Hallo Ihr Lieben,
ich war heute Nachmittag mit meinem Hund spazieren und konnte schon von weitem das Geschrei von Vogelbabys hören. Es scheinen nicht nur ein oder zwei zu sein. Das Nest ist ziemlich weit oben in einem Baum. Da die Singvögel auf Grund der ansonsten warmen Witterungsverhältnisse ja nicht mehr gen Süden ziehen, kommt dann sowas zustande.
Da der Angelshop schon zu hatte, in dem ich zumindest Insekten hätte kaufen können, habe ich eine kleine Schale Katzenfutter auf einem Holzstamm platziert, was aber witzlos war, da Hunderevier.
Weiß jemand Rat, was in so einem Fall getan werden kann? Käme der Tierschutz für sowas oder die Feuerwehr oder überhaupt jemand?
Danke und liebe Grüße
Sunmaid
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13.02.2010, 22:02
Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
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13.02.2010, 22:33
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Vogelschützer gibt es ja auch. Vielleicht hat die Hotline vom Tierschutz eine Nummer von jemandem, der morgen mal gucken könnte?
Mein Mann empfiehlt (hatte Vögel früher):
Zwieback fein reiben, mit hartgekochtem Ei verrühren, ein paar Tropfen Öl dazu.
Ich habe übrigens mitbekommen, dass man jetzt im Wald gerne die Vögel per Vogelhäuschen füttern sollte, denn so langsam kommen die aufgrund der Kälte nicht mehr klar. Meine Ma und ich wollen Montag mal den Förster hier fragen, wo wir was tun könnten.
Man soll - las ich neulich - übrigens den Vogeleltern viel Futter anbieten (auch fetthaltiges), damit die wenigen Insekten, die sie finden können, als Futter für die Kleinen verwendet werden können. Das war aber eigentlich als Tipp fürs Frühjahr gedacht.
Liebe Grüße
und hoffentlich kannst du helfen
KarlaThe original Karla
est. 2006











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14.02.2010, 00:33
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Liebe Karla,
danke für Deinen Tipp. Da das Nest in ca. 15 Metern Höhe ist und an einer Hundewiese liegt, versuche ich mal einen Tierschutzverein zu erreichen. Das Katzenfutter, das ich heute unter dem Baum platziert habe, haben ja schon kleine Hundeschleckermäuler gefuttert, aber auch nur, weil die zwei Hundeparkraben ihnen nicht zuvor gekommen sind.
Bis ich einen Zuständigen gefunden habe, werde ich mal das Zwieback mit Ei und Öl Rezept von Deinem Mann anwenden.
Viiiiiielen Dank nochmal und liebe Grüße
Sunmaid
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14.02.2010, 00:45Inaktiver User
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Ich würde das die Natur regeln lassen.
Wie kommst du auf die Idee das sie Hilfe brauchen? Vogeljunge machen ab und zu Geschrei.
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14.02.2010, 06:03
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Liebe Elfenspuk,
Ich weiß ja nun nicht, wo Du wohnst. Bei mir in HH kümmert man sich um Singvögel, die auf Grund der Wetterlage die Abreise gen Süden verpasst haben und - wie in diesem Fall - zu allem Überfluss noch Nachwuchs gezeugt haben.
Dass Vogelbabies sehr laut schreien, ist normal. Das Singvogelbabies im Februar schreien, ist ein Fall für den Tierschutz.
Vielen Dank für Deinen Input
Liebe Grüße
Sunmaid
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14.02.2010, 07:17
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Ja, da waren die Eltern wirklich viel zu früh dran. Traurig.
Sunmaid, ich hoffe mit dir! Karlamann läßt auch schön grüßen.
Sagst mal Bescheid, wie es weitergeht?
Stell auch Futter für die Alten hin!
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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15.02.2010, 13:19Inaktiver User
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Längst nicht alle Singvögel ziehen im Winter nach Süden. Viele Arten sind Standvögel, leben also das ganze Jahr bei uns. Das hat nichts mit Klimaerwärmung zu tun sondern ist ganz natürlich.
Und dass gewisse Arten bereits im Februar brüten, ist auch natürlich. Nicht alle Vogeljunge fressen Insekten. Der Fichtenkreuzschnabel z.B. brütet etwa schon im Dezember, weil dann seine und seiner Jungen Hauptnahrung - die Samen aus den Rottannenzapfen - im Überfluss vorhanden ist.
(Bartgeier beginnen ihr Brutgeschäft übrigens auch mitten im Winter, weil da der Anfall von Fallwild am höchsten ist, aber ich gehe mal davon aus, dass es sich nicht um Geier handelt ...)
Ähnliches gilt für gewisse Finkenarten.
Bevor also nicht klar ist, um welche Vogelart es sich genau handelt, kann gar nicht gesagt werden, ob es sich nun um ein "unnatürliches" (sprich: zu frühes) Brutverhalten handelt oder ob alles ganz normal weil artspezifisch verläuft. Und ohne Bestimmung der genauen Art lässt sich auch nicht sagen, welche Zufütterung die richtige ist.
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15.02.2010, 13:23
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Das ist ja sehr interessant, Horus. Danke für den Beitrag!
Aber die Warnung unserer Förster, dass derzeit die Vögel im Wald nicht mehr genug Futter finden...
finde ich schon beunruhigend.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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15.02.2010, 13:33Inaktiver User
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Horus hat Recht. Wir füttern im Garten auch viel - Rotkehlchen und Zaunkönig sind das ganze Jahr da. Eichelhäher auch. Kohlmeisen, Spatzen alle da.
Zu früh brüten Vögel nicht. Die Natur hat ihnen "Uhrzeiten" mitgegeben. Kein Futter in Sicht - keine Jungen.
Aus dem Grund geht z.B. die Population der Papageientaucher auf Island zurück (gut ist OT, aber die sich total niedlich)
Sie brüten nicht mehr weil sie selbst kein Futter finden.
Eine Vogelstation wird sicher Rat wissen.
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15.02.2010, 14:01Inaktiver User
AW: Wer weiß Rat: Nest voller Singvogelbabys
Es kann vorkommen, dass Vögel in einer Spätwinter-Warmphase mit der Brut beginnen und dann bei einem neuen Kälteeinbruch die ganze Brut verlieren. Aber, so hart das auch klingt, damit kommen sie zurecht. Sie warten das Ende der Kälteperiode ab und beginnen mit einer neuen Brut. Die meisten Singvögel - egal ob Standvögel oder Zugvögel - sind dafür "eingerichtet" pro Saison mehrere Bruten zu beginnen bzw. durchzuziehen.
Elstern, Krähen und Häher vertragen übrigens frühe Bruten auch sehr gut. Die finden immer was zu futtern und füttern, gerade in Siedlungsnähe
Mir gehen diese Warnungen ehrlich gesagt auf den Geist. Jedes Jahr dasselbe. Als ob jeder Winter aussergewöhnlich wäre. Nein, ist er nicht - nicht mal der heurige ist besonders aussergewöhnlich. Die Natur kommt damit zurecht, denn die Vögel im Wald sind ein Teil der Natur. Natürlich verhungern oder erfrieren (das ist eh gekoppelt) einige. Vielleicht sogar viele. Aber die Spezies an sich kommt durch.Aber die Warnung unserer Förster, dass derzeit die Vögel im Wald nicht mehr genug Futter finden...
finde ich schon beunruhigend.
Zudem mag ich die Pauschalität der Aussage nicht. Wie gesagt, alles hängt von der Vogelart ab. Dass reine Insektenfresser jetzt nichts finden, ist klar (aber die sind jetzt auch noch nicht da, das sind nämlich in der Regel Zugvögel). Dass einige andere Arten Probleme haben, ist auch klar. Aber andere finden auch jetzt genügend Futter - bzw. vor allem jetzt. Letzteres z.B. der Fichtenkreuzschnabel, oder allgemein die Arten, die flexibel sind auch mal Aas fressen (was übrigens sogar Amseln tun).


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