diese unbelehrbaren kleinhundhalter regen mich echt auf.
nur als beispiel: wir haben hier nachbarn, die einen total freundlichen, aber unerzogenen jack russel hatten. sie gingen mit ihrem hund grundsätzlich ohne leine, erwarteten aber von anderen ihre größeren hunde anzuleinen, damit ihrem kleinen nix passiert. irgendwann ist er im urlaub überfahren worden, weil er natürlich auch nicht hörte, als er hinter einem kaninchen herjagte und dabei eine strasse überqueren mußte.
sie bekamen dann zwei neue hunde, welpen, mischlinge, ihr überfahrener rüde war der vater dieses wurfes. eine von den kleinen wurde überfahren, weil sie in panik vor einem großen hund weglief. nun haben sie wieder einen jack russel dazu, alle nachbarn warten gespannt, wann das nächste mal was passiert. immerhin waren ihre hunde die letzten male wenn sie mir begegneten, immer angeleint, zumindest das scheinen sie inzwischen gelernt zu haben.
erschwerend kommt hinzu, dass die kleinen alle großen ankläffen, mit ihnen aber nie kontakt aufnehmen dürfen, die großen hunde mit ihnen umgekehrt auch nicht. die tiere bekommen weder die chance sich kennenzulernen, geschweige denn, sozialverhalten zu lernen.
aber hundeschule? nee, brauchen wir nich, sind doch nur kleine hunde.
von daher von mir auch ganz klar das votum für hundeschule.
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Ergebnis 41 bis 50 von 67
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18.11.2009, 12:40
AW: Hundeschule - ja oder nein???
Der Utopist sieht das Paradies,
der Realist das Paradies plus Schlange.
Friedrich Hebbel
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18.11.2009, 12:51Inaktiver User
AW: Hundeschule - ja oder nein???
Ich schon. Und deshalb ist es mir an dieser Stelle auch ganz wichtig, dieses Vorurteil vehement zu entkräften.Ich kenne keinen Hund der nicht verschmust ist.
WIR sind die Schmuser. Für Hunde ist kuscheln, streicheln, knuddeln nicht notwendigerweise natürlich. Es gibt Hunde, die MÖCHTEN nicht gern angefasst werden, es ist ihnen unangenehm. Diese Hunden können sich durch fortgesetztes Verletzen ihrer Grenzen, die sie beispielsweise durch Rückzug, Beschwichtigung, Steifmachen, Wegdrehen demonstrieren, bedroht fühlen - und zwar im Extremfall so sehr, dass sie beginnen, ihre Menschen anzuknurren oder zu beissen.
Daher wäre wichtig, sich mit dem INDIVIDUELLEN Verhalten zu beschäftigen, statt generalisierend einfach anzunehmen, jeder Hund liesse sich gern anfassen und bekuscheln, und zu respektieren, wenn ein Hund körpersprachlich eine Grenze aufzeigt.
Hundeschule:
Für Hunde-Anfänger ein Muss. Für Menschen, die lange nicht mit Hund lebten ein Muss. Und auch für Hunde-Erfahrene kann es nicht schaden, gelegentlich mal über Trainingseinheiten ihr Wissen etwas aufzufrischen. Vios Anregungen sollten hier richtungsweisend sein.
Grüssle
Seawasp
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18.11.2009, 13:35
AW: Hundeschule - ja oder nein???
@elfi
ich kann verstehen, dass dich das aufregt. aber das ist kein phänomen ausschließlich bei kleinhundehaltern.
z.b. ich hab es auch schon erlebt, dass mir im feld ein mädel mit ihrem berner sennen ungetüm entgegenradelte, aber keinerlei anstalten machte den hund zu rufen, geschweige denn anzuleinen.
da hatte ich den keks gerade 2 wochen und war natürlich extrem nervös. als das riesentier dann bereits an keksi rumschnupperte kam sie gemütlich angeradelt und fragte MICH ob MEIN hund was tut....
da hab ich ihr nur gesagt, dass ihr das reichlich spät einfällt und ob sie vielleicht mal auf die idee kommt, dass sowohl mensch als auch tier, was da des weges kommt angst haben könnte vor solch einem großen hund, auch wenn SIE weiß, dass ihr großer nix macht.
da entschuldigte sie sich immerhin zerknrischt und fuhr mit hund davon.
davon abgesehen herrscht hier innerorts grundsätzlich leinenpflicht. ich würde den hund also eh nicht ohne leine im ort spazieren führen und im feld gibt es auch nur bestimmte abschnitte, wo er laufen darf und wo halt nicht.
insofern belästigt mein hund erstmal niemanden und keiner kann sich bedroht fühlen.
ganz beeindruckt bin ich allerdings von einem nachbarhund (großer münsterländer), welchem beigebracht wurde, dass er, wenn kleine hunde des weges kommen, stehen bleibt und platz oder sitz macht, damit der kleinere hunde zum einen keine angst hat und sie sich auch besser beschnuppern können.Nichts wahrhaft Gutes war jemals einfach
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18.11.2009, 14:00Inaktiver User
AW: Hundeschule - ja oder nein???
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20.11.2009, 14:58Inaktiver User
AW: Hundeschule - ja oder nein???
Es ist zwar schon durchdiskutiert, aber ich möchte noch anmerken, dass du für unseren (jagdlich geführten) Jagdterrier einen Waffenschein brauchst
Und der "Kleine" sieht erstmal so lieb aus, von Weitem.
Dagegen ist meine Dobermannhündin ein Trottel, ganz im Ernst.
Ich habe mir mein Wissen aus Hundeschulen, Unterhaltungen und hauptsächlich eigene Erfahrungen (du weißt schon, hinfallen und wieder aufstehen) über die Jahre angeeignet.
Vieles falsch gemacht und einiges richtig. Einer der größten Fehler war eine altersmäßig gemischte Welpengruppe in der Hundeschule.
Für mich müssen alle Hundehalter Rücksicht üben. Das gilt für sehr groß bis mini.
Ich bin sehr, sehr genervt von vielen Kleinhundehaltern, die meinen ihr Pfiffi ist so klein, der kann eh keinem was und hat deswegen den Freifahrtsschein zum "Unmöglich" sein.Geändert von Inaktiver User (20.11.2009 um 15:03 Uhr)
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20.11.2009, 20:19Inaktiver User
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20.11.2009, 21:10Inaktiver User
AW: Hundeschule - ja oder nein???
Tja, so nervt jeden etwas anderes

Mich nerven die Hundebesitzer (egal jetzt, ob sie große oder kleine Hunde haben), die sofort die Straßenseite wechseln (oder gerne auch ihren Hund am Halsband oder an einer sehr kurzen Leine an uns vorbeischleifen), wenn mein Hund bellt. Sie ist nunmal ein Angstbeller (besonders bei großen, dunklen Hunden) und wenn ihr Hunde unbekannt sind oder sie sie nicht gleich erkennt, schlägt sie eben an. Nach einem kurzen Beschnuppern ist dann Ruhe.
Natürlich muß sich niemand nach den Befindlichkeiten meines Hundes richten, aber ich denke, daß etwas Kontakt zu Artgenossen noch keinem Hund geschadet hat.
Ach ja, manche wechseln auch die Seite, weil sie gar keinen Wert auf Kontakt ihrer Hunde zu welchem anderen Hund auch immer legen - und nein, ich denke nicht, daß es an mir liegen könnte, denn die meisten Leute, die das machen, kenne ich nicht. Mir tun dann diese Hunde einfach nur leid, wenn ich sehe, wie sie sich fast den Hals nach meinem Hund verrenken, wedeln und Anstalten machen, doch noch auf die andere Straßenseite zu kommen, aber dann weggezerrt werden.
Nun ja - manches ist eben so *schulterzuck*
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20.11.2009, 22:15Inaktiver User
AW: Hundeschule - ja oder nein???
Zu Anfangszeiten habe ich mit meinem Hund auch die Strassenseite gewechselt.
Mein Stinker war einer der Sorte, Hals verrenken, freundlich wedeln - und dann schnappen
Ich hatte am Anfang gar keine andere Möglichkeit als ihn kurz zu halten und gegen seinen Willen weiter zu gehen.
Er mag nun mal keine anderen Hunde und das muss ich akzeptieren.
Wenn ich hier die tollenden Hunde auf dem Hundeplatz sehe, denke ich mir manchmal - warum DU nicht auch.
Ich denke schon das er was verpasst aber das hat mein Vorgänger verbockt.
Ich kann jetzt nur das beste daraus machen.
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20.11.2009, 23:06Inaktiver User
AW: Hundeschule - ja oder nein???
Gut, an diese Möglichkeit hatte ich nun nicht unbedingt gedacht *zugeb* und das gibt es sicherlich öfter, als man denkt. Ich hatte jetzt eher solche Leute im Kopf, deren Hunde ich dann zu einer anderen Tageszeit mit anderen Leuten traf (also Partner oder ggf. Kind), die dann nicht die Straßenseite gewechselt hatten und der Kontakt mit meinem Hund wunderbar ablief.
Es wird Dich nicht unbedingt trösten, aber ich gucke auch manchmal leicht sehnsüchtig auf die Hunde, die so wunderbar miteinander spielen und frage mich, warum mein Hund eigentlich nicht spielen will. Es gibt kurze Strohfeuer (wenn ihr ein Hund besonders gut gefällt), aber das wars dann auch.Wenn ich hier die tollenden Hunde auf dem Hundeplatz sehe, denke ich mir manchmal - warum DU nicht auch.
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21.11.2009, 09:56Inaktiver User
AW: Hundeschule - ja oder nein???
Die Erklärung dafür ist eine ganz einfache: Hundekontakte NICHT an der Leine. Wird ein Hund an der Leine geführt, ist sein Bewegungsspielraum eingeschränkt. Zudem ist er im direkten Dialog mit seinem Menschen, und wird von diesem über viele subtile Signale beeinflusst.Mich nerven die Hundebesitzer (egal jetzt, ob sie große oder kleine Hunde haben), die sofort die Straßenseite wechseln (oder gerne auch ihren Hund am Halsband oder an einer sehr kurzen Leine an uns vorbeischleifen), wenn mein Hund bellt.
Daraus ergibt sich eine massive Einschränkung und Beeinflussung dessen, was Hunde bei der Kontaktaufnahme dringend brauchen, wenn diese ritualisiert funktionieren und ablaufen können soll: Ihre Körpersprache. So entstehen Missverständnisse, die schnell Probleme hervor bringen können. Viele Menschen sind beispielsweise bei Begegnungen ihrer Hunde mit anderen Hunden körpersprachlich angespannt. Ihr Hund bemerkt dies anhand vieler Signale sofort. Er interpretiert es als "Obacht, hier stimmt etwas nicht" - und kann nicht unvoreingenommen in den Kontakt mit dem anderen Hund gehen.
Und genau deshalb lasse ich "Beschnuppern" und "Kontaktaufnahme an der Leine nicht zu, sondern "bögle". Ich erspare damit den Hunden Stress aus Missverständnissen.
Gibt es die Möglichkeit, die Hunde auf einer Wiese los zu lassen, so dass sie - im Abstand zum Menschen - Kontakt aufnehmen können: kein Problem.
Ich wundere mich immer wieder darüber, dass solche basics offenbar nicht bekannt sind.


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