Also, dann rechne lieber mal nach. So ein Tierschutzverein hat jede Menge Kosten, das ist nicht nur das Impfen, die ärztlichen Untersuchungen, das Futter - auch das Grundstück, auf dem sie aufgenommen werden, muss bezahlt werden. Operationen, Kastrationen, Telefongebühren, Wasser, Strom, Personal, KfZ etc. pp.
Nein, 300 Euro sind nicht zuviel.
Dazu kommt: Wäre es weniger, würden noch mehr Leute unüberlegt einen Hund anschaffen und wieder abgeben oder aussetzen, wenn sie keinen Bock mehr drauf haben, denn leider gilt in unserer Gesellschaft heute "was nichts kostet, ist auch nichts wert".
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12.08.2009, 13:47Inaktiver User
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
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12.08.2009, 14:33
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
Ich habe keine Ahnung, was man für einen Rassehund vom Züchter hinblättert...1.000,- Euro? Mehr? Was ich übrigens noch viel weniger gerechtfertigt finde, denn diese Menschen verdienen tatsächlich an ihren Hunden.
Eine Schutzgebühr soll sicherstellen, dass derjenige, der sie zu zahlen bereit ist, auch tatsächlich Interesse an dem Tier hat.
Ich war vor 2 Tagen mit einem aktiven Mitglied von "Welpennothilfe e.v." im Gespräch. Er war mit "Wilson" (aus Polen) und "Bärbel" im Zug zur Tierklinik unterwegs. Sie nehmen als Schutzgebühr 250,- Euro. Diese beinhaltet Tierarztkosten, Futterkosten, was sonst noch nötig ist für Welpen etc.Geändert von B-i-m (12.08.2009 um 14:39 Uhr)
"The fate of animals is of greater importance to me
than the fear of appearing ridiculous;
it is indissolubly connected with the fate of men."
~ Emile Zola
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12.08.2009, 14:40Inaktiver User
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
Natürlich kostet Tierschutz Geld und jeder Euro ist da gut angelegt. Trotzdem ist es nicht immer seriös.
Ich hab meinen Hund von einer privaten Orga (und hab ihn genommen, weil er the one and only ist...). Die Dame hat in ihrem Privathaus x nette hübsche kleine Hunde, die gratis aus dem Ausland geliefert werden und recht schnell vermittelt werden, also ein schneller Umlauf.
Wenn die also im Monat nur 5 Hunde a 300 Euro vermittelt dann sind das schon 1500 Euro - steuerfrei. Dagegen Impfen und Entwurmen und Futter für Kleinhunde - also das rechnet sich schon... Da würd ich auch lieber Hunde versorgen als im Büro hocken...
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12.08.2009, 15:05Inaktiver User
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
die 300€ waren jetzt ein rein fiktiver wert von mir...manchmal sind es auch schon 500€ gewesen.
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12.08.2009, 16:00Inaktiver User
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
wie die fliegen gratis? ich kann mir nicht vorstellen das es kostenlos ist einen Hund aus zum Beispiel Spanien nach D zu holen, erstens ist der Hund dann schon in Spanien im Tierheim gewesen (meist leben die auch von Spenden) dann wird er dort untersucht und da er ja Mittelmeerkrankheiten haben kann, ist das nicht nur eine Impfung, da wird schon ein ganzes Labor gemacht.
dann sitzt der Hund oft noch Wochen und Monate im dortigen Tierheim, wo er auch ernährt werden muss, bis das sich jemand in D findet der die weitere Vermittlung oder erstmal die Pflegestelle stellt.
das ist dann meist auch eine Orga die von Spenden lebt und ehrenamtlichen MA leben, die Pflegestelle bekommt meist die Futter und Tierarztkosten erstattet (auch aus Spenden gesammelt)
ja und dann natürlich kommt die Schutzgebühr dann auch der Orga wieder zu, die damit sicher schon die nächsten Hunde aus schlechter Haltung oder vor der Tötungsmaschine rettet...............
sollte die Dame der privaten Orga von der du deinen Hund hast, das Geld für ihren Lebensunterhalt nehmen, dann muss ich dir leider sagen das du wohl einer selbstsüchtigen Betrügerin aufgesessen bist.
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12.08.2009, 16:07Inaktiver User
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
Ja, mit Flugpaten fliegen die gratis. Oder sie sammeln die Hunde in Ungarn oder Rumänien zusammen und fahren die dann im Auto hierher, aber da passen auch einige Hunde rein.
Dass die Frau sich jetzt bereichert unterstell ich nicht. Aber draufzahlen tut sie eher nicht, und wo das Geld im Endefekt wirklich landet kann ja keiner kontrollieren. Es gibt da einfach zu viele Orgas, die da mitmischen.
Und wer im Internet ausgesuchte Hunde den Leuten am Flughafen in die Hand drückt und tschüss (war bei mir nicht so, hätt ich auch nicht gemacht) - der ist für mich schon mal nicht serös. Ich kann doch einen Hund nicht nach Bild aussuchen!!!! Trotzdem machen das viele Orgas so... Und alle Hunde sind laut Internet lieb und gesund und problemlos...
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12.08.2009, 16:21Inaktiver User
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
glaube mir, man kann damit kein Geld verdienen, das ist totaler Humbug, auch die Hunde die von ehrenamtlichen Helfern geholt werden, aus Ungarn oder sonstwoher, kosten erstmal Unterhalt bis sie vermittelt sind und wenn du für deinen Hund 300 Euro zahlst und der nur kurz in der Vermittlung war, so kommt das Geld dann einem anderen zu Gute der vielleicht schon über ein Jahr in der Vermittlung sitzt und natürlich auch Unterhalt kostet.
sicher gibt es schwarze Schafe, aber ein Geschäft wovon man leben kann ist es nicht.
wie gesagt die Schutzgebühr bekommt die Orga und nicht die Pflegestelle, die bekommt allenfalls Futtergeld und Tierarztkosten erstattet.
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12.08.2009, 18:12
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
"The fate of animals is of greater importance to me
than the fear of appearing ridiculous;
it is indissolubly connected with the fate of men."
~ Emile Zola
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13.08.2009, 11:18
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
Genau so sieht es aus.
Seriöse Orgas sind im allgemeinen e.V.'s und können jede Einnahme und Ausgabe belegen. Sie werden vom Finanzamt geprüft und jedes Mitglied kann an den Mitgliederversammlungen Einsicht nehmen. Ist das nicht so, kann ich nur raten die Finger davon zu lassen.
Bis ein Tier vermittelt werden kann, egal ob Auslandstier oder nicht, muss es eine gewisse Prozedur durchlaufen, in der es ärztliche Untersuchungen, Quarantäne, Kastration und ggf. Wundbehandlungen hinter sich bringt und versorgt und gefüttert werden muss das Tier ja auch.
Dies alles, egal wo es stattfindet kostet Geld. Zwinger/Käfige müssen sauber und instand gehalten werden usw.usw.
Und nur nebenbei: Allein die Kastration eines Rüden kostet hier in D fast soviel wie der ganze Vermittlungsbetrag der hier diskutiert wird.
Als Pflegestelle eines seriösen Vereines kann ich sagen, dass nur erstattet wird was man mit Beleg einrecht, also auch dort kein Schummeln.
Die Vermittlungsgebühr geht zu 100% an den Tierschutzverein und wird mit dem Tierheim aus dem das Tier stammt abgerechnet.
Zum ursprünglichen Thema:
Ich würde Lottchen auch raten nach einem etwas "älteren Modell" Ausschau zu halten. Damit tut sie als Anfängerin im Rahmen ihrer Möglichkeiten viel mehr Gutes, als einen jungen Problemhund aufzunehmen, da dies mit hoher Wahrscheinlichekeit scheitern würde.
Ein älterer Hund hätte für sie viele Vorteile: Durch die "Altersweisheit" könnte SIE viel lernen, denn ältere Hunde sind im Wesen gefestigt und oft mit wenig restlos glücklich zu machen.
Und vertut euch nicht, mancher Senior erlebt den 3. Frühling wenn er/sie plötzlich gut gepflegt und GELIEBT wird.
Tipp: graue-schnauzen punkt deGeändert von Liri (13.08.2009 um 11:35 Uhr)
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13.08.2009, 12:34
AW: als hundeanfänger ein "tier in not"?
Ich habe hier im Tierforum schon einige Zeit still mitgelesen und habe mich nun extra registriert, um meine Erfahrungen als "Neu-Frauchen" eines Tierschutz-Hundes zu teilen:
Nach wirklich jahrzehntelangem Hundewunsch waren die Bedingungen rundum nun so, dass endlich ein Hund einziehen kann. Es stand eigentlich fest, dass es eben kein Hund vom Züchter wird, sondern ein kleinerer Tierheim-Hund eine Chance auf ein gutes zu Hause haben soll....
Nunja, nachdem in den umliegenden Tierheimen anscheinend wirklich nur anfängerungeeignete und/oder große Hunde warten, habe ich dann doch über Internet Ausschau gehalten. Auf der Seite einer Tierschutz-Organisation, welche Hunde aus Spanien und der Slowakei vermittelt, hab ich MEINEN Traumhund gefunden, welcher bereits in einer Pflegestelle in meiner Nähe war. Wir konnten uns also sofort beschnuppern.
Klar, hab ich mir vorneweg auch viele Gedanken gemacht (und Bücher gelesen), zumal ich ja über die "Hintergründe" des Hundes so gar nichts gesagt bekommen konnte. Auch die hohe Schutzgebühr ließ mich zunächst natürlich kurz zusammenzucken. Aber, wie oben schon gesagt wurde, mit dieser werden eben nicht nur die Tierarzt-, Unterkunfts-, Pflege- und Transportkosten des "eigenen" Hundes abgegolten, sondern da gibts ja auch noch die nicht so leicht vermittelbaren Tiere, denen das Geld dann letztlich zu Gute kommt...
Also was soll ich sagen... jetzt ist das Kerlchen schon über fünf Wochen bei uns, Hund und Menschen sind einfach glücklich miteinander und die Eingewöhnungszeit des z.Zt. unterm Schreibtisch schnarchenden "Energiebündels" verläuft bislang nahezu problemlos.
Viele Grüße
Bastelina




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