Meinen Hund habe ich bekommen, als ich noch Schülerin war- nun ist er fast 16 Jahre alt und kann immer noch richtig aufdrehen. Ich arbeite mittlerweile Vollzeit und kann mich deshalb regelmäßig erst abends um ihn kümmern – das Wochenende verbringt er dann komplett bei mir. Tagsüber ist er seitdem zuverlässig privat untergebracht, anders wäre das auch gar nicht machbar. Allerdings sollte man bei solch einer Unterbringung auch noch bedenken, dass man die Erziehung des Hundes nicht mehr komplett selbst in der Hand hat. Wenn ein Hund tagsüber bei seiner Pflegestelle alles darf, wird er abends zu Hause nicht wie auf Knopfdruck auf „folgsam“ umschalten.
Wenn die Tagesbetreuung Urlaub macht, arbeite ich zwar weniger und fahre ich zusätzlich in der Mittagspause nach Hause, um eine Stunde mit dem Hund zu laufen, aber ich kann fest davon ausgehen, dass ich abends einen reichlich überdrehten und unausgeglichenen Vierbeiner vorfinde. Das ist für uns beide kein Spaß und wäre dauerhaft für das Tier und für mich absolut unzumutbar.
Hinzu kommen die angesprochenen Krankheitsphasen. Aktuell ist mein Hund nicht ganz fit und muss 3 * täglich Medikamente nehmen. Die Uhrzeiten könnte ich aufgrund meiner Berufstätigkeit selbst gar nicht einhalten – ebenso wie die noch anstehenden Tierarzttermine, die ich nur deshalb problemlos wahrnehmen kann, weil meine Arbeitszeiten flexibel sind. Mein Hund hat sich im Laufe der Zeit schon mehrfach den Magen verkorkst und hatte eine Weile mit Inkontinenz zu kämpfen. Ich stelle mir lieber nicht vor, wie meine Wohnung ausgesehen hätte, wenn er in diesen Phasen acht Stunden alleine gewesen wäre…
Tagesausflüge und Urlaub sind nicht spontan machbar, sondern nur nach Absprache mit der Tagesunterbringung. Gleiches gilt für Aktivitäten nach der Arbeit- will ich den Hund erst später abholen, weil ich noch etwas vorhabe, bin ich immer darauf angewiesen, dass für ihn gesorgt ist. Kurz: man ist schon ordentlich gebunden und zwar u.U. für die nächsten 10 – 15 Jahre. So schön das Leben mit einem Hund auch ist- ich würde mir sehr gut überlegen, ob es unter diesen Voraussetzungen überhaupt funktionieren kann.
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Ergebnis 31 bis 35 von 35
Thema: Hund und berufstätig
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28.01.2010, 14:21Inaktiver User
AW: Hund und berufstätig
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28.01.2010, 15:10Inaktiver User
AW: Hund und berufstätig
Wir haben inzwischen das eigentliche Problem gefunden.

Ein Hund ist immer noch ein Thema (und seine Argumentation geht über die einsamen Abende hinaus), aber wir werden nicht "einfach so weil uns gerade danach ist" einen anschaffen.
Eure Argumente "dagegen" sind allesamt auch meine Bedenken. Wir arbeiten an diesem und auch an dem eigentlichen Problem.
Dankeschön nochmal für Eure Schilderungen.
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28.01.2010, 15:21
AW: Hund und berufstätig
Uih, das liest sich aber irgendwie positiv! Ich wünsche Euch, dass Ihr Euer Problem lösen könnt!
Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt – und nicht, was wir ersehnt haben. Arthur Schnitzler
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28.01.2010, 15:32Inaktiver User
AW: Hund und berufstätig
Danke!
Ich denke, das kriegen wir hin.
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29.01.2010, 08:38
AW: Hund und berufstätig
Schön Vishnja, das freut mich!
Ich drücke euch fest die Daumen!



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