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    Dicker Hund, was nun?

    Hallo an die Hunde-Spezialisten unter euch.

    Ich habe 2 Golden-Retriever Rüden ( 1 und 5 Jahre alt).

    Der 5jährige Goldie war bis vor einem dreiviertel Jahr etwas anstrengend in Gesellschaft anderer Rüden, d.h. er berammelte alles, was ihm in die Quere kam.
    Tierarzt und Züchterin rieten mir , es mit einem Hormonimplantat zu versuchen. Gesagt-getan!

    Ergebnis: Der Hund ist wesentlich ruhiger geworden, ignoriert andere Hunde fast komplett. Soweit-so gut.

    Aber: Er wird immer dicker!

    Ernährung bis vor kurzem: So, wie die Jahre davor (gebarft):
    500g Fleisch (Lammpansen, grüner Pansen, Kopffleisch oder Rindfleisch), 500g Möhren, Nudeln oder Reis und die nötigen Zusätze.

    Jetzt seit einigen Wochen reduziert auf 300g Fleisch, Möhren, keine Nudeln oder Reis mehr.

    Keine Hundekuchen, keine Kaustangen, nur klitzekleine Leckerlis ab und zu.

    Er tut mir leid:aus einem lebenslustigen Hund ist ein ziemlich unbeweglicher Kerl geworden.

    Nach wie vor 2 Stunden täglich draußen ( ohne Leine ), viel Spielen mit dem jüngeren Hund. Außerdem lasse ich ihn viel schwimmen.

    Wie weit darf ich die Nahrung noch reduzieren ?

    Der Tierarzt meinte tatsächlich : Gurke, sonst nichts!

    Das kann ich nicht, er hasst das Zeug!

    Er ist sehr groß und hat einen langen Körper. Mit 42 kg sieht er gut aus. Aber er hat jetzt 48 kg!

    5 kg müssen runter. Wer hat Ideen?

    PS: Werde mit Sicherheit das Implantat nicht nochmal einsetzen lassen, die Wirkung soll nach 6 Monaten anfangen, nachzulassen.

    Leider merke ich davon nichts!

    Danke für eure Tipps.

    sinnsuchende

  2. Inaktiver User

    AW: Dicker Hund, was nun?

    Hallo Hundemutti!
    Ich denke, dass du als Laie mit der Kalorienzufuhr einer richtigen Diät überfordert bist.
    Selber habe ich ja das Problem mit meinen Katzen und obwohl die Ernährung beider total unterschiedlich ist, gibt es eine Gemeinsamkeit:
    Diätfutter vom Tierarzt garantiert schonendes und gesundes Abnehmen.
    Ich habe es von Royal Canin Obesity für Katzen und es klappt wirklich gut. Das gibt es auch für Hunde. Vorteil ist, dass es sättigt, aber doch auch Muskelverlust und anderen schädlichen Nebeneffekten entgegenwirkt. Unter Aufsicht des Tierarztes (vielleicht ein kompetenterer Arzt, als der Gurkenkönig) sollen dann 1-2% pro Woche an Gewicht reduziert werden.
    Wenn er sein Idealgewicht erreicht hat, kannst du ja wieder Barfen mit fettarmer Nahrung. Aber dafür gibt es ja sicher Barf-Experten.
    Denke nur, dass du bei einer Diät an deine Grenzen stößt.
    Tierarzt: nur Gurke?! Der scheint keine Ahnung von Ernährung zu haben.

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    AW: Dicker Hund, was nun?

    Ich glaube der Verlust an Lebenslust hängt eher mit den Hormonen als mit dem Gewicht zusammen. Was war das denn? Eine östrogendröhnung?

    Ausserdem finde ich bei 42kg Normalgewicht 5 kg Übergewicht jetzt nicht soo drastisch dass man ihn mit Gurkendiät quälen muss. Und weiter Nahrung reduzieren würd ich auch nicht. Er ist doch schon auf FDH (Friss die Hälfte).

    Die Diät die du seit ein paar Wochen eingeführt hast ist doch schon mal ganz gut, hat er denn damit schon etwas Gewicht verloren?

    Ich würde den TA wechseln. Vielleicht kann man ihm auch mit einem Testosteronpräparat helfen um die Hormone wieder in Balance zu bringen. Dann könnte allerdings auch da Rammeln wieder anfangen, aber da würd ich mir dann eher Hilfe von einem Trainer holen als chemisch in seinen Körper einzugreifen. Das Verhalten hat ja mit Dominanzgehabe zu tun, da muss er lernen das nicht einzusetzen wenn du ihm Einhalt gebietest.
    .
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    If in hole
    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

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  4. User Info Menu

    AW: Dicker Hund, was nun?

    Ja, Noodie, da kommt wohl beides zusammen: Hormone und Übergewicht machen ihn träge.
    Wie gesagt, ich ersehne das Nachlassen der Implantatwirkung. Da war die Rammelei echt besser zu ertragen.

    Leider hat er trotz FdH wieder ein Kilo zugenommen.

    Mit meiner Züchterin , die seit 30 Jahren Goldies züchtet, habe ich eigentlich eine sehr gute Beraterin . Sie rät einfach, noch etwas weniger zu füttern, aber die Zusammensetzung zu belassen.
    Sie selbst findet das Gewicht auch nicht so tragisch. Eine Gurkendiät kommt natürlich nicht in Frage!

    Der Vorteil des Gewichts ist : Bevor er den Rehlein hinterspringt , habe ich ihn mir schon 10 mal geschnappt- aber das kann´s nicht sein.

    Welche der von mir oben genannten Fleischsorten ist denn am fettärmsten? Ich glaube Rindfleisch, oder?

    Liebe Grüße

    Mikado

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    AW: Dicker Hund, was nun?

    Um zwei, drei Kilo runter zu kriegen, ohne den Hund wirklich hungern zu lassen ist es sinnvoll, der täglichen Futterration einen Esslöffel Haferkleie beizumischen. Haferkleie macht schnell satt, der Magen hat ein Völlegefühl und der Hund frisst weniger, ohne es selbst zu merken. Langsam dran gewöhnen, mit einem Teelöffel voll anfangen und bis zu einem Esslöffel täglich steigern.

    Haferkleie bekommt man in jedem Supermarkt (in der Bio- oder Drogerieabteilung), aber selbstverständlich auch im Reformhaus, da ist sie nur wesentlich teurer.

    Wegen der Rammelei des Rüden solltest Du mal seine Fütterung generell überdenken. Bekommt er möglicherweise zu viel Eiweiß? Für solche Hunde empfiehlt es sich, z. B. beim Trockenfutter keinen höheren Proteingehalt als etwa 20 % zu haben. Häufig bringen wenige Prozentpunkte niedriger ein völlig anderes Verhalten des Hundes. Ich erlebe das immer wieder, da werden Hunde erzogen, erzogen, erzogen, weil sie irgendwie unerträglich sind, trotzdem wird es nichts mit ihnen. Hinterfragt man dann die Fütterung, kommst häufig heraus, dass ihnen ein high-ernergie-Futter verabreicht wird, welches sie gar nicht verwerten können und was die Hunde dann schier kirre macht.

    Li Gr Ute

  6. User Info Menu

    AW: Dicker Hund, was nun?

    Danke, Rana,

    muss ich bei Kleie nicht auch sehr aufpassen, dass der Hund mehr trinkt?

    Ich glaube kaum, dass die Rammelei von unserem Futter kommt.
    Alle von unserer Züchterin gezüchteten Hunde werden so ernährt, wie ich es mache. Kaum einer dieser Hunde ist so rammelig wie meiner.

    Die Züchterin sagte, es sei vielleicht sowieso nicht mehr nötig, das Implantat zu erneuern, weil sich bei dem Hund möglicherweise schon in den letzten Monaten ein "Schalter umglegt" hat, wenn du verstehst, was ich meine, so dass dieses Muster in der letzten Zeit aus seinem Hirn verschwunden ist.

    Mikado

  7. User Info Menu

    AW: Dicker Hund, was nun?

    Bisher habe ich noch nicht festgestellt, dass ein Hund mehr trinkt, wenn er Haferkleie zugefütter kriegt. Es ist ja nur ein Esslöffel voll, da entsteht wohl kein erheblich grösserer Durst.

    so dass dieses Muster in der letzten Zeit aus seinem Hirn verschwunden ist.
    Ich glaube eher nicht, dass es so funktioniert. Es gibt jedoch Möglichkeiten und Wege, sein Verhalten umzulenken, damit er "auf andere Gedanken" kommt. Dazu muss natürlich der Hundehalter sehr konsequent sein und über einen längeren Zeitraum mit dem Hund üben.

    Mit dem Futter das sollte ein Denkanstoss sein. Wenn Du Dir sicher bist, dass der Eiweissgehalt (egal ob tierisches oder pflanzliches Eiweiss) nicht zu hoch ist besteht da ja dann auch kein Handlungsbedarf.

    Li Gr Ute

  8. Inaktiver User

    AW: Dicker Hund, was nun?

    sinnsuchende,

    wenn Du schreibst, dass Dein Hund mit 42 Kilo "gut aussieht", dann hättest Du bei diesem Gewicht seinen Tagesbedarf mit 500 gr. Fleisch und 500 gr. Gemüse erheblich überschritten, insbesondere falls Du diese Menge zweimal pro Tag gefüttert haben solltest - mir ist anhand Deiner Schilderung nicht ganz klar, ob die von Dir angegebene Menge sich auf eine Mahlzeit, oder die Tagesration bezog.

    Für einen Hund der Gewichtsklasse um 40 Kilo sind als Tagesration ca. 800gr. FUTTER der Richtwert. Futter meint hier: Fleisch und Gemüse zusammen gerechnet. Von dieser Tagesration sollten 70 - 80% Fleisch, 20 - 30 % Obst und Gemüse sein. Nudeln oder Reis haben beim BARFen eigentlich gar nichts zu suchen.

    Mein Hund ist vermutlich grösser (74 cm Schulterhöhe) und länger als Deiner, allerdings auch etwas älter. Er bekommt pro Mahlzeit maximal 300 gr. Fleisch und 100 - 150 gr. Gemüse. Damit hält er sein Gewicht von 45 - 47 Kilo trotz der Kastration, der ich im vergangenen Jahr aufgrund einer Perinealhernie grummelnd zustimmen musste. Diese Kastration hat ihn definitiv verändert, er ist hungriger und träger geworden, und dem musste ich bei der Fütterung Rechnung tragen. Vor der Kastration hatte er eine Tagesration von 1000 gr. Futter.

    Du kannst im übrigen regelmässig einen Fastentag einlegen, oder zumindest an einem Tag in der Woche EINE Mahlzeit ausfallen lassen, das wird sogar empfohlen, wenn man BARFt.

    Du musst Leckerchen, beispielsweise als Belohnung bei Aufgaben, nicht wegfallen lassen, sondern kannst diese von der Tagesration abziehen. Wichtig ist zu beachten, dass insbesondere Leckerlis auf TroFuBasis meist einen hohen Energiewert haben.

    Vielleicht hilft Dir das ja ein bisschen weiter?

    Grüssle
    Seawasp

  9. User Info Menu

    AW: Dicker Hund, was nun?

    Hallo,seawasp,

    bei der von mir angegebenen Menge handelt es sich um eine Tagesration.

    Danke

    Mikado

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