Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen,gebe aber dennoch meinen Senf dazu.Ich habe die Erfahrung gemacht,dass auch bei ängstlichen Katzen,sich alles einrenkt;je weniger der Mensch eingreift,desto entspannter können die miteinander umgehen.
Wenn der Besuch mit Hund woanders nächtigt bleiben ja trotzdem immer noch die Tage und was geschieht dann mit Hund und Katzen??
Vielleicht war ich bloss einfach verwöhnt mit meiner Süssen,ich musste mir nie Sorgen machen um das Wohlergehen anderer Katzen.
Es sollte nicht übersehen werden,dass eine Katze im Notfall zu einer Furie werden kann und in diesem Zustand für den Hund erheblich gefährlicher werden kann als umgekehrt![]()
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Thema: Besuch mit Hund
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10.02.2010, 10:57Inaktiver User
AW: Besuch mit Hund
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10.02.2010, 11:15Inaktiver User
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10.02.2010, 11:16Inaktiver User
AW: Besuch mit Hund
Das stimmt durchaus, dass Katzen, die sich dem Hund stellen, praktisch immer Sieger bleiben.
Aber, vergiss bitte nicht, dass der Hund hier in das Katzenrevier eindringt. Sie durfte sich da bisher immer sicher fühlen und steht plötzlich einem "Feind" gegenüber. Das zum eien, zum anderen sind die beiden Katzen nicht mehr die jüngsten.
Ich möchte ein kleines Beispiel mit unserer allerersten Freilauf-Katze erzählen. Damals vor vielen Jahren habe ich auch noch gedacht, so ein kleiner Hund kann doch eine Katze nicht wirklich aufregen.
Eines Tages kam Besuch mit einem kleinen Hund. Unsere Katze war draussen, und bei dem herrschenden Wetter kam sie normalerweise über Tag kaum nach Hause. Diesmal war das anders. Sie sah den Hund durch die Scheibe, wurde doppellt so gross und verschwand. Als der Besuch kurz darauf weg war, habe ich Stunden gebraucht, um die Katze wieder zum reinkommen zu bewegen. Bis sie das Haus wieder ohne Misstrauen betreten hat, das hat ewig gedauert.
Mittlerweile habe ich mich intensiver mit Katzenhaltung beschäftigt, viel selbst erlebt, viel erlesen und sage heute: lasst solche Experimente sein. Natürlich kann es gut gehen, aber es kann auch zu einer nicht wieder gut zu machenden Beeinträchtigung im Zusammenleben mit den Katzen führen. Die schon erwähnte Unsauberkeit wird niemand erfreuen, weder Katze noch Mensch. Wenn man Pech hat, bleibt sie fürs Leben. Und ist das ein Hundebesuch wirklich wert.
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10.02.2010, 11:17
AW: Besuch mit Hund
Und weil es Delenn geschrieben hat, ist es automatisch die Wahrheit?
Als unsere Katze mit 8 Jahren zu uns kam, was sie wirklich verängstigt und scheu, hat nur draußen gelebt und war quasi dauernd auf der Flucht.
Wir haben sie langsam ans Haus gewöhnt, sie hat sich langsam an uns gewöhnt.
Dann kam unser Urlaub(nach mehreren Monaten) und sie musste für 2,5 Wochen nur im Haus bleiben und sich mit unserer Urlaubsbetreuung auseinander setzen. Das war sicher kein Spaß für sie, aber es ging nicht anders.
Danach war sie wie verwandelt. Viel zutraulicher (auch Fremden gegenüber), viel schmusiger und sehr viel häuslicher. Sie hat seitdem auch wesentlich weniger Stress wenn Besuch kommt. Zum Teil wird der sogar zwangsbeschmust von ihr
Sie will so gut wie gar nicht mehr raus, obwohl sie mehrmals täglich die Wahl hat.
So schlimm kann das also gar nicht gewesen sein. Und ich finde Katzen durchaus sehr anpassungsfähig. Unsere Katze hat überhaupt keine der Eigenschaften mehr, mit denen sie uns damals beschrieben wurde. Sie hat bei uns ihre Niesche gefunden und füllt sie perfekt aus. Und jeder, der uns besucht, kann sehen, wie gut es ihr geht und wie wohl sie sich fühlt.
Unsauber war unsere Mieze noch nie. Selbst im allergrößten Stress (Silvester
) schafft sie es aufs Klo. Das steht natürlich an einem ruhigen Platz, welchen sie nur für sich hat (kleines Extrazimmer).
Unsere Katzen hasst unsere Putzfrau wie die Pest. Auch die kommt einmal die Woche in ihr Revier. Und dann saugt sie auch noch
- Horror. Donnerstag ist ein Scheiss-Tag für unsere Katze. Ich bestelle die Putzfrau trotzdem nicht ab. Das kanns ja wirklich nicht sein.
Ich finde, man hat auf jeden Fall Verantwortung für das Wohlergehen seines Haustiers, keine Frage. Aber ich finde auch, man sollte das Wohlergehen des Haustiers und das eigene Wohlergehen möglichst gut in Einklang bringen. Dann funktioniert das Zusammenleben auf die Dauer bestens und keiner kommt zu kurz. Und ich bin mir absolut sicher, dass dieses In-Einklang-Bringen gut möglich ist.
Unser Hund wurde damals bei Bekannten von deren beiden Katzen regelrech belagert und beschnüffelt. Die beiden Katzen hatten absolut keinen Stress, obwohl sie schon älter waren.
Klar, wenn es gar nicht klappt, dann sollte man eine andere Lösung parat haben. Aber ich sehe nicht, warum man es nichtmal versuchen sollte. Vor allem, wenn man mit dem Gedanken spielt, selbst einen Hund anzuschaffen. Irgendwie muss man ja rausfinden, wie die Katzen darauf reagieren. Gibts eine bessere Möglichkeit, als es ein paar Tage mit dem Besuch auszuprobieren? Sogar mit Netz und doppeltem Boden?„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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10.02.2010, 11:21
AW: Besuch mit Hund
OT, aber Libellchen, was ist denn das für ein Hund da auf Deinem Benutzerbild? Etwa ein Wolfsspitz? So einen hatten wir nämlich auch
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„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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10.02.2010, 11:21
AW: Besuch mit Hund
Hoppla, hier geht ja ganz schön die Post ab!
Ich würde es übrigens auch auf einen Versuch ankommen lassen.
Denke, Katzen sind gar nicht so sensibel, wie sie uns gerne glauben machen möchten...
Man sollte sich auch vor Augen halten, dass Katzen ab 1,5 - 2 Jahren erwachsen sind und in der Natur sehr gut auf sich selber aufpassen können. Man stellt sie ja gerne auf eine Stufe mit kleinen Menschen-Kindern, die wir um alles in der Welt beschützen müssen. Aber das sind sie nicht.
Freigänger müssen auch damit zurecht kommen, wenn bei Nachbars plötzlich ein Hund einzieht, obwohl der Garten bisher zum sicheren Katzenrevier gehört hat.
So ist halt das Leben, fremde Tiere kommen und gehen. Und Katzen kommen damit sehr gut zurecht.
Und den Stress, den der Besuchshund verursacht, würde ich nicht nur negativ sehen. Das ist auch eine Herausforderung für die Katzen. Und gerade Wohnungskatzen könnte das mal ganz gut tun, wenn in ihrer gewohnten Umgebung, wo es so gut wie nie Überraschungen gibt, mal was neues passiert.
Selbstverständlich sollte es Rückzugsmöglichkeiten geben, die sicher sind vor dem Hund. Also hoch gelegen, und für Hundi nicht einsehbar.
Auch die Katzenklos müssen unbedingt 100 % sicher sein. Der Hund sollte da auf gar keinen Fall hin- oder vorbeigehen können, die Katzen riechen das ja, wenn er dran war. Und wenn sie vermuten, dass er wieder Zugang zum Klo haben könnte, können sie dort natürlich nicht mehr in Ruhe reingehen.
Das gleiche gilt natürlich auch für Futter- und Wasserschüssel.“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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10.02.2010, 11:29
AW: Besuch mit Hund
Automatisch sicher nicht, aber basiert auf Erfahrungen, die sich mit meinen z.B. decken.
Zur Erinnerung: es handelt sich um 13 Jahre alte Katzen, also schon rechte Katzenomas und um eine mehrtägigen Hundebesuch ohne dass sie vorher schon mal auf einen Hund getroffen sind.
So etwas mit der ungeliebten Putzfrau und dem Staubsauger zu vergleichen, finde ich etwas realitätsfern.
Es ist schon klar, dass es bei diesem Thema kein absolut richtig und absolut falsch gibt, sondern verschiedene Meinungen. Mir wäre jedoch ganz persönlich das Wohlergehen der Tiere (auch des Hundes) und auch mein eigenes, da ich keine Lust auf evtl. Unsauberkeit etc. hätte, zu wichtig, als dass ich mich auf dieses Experiment einließe.
Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.Islabonita
Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin
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10.02.2010, 11:32
AW: Besuch mit Hund
Was mir noch einfällt: Wenn der Hund kommt, solltet Ihr so tun, als wäre das das normalste der Welt.
Wenn Ihr Euch da ganz speziell um die armen Katzis kümmert und besonders vorsichtig seid, könnten die Katzis das als Bestätigung sehen, dass die Situation tatsächlich gefährlich ist.
Also besser gleich ein Verhalten an den Tag legen, das den Katzen zeigt "Hey, alles in bester Ordnung und es gibt nicht den kleinsten Grund sich zu fürchten"
Ich würde den Katzen auch erzählen, dass Ihr den Hund nur bestellt habt, damit die Katzen gute Unterhaltung haben
“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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10.02.2010, 11:34
AW: Besuch mit Hund
Hmm, sind Katzen mit 13 tatsächlich schon Senioren?
Ich würde das für mittleres Alter halten. Sie können schließlich gut über 20 Jahre alt werden.“You can tell how smart people are by what they laugh at.”
― Tina Fey
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10.02.2010, 11:45
AW: Besuch mit Hund
Ist denn wirklich für Katzen der fremde Geruch so fürchterlich?
Unsere Katze ist ja wirklich eine Mimi und sehr sensibel. Aber als der Hund da war, da hat sie sogar nachts mit meiner Mutter (die den bösen Hund mitgebracht hat) auf der Couch geschlafen (die nach Hund gerochen hat). Und das obwohl sie zu uns ins sichere Schlafzimmer hätte kommen können. Aber sie war einfach zu neugierig. Der Hund war natürlich sicher verwahrt und hat mit meinem Vater im Gästezimmer geschlafen. Türe zu und gut war.
Als meine Eltern wieder gefahren sind, da waren sie noch nicht mal um die nächste Ecke und schon hat die Katze auf dem Sofa geschlafen als wäre nie was gewesen. Ich hab dann auch nicht extra geputzt.
Sie findet es auch immer total interessant, wenn ich mit den Stallschuhen nach Hause komme. Da ließt sie dann stundenlang Zeitung daran.
Joker: So tun als wäre nichts finde ich auch einen sehr guten Tipp. Ich glaube, zum Teil bringen die Besitzer ihren Lieblingen erst bei, dass das was GANZ SCHLIMMES ist.
Unsere Katze hat unseren Horizont erweitert
und wir ihren. Und ich bin mir sicher, uns gehts allen prima damit. Wenn ich an dieses scheue Etwas denke, das ständig auf der Flucht war, vor allem Angst hatte (Fernseher, Haus, Menschen)....
Jetzt kann ich froh sein, dass ich mich zu ihr in unser - pardon ihr Bett legen darf
.
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort


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