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    Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Unser großer Mischling ist mittlerweile (leider) schon 12 Jahre alt. Zunehmend aber beobachten wir, dass er einfach so etwas wie "unkonzentriert" ist, sprich: Er vergißt mal, wo die Küche ist, wie man Treppen steigt - und draußen stolpert er in diverse Löcher. Ansonsten ist er gesund, keine Herzprobleme, super Fell und Zähne, gaaaaanz lieb und anhänglich. Manchmal schaut er uns etwas verwirrt an und wir müssen aufpassen, dass er nicht alleine die Treppen runter oder rauf geht (er könnte nämlich daneben treten). Außerdem ist er viel ängstlicher geworden (Augen scheinen aber sonst gut zu sein, Ohren auch).
    Möglich, dass es einfach Alterserscheinungen sind? Kann es überhaupt so etwas geben wie Demenzescheinungen beim Hund?

    Gruß Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  2. User Info Menu

    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Hallo Bienie!

    Ja, Hunde können auch Demenz bekommen. Die Alzheimer Erkrankung ist bei Hunden durchaus bekannt. Schau mal zB hier[...]

    Dort steht:

    Ähnlich wie bei Menschen können alte Hunde an CDS ("cognitive dysfunction syndrome"), einer Alzheimer-ähnlichen "Gedächtnis"störung leiden. CDS wird deshalb mit der Alzheimer-Krankheit bei Menschen verglichen, weil sowohl die Veränderungen im Gehirn als auch Verhaltensmuster Parallelen aufweisen.

    Die Symptome sind

    Apathie

    Orientierungslosigkeit

    Vergesslichkeit

    Verwirrtheit

    Abbau der Stubenreinheit

    Hunde, die an CDS leiden scheinen öfters desorientiert und verwirrt zu sein. Sie können sich in ihrer gewohnten Umgebung verlaufen (beispielsweise hinter der Couch); sich in die Ecke eines Raums verirren und dort stehenbleiben; den Futternapf unter Umständen nicht mehr finden; Altvertrautes, Spielkameraden und auch den eigenen Besitzer nicht mehr wiedererkennen.

    Solche Verhaltensauffälligkeiten sollten grundsätzlich nicht ignoriert werden und bei einem alten Hund als gegeben hingenommen werden. Andere Erkrankungen wie Herzleiden lösen ähnliche Symptome wie bei CDS aus, sodass die Konsultation eines Tierarztes zwingend ist, um eine klare Diagnose stellen zu können. Es gibt auch Therapien, die Hunde mit CDS helfen können.

    Inwieweit die Sauerstoffversorgung im Gehirm mit fortschreitendem Alter nachlässt ist bisher unekannt.

    Man Kann aber ein bisschen vorsorge treffen.

    Es gibt Tabletten die die durchblutung im Gehirn und am Herzen verbessert. Da sollte man so mit ca.8-10 Jahren anfangen um vorzubeugen.

    Die Tabletten heissen Karsivan,sind nicht zu teuer und wirklich gut.


    Habt ihr denn die Augen untersuchen lassen? Die würd ich zuerst verdächtigen bei dem was du beschreibst.

    Alles Liebe Noodie
    Geändert von Atis (06.04.2009 um 20:55 Uhr) Grund: Siehe nächster Beitrag von Atis.
    .
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    If in hole
    Stop digging
    (Indian saying)


    "Sie sind alt, wenn Sie sich bücken, um die Schuhe zuzubinden, und dabei überlegen, was Sie noch erledigen könnten, wo Sie schon mal da unten sind ..."
    Eckart von Hirschhausen

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  3. User Info Menu

    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Noodie, der Link wurde mir als wahrscheinlich gefährlich angezeigt (kann auch ein "Falsch-positiv" sein, aber manchmal sind die so angezeigten Links wirklich mit Trojanern o. ä. bestückt) und ich habe ihn deshalb vorsichtshalber entfernt. Hast Du vielleicht einen anderen Link? Andererseits sagt das, was Du hineinkopiert hast, ja auch schon viel aus.

    Bienie, ich habe auch schon gehört, dass dieses Karsivan helfen soll.
    Geändert von Atis (06.04.2009 um 21:09 Uhr)

    aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
    (Asisah_Amar)

    "Who's the freak now?"
    ("Ghosts")




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    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Hm- Karsivan sagt mir etwas - kann sein, dass er da schon mal was bekommen hat....Guter Tipp. Er bekommt auch regelmäßig Aufbauspritzen. Die Augen habe ich mir auch schon angesehen, da ich ja vor Jahren die blinde Bienie hatte. Aber er kann ganz deutlich auch den Weg eines Leberwurstbrotes mit den Augen nachvollziehen *lach*.

    Auffallend ist schon die Verwirrung. Manchmal steht er vor der Treppe und schaut uns fragend an - "und jetzt?". Oder auch einmal draußen. Dann steht er einfach da und starrt vor sich hin. Dann taumelt er los.

    Ehrlich gesagt: Mir ist schon ziemlich übel dabei, der Gedanke, dass er so alt ist (und rational gesehen ist er es nun einmal).

    Ich überlege: Also stubenrein ist er, aber uns ist aufgefallen, dass er in der letzten Zeit vermehrt unter Durchfall gelitten hat. Evtl. Mangelerscheinungen zusätzlich?

    Danke Dir Noodie für den hilfreichen Text. Vermutlich wird vor allem der Gang zum Tierarzt notwendig sein..Irgendetwas, das ihm und uns hilft, seine letzten Tage so angenehm wie möglich zu gestalten. Hoffentlich dauern diese letzten Tage noch lange...

    Lieber Gruß von Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    12 Jahre ist ja nun noch nicht soooo alt - ich würde auf jeden Fall sehr bald zu einem guten TA gehen und abklären lassen, ob er wirklich eine Demenz hat oder ob etwas anderes dahintersteckt.

    Trinkt er denn genug? Bei Menschen führt Flüssigkeitsmangel zu Verwirrung - ich könnte mir vorstellen, dass es bei Hunden ähnlich ist. (Du schreibst ja auch von Durchfall. Durchfall kann ebenso zu Flüssigkeitsmangel führen.) Ich würde wie gesagt flott zum TA gehen und ihn untersuchen lassen.

    Alles Gute!

    aber verstehen tun das in der regel nur menschen, die erleben durften wie es sich anfühlt, wenn ein hund, eine katze, ein kanarienvogel oder oder oder.... einem durch die augen direkt ins herz gesehen hat.
    (Asisah_Amar)

    "Who's the freak now?"
    ("Ghosts")




  6. Inaktiver User

    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Bei der Katze ist sowas auch bei einer schweren Nierenfunktionsstörung zu beobachten.
    Das dürfte bei Hunden ähnlich sein.

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    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Also er trinkt viel - Wasser natürlich- fast zu viel manchmal. Deswegen müssen wir ihn auch oft rauslassen.

    Gestern Abend war er plötzlich wieder fitter: Fing an, mit der kleinen (auch Hund) spielen zu wollen, ging die Treppe besser hoch - komisch und das nach all der Aufregung wegen Gewitter (da ist er immer total panisch).
    Auch heute Morgen ging er flotter, war konzentrierter.

    Die ganze Familie beobachtet ihn jetzt ganz genau. Deswegen kann er sich wohl auch kaum wegen mangelnder Streicheleinheiten "beklagen"....

    Nierenfunktion? Inwiefern? Wie äußert sich denn das bei Katzen?
    Wir wollen ihn die nächsten Tage eben beobachten, jeder Tipp ist da gut, worauf wir evtl. noch intensiver achten sollten.

    Gruß Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  8. Inaktiver User

    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Zitat Zitat von bienie Beitrag anzeigen
    Also er trinkt viel - Wasser natürlich- fast zu viel manchmal. Deswegen müssen wir ihn auch oft rauslassen.
    Könnte auch auf Diabetes hindeuten.

    Laßt doch mal beim Tierarzt ein geriatrisches Blutbild erstellen, dann wißt ihr mehr.

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    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Sind die Leberwerte in Ordnung?

  10. User Info Menu

    AW: Gibt es Demenzerscheinungen beim Hund?

    Zitat Zitat von Atis Beitrag anzeigen
    Noodie, der Link wurde mir als wahrscheinlich gefährlich angezeigt (kann auch ein "Falsch-positiv" sein, aber manchmal sind die so angezeigten Links wirklich mit Trojanern o. ä. bestückt) und ich habe ihn deshalb vorsichtshalber entfernt. Hast Du vielleicht einen anderen Link? Andererseits sagt das, was Du hineinkopiert hast, ja auch schon viel aus.
    Das ist ok, Atis! Ich hab einfach Alzheimer bei Hunden gegoogelt und dies war der erste Link, den ich auch ganz aufschlussreich fand.

    Bienie, lass doch mal Blut testen, Nieren- und Leberwerte, und Zucker. Und lass den TA ihn mal gründlich angucken. Das verwirrt sein ist schon sehr Alzheimer-verdächtig, aber wie andere sagten, es kann auch was organisches sein. Viel trinken kann mit Zucker oder Nierenproblemen zu tun haben.

    Ich drück die Daumen!
    .
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