nennt sich Dog Chasser und ist shcinbar günstig und wirkungsvollGeändert von Inaktiver User (26.04.2010 um 16:29 Uhr)
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28.04.2010, 06:26
AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden
Pfefferspray, Elektroschocker, was fällt euch denn noch ein?
Ein Freund von mir hat einen gut ausgebildeten Rettungshund, leider kann dieser nicht mehr arbeiten, weil ein hysterischer Spaziergänger bei einer Übung dem Hund ohne ersichtlichen Grund Pfefferspray in die Augen gesprüht hat.
Die "Aufbau-Arbeit" nach dieser Attacke hat Jahre gedauert. Und das finde ich traurig.
Und den Biker möchte ich gern sehen...wie fährt er denn Rad? Einhändig mit ständig gezücktem Teaser? Na, da freut sich doch jeder wenn er an einem Radfahrer vorbei kommt der so bewaffnet ist.


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