Ich stimme zu, dass es nur vordergründig um die Tiere geht. Aber: Zu einer erwachsenen Beziehung gehört auch, den anderen zu lassen. Auszuhalten, dass die Mutter einen anderen Weg wählt, auch wenn du ihn für nicht gut hältst.
Kneifen darfst du nicht, wenn es um dich und und um deine eigenen Bedürfnisse/Angelegenheiten geht. Aber das ist eine Angelegenheit deiner Mutter. Wenn sie mit sich nicht reden lässt und uneinsichtig ist, musst du das tolerieren - auch wenn's schwerfällt.
Zum Streiten gehören immer zwei; einer alleine streitet nicht lange.
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23.04.2010, 10:12
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
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23.04.2010, 11:13
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
Wenn es darum geht, mich abzugrenzen, ihr meine Meinung zu sagen, wenn sie übergriffig wird und ich mich kontrolliert fühle, neige ich auch zum Kneifen; ist mit 45 auch nicht normal, ich weiß. Ich kenne auch kaum Menschen bzw. Mütter bzw. Frauen mit 78, die so extrem herrschsüchtig und dominant sind (ihre Schwester vielleicht noch).
Dass sie zum Thema Tierhaltung eine andere Meinung hat, das werde ich wohl in Gottes Namen tolerieren müssen, da werde ich wenig machen können, denn Tierquälerei ist schon noch was anderes.
Das ist ja auch oft das Problem der Tierschutzorganisationen oder Katzenhilfevereinen: Dass kein Tier gequält werden oder verhungern darf, ist klar. Aber eigentlich hat man ja schon auch die - berechtigte - Wunschvorstellung, dass es jedem Tier so gut wie möglich geht, dass es keinem aber auch ja an gar nichts fehlt.
Nur hat man nunmal nur begrenzte Zeit- und vor allem begrenzte finanzielle Ressourcen zur Verfügung und ist dadurch gezwungen, vom Idealzustand oft mehr oder weniger Abstriche zu machen.
Schwerfallen tut das wahrscheinlich immer...
Liebe Grüße, Gitta
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26.04.2010, 14:23Inaktiver User
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
Hallo Gitta,
ich kann Dich gut verstehen und könnte hier ebenfalls nicht wegsehen!
Kaninchen sind Gruppentiere und sollten daher nicht alleine gehalten werden, zudem benötigen sie viel Freilauf um ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben zu können. Den Käfig zudem nur alle zwei Wochen zu reinigen, das Tier sitzt ja quasi ständig im eigenen Kot...
Was es für ein Kaninchen heißt allein in einem engen Käfig, ohne Kontakt zu Artgenossen, ohne Möglichkeit sich frei zu bewegen heißt zu leben-darüber möchte ich ganz ehrlich gesagt nicht weiter nachdenken...
Für mich ist es schlichtweg Tierquälerei, einem Tier seine elementarsten Bedürfnisse zu nehmen...
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26.04.2010, 15:19
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
Hallo, Kathi,
wenigstens schaut meine Mutter drauf, dass sie noch ein zweites dazubekommt und sie dann und nebeneinander, durch ein Gitter getrennt gehalten werden. Das Männchen, das sie jetzt hat, verträgt sich laut der Vorbesitzerin nicht mit Artgenossen. In einem Gehege würde es dann wohl zu einer "Schlägerei" kommen.
Du siehst das dann schon auch so, dass es mir um die Tiere geht? Tut es auch.
Wenn wenigstens EINE EINZIGE Person auf dem Land das genauso sehen würde! Aber da kommst du dir echt vor wie ein Alien, wenn du drauf hinweist, dass du das so nicht ganz richtig findest.
Wenn das nicht meine Mutter wäre, sondern jemand anders, und ich wäre mit der Tierhaltung nicht ganz einverstanden, dann würde es mir in so einem Fall viel leichter fallen, den Tierschutzverein anzurufen, dass mal jemand vorbeikommt und evtl. mit den Haltern spricht, falls man von Rechts wegen nichts machen kann.
Gitta
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26.04.2010, 16:16Inaktiver User
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
Hallo Gitta,
Ich glaube, das Problem, dass es für Kaninchen keine besonderen (oder angemessenen) Tierhaltungsverordnungen gibt, besteht unter anderem vermutlich darin, dass Kaninchen prinzipiell auch als Nutztiere gehalten werden können und hier nur sehr geringe Mindestanforderungen gelten. Ob ich als Privathalter, der solche Tiere zum Vergnügen und bis an ihr Lebensende, also z.B. 7 Jahre lang, halten möchte, mich lediglich den Mindestanforderungen, die eigentlich für Tiere, die nur kurzfristig zur Mast so untergebracht werden dürfen (schlimm genug, aber eben „nur“ für ca. 3 Monate), anschließen will, muss ich selbst wissen. Für mich stellt sich diese Frage nicht und unter privaten Kaninchenhaltern hat sich mittlerweile die freiwillig Regel von min. 2 qm auf einer Ebene pro Kaninchen und mindestens (passende) Paarhaltung (und auch nicht durch Gitter getrennt, sondern mit Möglichkeit zu artspezifischer sozialer Interaktion) etabliert. Auch bei der Wohnungshaltung verzichten inzwischen ja viele auf herkömmliche Käfig und bauen stattdessen Innengehege für ihre Kaninchengruppen oder Paare, wobei sie den Kaninchen zusätzlich noch Freilauf in Wohnung und/oder Garten ermöglichen.
Ich würde mich über die beschriebene Haltung ebenfalls aufregen, egal ob bei der Mutter oder einer anderen Person. Vom Gesetz her hat man allerdings keine Möglichkeiten. Ich denke immer, es ist bei erwachsenen Tierhaltern, die Tiere freiwillig zum Vergnügen, als Hobby oder was auch immer halten, eigentlich normal, dass sie sich auch informieren und ihre Haltung nach bestem Wissen und Gewissen umsetzen. Mir würde es sonst z.B. gar keinen Spaß machen. Aber da sind die Menschen wohl verschieden und deine Mutter, Gitta, geht wahrscheinlich ebenfalls davon aus, dass ihre Kaninchenhaltung so okay ist.
Nur alle 2 Wochen komplett zu misten, wäre bei großzügiger Haltung normalerweise aber eigentlich kein Problem. Wahrscheinlich müssten nur die Toilettenecke und der Frischfutterbereich regelmäßig gesäubert werden. Freilauf, Buddelkisten usw. werden bei entsprechendem Platzangebot für gewöhnlich nur wenig verschmutzt. Ist der Platz sehr beschränkt, sieht es natürlich anders aus. Die Tiere sollten nicht in ihrem Dreck sitze müssen.
Viele Grüße
Romy
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26.04.2010, 16:27Inaktiver User
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
Hallo Gitta,
zumindest gibt es ein zweites Kaninchen und die beiden können sich sehen- glücklich finde ich diese Art der Haltung auch nicht, da die beiden keinerlei sozialen Kontakt pflegen können und sich "nur" sehen...
Ich habe es schon lange aufgegeben etwas zu sagen, man kann die Situation nicht ändern, man kann eines tun, es selber besser machen und es besser vorleben- ich konnte dadurch schon mehr erreichen, als mit Belehrungen oder Einmischungen...
Das Du keine besonders gutes Verhältniss zu Deiner Mam hast, finde ich hier absolut zweitrangig- es geht um das Tier, das alles andere als artgerecht gehalten wird und schön, das Du diese bewußt wahrnimmst!
Man kann leider nichts gegen solch eine Haltung machen! Es gibt keine gesetzliche Grundlage die dies konkret verbietet- anscheinend gibt es bereits Länder die eine Einzelhaltung verbieten.
LG
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30.04.2010, 15:25
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
@Romysophie, das ist das Problem, dass meine Mutter dazu eine ganz andere Einstellung hat. Das kann mich aufregen, so viel es will.
Leider kann ich wohl echt nichts machen.
Es ist wohl schon so, dass es viel einfacher ist, gegen Miss-Stände was zu machen, wenn sie nicht gerade in der Familie oder Nachbarschaft vorkommen.
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04.05.2010, 12:19Inaktiver User
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
Hallo Gitta,
hast Du nochmals mit Deiner Mutter über die Haltung des Kaninchens gesprochen?
Es wäre so einfach dem Kaninchen ein schöneres und vor allem artgerechters Leben zu ermöglichen.
LG
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06.05.2010, 22:42
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
@Kathi, ich hab das schon hundert Mal angesprochen, aber da rede ich gegen eine Wand. Sieh lässt sich da nicht "dreinreden", sie ist der Meinung, man hat Kaninchen schon immer so gehalten, und fertig. Schwierig...
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07.05.2010, 11:41Inaktiver User
AW: Die Kaninchenhaltung meiner Mutter
Hallo Gitta,
dann würde ich mich zu diesem Thema auch nicht mehr weiter äußern.
Deine Mam ist der Meinung das die Haltung des Kaninchens so okay ist und zur Änderung kannst Du sie leider nicht zwingen.
LG



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