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29.05.2009, 23:48Inaktiver User
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
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29.05.2009, 23:50
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
Violine, ich hoffe, Du fühlst Dich nicht auf die Füße getreten durch meine letzte Antwort.

Ich arbeite viel mit Datenerfassung und mag strukturierte Fragen, weil man sie in einer gewissen - natürlich unzureichenden Form - auswerten kann.
Magst Du erzählen, nach welchen Theorien (als Anhaltspunkte) Du arbeiten wirst? Oder wirst Du Dich völlig neu ausrichten als Trainerin?
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30.05.2009, 00:03Inaktiver User
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
Quatsch, warum sollte ich mich auf die Füsse getreten fühlen?
Im Gegenteil, ich freue mich über eure Erfahrungen und Ansichten eines guten Trainers.
Ich werde nach der Ideologie meiner Dozenten arbeiten; aber nicht in einer Schule, sondern per Hausbesuche.
In meiner Arbeit beleuchte ich nicht wie gewöhnlich das Verhältnis Trainer - Hund, sondern das Verhältnis Trainer - Hundehalter.
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30.05.2009, 13:08
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
Ich muss mich auch nochmal melden.
Was Kebmo über die persönliche Veränderung sagte kann ich nur unterstützen.
Ich hab durch den Umgang - ich habe einen Problemhund und muss mich viel und intensiv mit ihr beschäftigen - mit meinem Hund und dem Hundetrainer auch gelernt anders mit meinen Auszubildenden umzugehen. Man hinterfragt mehr!
Zum Thema ich kann meine/n Hundetrainer/in nicht ab:
Ich weiß nicht ob ich unter "normalen Umständen" jemals mit meinem Hundetrainer ins Gespräch gekommen wäre, der ist sooooooo schräg, das es schon wieder witzig ist, aber ich ließ mich nicht von einem Vorurteil leiten, sondern hörte mir an, was er zu sagen hatte und er überzeugte!
Mal ehrlich, die Antipathie kommt doch oft auch davon dass man sich nichts sagen lassen will, daß man nicht hören will, was man falsch macht usw.... Würden wir uns es allein zutrauen, den Hund zu erziehen, oder dem Hund schlechte Gewohnheiten - die er auf Grund unseres Verhaltens an den Tag legt - ab zu erziehen, dann würden wir nicht die Hilfe eines Hundetrainers suchen. Man muss sich halt was sagen lassen.
Klar gibt es auch Scharlatane - aber die erkennt man schnell.
TOLERANZ und AKZEPTANZ sind die Zauberwörter im Umgang zwischen Hundetrainer - Hundehalter und Hundehalter und Hund!!!Brich den Faden der Freundschaft nicht rasch entzwei! Wird er auch neu geknüpft, ein Knoten bleibt dabei
(Rückert - Weisheit des Brahmanen)
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30.05.2009, 15:43
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
hallo,
will ich auch mal meinen senf (oder wie man hier sagt: sempf ;)) dazu geben:
als ich meinen hund bekam, meldete ich mich zunächst bei der bekanntesten hundeschule am ort an, musste aber über einen monat warten. dann wurde ich da richtiggehend angepflaumt, weil ich keine bescheinigung über den bluttest (mittelmeerkrankheiten) dabei hatte, ebenso eine andere halterin, die einen hund aus der türkei hatte. da die trainerin großspurig mitteilte, die krankheiten seien ja übertragbar, zogen alle rassehundebesitzer änsgtlich ihre fiffis weg. auf meinen einwand, es würde doch keines der tiere bluten hörte keiner. beschnüffeln sollten die sich ja sowieso nicht und leine ab war nicht, weil kein eingezäuntes gelände vorhanden. gnädigerweise durften wir dann auch ohne unbedenklichkeitsnachweis mitmachen. das ganze sah so aus, dass ca. 6 hunde nacheinander an den anderen vorbei mussten, durch hütchenparcours etc, ohne an der leine zu ziehen. wenn man nicht dran war, musste man warten und sich den ar... abfrieren. schön war dann auch, als die trainerin, die einen ziemlichen kommandoton an den tag legte, beim loben aber ganz laut und piepsig "FEEEEIIN" trällerte (in etwa wie heide klum) die leine hielt und ich den hund wie auch immer (dazu hat sie nix genaues gesagt) um die hütchen lotsen sollte. der hund fand das alles komisch, blickte abwechselnd sie und mich an verstand die welt nicht mehr. geschirr wurde da nicht gerne gesehen, wenn, dann sollte ich die leine doch wenigstens am oberen ring festmachen. naja, lange rede, kurzer sinn: wir sind nicht wieder hin. habe im nachhienein noch ein paar echt horrorstories gehört, hund aktiv unterwefen und so geschichten.
hatten dann einzeltrainig, im wald, auf der straße, bei uns zuhause. kostet zwar das siebenfache, war aber total effektiv. die frau war mir sofort sympathisch, der hund hat sie geliebt.
am anfang standen zwei theroriestunden, wo wir (also freund und ich) erstmal über grundlagen informiert wurden.
zwar war es oft frustrierend, wenn hundi bei der trainerin das kommando sofort befolgt und bei mir nicht, aber es wurden einem eben auch die gründe aufgezeigt, immer freundlich, nie belehrend oder gar maßregelnd. super war auch, dass uns klar gemacht wurde, wo gewisse grenzen des trainings sind, also bspw. bezügl des jagdverhaltens und der unsäglichen verfressenheit des kötis.
alles gute für deine ausbildung, vio!
lg, a.
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30.05.2009, 15:49Inaktiver User
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30.05.2009, 17:43Inaktiver User
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
meine trainer haben nie meinen hund angesprochen und ihnen keine befehle gegeben, das lief immer über mich. sie haben ihn auch nicht gestreichelt oder so. ich wurde begrüßt und dann gings los.
ich denke auch, dass erklärungen zusätzlich wichtig sind. nicht nur sagen wie man es zu tun hat, sondern auch warum. dann kann man das gelernte selbst auch auf andere situationen übertragen. oder kann besser mit umgehen. wir haben am anfang der stunde immer erst 10 minuten über den alltag gesprochen. wie waren die letzten zwei wochen, was läuft gut, was nicht und was nervt...das war auch sehr hilfreich.
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31.05.2009, 21:34Inaktiver User
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
Was mir nur mal so allgemien auffällt ist, dass mittlerweile so viele Leute zum Hundetrainer gehen. Oder in die Welpenschule.
Meinen letzten Hund habe ich ja vor knapp 14 Jahren bekommen und ich wäre nie auf die Idee gekommen mit ihn in die Welpenschule oder in die Hundeschule zu gehen.
Nicht weil ich das doof gefunden hätte oder abgelehnt oder so was. Ne, ich habe da einfach keinen Gedanken daran verschwendet.
Welpenschule wär wohl eh nicht gegangen, weil Ben ja schon 8 Monate war, als wir ihn vom Tierschutz bekamen!
Aber wie gesagt: beim Rest wäre ich nie auf den Gedanken gekommen. Ich habe jeden Tag eine oder mehrere kleine Trainingseinheiten mit ihm gemacht und ansonsten immer das was gerade so anfiel.
Mittlerweile stelle ich fest, dass es ein no-go zu sein scheint, einen Hund einfach alleine zu erziehen. Eigentlich komisch?!
Finja
diesichgeradewundert
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31.05.2009, 21:45Inaktiver User
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
Ich will nicht behaupten, dass eine Hundeerziehung neuerdings als Trend angesehen wird. Wobei das Fernsehen mit seinen Aushängeschildern wie Rütter schon seinen Teil dazu beiträgt.
Ich denke und hoffe, dass sich das Bewusstsein über artgerechte Tierhaltung positiv verändert hat. Der Beruf Hundetrainer/Hundetherapeut hat sich im Lauf der letzten 5 Jahre etabliert und wird weniger belächelt als vorher.
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31.05.2009, 21:46Inaktiver User
AW: Hundetrainer oder Menschentrainer?
wenn man das kann ist das doch wunderbar. ich konnte es nicht. war völlig überfordert, jeder gassi gang war stress, weil der hund beispielsweise einfach mit anderen hunden mitgegangen ist, männer angefallen hat und auch mal panik bekommen hat und weglief.

bücher haben mir nicht geholfen. hundetrainer schon.



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