und genau aus dem Grund würde ich auch einen Rüden kastrieren lassen. zumal bei denen die OP ja noch wesentlich einfacher vonstatten geht als bei den Hündinnen.
die meisten Rüden hier drehen wirklich völlig am Rad, wenn die "Zeit der heißen Hündinnen" ist. die sind wahre Opfer ihrer Hormone. und an frei laufen lassen ist da auch kaum zu denken.
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02.03.2009, 22:18
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Liebe Grüße, Claudia
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02.03.2009, 22:29Inaktiver User
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Wer den Wunsch hat, seine Hündin kastrieren zu lassen, weiß meistens auch warum.
Immer häufiger jedoch kommen Tierhalter in die tierärztliche Praxis, die der Auffassung sind, sie müssten diesen Eingriff durchführen lassen, möglichst noch wenn die Hündin im Wachstumsalter ist, "weil man dadurch bösartige Tumoren (Krebs) im Gesäuge und an der Gebärmutter verhindere."
Der Gedanke an eine Krebsverhinderung erscheint uns löblich, er berechtigt aber nicht zu einem derartigen Eingriff.
Nach allgemein gültigen Erkenntnissen sind unsere kleinen Haustiere insbesondere dadurch krebsgefährdet, weil die derzeit käuflich erwerbbaren Fertignahrungen völlig unkontrolliert Stoffe beinhalten, die zwar den Geschmack, die Haltbarkeit und das Aussehen der Nahrung beeinflussen, aber im Sinne eines Lebensmittelgesetzes (das es für Hunde und Katzen leider noch nicht gibt) mit grösster Skepsis zu bedenken sind. (Vergl. hierzu auch das Thema Ernährung von Hunden und Katzen auf dieser web-Seite).
Ein vernünftiger Grund die Hündin kastrieren zu lassen liegt dann vor, wenn die Läufigkeitserscheinungen ( blutiger Ausfluss) für den Tierhalter nicht akzeptabel sind, wenn seine Hündin zu erheblichen Scheinschwangerschaftssignalen neigt, bei bestimmten hormonbedingten Fellschäden bzw. bei Erkrankungen der Eierstöcke, der Eileiter und der Gebärmutter.
Das Wort Kastration beschreibt die Entfernung der Keimdrüsen, hier der Eierstöcke. Diese wäre ausreichend, um der sozialen oder medizinischen Indikation zu entsprechen. Die Gebärmutter sollte stets belassen werden. Dies wird deshalb vorgeschlagen, weil die Resthormonaktivität der Gebärmutterhörner nicht zu unterschätzen ist; Harnträufeln (Inkontinenz) ist dann tatsächlich weniger häufig.
Der Tierhalter hat bei der Kastration zu akzeptieren, dass seine Hündin teilweise trotz aller "Sparmassnahmen" bei der Fütterung übergewichtig wird, dass ihre Vitalität sich mindert und orthopädische Störungen entstehen. Kastrierte Hündinnen neigen im Alter zu weiteren Hormonstörungen z.B. der Schilddrüse und/oder der Nebennierenrinde.
Leider klären immer noch wenige Tierärztinnen und Tierärzte die Tierhalter über diese Umstände auf oder verweisen auf die Alternative, die H a l b-
K a s t r a t i o n: ein Eierstock verbleibt der Hündin, der andere und die Gebärmutter werden entfernt.
Die Ergebnisse sind überzeugend: die Hündin bleibt hormonell intakt, neigt nicht zur Gewichtszunahme mit den oben beschrieben Folgeerscheinungen und das unangenehme Harnträufeln (Inkontinenz) tritt n i c h t auf.
Die Läufigkeitssignale der Hündin sind so minimal, dass sie lediglich von Rüden wahrgenommen werden.
Wer seine Hündin kastrieren lassen möchte, sollte all dies sehr gut bedenken!
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03.03.2009, 07:45
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Hallo Zusammen,
unser Rüde besteigt sie nur wenn sie heiß ist, sonst gar nicht. Das wäre natürlich zu viel für die Hündin. Es gibt ja auch solche Höschen zum überziehen, die verhindern dann das Eindringen.
Es gibt bei uns im Ort nur 1-2 unkastrierte Rüden, die haben natürlich schnell herausgefunden wo wir wohnen. Das war´s auch schon. Die meisten sind kastriert.
Es ist echt schwierig....was ist das Beste für meinen Hund ? Eine Operation durchzuführen , obwohl mein Hund kerngesund ist....ich weiß nicht. Großartige Blutungen hat sie auch nicht, es ist erträglich.
LG P.
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03.03.2009, 10:16
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Nachdem ich viele Jahre nur Rüden hatte (unkastriert), kam irgendwann die erste Hündin dazu. Ich halte also schon länger Rüde und Hündin unkastriert zusammen. Es gab noch nicht einen einzigen "Unfall". Das handhabe ich so:Aber wie machst du das mit einer lauffreudigen Hündin während der Hitze?
Während der ersten Tage der Läufigkeit ist der Rüde nur sehr wenig an der Hündin interessiert, er schnüffelt morgens mal, wie weit es wohl ist, dreht sich um und das war's für den Tag. Das setzt allerdings voraus, dass man einem Rüden Gelegenheit gibt, den Zyklus einer Hündin kennen zu lernen, sprich: die Beiden nicht drei Wochen lang wegen läufiger Hündin auseinander sperren. Sind bei der Hündin die kritischen Tage erreicht, habe ich Stubenarrest, damit ich die Hündin selbst beim kurzen Gang zum Pieseln im Garten im Auge behalten kann. Sie neigt während dieser vier, fünf Tage dazu, den Gartenzaun zu überwinden, was sie in der restlichen Zeit nicht tut. Draussen spazieren gehe ich mit der Hündin während dieser Tage gar nicht, das überlebt sie aber gut. Rüde und Hündin lasse ich keinen Augenblick während dieser Zeit unbeobachtet zusammen. Habe ich etwas wirklich Dringendes zu erledigen und muss sie kurzzeitig unbeaufsichtigt lassen setze ich die Hündin in einen grossen Käfig, nicht den Rüden, der würde darin randalieren, um raus zu kommen. Fast immer legt sich der Rüde neben den Käfig und passt dann auf "sein" Mädchen auf. Es sind ein paar Tage, die etwas anstrengender für mich sind, als die restliche Hundehalter-Zeit, aber sie sind schnell vorrüber.
Ich muss noch betonen, weder habe ich einen Rüden, der sexuell hyperaktiv ist (und, wie gesagt, er kennt das, wie es bei den Hündinnen abläuft, deshalb interessieren ihn auch draussen nur wirklich standheisse Mädel) noch habe ich eine Hündin, die alle fünf Monate läufig wird. Ihre Läufigkeiten liegen zwischen sieben und neun Monaten auseinander, so dass es für mich relativ gut zu handeln ist.
Ich muss zugeben, es ist sicherlich nicht für Jemanden machbar, intakten Rüden und Hündin zusammen zu halten, z. B. wenn man berufstätig ist und die beiden zeitweise alleine lassen muss. Ausserdem muss man bereit sein, sich während der heissen Phase mit besonders hoher Aufmerksamkeit seinen Hunden zu widmen. Die Hunde längere Zeit auseinander zu sperren um sie zu trennen bringt meiner Erfahrung nach nur den Nachteil, dass der Rüde dann noch verrückter wird. Nicht umsonst trennen erfahrene Züchter oftmals einen Rüden, der eine Hündin decken soll, einige Tage vorher von dieser.
Li Gr Ute
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03.03.2009, 10:24Inaktiver User
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Ich fand diese Entscheidung auch sehr schwierig und habe über 1,5 Jahre mit mir gerungen, ob ich es machen lasse oder nicht. Nachdem ich sie aber durch mehrere Läufigkeiten und Scheinschwangerschaften (die erste übrigens, als wir sie ganz frisch hatten. Der Tierarzt, dem ich sie damals vorstellte, hatte schon Euro-Zeichen in den Augen, weil sie nicht kastriert war) begleitet hatte, war ich schon der Meinung, daß das die beste Entscheidung für meinen Hund war.
Ich möchte Dir weder zu- noch abraten. Das ist alleine Deine Entscheidung
.
Als kleine Entscheidungshilfe vielleicht:
- informiere Dich genau (das Internet bietet eine Fülle von Artikeln, auch Pro-/Kontra-Seiten)
- laß Dir Zeit (Dein Hund ist ja noch jung und ein medizinischer Grund liegt nicht vor - also kein Grund zur Eile)
- laß Dir nicht reinreden (es ist Dein Hund und somit Deine Entscheidung)
- unterhalte Dich mit anderen Hundehaltern darüber, welche Erfahrungen sie gemacht haben (dann aber bitte trotzdem den Punkt über diesem hier beachten
)
Wenn Du Dich entscheidest, solltest Du 100 Prozent davon überzeugt sein und hinter Deiner Entscheidung stehen - schließlich gibt es kein Zurück.
Ich bzw. wir haben unsere Entscheidung nie bereut und so sollte es eigentlich auch sein, oder?
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04.03.2009, 13:15Inaktiver User
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Hallo Pebbeline,
ich habe meine Hündin irgendwann nach der 2. Läufigkeit mit ca. 1,5 Jahren kastrieren lassen, bisher hat sie noch keine der befürchteten Symptome wie Gewichtszunahme oder Inkontinenz entwickelt. Aber die Entscheidung dahin war nicht leicht, ich hätte sie ehrlich gesagt lieber so natürlich belassen, wie sie es war. Ihre beiden Läufigkeiten verliefen problemlos und waren nicht mal besonders blutig, sie wurde beide Male etwas scheinträchtig, aber es ging ihr dabei trotzdem gut.
Wir hatten bei ihr allerdings das Problem, dass sie ständig von Rüden berammelt wurde. Immer. Überall. Egal ob sie läufig war, die Läufigkeit kurz bevorstand oder gerade vorbei war oder sie sich in einer ganz "normalen" Phase ihres Zyklus befand. Und dann ist sie zusätzlich eine sehr defensive Hündin (sie schmeißt sich sofort auf den Rücken, wenn ihr ein anderer Hund nicht geheuer ist, egal ob Taschenfiffi- oder Doggengröße), die sich nicht zur Wehr setzte und den Kerlen mal ordentlich Bescheid stieß. Unsere täglichen Runden in den Feldern, am Wasser oder im Wald waren mitunter ein richtiges Spießrutenlaufen, es war einfach manchmal nur noch nervig und schrecklich unentspannt - für alle. Seit der Kastration ist das Gott sei Dank viel besser geworden, sie riecht nicht mehr so hochattraktiv.
Wäre das nicht gewesen, hätte ich sie wohl nicht kastrieren lassen. Ich hoffe, dass die "Nachwehen" einer Kastration bei ihr erst spät einsetzen werden, wenn überhaupt. Violines Beitrag finde ich sehr interessant, es ist wirklich schade, dass Ärzte da nicht umfassender aufklären. Diese Alternative beispielsweise kannte ich nicht.
Aber alles in allem ist eine Kastration, wie sie wohl noch meistens vorgenommen wird (Kompletträumung), ein sehr massiver Eingriff ins Körpergeschehen. Und was für Auswirkungen Hormone auf den Körper haben, merkt man als Frau ja selbst gut genug, speziell dann, wenn sich der Hormonhaushalt z. B. durch Wechseljahre verändert oder man aus gesundheitlichen Gründen die Eierstöcke entfernt bekommt. Das wird bei Hunden wahrscheinlich nicht unähnlich sein, sie "sagen" nur nichts.
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04.03.2009, 15:44Inaktiver User
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Es kommt drauf an. Mein letzter Rüde war nicht kastriert und außer wenn eine seiner beiden Favoritinnen läufig war nicht übermäßig interessiert. Das ging 15 Jahre sehr gut mir ihm, er ist auch nie abgehauen etc.
Während bei meiner Hündin, bevor sie kastriert war, manche Jungs schon im Garten gewartet haben...
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04.03.2009, 19:52Inaktiver User
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Vorab, meine Hündin ist auch kastriert, ich habe das nach der ersten Läufigkeit machen lassen (auch hier gehen die Meinungen auseinander).
Dafür sprach eindeutig, mein Rüde, der die erste Hitze von ihr sehr gelitten hat und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass so Milchdrüsenkrebs vorgebeugt werden kann.
Der Eingriff war ein kleiner Schnitt. Ab Tag 2 wackelte sie schon wieder sehr munter durch die Gegend. Sie hat sich weder im Character verändert, noch irgendein Problem mit dem Gewicht bekommen (das ganze ist 6 Jahre her).
Aber:
Ich habe heute eine ganz andere Einstellung zum Thema. Abgesehen davon, dass die Kastration eigentlich nur vorgenommen werden darf, wenn eine medizinische Indikation vorliegt (wenn mans mal streng nimmt) würde ich heute anders entscheiden.
Warum:
Vom Gefühl. Mein Gefühl. Wozu der Eingriff ? Wenn nicht ein Rüde im Haus ist und man die Hunde nicht trennen kann, okay....
Aber ansonsten....
Ich sehe keinen Grund mehr dafür, mein gesundes Tier aufschneiden zu lassen. Es sei denn andere gesundheitliche Gründe sprechen dagegen (Scheinschwangerschaften)
Und ich lass mir ja auch nicht vorsorglich schon mal alles rausnehmen, nur damit ich da keine Erkrankung mehr kriegen kann.Geändert von Inaktiver User (04.03.2009 um 19:55 Uhr)
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04.03.2009, 20:05Inaktiver User
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Also als Gesundheitsvorsorge würde ich es nicht machen. ich würde es machen, wenn ich einen zeugungsfähigen Rüden im Haus hätte oder die Hündin Probleme hätte. Klar! Obwohl ich immer eher den Rüden kastrieren lassen würde, weil es doch der einfachere Einiff ist.
Wobei ich aber allgemein das Kastrieren der Tiere befürworte, weil es einfach genug gibt! Und immer wieder hört man von Unfällen und wieder landen Welpen im Tierheim oder Mutter und Welpen.
Ich finde auch, dass sich die Tiere vom Wesen her nicht verändern. Mein Rüde war nach dem Kastrieren genauso wild wie davor! Auch Gewichtsprobleme hat er bis heute nicht (14 Jahre).
Finja
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05.03.2009, 15:04Inaktiver User
AW: Kastration beim Hund Pro und Contra ?
Naja, so ein Unglück kann man aber schon als verantwortungsbewusster Hundehalter verhindern, meine ich

Nun habe ich ja auch nur die eine Hitze mitgemacht. Und da hatte ich es sehr gut, weil der Püschel über das Pfläumchen (hehe) geklemmt wurde und keiner auch nur in die Nähe dessen kommen durfte. Mein Dobi war zarte 9 Monate alt.
Als ich dann allerdings bemerkt habe, welche Wirkung "wir" auf Rüden hatten, räusper, gut, da habe ich mir nur noch abgelegene Waldstücke rausgesucht, zum Gassigehen.Geändert von Inaktiver User (05.03.2009 um 15:09 Uhr)



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