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Thema: Gehen lassen müssen
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29.12.2009, 21:41Inaktiver User
AW: Gehen lassen müssen
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29.12.2009, 22:16
AW: Gehen lassen müssen
Liebe Vio,
mir ging das damals auch so. Ich musste Gina einschläfern lassen, weil sie einen Tumor hatte. Sie hatte schon zu lange nichts mehr gefressen und war schon ganz schwach.
Zuerst bekommen sie ja die "Einschlaf"-Spritze. Ich hatte sie dann auf dem Arm, plötzlich fing sie furchtbar an zu strampeln. Ich hab sie abgesetzt und sie hat sich übergeben - deswegen wollte sie auch runter. Der Tierarzt hat mich dann mit den Worten weggeschickt, sie würde jetzt eh gleich schlafen. Ich stand so neben mir, dass ich mich hab wegschicken lassen, obwohl ich eigentlich wollte, dass sie in meinen Armen einschlafen kann.
Später hab ich dann auch gedacht, dass ich mich da hab "überrumpeln" lassen. Andererseits war die Kleine eh nie eine grosse Schmuserin, die auch nie gern auf den Arm genommen wurde... und ich kann es nicht rückgängig machen oder die Vergangenheit ändern...
Ich versteh Dich gut - aber Du wirst darüber wegkommen, so wie ich auch
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29.12.2009, 22:40Inaktiver User
AW: Gehen lassen müssen
Ich hätte es nicht ertragen! Deswegen bin ich gegangen. Und heute quält mich die Frage, ob Paul erwartet hat, dass ich ihn in den Schlaf wiege. Ein furchtbarer Gedanke!
Mit viel Kraft rede ich mir ein, dass er mich weg geschickt hat. Weil er wusste, wie schwer es mir fällt ihn gehen zu lassen.
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29.12.2009, 23:05
AW: Gehen lassen müssen
Nein - ich denke nicht, dass sie das erwarten. Tiere ziehen sich ja meist zurück und verstecken sich, wenn es ihnen sehr schlecht geht (hat auch schon irgendwer geschrieben, glaub ich).
Zudem ist es so, dass die Seele eines jeden Wesens (ja, ich glaub, dass auch Tiere eine Seele haben...
) leichter geht, wenn wir uns nicht "daran klammern". Wir machen es damit womöglich nur schwerer, zu gehen
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29.12.2009, 23:21Inaktiver User
AW: Gehen lassen müssen
Paul zog sich in seinen letzten Tag extrem zurück. Mein Verstand wußte, warum er das tat. Mein Herz wollte es nicht sehen. Ich habe intuitiv verdrängt, dass er eventuell sterben könnte.
So schlecht es ihm auch ging und so sehr er Jule (mein Katzenmädchen) weg fauchte; er kam jede Nacht zu mir und schlief neben meinem Gesicht.
Die Seele eines Tieres sitzt meiner Überzeugung nach im limbischen System.
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29.12.2009, 23:37Inaktiver User
AW: Gehen lassen müssen
Wenn du es nicht ertragen konntest, dann wird es so besser gewesen sein. Angst, Unruhe, Nervosität, Verzweiflung, Trauer - all diese Dinge können sich von Mensch zu Tier übertragen und das Tier unnötig verunsichern. Ich glaube, wenn man selbst so fertig ist, kann es manchmal besser sein zu gehen und das Ganze einer ruhigen, professionellen Hand zu überlassen. Auch im Sinne des Tieres, was in diesem Moment ja nicht wirklich verstehen kann, was plötzlich mit Frauchen los ist.
Normalerweise bin ich eher dafür bis zum Schluss dabei zu bleiben (besonders bei Tieren, die Angst vorm Tierarzt haben, und die jedes liebe Wort und jede Berührung einer vertrauten Person spürbar beruhigt), aber manchmal gibt es auch Ausnahmen. Du sagst, Paul war ganz ruhig und hätte deine Tierärztin Bedenken gehabt, hätte sie dich vermutlich gebeten zu bleiben. Ich glaube, du kanntest deinen Kater am besten und wirst wahrscheinlich intuitiv richtig gehandelt haben, auch wenn es in dem Moment vielleicht keine wirklich bewusste Handlung war, sondern eher ein Funktionieren.
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29.12.2009, 23:51
AW: Gehen lassen müssen
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29.12.2009, 23:53
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30.12.2009, 14:24Inaktiver User
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30.12.2009, 19:10Inaktiver User




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