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    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Zitat Zitat von delusion Beitrag anzeigen
    mich hat dieser strang auch zu tränen gerührt und ich denke, das ist eine ganz individuelle entscheidung, die man da treffen muss.

    vor zwei jahren mussten wir unsere jack russel hündin nach 14 jahren einschläfern lassen. sie hatte einen streuenden tumor in der leber.
    sie zog sich die tage vor ihrem abschied auch sehr zurück und wollte kaum angefasst werden. das war für mich sehr schwer.
    ich war damals nicht in der lage mit zum tierarzt zu fahren und dabei zu sein. ich konnte einfach nicht und habe im nachhinein immer noch ein schlechtes gewissen. sie liegt nun auch im garten begraben und unser neuer krümel häkt sich ebenfalls gerne in dieser ecke auf.

    ich darf gar nicht dran denken, meinen neuen schatz irgendwann gehen lassen zu müssen (der übrigens aus einer spanischen mülltonne stammt, mit 5 monaten her kam und mit seinen jetzt 10 monaten ein strammer bursche geworden ist).

    ich wünsche viel kraft für diese schwere zeit und alles liebe.

    del
    Das brauchst du sicher nicht zu haben, ich denke, so war es genau richtig für euch. Sie hätte es gespürt, wenn du dich dazu gezwungen hättest, bei ihr zu bleiben und das wäre keine gute Atmosphäre für sie gewesen! Wir machen das schon richtig, so wie wir es aus dem Herzen entscheiden!

    Für alle eure lieben Engel:
    und

    Wir treffen uns alle irgendwann auf einer großen Blumenwiese wieder!!!
    Claudi

    "Fürchte Dich nicht vor Veränderungen, fürchte Dich vor dem Stillstand!"

  2. Inaktiver User

    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Ich hab meinen fast 15jährigen Dalmatinerrüden vor wenigen Jahren auch einschläfern lassen müssen - und mein Tierarzt kam nach Hause. Es war sehr friedlich und ein ruhiger Abschied, und mir persönlich war wichtig, dass er noch ein Weilchen im Wohnzimmer lag und wir alle Abschied nehmen konnten.

    Das hatte schon seinen Sinn, dass man früher auch die toten Menschen erstmal daheim aufgebahrt hat - man versteht viel besser, dass jemand jetzt gegangen ist und nur noch der Körper da ist.

    Ich hab ihn dann selbst auch ins Krematorium gebracht weil ich ihn verbrennen lassen wollte und die Asche im Garten begraben konnte.

    Ich würde es immer wieder so machen, ich hab auch schon Tiere beim Tierarzt einschläfern lassen und bin selber sehr viel schlechter damit klargekommen, weil ich es für die Tiere selbst auch keinen schönen Abschied fand, in der Praxis.

    Alles Gute!

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    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab meinen fast 15jährigen Dalmatinerrüden vor wenigen Jahren auch einschläfern lassen müssen - und mein Tierarzt kam nach Hause. Es war sehr friedlich und ein ruhiger Abschied, und mir persönlich war wichtig, dass er noch ein Weilchen im Wohnzimmer lag und wir alle Abschied nehmen konnten.

    Das hatte schon seinen Sinn, dass man früher auch die toten Menschen erstmal daheim aufgebahrt hat - man versteht viel besser, dass jemand jetzt gegangen ist und nur noch der Körper da ist.

    Ich hab ihn dann selbst auch ins Krematorium gebracht weil ich ihn verbrennen lassen wollte und die Asche im Garten begraben konnte.

    Ich würde es immer wieder so machen, ich hab auch schon Tiere beim Tierarzt einschläfern lassen und bin selber sehr viel schlechter damit klargekommen, weil ich es für die Tiere selbst auch keinen schönen Abschied fand, in der Praxis.

    Alles Gute!
    Genau so habe ich es mir vorgestellt!

    Gestern noch habe ich mit einer Freundin darüber geredet und den Vergleich zu den früheren Todesbräuchen gestellt.
    Sie hatte damals ihren 5-jährigen Sohn nicht mit zur Beerdigung ihrer Mutter(seiner Oma) genommen, die im selben Haus bis dahin wohnte! Als sie später mit ihm das fertige Grab besuchte, wurde der kleine Junge richtig verzweifelt und schimpfte, sein Papa solle die Oma da wieder rausbuddeln....

    Heute gehen die Menschen oft krank ins Krankenhaus, sterben dort und verschwinden einfach aus dem Leben. Und man behandelt das Ganze als Tabu und jeder hat große Angst davor, überhaupt einen Toten anzusehen. Dabei haben viele davon berichtet, die einen vorher schwerkranken Menschen dann tot gesehen haben, dass er viel entspannter und friedlich gewirkt hätte. Und nicht zu vergessen, die früher gehaltenen Wachen am Sterbebett, wo man noch Sachen sagen konnte, die man vorher nie gesagt hat oder die man unbedingt noch klären möchte. Ich denke, das gibt mehr Frieden für beiden Seiten und erleichtert das Gehen ein wenig.
    Claudi

    "Fürchte Dich nicht vor Veränderungen, fürchte Dich vor dem Stillstand!"

  4. Inaktiver User

    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Ein Jeder von uns wünscht sich doch, wenn es mal so weit sein sollte, dass sein geliebter Vierbeiner ruhig einschläft.
    Leider ist das nicht immer so.
    Wir müssen sie irgendwann gehen lassen, sie erlösen lassen und das ist so schwer.

    Entscheidung: zuhause oder beim TA, ich weiß es nicht.
    Gefühlsmäßig würde ich mich aber für zuhause entscheiden.

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    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Ich habe schon zwei Katzen einschläfern lassen müssen beim TA. Das war sehr traurig für mich. Seit längerer Zeit habe ich eine nette Tierärztin gefunden, die auch ins Haus kommt. Wenn es noch einmal sein sollte, hoffe ich,dass meine jetzige Katze zu Hause sterben kann.

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    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Zitat Zitat von zora68 Beitrag anzeigen
    Ich denke, das gibt mehr Frieden für beiden Seiten und erleichtert das Gehen ein wenig.
    Ja, auf jeden Fall! Ich kann nur jedem raten, sich ein geliebtes verstorbenes Wesen (ganz gleich, ob Mensch oder Tier) noch einmal anzusehen, zu berühren und ganz in Ruhe Abschied zu nehmen. Das macht die Trauer nicht leichter, aber man begreift es viel eher.

    Wir haben unsere verstorbenen Tiere immer noch einen Tag lang zu Hause behalten und es ihren Gefährten, unserer Tochter und uns selbst erlaubt, Zeit zum Abschiednehmen zu haben.

    Und bei verstorbenen Menschen war ich auch immer froh, wenn ich sie noch einmal (oder sogar, wie bei meinem Vater, als er verstorben war, fast den ganzen Tag lang) sehen konnte.

    Verstorbene (wieder: Ganz gleich, ob Mensch oder Tier) sind ja auch nicht durch den Tod plötzlich zu etwas geworden, was man möglichst schnell entfernen muss. Die meisten machen sich auch völlig falsche Vorstellungen von einem verstorbenen Wesen, dabei sehen sie in der Regel aus wie vorher - nur entspannter. Und die Veränderungen, die nun mal nach und nach eintreten (Starre, Kälte, Blässe, Veränderung der Augen): Sie gehören dazu und lassen einen besser begreifen.

    Zora, vielleicht magst Du auch in diesen Thread einmal hineinschauen?

    Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
    (Asisah_Amar)

    "Who's the freak now?"
    ("Ghosts")




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    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Und wenn du dich getröstet hast,
    wirst du froh sein,
    mich gekannt zu haben.

    Antoine de Saint-Exupèry


    Und wenn du stirbst, mein Freund,
    dann würde ich gerne
    deine Pfote halten,
    wenn ich darf,
    und deine Ängste nehmen,
    wenn ich kann,
    und auch dein Herz,
    das schlagen will und mich
    in jedem Augenblick
    mit so viel Einzigartigem beschenkt hat.

    Und wenn du stirbst, mein Freund,

    dann würde ich gerne
    wortlos sein, wie eine Schale,
    die dein letztes Schnaufen fängt,
    dein Schweigen, dein Leiden.

    Und wenn du stirbst, mein Freund,

    dann würde ich gerne
    an deiner leeren Hülle sitzen,
    noch eine Weile
    einfach sitzen,
    bis meine Kraft mir reicht,
    um wegzugehen.

    Und wenn du stirbst, mein Freund,

    dann würde ich gerne
    vielleicht in meinen Träumen
    dein Neues, Großes Leuchten sehn.


    Gestern abend war es soweit, mein großer, tapferer Black musste erlöst werden. Erlöst von seinem Leiden, was er so tapfer ertragen wollte. Aber seine Augen waren müde und traurig ...

    Wir habe es so gemacht, wie geplant, die Tierärztin kam nach Feierabend zu uns und bestach ihn erstmal mit den Leckerlis, die sie ihm in ihrer Praxis auch immer gab.
    Die Kinder verabschiedeten sich von ihm und verließen weinend das Haus, mein großer Sohn ging mit der anderen Hündin ebenfalls nach draußen, denn Emma sollte nicht dabei sein!
    Nun waren wir zu dritt, mein Mann, die Tierärztin und ich und ließen unseren Großen von da an nicht mehr allein!
    Er schlief sanft ein, aber es dauerte fast eine Stunde, denn seine Venen waren so schlecht, dass die Beruhigungsspritzen intramuskulär gespritzt wurden und da dauert es länger, bis sie wirkt, zumal sein Kreislauf schon sehr schwach war.
    Die TÄ wollte auch wirklich auf Nummer sicher gehen und wartete so lange, bis er keine Reflexe mehr zeigte, erst dann kam die letzte Spritze, für die sie zum Glück doch noch eine Vene fand.
    Wir ließen ihn noch eine Weile in seinem Körbchen bis wir ihn dann spät abends noch zu einem Tierkrematorium in der NÄhe brachten. Dort wurden wir sehr mitfühlend und nett empfangen, in einem angenehmen Raum wurden alle Details besprochen und es kam auch eine Menge Trost und Verständnis von dem Menschen, der es sich zur Aufgabe machte, unsere Lieblinge würdevoll die letzte Ehre zu erweisen. Wir brachten unseren Großen dann in einen Raum auf eine Trage in seiner Decke gewickelt und dort ließ der Mann uns allein mit ihm. Mein großer Sohn war ebenfalls dabei. Dort habe ich ihn noch mal an mich gedrückt um seinen weichen Körper zu spüren und am liebsten hätte ich ihn wieder mit nach Hause genommen, weil ich den Gedanken, ihn nicht mehr anfassen zu können so schrecklich finde.
    Aber in einer Wochen werde ich ihn heim holen, auch wenn er dann in eine kleine Holzurne passt, hoffe ich, dass es mir Frieden bringt ihn wieder da zu haben für immer.

    Unsere Hündin, die wir nachdem er tot war, rein holten, würdigte ihm keines schnüffelns oder Blickes, was mich erst verunsicherte. Anscheinend ist es in der Tierwelt so, dass es für sie sofort klar war, dass er nun leblos ist.
    Heute morgen allerdings schien sie schon etwas einsam zu wirken und manchmal habe ich das Gefühl, sie blickt so suchend. An einer Decke, auf der er lag, schnüffelte sie dann doch noch.
    Beim Spazierengehen hatte ich heute immer das Gefühl, er kommt jetzt aus dem Gebüsch gesprungen, aber ich musste ohne ihn heim kommen!

    Ich hoffe so sehr, dass es ihm ein gutes Gefühl war, dass er sich nicht allein fühlte auf seinem letzten Weg! Und ich vermisse ihn so schrecklich. Hoffentlich ist er nicht allein, dort wo er jetzt ist.....

    P.S. Übrigens kam an seinem letzten Tag noch etwas dazu, was uns bewußt machte, nun muss es wirklich sein.
    Die Haut an seinem Stumpf unter dem der Tumor wuchs und wütete wurde ja immer strammer und dünner, und gestern nachmittag fing es dann an zu bluten und zu nässen. Diese Schmerzen hätte ich ihn nicht auch noch ertragen lassen können....

    mein lieber Black, ich bin dir so dankbar, dass ich diese 7 Jahre mit dir erleben durfte und ich werde dich nie vergessen und hoffe dich irgendwann wieder zu finden! Laufe mir entgegen, wenn es soweit ist!
    Claudi

    "Fürchte Dich nicht vor Veränderungen, fürchte Dich vor dem Stillstand!"

  8. Inaktiver User

    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    ... der letzte gemeinsame Weg ...

    Bin ich einst gebrechlich und unendlich schwach,
    nur quälende Pein hält mich dann noch wach.
    Was Du dann vielleicht tun musst - tu's für mich allein,
    denn diese letzte Schlacht wird dann verloren sein.

    Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl,
    aber vor Kummer Dein Herz nicht zögern soll.
    An diesem Tag - mehr als jemals zuvor geschehen,
    muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

    Wir lebten in Jahren voller Vertrauen und Glück,
    drum gibt es dann auch für Dich kein Zurück.
    Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei,
    drum gib mich bitte - wenn die Zeit kommt - frei!



    Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,
    und bleib bitte bei mir - bis ganz zum Schluss.
    Dann halt mich ganz fest und red mir gut zu,
    bis meine Augen kommen zur Ruh.

    Ich fühle mit der Zeit wirst Du dann auch wissen,
    die größte Liebe hast Du mir an diesem Tag erwiesen.
    Ein vertrauendes Grummeln - ein letztes Mal,
    dann bin ich befreit von Schmerzen und Qual.

    Und gräme Dich nicht, weil Du es bist,
    der Richter dieser schweren Entscheidung ist.
    Wir waren doch beide so innig vereint,
    es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

    Irgendwann wirst auch Du einmal über diese Brücke geh'n ,
    ich werd auf dich warten - wir werden uns wiederseh'n !


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    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    sooo traurig! aber du wirst deinen großen irgendwann wiedersehen. auf der anderen seite der regenbogenbrücke.
    ganz liebe grüße vom otter

  10. User Info Menu

    AW: Hund zuhause einschläfern lassen?

    Zitat Zitat von zora68 Beitrag anzeigen
    Unsere Hündin, die wir nachdem er tot war, rein holten, würdigte ihm keines schnüffelns oder Blickes, was mich erst verunsicherte. Anscheinend ist es in der Tierwelt so, dass es für sie sofort klar war, dass er nun leblos ist.
    Bei den Tieren ist es im Grunde nicht anders als bei den Menschen: Manche gehen ganz nah ran, brauchen die Berührung, um es zu begreifen, andere verdrängen, wieder andere können sofort akzeptieren und verabschieden sich nur "innerlich" von ihren Gefährten (was nicht unbedingt heißt, dass irgendeiner der Wege leichter ist, sie sind einfach nur unterschiedliche Arten, damit umzugehen).

    Ich hoffe so sehr, dass es ihm ein gutes Gefühl war, dass er sich nicht allein fühlte auf seinem letzten Weg!
    Ihr habt alles richtig gemacht, Zora!
    Und ich vermisse ihn so schrecklich. Hoffentlich ist er nicht allein, dort wo er jetzt ist.....
    Natürlich vermisst Du ihn.
    Aber allein ist er ganz bestimmt nicht. Und Ihr werdet Euch wiedersehen.

    Für Black...

    aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
    (Asisah_Amar)

    "Who's the freak now?"
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