Meine Tochter (12 einhalb) war jetzt ein paarmal mit einer Freundin mit dem winzigen Hund von Bekannten draußen.
Jetzt möchte sie Hunde ausführen.
Ich selbst habe keine Erfahrung mit Hunden, sie auch nicht.
Ist das in dem Alter überhaupt schon ratsam?
Sie ist recht vernünftig, hat aber eben keine Erfahrung.
Was ist zu bedenken/zu beachten?
Auch rechtlich, nachher läuft der Hund auf die Straße und verursacht einen Unfall, etc. ...wer haftet usw.? oder wird von einem anderen Hund verletzt...sie müsste dann mit ihm zum TA, wenn der Besitzer nicht greifbar ist...
Ok. eher Horrorszenarien, aber sowas kann doch passieren?
Ich selbst hab keine Ahnung wie man sich mit einem Hund draußen bewegt - wir wohnen in der Großstadt.
Er sollte wohl nicht zu groß und gut erzogen sein und sie sollte erst ein paarmal mit dem Besitzer mitgehen um ihn und seine Verhaltensweisen kennen zu lernen.
Was fällt Euch zu dem Thema ein?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 23
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08.03.2010, 18:35
An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
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08.03.2010, 18:42Inaktiver User
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
Hm ... von dem ganzen rechtlichen Kram mal abgesehen ... ich würde meine Hunde nicht einem 12jährigen Mädchen allein anvertrauen, egal, wie vernünftig sie schon ist, und schon gar nicht, wenn sie keine Erfahrung mit Hunden hat.
Gerade in den von dir beschriebenen Horroszenarien wäre sie total überfordert, und das täte weder ihr noch den Hunden gut.
Wenn sie so gerne mit Hunden zu tun haben will, kann sie sich ja vielleicht im Tierheim ehrenamtlich engagieren? Und dann mit Hundeausführern gemeinsam spazierengehen?
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08.03.2010, 18:48
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
Ab wieviel Jahren könnte sie das dann wohl machen?
Wenn sie Erfahrungen gesammelt hat...
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08.03.2010, 18:51Inaktiver User
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
so pauschal kann man das sicher nicht sagen.
Ich würde erst mal die Variante mit dem Tierheim ausprobieren, vielleicht kann sie dort auch mal in der Hundeschule Mäuschen spielen, und dann weitersehen.
Und ich habe auch keine Ahnung, wie das rechtlich ist. Da würde ich mich sowieso erst mal schlau machen, vermutlich wirst du in die Pflicht genommen, wenn was schiefgeht.
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08.03.2010, 18:58
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
Ja, danke für deine Einschätzung!
By the way - deinen Nick in Kombi mit dem Avatar fand ich schon immer originell...
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08.03.2010, 19:01Inaktiver User
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
Ich seh das nicht ganz so streng. Es gibt ja wirklich lammfromme kleine Hunde, und wenn die an der Leine ausgeführt werden kann normalerweise ja nicht allzuviel passieren.
Also meine könnte ich beide mitgeben, da würd ich mir keinen Kopf machen.
Ich hab als Kind schon Hunde ausgeführt, und das war das Schönste überhaupt für mich.
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08.03.2010, 19:04Inaktiver User
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
Ja, so sehe ich das zwar auch, aber (es gibt halt immer ein Aber): es gibt eben auch eine Menge unerzogener Hunde, die den kleinen dann vielleicht plattmachen wollen - in die Situation würde ich ein fremdes Mädchen nicht bringen wollen.
Vielleicht gibt es ja noch andere Möglichkeiten: Hunde sitten ja, aber ohne Spaziergang, also z.B. im Haus bzw. Garten des Hundes aufpassen und mit ihm spielen.
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08.03.2010, 19:04Inaktiver User
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08.03.2010, 19:15
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
Bin zwar kein Hundebesitzer, melde mich aber trotzdem mal: in manchen Tierheimen gibt es Kurse zum Gassi gehen. Die sind zwar gedacht für Leute, die dann anschließend mehr oder weniger regelmäßig die Hunde im Tierheim ausführen. Aber vielleicht kann sie da ja trotzdem teilnehmen? Dann hätte sie zumindest schon mal ein Theorie - Basis-Wissen.
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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08.03.2010, 19:36Inaktiver User
AW: An die Hundebesitzer - meine Tochter (12) möchte Hundesitten
Hallo einzigARTig,
wer welche Hunde offiziell ausführen darf, das ist in den jeweiligen Gesetzgebungen der Bundesländer geregelt. Hier in NRW ist z. B. zum Führen eines Hundes, der unter die 40/20-Regel fällt, ein Sachkundenachweis notwendig. 40/20 bedeutet, dass der Hund eine Widerristhöhe von mind. 40 cm und ein Gewicht von mind. 20 kg erreicht. Meine Labradorhündin, die ausgesprochen freundlich und gut sozialisiert ist, dürfte ich deiner Tochter beispielsweise gar nicht zum Gassigehen mitgeben. Wenn es da zu einem Unfall oder aggressiven Zwischenfall mit Folgen mit einem anderen Hund kommen sollte, bekäme ich die Probleme - und in der Haut deiner Tochter würde ich auch nicht stecken wollen.
Und was du generell berücksichtigen solltest: Selbst wenn es sich um einen kleinen, freundlichen, unkomplizierten Hund handelt, den deine Tochter ausführt und sie ihn grundsätzlich an der Leine führt, ihr fehlt die Erfahrung, sich in einer Situation, in der ein anderer Hund sich nicht ok verhält, richtig und souverän zu verhalten. "Ihr" Hund kann ja freundlich und lieb sein, aber andere sind es nicht immer.
Wir haben hier beispielsweise in den Feldern auf einem Bauernhof mit Pferdestall, an dem ich täglich vorbeikomme, einen jungen, knapp 2 Jahre alten Schäferhundmix, der oft frei rumläuft. Der Hund ist Hündinnen gegenüber so lala, er tut ihnen nichts, aber er belästigt sie ordentlich, versucht sie zu besteigen. Bei Rüden kam es schon zu Beißereien. Zwischenzeitlich wird er auf dem Hof (er gehört einer Reiterin, die dort ein Pferd stehen hat) angebunden, nach ein paar Wochen reißt das wieder ein und er läuft wieder frei rum. Das ist schon für Erwachsene mitunter eine blöde Situation, aber wie würde sich eine unerfahrene 12jährige da verhalten? Weißt du, ich stell mich, weil ich den Hund kenne, zwischen ihn und meine Hündin und ranze ihn ordentlich mit einem "hau ab" an. Ich weiß, dass er dann kusch ist und Leine zieht, habe aber keine Garantie, dass das so bleibt. Einer 12jährigen würde ich eine solche Situation nicht zumuten wollen.
Wenn sie unbedingt Hunde ausführen möchte, dann nur unter eng gesteckten Rahmenbedingungen, unter Anleitung und vorhandenen Sachkenntnissen. Meistens reichen diese engen Begrenzungen allerdings schon aus, um die Sache schnell wieder unattraktiv zu machen.
Erkundigt euch doch mal in einem Tierheim, vielleicht gibt es dort die Möglichkeit, sich erstmal mit den Tieren zu beschäftigen.


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