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    AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden

    Zitat Zitat von Noodie Beitrag anzeigen
    Das stimmt. Du musst dich in den anderen Hund hinein versetzen - für ihn gehst du ja durch sein Revier. Um zu signalisieren dass du nur durchgehen willst und keine Gefahr darstellst machst du am besten einen so grossen Bogen wie möglich (andere Strassenseite, oder eben halt so weit wie möglich Abstand halten). Das versteht jeder Hund, weil sie es untereinader auch so machen, und wenn er vielleicht auch nicht aufhört zu bellen begreift er dass du nur durch gehst. Wenn dir einer zu nahe kommt, Hände hoch, um dich grösser zu machen, geh zügig aber ruhig weiter und starr ihn nicht an.

    Hier in Indien haben manche Leute einen Stock bei sich, alle Strassenhunde haben grossen Respekt vor Stöcken, sie wissen dass du damit immer die Oberhand haben wirst, und halten von sich aus Abstand. Da du wandern willst wäre ein schöner Wanderstock vielleicht sehr nützlich. Allemal besser als Messer etc, vor allem auch weil du bei einem Messer wahrscheinlich trotzdem gebissen werden würdest. Und wer will schon mit einer Schusswaffe rumlaufen?
    Wenn man denn schon meint, es ginge nicht anders als bewaffnet, dann lieber Noodies Alternative...

    Und noch was: rennen ist die schlechteste aller Möglichkeiten.

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    AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden

    Zitat Zitat von Mocca Beitrag anzeigen
    Wenn man denn schon meint, es ginge nicht anders als bewaffnet ...
    Da hab ich gerade vor ein paar Tage was interessantes beobachen können. Ich stand abends an der Ecke, gegenüber von mir auf der anderen Strassenseite lagen 4 oder 5 Strassenhunde träge rum. Ein Mann kam die Strasse entlang, er beachtete die Hunde nicht weiter und sie guckten nur kurz hoch und legten sich desinteressiert wieder hin. Nach ein paar Minuten kam ein anderer Mann die Strasse entlang. Wieder guckten die Hunde hoch - und wurden sofort angespannt. Sie standen auf und ein paar fingen an zu bellen. Ein paar zogen sich zurück, versteckten sich. Zwei oder drei von ihnen standen nun auf der Strasse und bellten und knurrten den Mann an als er vorbei ging. Warum? Dieser Mann hat Angst vor den Hunden und ist immer mit Steinen "bewaffnet". Er geht dort jeden Abend entlang und wenn ihm ein Hund zu nahe kommt, wirft er Steine nach ihm. Ich hab das schon öfters beobachtet. Er hasst die Hunde und die Hunde hassen ihn. Ich hab versucht ihm zu erklären dass er es nur schlimmer macht, dass er sich lieber mit ein paar Keksen "bewaffnen" soll, aber will nicht auf mich hören.
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    If in hole
    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

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    AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden

    Zitat Zitat von wildebeest Beitrag anzeigen
    Pfefferspray, Elektroschocker, was fällt euch denn noch ein?

    Ein Freund von mir hat einen gut ausgebildeten Rettungshund, leider kann dieser nicht mehr arbeiten, weil ein hysterischer Spaziergänger bei einer Übung dem Hund ohne ersichtlichen Grund Pfefferspray in die Augen gesprüht hat.
    Die "Aufbau-Arbeit" nach dieser Attacke hat Jahre gedauert. Und das finde ich traurig.
    Ich glaube eigentlich, ich hatte hinreichend deutlich gemacht:
    mir geht es hier nicht um alltägliches Verhalten in Deutschland.
    Ganz bestimmt bin ich auch kein "Hundehysteriker", der um seine eigenen - irrationalen - Ängste zu bekämpfen, grundlos fremde Hunde attackiert.

    Mir geht es darum, wie ich vermeide, von Herdenschutzhunden gebissen zu werden, die mich sozusagen für einen Wolf oder Viehdieb halten...

    lg lenita

  4. Inaktiver User

    AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen
    Ich glaube eigentlich, ich hatte hinreichend deutlich gemacht:
    mir geht es hier nicht um alltägliches Verhalten in Deutschland.
    Ganz bestimmt bin ich auch kein "Hundehysteriker", der um seine eigenen - irrationalen - Ängste zu bekämpfen, grundlos fremde Hunde attackiert.

    Mir geht es darum, wie ich vermeide, von Herdenschutzhunden gebissen zu werden, die mich sozusagen für einen Wolf oder Viehdieb halten...

    lg lenita
    Ganz einfach. In dem du ihre Grenzen respektierst und dich bei Begegnung langsam aber deutlich zurückziehst und ihm so zu erkennen gibst, daß du keine Gefahr bist. Allerdings nicht rennen.

    Solche Herdenschutzhunde sind Profis und haben keinerlei Interesse daran dich oder jemand anderes zu beissen.

    Wenn du dich ein bisschen normal verhältst wird dir auch ohne Waffen nichts passieren.

    Immerhin sind Nachrichten über von Herdenschutz- oder Strassenhunden in den Urlaunsländern doch wohl extremst selten.

    Ich verstehe nicht wieso eigentlich so viele Menschen meinen, Hunde sind Bestien die man am besten gleich mit Waffengewalt ausser Gefecht setzen muß. Die größte Bestie ist immer noch der Mensch.

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    AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden

    Zitat Zitat von lenita Beitrag anzeigen

    Mir geht es darum, wie ich vermeide, von Herdenschutzhunden gebissen zu werden, die mich sozusagen für einen Wolf oder Viehdieb halten...
    Das habe ich gut verstanden und mein Beitrag bezog sich da eher auf die Ratschläge nicht auf dein Ausgangsposting. Neben dem was Coeur und auch andere schon geschrieben habe, glaube ich der beste Weg ist immer noch sich vor Ort schlau zu machen und die lokalen Leute zu fragen ob Hunde, wenn ja welche und wie am besten einer Konfrontation aus dem WEg zu gehen ist.

    Noodles Idee halte ich auch für die praktikabelste.

    Ich habe genügend Selbstverteidigungskurse gemacht um zu wissen, dass du im Ernstfall SEHR SEHR VIEL geübt haben mußt um automatisch zu Pfefferspray oder Teaser zu greifen, sie schussbereit zu machen und dann noch pfeilschnell zu reagieren. Ein ängstliches Gefummel, nervöse Bewegungen reizen bestimmt nur noch mehr. Und im Zweifelsfall hast du noch nicht einmal deine "Verteidigungswaffe" gefunden bevor dir der Hund am Bein hängt.
    Ruhiger Rückzug ist schon ein Kunststück wenn du merkst, dass innerlich der Angstpegel steigt.
    Grüße von einer, die schon allein zwischen Bären gewandert ist und die immer mit heiler Hand nach Hause kam.

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    AW: Richtiges Verhalten bei freilaufenden Hirtenhunden/"wilden" Straßenhunden

    Zitat Zitat von Noodie Beitrag anzeigen
    Da hab ich gerade vor ein paar Tage was interessantes beobachen können. Ich stand abends an der Ecke, gegenüber von mir auf der anderen Strassenseite lagen 4 oder 5 Strassenhunde träge rum. Ein Mann kam die Strasse entlang, er beachtete die Hunde nicht weiter und sie guckten nur kurz hoch und legten sich desinteressiert wieder hin. Nach ein paar Minuten kam ein anderer Mann die Strasse entlang. Wieder guckten die Hunde hoch - und wurden sofort angespannt. Sie standen auf und ein paar fingen an zu bellen. Ein paar zogen sich zurück, versteckten sich. Zwei oder drei von ihnen standen nun auf der Strasse und bellten und knurrten den Mann an als er vorbei ging. Warum? Dieser Mann hat Angst vor den Hunden und ist immer mit Steinen "bewaffnet". Er geht dort jeden Abend entlang und wenn ihm ein Hund zu nahe kommt, wirft er Steine nach ihm. Ich hab das schon öfters beobachtet. Er hasst die Hunde und die Hunde hassen ihn. Ich hab versucht ihm zu erklären dass er es nur schlimmer macht, dass er sich lieber mit ein paar Keksen "bewaffnen" soll, aber will nicht auf mich hören.
    Stimmt, Ängstliche ziehen genau DAS Verhalten an, das sie eigentlich vermeiden wollen. Es scheint da eine Art Warnsystem bei Hunden zu geben: Achtung, ängstliches Etwas auf zwei Beinen, es könnte Ärger geben...

    Nebenbei bemerkt gilt das auch für Menschensammlungen: Da, wo Andere nur mit gesenktem Blick und vorsichtig die Lage peilend durchschleichen, laufe ich fröhlich gradeaus, und mich hat noch nie jemand von der Seite angemacht

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