Hallo zusammen,
ich hoffe ihr habt ein paar Anregungen für mich.
Folgende Thematik: Meine Mum hat letzte Woche Montag ihren geliebten Hund einschläfern lassen müssen. Was ein Hund für einen Menschen bedeuten kann, muss ich wohl nicht näher beschreiben. Es war die Hölle
.
Für sie war immer klar, dass sie nicht ohne Hund bleiben möchte und sich def. wieder einen sucht…sobald ihre Zeit gekommen ist. Dass es so schnell geht, hätte keiner gedacht, aber sie sucht einfach auch die Ablenkung, die Freude im Leben. Sie möchte ihren "alten" Freund nicht ersetzen, sondern einfach das riesige Loch füllen. Vor allem möchte sie nicht mehr alleine sein und einem Hund ein gutes zu hause bieten.
Leider ist sie viel zu gutmütig und ihr fällt es schwer sich durchzusetzen und auch willenstark zu sein. Was mir persönlich ein wenig zu "fahrlässig" ist, da man auch einen guten Hund durch mangelnde Erziehung versauen kann.
Gesagt getan, wir haben uns umgehört. Gestern waren wir dann bei einer Familie zu Hause die eine Labrador/Retriever Hündin abgeben müssen, da die Mutter MS hat und sich kaum noch um den Hund kümmern kann und die Kinder alle zu klein sind. Der Vater hat wohl mit Haus, Garten, Job und kranker Frau genug um die Ohren, so dass es der süßen Maus zwar nicht an Aufmerksamkeit mangelt, sondern schlichtweg an Auslauf und Förderung. Sieht man ihr auch an, da sie recht übergewichtig ist.
Die Maus wird 5 Jahre im November und ist schon leicht ergraut(was mich ein wenig wundert –da meine erst mit 9 Jahren grau um die Schnauze wurde), sie liebt Kinder, ist absolut umgänglich mit allem und jeden und vom Wesen her ganz toll. Wir durften Sie überall anfassen und Stöckchen aus dem Maul nehmen, uns frei auf dem Gründstück und dem Haus bewegen, mit den Kindern war sie ganz zauberhaft.
Da sie immer mitten im Weg lag, sind wir ohne Probleme drüber gestiegen. Für uns stand schnell fest, dass ist sie. Meine Mum könnte sie überall hin mitnehmen und das Wesen ist so grundgütig, dass wir auch keine Bedenken haben, falls in kürze Enkel zu Besuch kommen.
Mit den Besitzern haben wir ausgemacht, dass wir sie am Freitag holen können und wir bekommen auch alles an Zubehör geschenkt. Sie sind froh, dass sie ein gutes zu Hause für die Maus gefunden haben. Diese Woche wollen wir abends immer mal wieder vorbei und Gassi gehen, damit wir nicht mehr ganz so fremd sind. Danach wird meine Mum auf jeden Fall die Hundeschule besuchen und ich werde schauen, dass der Grundgehorsam einfach gefestigt wird.
Jetzt ist die Frage: Das neue zu Hause riecht nach anderem Hund. Den Geruch wird man auch so schnell nicht rausbekommen (da Teppich). Wie nimmt der Hund das auf?
Wie kann man ihm das "eingewöhnen" so einfach wie möglich machen? Wie lange braucht die Hündin um das neue Heim als sein neues zu Hause anzunehmen?
Verändert sich unter Umständen das Wesen eines Hundes, wenn er die Herrchen/Frauchen wechselt?(meine Hündin war in meiner Abwesenheit nämlich nicht immer ein Engel
).
Fragen über Fragen da sich diese Problematik bisher nie ergeben (dadurch dass wir unsere immer als Welpen geholt und auch behalten haben).
Hat jemand Erfahrung und kann uns sagen, auf was wir unbedingt achten müssen und was wir dringend vermeiden sollten. Umstellung Futter (von Kaufland Futter auf Marken-Diätfutter) ? Schlafplatz?
Bin für jeden Tipp dankbar.
Grüßle Nena79
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 13
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13.07.2009, 11:35
Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
Das Leben ist kein Ponyhof
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13.07.2009, 11:47
AW: Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
hallo nena,
ich denke, so wie ihr es geplant habt, wird es schon klappen, hunde sind da meist erstaunlich anpassungsfähig. ihr vertrautes schlafkissen oder ihre decke sollte sie mitbekommen, diese vielleicht erstmal nicht sofort waschen.
die futterumstellung solltet ihr behutsam angehen, lieber erstmal das neue unter das gewohnte mischen, den anteil des neuen langsam erhöhen, ich würds wochenweise machen, bis sie irgendwann komplett umgestellt ist.
ich wünsche deiner mutter viel freude mit ihrer neuen mitbewohnerin.
lg elfieDer Utopist sieht das Paradies,
der Realist das Paradies plus Schlange.
Friedrich Hebbel
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13.07.2009, 18:16
AW: Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
Dann kann Deine Mutter vielleicht noch ein altes getragenes Kleidungsstück von ihr mit ins Körbchen legen. Meine Maus habe ich mit 8 Monaten bekommen, sie kam aus keiner guten Haltung und war einfach nur froh, da weg zu sein. Die ist inzwischen 11 Jahre alt.
Viel Freude an der kleinen Maus...
Woodstock
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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13.07.2009, 18:57
AW: Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
Habt Ihr vielleicht noch eine Decke, ein Kissen oder ähnliches, die/das dem verstorbenen Hund gehörte? Dann könntet Ihr dieses vielleicht dem neuen Hund bringen, damit er den Geruch schon mal erschnuppern kann und dann schon daran gewöhnt ist.
Die Tipps, die schon gegeben wurden, finde ich auch gut.
Alles Gute und berichte mal, wie die Eingewöhnung läuft.
Eine
für den verstorbenen Hund - ich weiß, wie furchtbar traurig es ist, wenn ein geliebtes Familienmitglied stirbt.
aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
(Asisah_Amar)
"Who's the freak now?"
("Ghosts")
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13.07.2009, 19:18Inaktiver User
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13.07.2009, 20:59
AW: Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
Hallo Nena,
damit die Hündin sich schnell an die neue Umgebung und den Alltag gewöhnen kann, würde ich darauf achten, dass alles ganz gewohnt wie immer, ganz normal und gelassen abläuft, also nichts unternehmen, was für den Hund - wenn auch gut gemeint - eine Abweichung vom späteren Alltag bedeutet, nur damit die Eingewöhnung leichter fällt. Von Anfang die Futter- und Gassizeiten einhalten, keine Dinge erlauben, die später nicht erwünscht sind, also einfach das tun, was mensch sonst auch tun würde. Also nicht betüdeln, und schon gar nicht bemitleiden o. ä.
Klar ist da das Bedürfnis, der Hündin eine positive Eingewöhnungsphase zu schaffen, aber vielleicht macht Ihr Euch zu viele Gedanken. Vielleicht ist es für die Hündin gar keine so große Umstellung.
Sicherlich fühlt sie sich geborgen, wenn sie merkt, dass "Ihre Leute" die Dinge im Griff haben und ihr Sicherheit geben, und natürlich sie furchtbar gern haben.
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14.07.2009, 01:21
AW: Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
Das Futter würd ich nicht sofort umstellen, sondern erst nach 1-2 Wochen Eingewöhnungszeit damit anfangen. Und dann schrittweise, so wie Elf es schon beschrieben hat.
Wohnt deine Mutter in einer Wohnung mit Garten? Dann auch darauf achten dass die Gartentür fest geschlossen ist. In den ersten Tagen könnte es sonst sein, dass sie wegläuft weil sie zurück ins alte zu Hause/Revier will, hat meine Hündin mal gemacht.
Und natürlich ihre Decken und Spielzeuge und Näpfe etc alles mitnehmen, gar nichts Neues geben erstmal.
Sie begreifen schnell. Aber anfangs wird sie vielleicht etwas verwirrt und unruhig, eventuell auch traurig wirken. Das ist normal, sie vermisst natürlich ihre Familie erstmal. Ihr solltet darauf weder positiv noch negativ reagieren, sondern sie einfach lassen und ganz normal und selbstbewusst mit ihr umgehen und sprechen.
Alles Gute!
Berichte doch bitte mal wie es läuft.
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If in hole
Stop digging
(Indian saying)
"Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
Eckart von Hirschhausen
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14.07.2009, 09:22Inaktiver User
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14.07.2009, 10:16
AW: Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
Ich halte es für besonders wichtig, einen Hund im neuen Zuhause erst mal ankommen zu lassen. Das heißt, ihn keinesfalls bedrängen, nicht gleich sämtliche Freunde und Bekannte zusammenrufen und den neuen Hund vorstellen, ihm Ruhe und Zeit gönnen, die neue Heimat zu erkunden, nicht sofort mit großen Umerziehungsmaßnahmen beginnen (natürlich aber auch nicht alle Unarten durchgehen lassen), sondern dem Tier einfach Zeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen.
Hunde sind fast immer Opportunisten. Wenn es ihnen irgendwo gut geht gewöhnen sie sich schnell ein und wenn die Hündin so unkompliziert ist wie beschrieben wird sie den Umzug bald vergessen haben.
Li Gr Ute
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14.07.2009, 10:27
AW: Wie erwachsene Hündin an neues zu Hause gewöhnen?
Ich denke, Du machst Dir da viel zu viel Gedanken.
Ich habe öfter Hunde - auch mehrere Wochen - in Urlaubspflege gehabt.
Ich habe sie die 1. Stunden bei mir völlig in Ruhe gelassen und gewartet, bis sie von selbst ankamen.
Auf der Straße haben Hunde auch Gerüche anderer Hunde aufzunehmen - das kriegen sie auch hin, ohne auzuflippen. Und da sie ihr neues Zuhause erkunden und feststellen, da ist gar keine Konkurenz, ist der alte Geruch bald völlig uninteressant.
Und die Sache mit dem Fressen: da der Hund Übergewicht hat, würde ich so viel füttern, wie ein Hund dieser Größe eben zu bekommen hat. Und mich nicht weichkloppen lassen durch seinen Hundeblick.
Und über Zuwendung brauchen wir ja nicht reden, Deine Ma wird sicherlich ganzen Einsatz zeigen. Das wird dem Hund schon gefallen. Und darauf kommt es an.oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
.... das wird schon.....
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo


. Es war die Hölle
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. Diese Woche wollen wir abends immer mal wieder vorbei und Gassi gehen, damit wir nicht mehr ganz so fremd sind. Danach wird meine Mum auf jeden Fall die Hundeschule besuchen und ich werde schauen, dass der Grundgehorsam einfach gefestigt wird.
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