Ich bin nicht sicher, ob er es ernst meint, aber ich bin etwas verunsichert.
Ich hatte nie ein Tier und auch nie wirklich den Wunsch danach. Klar, wenn im TV "Tiere ein Zuhause" suchen, bin ich auch schnell gerührt und auch mal verliebt, aber das gibt sich dann schnell wieder.
Mein LG und ich arbeiten beide Vollzeit, teilweise mit Dienstreisen (v.a. ich, teilweise auch gleichzeitig). Oft haben wir auch abends noch Verpflichtungen. Die Familie meines LG lebt im Ausland (Flugdistanz), so dass wir bisher eigentlich immer froh waren, nicht noch einen Hund oder eine Katze transportieren zu müssen. Auch meine Familie wohnt weit weg von hier, also auch wieder Transport (im Kleinwagen). Wir haben hier keine Freunde oder Verwandte, bei denen er über Tag bleiben könnte.
Jetzt kam mein LG vor ein paar Tagen an - er wolle einen Hund. Ich habe wirklich nichts gegen Hunde, nur kann ich mir momentan nicht vorstellen, wohin mit ihm. Wir wohnen ländlich, Auslauf wäre da, aber das arme Tier wäre wirklich von 7:30 bis 17:30 h (ohne berufliche Abendveranstaltungen oder Einkaufen) allein. Die Begrüdung für den Hund war, er wäre so oft allein, wenn ich unterwegs bin (ich habe ca. 20% Reisetätigkeit übers Jahr gesehen, je nach Saison mehr oder auch mal wochenlang gar nicht).
Abgesehen davon, dass ich einen Horror davor habe, dass das Tier irgendwann mal krank wird (wir haben bei guten Freunden gesehen, wie sehr sie unter der Krebserkrankung ihrer Hündin gelitten haben), glaube ich wirklich, dass wir nicht genügend Zeit aufbringen können, damit es dem "Viech" (das meine ich liebevoll) bei uns auch gut geht.
Mein LG hat leider die Tendenz, bei einem "nein" von mir erstmal zu schmollen und sagt zu dem Thema jetzt gar nichts mehr.Ich hätte mir gern angehört, wie er sich das vorgestellt hat und was sein Plan ist (so er einen hat), aber da kommt nichts mehr.
Wenn es eine Möglichkeit gibt, ein Tier (Hund) bei uns zu integrieren, bin ich gern bereit dazu. Ich habe wenig Erfahrung, aber ich liebe Hunde.
Seid Ihr (Vollzeit) berufstätig (beide Partner) und was macht Euer Hund den ganzen Tag?
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Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 35
Thema: Hund und berufstätig
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23.01.2010, 20:27Inaktiver User
Hund und berufstätig
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23.01.2010, 20:37
AW: Hund und berufstätig
Ja, wir sind beide Vollzeit tätig. Allerdings mit flexiblen Arbeitszeiten, so dass Hund nur in absoluten Ausnahmefällen mal acht Stunden allein ist.
Geholt hatten wir den Hund damals unter der Planung, dass er mit einem von uns ins Büro gehen sollte. Das geht allerdings in der Praxis nun nicht. Unter den heutigen Bedingungen würde bei uns kein Hund mehr einziehen, da ich die momentane Lösung nicht als optimal empfinde.
Hund wird dieses Jahr sieben und verbringt die Stunden allein meist mit schlafen. Trotzdem ist er "unglücklich", wenn wir nicht da sind.
In Eurem Fall würde ich völlig abraten - die Zeiten sind zu lang und ihr seid zu viel unterwegs.
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23.01.2010, 20:40Inaktiver User
AW: Hund und berufstätig
Ich habe zwar keinen Hund, sondern Katzen, aber eine solche Situation würde ich einem Hund nie zumuten.
Eine Bekannte von mir lebt allein und hat einen Hund. Sie hat keinen Bürojob, sondern eher unregelmäßige Arbeitszeiten. Wenn sie mehrere Stunden außer Haus ist, bringt sie den Hund anderswo unter (entweder bei Freunden oder in der Hundepension), damit er nicht viele Stunden alleine ist. Das finde ich sehr löblich, aber oft ist es schon sehr stressig, das zu organisieren - bei kurzfristigen Terminen, wenn sie länger arbeiten muss,...
Ich wundere mich eh immer wieder, dass es so viele Hundehalter gibt - ein Großteil der Bevölkerung ist doch Vollzeit berufstätig?! Aber einen Hund den Großteil des Tages allein daheim einzusperren halte ich nicht für artgerecht.
Bei meinen Katzen ist das sehr praktisch - bin ich mal länger weg und sie wollen menschliche Gesellschaft, gehen sie einfach zu den Nachbarn, die auch eine Katzentür plus Katze haben.
LG,
Lakritze
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23.01.2010, 20:41
AW: Hund und berufstätig
Ich stimme ausiba zu. Der Hund wäre bei euch viel zu viel allein. Das sind wirklich keine guten Voraussetzungen.
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23.01.2010, 20:50Inaktiver User
AW: Hund und berufstätig
Das bedeutet also, dass das Tier wochentags 10 h täglich alleine wäre?
Geht nicht
Und schon gleich gar nicht bei einem Welpen (falls Dein LG an einen jungen Hund gedacht hat).
Könnte einer von Euch einen Hund mit ins Büro nehmen?
Wenn nicht, müsste man das Tier tagsüber woanders (Bekannte oder Hundepension) unterbringen.
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23.01.2010, 20:55
AW: Hund und berufstätig
Wobei das auch in der Planung immer ein Risiko ist, was man schwer abschätzen kann. Es gibt Hunde, für die es Stress ist, häufig anderswo zu sein.
Bei meinem Hund beispielsweise ist der Wachtrieb extrem ausgeprägt, so dass er bei jedem Fremden im Büro erstmal anschlagen würde - ist in der Praxis nicht durchführbar.
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23.01.2010, 21:00Inaktiver User
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23.01.2010, 21:52
AW: Hund und berufstätig
ich lebe allein und bin vollzeit berufstätig. und ich habe seit ende september einen hund.
dies hätte ich, auch wenn der wunsch danahc noch so groß war, niemals getan, wenn ich den hund nicht vernünftig unterbringen könnte, während ich nicht da bin. und ich arbeite nur in seltenen ausnahmen mal mehr als 40 std. die woche. allerdings sind da pro tag noch mindestens eine stunde fahrzeit on top.
ich habe das glück, dass ich den kleinen tagsüber zu meinen großeltern bringen kann und dort auch für einen spaziergang am mittag gesorgt ist.
hätte ich diese möglichkeit nicht, hätte ich definitiv keinen hund angeschafft. es ist auch so manchmal stressig genug.
er kennt es aber von anfang an so, das er tagsüber zu oma darf, ich aber abends komme und wir nach hause gehen.
und dennoch fällt es mir so manchen morgen schwer ihn dazulassen, weil er momentan sehr auf mich fixiert ist.
selbst wenn meine großeltern hundeunerfahren wären, hätte ich ihn nicht zu mir genommen (hund aus einer spanischen mülltonne). denn ich möchte, das er auch eine erziehung genießt, die mit meinen vorstellungen übereinstimmt. das habe ich zum glück bei meiner familie.
bei fremden, hundesittern oder pensionen hätte ich nicht das nötige vertrauen, dass der hund in meinem sinne "behandelt" wird.
ich würde euch auch abraten, denn spätestens am ersten tag wo ihr beide wieder abeiten müsst, wird es euch das herz brechen und das schlechte gewissen kommt. egal wie gut der hund aufgehoben ist.....Nichts wahrhaft Gutes war jemals einfach
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23.01.2010, 22:29Inaktiver User
AW: Hund und berufstätig
hallo Vishnja,
mach deinen LG bitte mit der Überlegung vertraut, warum ein Hund für seine persönlichen Defizite aufkommen soll. Ein Hund ist nun mal kein Sofakissen; er ist ein Rudeltier, braucht mehrere Stunden am Tag sowohl körperliche als auch geistige Beschäftigung. Er braucht ebenso eine Bezugsperson, auf die er sich verlassen kann.
Wie würde dein LG mit einem Säugling/Kind umgehen? Frage ihn das mal.
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24.01.2010, 03:11
AW: Hund und berufstätig
Hund 10 Stunden allein lassen... geht gar nicht.
Wir hatten einen Hund zusammen mit der Nachbarin..... und die Kleine wusste genau, wann sie wo zu sein hatte. Und wehe, gegen diese Regeln wurde verstoßen.
4 Stunden sind die maximale Länge.... und auch das muss der Hund erst ganz langsam lernen.
In Euer Leben passt ein Hund einfach nicht rein. Der ist kein Spielzeug.
Es sei denn, Ihr könnt ihn mit einem Nachbarn zusammen haben. Da gehört aber auch viel Großzügigkeit dazu. Und das sichere Übereinkommen, dass es in erster Linie dem Hund gut gehn muss... nicht den Menschen.


Ich hätte mir gern angehört, wie er sich das vorgestellt hat und was sein Plan ist (so er einen hat), aber da kommt nichts mehr.
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