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  1. Inaktiver User

    Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Seit 2 Wochen haben wir einen Mopswelpen (Rüde, zum Zeitpunkt der Abgabe 9 Wochen alt), der mich langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Ich gehe tagsüber mit ihm alle anderthalb bis zwei Stunden runter und versuche, ihn nicht aus den Augen zu lassen, aber da ich ein sechsjähriges Kind, einen Haushalt und eine (stundenweise daheim ausgeführte) Berufstätigkeit am Bein habe, geht das natürlich nicht 24 Stunden am Tag. Und das nutzt er immer wieder aus, um sich diskret zu verdrücken und einen Haufen oder eine Pfütze in der Wohnung zu hinterlassen, wenn ich ihn mal zwei Minuten nicht beobachten kann. Oft ist es auch so, dass wir gerade draußen waren, er nichts gemacht hat, und kaum sind wir wieder oben, scheißt er mir irgendwohin.... aber das Schlimmste ist: er pinkelt und kackt ins Bett ! Nicht, wenn wir drin liegen (er schläft bei uns), aber wenn das Bett leer ist, dann macht er da hin. Zu allem Übel hat er gerade auch noch Durchfall und heute nacht hat er den Schlafzimmerteppich buchstäblich zugesch.... das wegzumachen ist so ekelhaft !!! Irgendwie hab ich auch hygienische Bedenken, ich sprühe immer Desinfektionsspray auf die Stellen, schließlich lebt hier ein Kind, das ständig am Boden spielt. Ich will, daß das aufhört.
    Früher hatte ich schon Hunde, die haben so was nie gemacht und waren, soweit ich mich erinnern kann, relativ schnell sauber.
    Wenn er unten gemacht hat, dann lobe ich ihn sehr, gebe ihm ein Leckerli, das übliche eben.... wenn er in die Wohnung gemacht hat und ich ihn auf frischer Tat ertappe, gibt´s Schelte, aber das scheint ihm nichts auszumachen.
    Hinzu kommt, daß er nachts gerne Terz macht, nicht schläft, mich ständig aufweckt und ich mittlerweile total übermüdet und mit den Nerven am Ende bin.... ich weiß wirklich nicht, wie lange ich diesen nicht enden wollenden Kreislauf aus Scheißhaufen wegmachen und erzwungener Schlaflosigkeit noch durchhalte. Hat jemand vielleicht einen guten Rat ?
    Ich wäre sehr dankbar.
    Geändert von Inaktiver User (27.01.2010 um 08:42 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Hi, zunächst mal ein Mops Ich finde die Möpse auch sehr toll :-)

    Zunächst mal, ein Welpe, der 11 Wochen alt ist, macht Unfug und Unsinn, das ist völlig normal. Wenn es bei dir bisher anders war, Glück gehabt.

    In dem Alter braucht es auch etwas Zeit, damit er stubenrein wird. Es ist auch normal, dass die ein oder andere Pfütze in die Wohnung geht.

    Geduld und Ruhe ist hier das Stichwort. Davon strahlst du gar keine aus, was zum Verhalten des Hundes führen könnte.

    Ich habe nicht so wirklich Verständnis, dass du so ein Meckerpost loslässt und muss dich mal fragen, was du denn erwartet hast ? Welpen auf Bestellung gibt es nicht.

    Ich würde, wenn du ihn nach unten trägst dafür sorgen, dass er keinen Zugang zur Wohnung/ Haus hat (das muss doch irgendwie gehen). Es zu versuchen reicht leider nicht aus.

    Wenn er ins Bett macht, wieso hat dann überhaupt einen Zugang zum Schlafzimmer und zum Kinderzimmer ? Solche Räume müssen für einen Hund nicht zugänglich sein.

    Platziere sein Körbchen an einen Ort im Wohnzimmer oder in der Küche, wo er tagsüber am Familienleben teilnimmt. Nachts stelle dir alle Stunden den Wecker und dann immer wieder raustragen und dick loben, wenn er sein Geschäft draussen macht. So wie du es schon machst und auch aus Erfahrung weisst.

    Maleure in der Wohnung würde ich erstmal ignorieren.

    Dann wird das schon...........
    Geändert von Inaktiver User (27.01.2010 um 09:19 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Hallo Du Leidgeplagte,
    atme mal tief durch!
    Bis zur 14./15. Lebenswoche kann Dein Welpe seine Schließmuskeln gar nicht willentlich kontrollieren, zumal wenn der arme Tropf auch noch Durchfall hat. Da muss man einfach häufiger rausgehen, schon dem Hund zuliebe, denn er hat ja Bauchweh.

    Auch das der Hund sich nach dem Gassi daheim entleert, hatte ich bisher bei allen meinen Hunden. Das gibt sich!

    Ich würde zunächst mal die Schlafzimmertür schließen, damit der Hund gar nicht mehr in die Verlockung kommt, ins Bett zu machen.

    Sobald der Knirps aufwacht oder er sich irgendwie suchend und/oder im Kreise drehend verhält, gehst Du mit ihm raus. Für dieses "Ich-muss-mal"-Verhalten bekommt man schnell einen Blick. In Zeiten, wo Du den Hund wirklich nicht beobachten kannst, parkst Du ihn in einer Hundebox oder einem Kinder-Laufställchen.

    Ansonsten: Welpen sind anstrengend, da mussten wir alle mal durch.
    Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt – und nicht, was wir ersehnt haben. Arthur Schnitzler

  4. Inaktiver User

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Oft ist es auch so, dass wir gerade draußen waren, er nichts gemacht hat, und kaum sind wir wieder oben, scheißt er mir irgendwohin.... aber das Schlimmste ist: er pinkelt und kackt ins Bett ! Nicht, wenn wir drin liegen (er schläft bei uns), aber wenn das Bett leer ist, dann macht er da hin. Zu allem Übel hat er gerade auch noch Durchfall und heute nacht hat er den Schlafzimmerteppich buchstäblich zugesch.... das wegzumachen ist so ekelhaft !!! ...
    Hallo HoneysuckleRose,

    du machst das schon ganz richtig, ich glaube, dir fehlt es gerade nur wirklich etwas an Geduld. Ich musste gerade an die ersten wenigen Wochen mit unserer Hündin denken. Was du in dem ersten oben zitierten Satz schreibst, beherrschte sie anfangs auch aus dem Effeff. Sie kam Anfang Februar zu uns, Scheißwetter draußen, ich hatte das Gefühl, trotz immer nur kurzer Ausflüge nach draußen mein halbes Leben trotzdem im Regen und Matsch zu verbringen. Und das Leben da draußen war ja sooooo spannend, da vergaß die Gute schon mal gern, dass sie auch musste. Nö, schnüffeln und anderen Hunden oder Leuten Tag sagen war ja viel spannender. Gingen wir dann wieder heim - ich mit dem Gedanken: Ja, da hat sie wohl einfach doch nicht gemusst - hockte sie sich in einer unbewachten Minute hin und pieselte freundlich auf den Teppich (statt mal frauchenfreundlich die Fliesen zu nehmen *gg*). Aber Frauchen ist ja lernfähig, ich ließ mich draußen dann halt länger nassregnen. ;-)

    Wegen deines Schlafzimmerproblems:

    Schließ die Tür und sorge dafür, dass er nicht überall hin kann. Schaff deinem Hund Ruheplätze da, wo du ihn im Blick hast, meistens halten die sich ja sowieso bei einem auf. Wenn du den Hund dabei erwischst, dass er aufs Sofa oder das Bett springen will ---> runter, aber zackig! Sei da in der Stimme ruhig brummig und sehr unmissverständlich. Wenn der Kleine das Bett jetzt als sein persönliches Klo entdeckt hat, musst du Sorge dafür tragen, dass das Bett generell Tabuzone und auch nicht erreichbar ist. Da hat er nichts verloren. Schmusen und spielen könnt ihr mit dem Kleinen ja auch auf dem Teppich.

    Wenn er bei euch im Schlafzimmer schläft, würde ich ihm jetzt in der Welpenzeit, bis er stubenrein ist, einen großen Karton mit höherem Rand, aus dem er nicht rauskommt, gemütlich gestalten und ihn zum Schlafen reinsetzen. Hunde beschmutzen ihren Schlafplatz nur extrem ungern, wenn er nachts Not hat, wird er unruhig werden, das bekommt ihr dann schon mit.

    Lass dich nicht kirre machen von dem Kleinen, ihr schafft das schon. Manche Hunde lernen es schnell, andere brauchen ein bisschen länger. Aber stubenrein wurde bisher eigentlich jeder gesunde Hund.

    LG,
    Zuza

  5. User Info Menu

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Hi,

    unser Welpe war im Geschäft daran gewöhnt auf Zeitung zu machen. Zu Hause haben wir ihm ein Katzenklo in die Küche gestellt. Allerdings kam er dann ca. 2 Monate lang total eilig von draussen rein und ist auf dieses Katzenklo gestürzt. Später hat er aber von selbst bemerkt, dass man auch draussen machen kann.

    Vielleicht könntest du ihn immer wieder wenn er irgendwo im Haus was gemacht hat, danach in solch eine Kiste bringen, die einen festen Platz im Haus hat. So weiss er, dass das in Zusammenhang zu bringen ist.

    Zugang zum Schlafzimmer würde ich auch erst mal sperren, das muss ja nicht sein.

    Viel Glück!
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

  6. User Info Menu

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    das problem hatte ich mit meinem knirps auch und habe seinerzeit sogar auch hier gepostet. ich bin auch schier wahnsinnig geworden.

    ich habs mit zeitungspapier und kiste versucht. hat ihn aber nicht interessiert.

    ich habe dan strikt gassi geh zeiten eingehalten und dann wurde es bald besser. er wußte dann: ok, dann und dann gehts raus, so lange schaffe ich noch.

    mittlerweile ist er komplett stubenrein. er macht nicht mal mehr haufen in den garten. pipi nur zum markieren ein paar tropfen. und der ärger ist vergessen..... dafür kommen dann andere macken die einen in den wahnsinn treiben ;-)
    Nichts wahrhaft Gutes war jemals einfach

  7. Inaktiver User

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Danke für Eure Antworten!

    Und danke für den Tipp:

    Zitat Zitat von Etain Beitrag anzeigen
    In Zeiten, wo Du den Hund wirklich nicht beobachten kannst, parkst Du ihn in einer Hundebox oder einem Kinder-Laufställchen.
    Ich hab die große Meerschwein-Transportbox aus dem Keller geholt, ihm da seine Decke reingelegt und ein Spielzeug. Und in Notfällen werde ich ihn jetzt dort parken.
    Das mit dem hohen Karton neben dem Bett habe ich schon probiert, da jault er nur, will raus und zu uns ins Bett.
    Das Katzenklo verweigert er komplett. Auf Handtücher und Zeitungspapier macht er mal ja, mal nein.
    Die Schlafzimmertür ist natürlich zu. Allerdings kann ich von meiner Tochter nicht erwarten, dass sie immer dran denkt, ihre Tür zuzumachen, zumal hier zeit ihres Lebens alles offen war ! Es genügt doch schon, wenn sie ein Spielzeug aus ihrem Zimmer holen geht, Hund saust hinterher und schwupps, schon darf ich wieder ein Bett frisch beziehen.
    Ich bin übrigens durchaus geduldig....aber trotzdem darf man sich nach zwei Wochen permanenten Schlafentzugs schon mal ausheulen, oder ?

  8. Inaktiver User

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .....
    Hinzu kommt, daß er nachts gerne Terz macht, nicht schläft, mich ständig aufweckt und ich mittlerweile total übermüdet und mit den Nerven am Ende bin.... ich weiß wirklich nicht, wie lange ich diesen nicht enden wollenden Kreislauf aus Scheißhaufen wegmachen und erzwungener Schlaflosigkeit noch durchhalte. Hat jemand vielleicht einen guten Rat ?
    Ich wäre sehr dankbar.
    Wenn dein Hund nachts unruhig ist, dann ist das meist ein Zeichen dafür, daß er raus muß.
    Das ist normal.
    Ich bin mit meinem Burschen seinerzeit ca. alle 2 Stunden raus.
    Da muß man durch. So ein welpe ist wie ein kleines Kind, die funktionieren ja auch nicht auf Knopfdruck.

    Klar ist das ärgerlich, aber so ist das eben.

    Ich habe meinen damals immer in seinem Körbchen neben meinem Bett schlafen lassen. Um das Körbchen war ein Gitter, denn Hunde machen nie auf den eigenen Schlafplatz. Ergo mußte er sich bemerkbar machen. Schlaf hatte ich damals auch kaum.
    Tagsüber auch alle 2 Stunden raus und natürlich nach jeder Mahlzeit und nach jedem Schlaf. Wenn er was gemacht hat überschwenglich gelobt. ( Also entweder ich oder meine Exfrau haben ihn immer im Auge gehabt)
    Klar habe ich auch manches mal geflucht warum der Bengel gerade eben nichts gemacht hat und kaum lag ich im Bett, wollte er raus.
    Aber, c'est la vie.

    Du schreibst, daß deine anderen Hunde früher schneller stubenrein waren. Aber auch hier gilt, jeder ist anders. Kinder werden ja auch unterschiedlich stubenrein.

    Wird schon, da mußt du durch.

  9. Inaktiver User

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mit dem hohen Karton neben dem Bett habe ich schon probiert, da jault er nur, will raus und zu uns ins Bett.
    Und da gibt er dann ganz schnell Ruhe, oder? Welpen lernen schnell. Er macht Theater, er wird beschwichtigt, er macht weiter Theater, er wird gekrault, er macht weiter Theater, man holt ihn ins Bett. Ruhe. Was hat das hübsche Fellknäuelchen für eine Lektion gelernt? Wenn ich ständig rumpalaver, ist Frauchen ganz lieb zu mir und am Ende wird es ganz warm und kuschelig. Scheint richtig zu sein, was ich da mache, wiederhole ich also. ;-)

    Hast du schon mal probiert, wie sich der Kleine verhält, wenn du ihm einen alten Pullover, den du einfach mal für 2 Tage intensiv anziehst, damit er schön nach dir riecht, in die Box legst? Das hat bei einer Freundin von mir funktioniert. Ihre alten, schon lange nicht mehr getragenen Shirts hatten plötzlich eine Aufgabe!

    Ich bin übrigens durchaus geduldig....aber trotzdem darf man sich nach zwei Wochen permanenten Schlafentzugs schon mal ausheulen, oder ?
    Na klar. Ich liebäugel ja immer noch und immer wieder mit einem Zweithund, mein Mann will aber nicht. Also wird es wohl darauf hinauslaufen, dass der nächste Hund noch länger auf uns warten muss. Und ich überlege zwischendurch immer wieder: Nehmen wir dann wieder einen Welpen oder doch lieber nicht? Ich stecke diese schlaflosen Phasen auch nciht mehr so gut weg wie früher.

    Nachtrag noch zu deiner Tochter. Wie alt ist sie denn? Wenn sie alt genug ist, könnte es wahre Wunder wirken, wenn du sie das nächste Mal die Betten abziehen und neu beziehen lässt. Dann achtet sie vielleicht mehr darauf, dass die Tür geschlossen bleibt.
    Geändert von Inaktiver User (27.01.2010 um 13:24 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Brauche Rat von welpenerfahrenen Leuten !

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Seit 2 Wochen haben wir einen Mopswelpen (Rüde, zum Zeitpunkt der Abgabe 9 Wochen alt), der mich langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Ich gehe tagsüber mit ihm alle anderthalb bis zwei Stunden runter und versuche, ihn nicht aus den Augen zu lassen, aber da ich ein sechsjähriges Kind, einen Haushalt und eine (stundenweise daheim ausgeführte) Berufstätigkeit am Bein habe, geht das natürlich nicht 24 Stunden am Tag.
    Doch, das geht 24 Stunden am Tag. Wer sich ein Hunde-Kind ins Leben holt, bekommt ein BABY. Hast Du von Deinen Kindern nach zwei Wochen erwartet, dass sie trocken sind? Nein?

    Warum erwartest Du es dann von einem Hund? Der wächst zwar schneller als ein Mensch, aber SO schnell nun auch wieder nicht.

    Er braucht Zeit, bis sein Organismus so ausgereift ist, dass er

    a) überhaupt empfinden kann, wann er muss, und
    b) diese Funktion kontrollieren kann.

    Mit 11 Wochen erwartest Du Leistungen, die ein Hund einfach nicht erbringen KANN. Es wäre vernünftig, das anzuerkennen.

    Einen Welpen muss man leider mehr oder weniger 24 Stunden beobachten. Ausnahmen: wenn er schläft, was er erfreulicherweise häufig tut. Wann immer er aktiv ist, kann er ein Geschäft verrichten müssen. Und da er seine Ausscheidungsorgane noch nicht kontrollieren kann, weil er dazu physisch gar nicht in der Lage ist, müssen wir ihm helfen, seine Notdurft da zu verrichten, wo sie uns nicht stört. Das ist UNSERE Verantwortung, nicht die des kleinen Hundes. Das Ganze nennt man nicht umsonst Erziehung zur Stubenreinheit. Der Hund muss es LERNEN, wir müssen es ihn LEHREN.

    Du erfüllst gerade Deinen part nicht ausreichend, ansonsten gäbe es nicht so viele Unfälle. Es ist Deine Unaufmerksamkeit oder Überforderung, die dafür sorgt, nicht der "böse Wille" des Kleinen!

    Und das nutzt er immer wieder aus, um sich diskret zu verdrücken und einen Haufen oder eine Pfütze in der Wohnung zu hinterlassen, wenn ich ihn mal zwei Minuten nicht beobachten kann.
    Er nutzt gar nichts aus. Er handelt einfach nur nach seinen Instinkten. Die sagen ihm, dass er sich abseits vom Trubel auf einer weichen Unterlage lösen soll. Und genau das tut er.

    Nicht aus böser Absicht, sondern weil er MUSS. Und weil Du versäumst, seine Bedürfnisse rechtzeitig wahrzunehmen und so zu lenken, dass sie in Dein Leben passen.

    Oft ist es auch so, dass wir gerade draußen waren, er nichts gemacht hat, und kaum sind wir wieder oben, scheißt er mir irgendwohin....
    Du hast Dich offenkundig nicht ausreichend mit Erziehung und dem Aufwachsen von Hunden befasst, wie es scheint, ansonsten wäre Dir klar, dass der Fehler allein bei Dir liegt.

    Du musst Deinen Hund dazu MOTIVIEREN, sich zu lösen. Das bedeutet, dass Du ihn geduldig an Plätze bringst, an denen er das tun kann und tun will. Dort bleibst Du so lange, bis er sein Geschäftchen verrichtet. Das bedeutet unter Umständen, dass Du Geduld aufbringen musst, und ja, das ist mühsam, und vor allem nachts unangenehm, wenn Du gern wieder ins Bett möchtest. Aber nur so kann es Dein Hund lernen. Bevor und während er sich löst, sagst Du ein Markerwort, und nachdem er gemacht hat, musst Du ihn, das immerhin ist Dir klar, frenetisch loben und vor allem belohnen. Bravo! Nun musst Du das Ganze nur noch KONSEQUENT tun, dann klappt es früher oder später (bei Rüden gern mal später) auch mit der Stubenreinheit.

    aber das Schlimmste ist: er pinkelt und kackt ins Bett ! Nicht, wenn wir drin liegen (er schläft bei uns), aber wenn das Bett leer ist, dann macht er da hin.
    Und was lernen wir daraus?

    Hund verhält sich wie ein Hund. Aha! Der Laie staunt, und der Fachmann wundert sich (nicht wirklich).

    Hunde beschmutzen nicht ihr "Nest", wenn es sich vermeiden lässt. Deshalb wird nicht gepieselt und gekackt, während das "Rudel" gemeinsam im Bett = Nest schläft. Bingo!

    Ohne Schlafbelegung ist so ein Bett aber ein geradezu prädestinierter Löseplatz. Er ist weich, saugfähig, warm, und natürlich viel netter, als eine Wiese, auf der es kalt und nass ist, mit einem Menschen im Genick, der an alles mögliche denkt, und deshalb fix wieder weiter will.

    Deshalb ist es so wichtig, einem kleinen Hund das Lösen draussen schmackhaft zu machen. Wieder Bingo.

    Zu allem Übel hat er gerade auch noch Durchfall und heute nacht hat er den Schlafzimmerteppich buchstäblich zugesch.... das wegzumachen ist so ekelhaft !!!
    Ja, auch Hunde haben einen Metabolismus, und der kann gestört sein. Das ist nicht nett, aber gehört zum Gesamtpaket. Du kannst Dir die Sache erleichtern, indem Du lernst, etwas gelassener mit diesen Dingen umzugehen, ansonsten wirst Du nicht viel Freude am Hund haben.

    Sinnvoll kann hier auch sein, Verantwortung auch mal abzugeben, und z.B. in jeder zweiten oder dritten Nacht während der noch nicht stubenreinen Zeit Deinen Partner oder ein älteres Kind einzubeziehen, damit Du wenigstens ab und zu eine Nacht durchschlafen kannst.

    Irgendwie hab ich auch hygienische Bedenken, ich sprühe immer Desinfektionsspray auf die Stellen, schließlich lebt hier ein Kind, das ständig am Boden spielt. Ich will, daß das aufhört.
    Dazu kannst Du beitragen, indem Du Dich informierst, Deinen Hund gesund hältst, und insbesondere in den ersten beiden Jahren VIEL Zeit in Erziehung investierst.

    Früher hatte ich schon Hunde, die haben so was nie gemacht und waren, soweit ich mich erinnern kann, relativ schnell sauber.
    Wenn er unten gemacht hat, dann lobe ich ihn sehr, gebe ihm ein Leckerli, das übliche eben.... wenn er in die Wohnung gemacht hat und ich ihn auf frischer Tat ertappe, gibt´s Schelte, aber das scheint ihm nichts auszumachen.
    Doch, das macht ihm eine Menge. Er lernt dadurch: Du musst Dich NOCH viel besser verstecken, damit die Schimpftante da auch ja nicht mitkriegt, wo Du machst, wenn Du musst. Er lernt, sich vor Dir zu fürchten. Hundekinder fürchten sich schnell, und ängstliche Hunde entwickeln viele Strategien, die dem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Hund sehr abträglich sein können. Daher ist es sinnvoll, erwünschtes Verhalten zu loben, und Unerwünschtes zu ignorieren, respektive dezent umzulenken, ohne es zu verstärken.

    Hinzu kommt, daß er nachts gerne Terz macht, nicht schläft, mich ständig aufweckt und ich mittlerweile total übermüdet und mit den Nerven am Ende bin.... ich weiß wirklich nicht, wie lange ich diesen nicht enden wollenden Kreislauf aus Scheißhaufen wegmachen und erzwungener Schlaflosigkeit noch durchhalte.
    Er macht Terz, weil Du versäumst, ihm Ruhe zu vermitteln. Der Ablauf nachts ist: bemerken, dass Hund unruhig wird, ihn auf den Arm nehmen, hinaus tragen, draussen warten, bis er sich gelöst hat, Markerwort nicht vergessen, frenetisch jubeln, Hund wieder auf den Arm nehmen, ggf. abtrocknen, auf seinen Platz legen, dafür sorgen, dass er auf seinem Platz bleibt (das kann ein kleiner Kampf werden, auch hier helfen Konsequenz und Geduld, er wird es bald aufgeben, Theater zu machen), weiter schlafen. Hunde schlafen gern und viel, entsprechend musst Du Dich gar nicht besonders anstrengen - es braucht nur die notwendige Konsequenz, schon ratzt der Furz wieder.

    Welpen sind leider meist nichts für Familien mit kleinen Kindern, in denen die Erwachsenen durch Berufstätigkeit ausserdem im Dauerstress sind. Nun ist der Welpe aber nun einmal im Haus, und Du kannst nur Schadensbegrenzung betreiben. Dazu wünsche ich Dir gute Nerven.
    Geändert von Inaktiver User (27.01.2010 um 14:20 Uhr)

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