Ich bin sehr empfindlich, wenn ich solche vermenschlichten Ansätze lese. Es geht um eine artgerechte Tierhaltung und das beinhaltet für mich immer mindestens 2 Artgenossen. 2 Katzen machen nicht mehr, sondern eher weniger Arbeit. Sie beschäftigen sich miteinander, lernen voneinander. Katzen lassen sich zum Glück nicht instrumentalisieren und diese Freiheit sollte man ihnen lassen.
Sorry, ich will dich nicht angreifen. Ich möchte dich nur auf einige Überlegungen hinweisen.
Antworten
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08.03.2009, 11:24Inaktiver User
AW: Bald kommt endlich die Katze!
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08.03.2009, 12:35Inaktiver User
AW: Bald kommt endlich die Katze!
Oh, Mädel wickelt mich mit vielen um den Finger

Aber das mit dem weniger, dafür häufiger fressen nehm ich ihr ab, das hat sie erst nach ner Weile hinbekommen, bis morgens zu warten, wenn ich aufsteh. Und ist es nicht normal, dass Katzen eher vier- als zweimal am Tag fressen (sie hat kein Dauer-Trockenfutter-Napf zum zwischendrin naschen)?
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08.03.2009, 12:41
AW: Bald kommt endlich die Katze!
Ja, aber nachts aufstehen mussten wir nie.

Ich hatte die Kleinen dafür die erste Zeit im Bett.
Aber: jede Katz ist ne andere Jeck!Drink in your summer, gather your corn
M. Jagger
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08.03.2009, 13:59
AW: Bald kommt endlich die Katze!
ich sehe das genauso - auch ohne der te zu nahe treten zu wollen.
deshalb auch mein hinweis auf literatur - es gibt gute buecher, die die entlicklung der katze sehr gut beschreiben.
das wohl des tieres muss immer im vordergrund stehen, als tierhalter traegt man dafuer die verantwortung.
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08.03.2009, 14:10Inaktiver User
AW: Bald kommt endlich die Katze!
Das kann man für Katzen nicht pauschalisieren. Die sind da viel flexibler als Hunde, wo die meisten doch am glücklichsten im Rudel sind.
Wo ihr Recht habt: spätere Sozialisierung ist schwieriger.
Aber man kann nun wirklich nicht behaupten, dass ein Katzenkind ab 10 Wochen nicht artgerecht aufwächst, wenn es alleine zu Menschen kommt, die sich gut darum kümmern.
Katzen gehen ja auch von Natur aus alleine auf die Jagd, können sich also alleine auch gut beschäftigen. Wenn die Dosis dann nach 1 Stunde am Tag mit ihnen spielen, 1 Stunde knuffeln und sonst in der Nähe sind reicht das den meisten doch.
Wenn sie raus können, muss man sogar für noch weniger Bespaßung sorgen.
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08.03.2009, 14:14Inaktiver User
AW: Bald kommt endlich die Katze!
Violine, noch mal zum Verständnis für mich:
wo findet bei dir die Vermenschlichung statt in Lockvogels Vorstellung von der Katzenhaltung?
Ist nicht provokativ die Frage, aber ich stehe jetzt echt auf dem Schlauch.
Umgekehrt gefragt: verkatzen uns unsere schlauen Fellkugeln nicht auch?
Ich z.B. kneife ständig meine Augen zu, um Frieden zu signalisieren und bewege mich viel geschmeidiger seit ich Katzen habe.
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08.03.2009, 14:33
AW: Bald kommt endlich die Katze!
hi inari,
das jagdargument wird haeufig in diesem zusammenhang genannt. allerdings haengt das fuer mich nicht mit dem restlichen sozialverhalten zusammen - katzen jagen maeuse/voegel, warum sollten sie die im rudel jagen - im vergleich zu loewen die grosse beutetiere jagen waere das ja kontraproduktiv.
ich habe von mehreren tierforschern gelesen, dass das sozialverhalten der katze bis zur vollendung des ersten lebensjahres gepraegt wird. und ich finde es fast schon schlimm, so ein kleines katzenbaby ploetzlich zu isolieren. einige zuechter / tiervereine geben babys gar nicht alleine ab (bzw in die einzelhaltung).
natuerlich kann man tierverhalten nie pauschalisieren, aber ich denke dass im zweifelsfall argenossen besser sind. vor allem bei katzen; hunde koennen in der regel eher das menschliche "rudel" anerkennen als katzen, die nicht so sehr auf ihre halter gepraegt sind.
ich wuerde eher sagen, dass man deine aussage von 1std spielen, kuscheln etc nicht pauschalisieren kann. auf unsere trifft es auf jeden fall nciht zu!
auf deine andere frage moechte ich auch kurz antworten - obwohl sie an violine geht. ich habe auch kurz gestutzt, als ich gelesen habe, dass die te evtl noch eine zweite katze holt, falls die erste sich eher ihrem mann zuwendet. ich habe violines beitrag so verstanden, dass die katzen dadurch fuer die menschlichen beduerfnisse verwendet werden und sehe das genauso. wie gesagt, ohne der te zu nahe treten zu wollen, ist das einfach meine meinung.
umgekehrt sehe ich das nicht so, denn katzen haben nicht die kapazitaet, sich dem menschlichen verhalten anzupassen (ich denke aber, dass sie das tun so gut sie koennen). katzen koennen ja z.b. auch nciht in foren posten um menschliches verhalten zu verstehen.Geändert von champagne (08.03.2009 um 14:35 Uhr) Grund: ergaenzung
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08.03.2009, 15:36Inaktiver User
AW: Bald kommt endlich die Katze!
Ach Champagne, jetzt bin ich selber in die Pauschalisierungsfalle getappt.

Natürlich hast du Recht 1 Stunde Schmusen, 1 Stunde Spielen sind manchen zu wenig.
Die eigene Katze gut beobachten ist das Wichtigste.
Aber Katzen beweisen doch auch oft sich dem Menschen anpassen zu können. Sonst wären sie auch keine Haustiere geworden.
Katzen können sich ja sogar Hunden anpassen, obwohl die eine völlig andere Sprache haben. Es gibt sogar recht viele Katzen, die einen Hund akzeptieren, aber keine andere Katze dulden.
Oft gehört bei "Tiere suchen ein Zuhause" (WDR) und da gibt es auch eindeutig mehr Katzen, die Alleinherrscher sein wollen, als Hunde.
Hunde sind Rudelwesen. Spaziergänge werden bevorzugt mit Mensch oder Artgenosse absolviert.
Katzen, die zusammen losziehen, gibt es nur ganz wenige.
Das könnte man aber auch als Vermenschlichung ansehen, denn eine Katzenmutter hat auch irgendwann genug von den Kindern und will nichts mehr von ihnen wissen.
katzen, die nicht so sehr auf ihre halter gepraegt sind.
Das hat man doch früher gesagt. Halte ich für überholt. Habe auch selber andere Erfahrungen.
Wer kann schon besser streicheln als wir Menschen?
Wer gibt ihnen besseres Essen? Doch keine andere Katze.
Aber natürlich. Sind doch Haustiere. Sie sollen uns Gesellschaft leisten, Zuneigung schenken, sich streicheln lassen.ich habe violines beitrag so verstanden, dass die katzen dadurch fuer die menschlichen beduerfnisse verwendet werden
Leute, die absoluten Wildfängen ein Zuhause geben, sind doch eher die Ausnahme.
Beschreie es nicht!katzen koennen ja z.b. auch nciht in foren posten um menschliches verhalten zu verstehen.

Nein, das wäre ja auch keine Anpassung, sondern eine Imitation. Mit Anpassung meine ich doch, uns steuern zu können, mit Schmeicheln, Nichtbeachten, rabiates Kratzen an der Tür, Gesängen, Schnurren usw., bis wir endlich kapieren, dass wir nur ihre Diener sind.
Dabei behalten sie immer ihre Würde. Was einer Vermenschlichung widersprechen würde. Seufz. Ist nicht so einfach.
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08.03.2009, 17:36Inaktiver User
AW: Bald kommt endlich die Katze!
Sie sollen gar nichts! Das meinte ich mit Vermenschlichung; wobei der Begriff in dem Kontext nicht ganz zutrifft. Tiere sollten nicht zum Wohle der Menschen instrumentalisiert werden. Mich stört die Grundhaltung einiger Tierhalter. Es wird erst einmal an eine Katze gedacht, weil 2 zu viel Arbeit machen. Eine 2. 'darf' dann ins Haus, wenn sich die Erste nicht als Plüschtier herausstellt usw.
Natürlich passen sich Katzen und Hunde dem Menschen an; er ist ja auch ihre Ressource. Bleibt aber die Frage, ob sich das Tier freiwillig anpasst. Und zwischen Wildfang und Erziehung erstreckt sich eine grosse Bandbreite tierischer Verhaltensweisen.
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08.03.2009, 18:40Inaktiver User
AW: Bald kommt endlich die Katze!
Violine: sie sollen gar nichts?

Wenn es sich um verhaltensgestörte oder traumatisierte Tiere handelt, dann kann ich das noch nachvollziehen.
Ansonsten bedeutet mein "sollen" ein Wunsch und eine Erwartungshaltung.
Ich wünsche mir, dass die Katze mir Gesellschaft leistet, was ja nichts Besonderes ist, wenn man eben von normal geprägten Katzen ausgeht. Ebenso wie Zuneigung schenken. 1x Augen zukneifen fällt auch darunter.
Streicheln lassen. Gibt vielleicht ein paar % der Katzenhalter, die das nicht voraussetzen bei einer traumatisierten Katze.
Mir selber ist auch einmal ein Kater zugelaufen, der sich erst nicht streicheln lassen wollte und ich hätte das auch so akzeptiert ohne zu Murren. Nachher entwickelte er sich aber zum Schmuser.
Vielleicht weil ich ihn nicht gedrängt habe.
Aber mir ist bewusst, dass die meisten Katzenhalter ihre Katze streicheln wollen. Das ist einfach ein Fakt und kein schlechtes Zeichen.



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