Presse-Mitteilung
Profi-Tipps für das Fahrradfahren mit Hund
Die Sonne scheint, es ist warm – das beste Wetter also für eine kleine Radtour, an der auch lauffreudige Hunde teilnehmen können. Allerdings sind einige Grundregeln zu beachten. TASSO hat dazu den Hamburger Hundetrainer Detlev Schönfelder befragt, hier seine Tipps:
Nur kräftige Hunde dürfen mit
Die meisten Hunde laufen gern, man darf sie aber nicht überfordern. Für Welpen und Hunde bis zu einem Jahr ist das Mitlaufen neben dem Rad tabu. Es sollte draußen außerdem nicht zu warm sein. Grundsätzlich gilt zudem: Die Geschwindigkeit muss der Größe des Hundes angemessen sein, wobei man nach „Sprintstrecken“ immer eine Pause einlegen sollte.
Ohne Training geht’s nicht
Hund und Fahrrad müssen sich erst aneinander gewöhnen. Dazu nimmt man das Rad zwischen sich und dem kurz angeleinten Hund und schiebt erst einmal ein paar Runden. Der Hund muss sich dabei immer auf Sattelhöhe befinden. Bleibt das Rad stehen, sollte der Hund sich hinsetzen. Klappt diese Übung, wird in freiem Gelände – möglichst abseits von Straßen und stark frequentierten Wegen – mit Herrchen oder Frauchen im Sattel geübt. Fahren Sie langsam und mit einigen Kurven, weichen Sie Hindernissen aus und bremsen Sie spontan, Ihr Hund sollte alles brav mitmachen.
Vorsicht in dichtem Straßenverkehr
Der Hund am Fahrrad muss immer auf der dem Verkehr abgewandten Seite des Radwegs laufen. Vermeiden Sie unbedingt dicht befahrene Straßen. Das Mitführen von Hunden am Rad ist zwar nicht verboten, mit rechtlichen Konsequenzen sollte man aber rechnen, wenn das Gespann Rad-Hund zum Verkehrshindernis wird oder gar das Tierschutzgesetz missachtet wird. Das Laufen auf der Straße wird dem Hund ohnehin kaum Freude machen, rauer Asphalt schadet den Pfoten, Autoabgase machen das Atmen schwer.
Die zehn Regeln von Hundetrainer Detlev Schönfelder fürs Radfahren mit Hund:
1. Viele Pausen einlegen, Hund beobachten
2. Keine zu jungen, kranken oder alten Hunde am Rad laufen lassen
3. Laufleistung (Strecke und Tempo) langsam steigern
4. Nie bei Hitze fahren. Der Hund hat keine Fahrtwindkühlung, und in Bodennähe ist es außerdem wärmer als auf dem Sattel
5. Wasser oder ein erfrischendes Bad im Bach anbieten
6. Nicht zu lange auf Asphalt bleiben
7. Abgasreiche Strecken schnell verlassen
8. Stark befahrene Radwege meiden
9. Nicht die Leine ums Lenkrad wickeln
10. Nie vor der Radtour füttern
TASSO e.V.
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16.06.2009, 12:26
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
DIE KALTE SCHNAUZE EINES HUNDES IST ERFREULICH WARM
GEGEN DIE KALTSCHNAEUZIGKEIT MANCHER MITMENSCHEN!
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16.06.2009, 13:48Inaktiver User
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16.06.2009, 13:53Inaktiver User
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16.06.2009, 14:28
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
Beides, die Bewegung des Hundes mit dem Rad oder die zu Fuß, hat seine schönen Seiten, aber auch seine Nachteile.
Meine 16 Monate alte mittelgroße Hündin bewege ich seit ca. 6 Wochen mit dem Rad. Befahren werden Feldwege und Straßen, die nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind - bis auf die 50 m öffentliche, aber sehr ruhige Straße, die ich verfolgen/überqueren muss, um zu "unserem" Gebiet zu kommen. Von der gesamten Strecke läuft sie ca. zu 50% frei, gerne würde ich ihr mehr gestatten, geht aber nicht, da sind zu viele Hasen und/oder Rehe, die zwar nicht hetzt, aber gern mal verfolgt. Das Tempo gibt ausschließlich die Hündin vor, will sie schnüffeln, bleibe ich stehen.
Zu Fuß könnte ich ihrem immensen Laufbedarf gar nicht mehr nachkommen. Für die Strecke, die ich jetzt für mich erholsam mit dem Rad zurücklege, brauche ich zu Fuß ca. 2,5 - 3 Stunden, mit dem Rad dauert es bis zu 1 - 1,5 Std. weniger - abhängig davon, wieviele Spielpausen mit anderen Hunden eingelegt werden. Und nach 1,5 Stunden mit dem Fahrrad zieht mich diese kleine, 10 kg leichte Hündin immer noch voller Gier durch das letzte Feld, immer in der Hoffnung, doch noch einen Hasen zu wittern. Sie legt, bei entsprechender Witterung, ein ganz schön flottes Tempo vor - so schnell kann ich zu Fuß gar nicht laufen, andererseits ist ihre Unberechenbarkeit, wenn sie Wild wittert, für mich auf dem Rad auch nicht ganz ungefährlich.
Was sie nicht verträgt, ist Hitze. Dann fallen unsere Touren tagsüber wesentlich kürzer aus, längere, wenn überhaupt, erfolgen abends oder ganz früh morgens, aber auch nur, wenn sie will und kann. Sie macht das übrigens sehr deutlich, wenn sie nicht will, z. B. in dem sie schleicht, sich fortwährend hinfallen lässt oder von Schattenplätzen nicht weg zu bewegen ist. Zumeist ist an solchen Tagen fast nur Garten angesagt, mehr will sie dann auch nicht, aber ihre Unausgelastetheit spürt man auch.
Dieses schreibe ich übrigens mit klatschnassen Beinen, wir sind gerade von der zweiten Radtour des Tages zurückgekommen, der Regen hat uns voll erwischt. Der Hund liegt zwar glücklich auf dem Gästebett hinter mir, würde ich jetzt aber die Leine in die Hand nehmen, stünde sie sofort sehr freudig wieder an der Tür.
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09.10.2009, 12:16
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
Ich finde, das bleibt jedem Hundebesitzer einzeln überlassen. man wird es doch merken, wenn der hund keine lust hat, neben dem fahrrad herzulaufen. wieso wird sich über so was gedanken gemacht? ich finde, das ist ein thema, was jeder für sich entscheiden muss. so sehe ich es jedenfalls.
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09.10.2009, 22:17
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
Ich meine auch, dass es individuell von Hund und Halter abhängt, ob neben dem Fahrrad laufen toll oder nicht toll ist. Ein "laufwütiger" Hund kriegt beim normalen Spaziergang nicht genug Bewegung, nicht genug Tempo, ein weniger fitter Hund, oder ein kleiner zum Beispiel kann überfordert sein oder die sture Rennerei einfach so doof finden.
Wenn der Halter es falsch anstellt, ist die ganze Geschichte auch noch gefährlich für Passanten, den Hund und ihn selber.
Pauschal kann man das wohl kaum beurteilen.
Vor einer Weile hatte ich so eine Tierheim-Sendung gesehen, wo ein Hund vermittelt werden sollte und die Tierheimleute sich verschiedene Bewerber angeschaut haben. Bei denen galt - in diesem Fall - Gassigehen mit Fahrrad als ein dickes Plus bei einem Bewerber.
Ob es am Ende der war, der den Hund bekam, weiß ich nicht, ich bin da nicht hängengeblieben.Ich habe eine Wassermelone getragen.
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09.10.2009, 22:45Inaktiver User
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
Es gibt aber auch andere Möglichkeiten außer Gassigehen und Radfahren. Laufbegeisterte Hunde können mit Kongs oder Futterbeutel wunderbar zum Rennen animiert werden. Auch Spiele mit den Signalen 'Bleib' und 'Lauf' sind bewegungsintensiv.
Hunde haben ihre individuelle Geschwindigkeit und ihren eigenen Rhythmus, was beim Laufen am Rad oft unterschätzt oder missachtet wird. Auch sollten sie schnüffeln dürfen; ein für den Hund wichtiges Grundverhalten.
Ich rate vom Laufen am Rad ab.
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09.10.2009, 22:57
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
Ich würde es nicht so pauschal ablehnen.
Bei einigen Rassen ist es sogar geboten, ihnen längere Laufstrecken anzubieten, finde ich. Natürlich immer unter Beachtung der individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten.
Natürlich kann man viele Hunde auch anders auslasten. Aber Spiele mit kurzen Laufstrecken sind zum Beispiel dann ungünstig, wenn Hund Gelenkprobleme hat und durch die schnellen Stopps die Gelenke noch stärker bei solchen Kurzstrecken belastet werden. Da kann ein gleichmäßiger Lauf am Rad bedeutend besser sein.
Allerdings sehe ich oft Hunde, die in meinen Augen besser nicht am Rad laufen sollten. Wenn im Hochsommer sichtbar alte Hunde durch die mittägliche Stadt am Rad geführt werden oder humpelnde Hunde mit hoher Geschwindigkeit versuchen, Anschluss an den Radfahrer zu halten, schüttel ich ziemlich oft den Kopf.
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16.10.2009, 13:04
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
Also unser Großer, das war ein Riesenschnauzer, hat sich immer dolle gefreut, wenn mein Vater das Rad geholt hat. Und wehe, er durfte mal nicht mit, wenn er mit dem Rad losfuhr, das war Frustration pur. Da hat er meinem Vater hinterhergewinselt und war nach dessen Heimkommen immer noch ewig beleidigt. Manchmal so lange, bis mein Vater dann nochmal das Rad genommen hat und mit ihm ne Runde gedreht hat, nur damit der Hund wieder zufrieden war und wieder "mit ihm geredet hat" *grins*
It will be fine in the end - if it's not fine, it's not the end!
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16.10.2009, 14:01
AW: Hunde, die an der Leine neben dem Fahrrad laufen (müssen)
Ich verweise noch mal auf Mausilikatzes Beitrag , der mir sehr umfassend scheint. Darin ist wohl wirklich bestens erklärt.


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